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Der Kürbis: Das Vitalstoffwunder

Hätten Sie’s gedacht? Der Kürbis ist eine Beere! Lernen Sie mit uns das klassische Herbstgemüse auf dreifache Weise kennen. Denn nicht nur das schmackhafte Fruchtfleisch mit seinem hohen Gehalt an antioxidativem Beta-Carotin kann Ihren Speiseplan aufmischen. Auch die Kürbiskerne und das Kürbiskernöl sind wertvolle Lebensmittel mit Heilpotenzial. Der Kürbis wird sicher ab sofort öfter auf Ihren Tisch kommen! Wir halten für Sie mehr als 60 leckere Kürbis-Rezepte bereit!

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17 Juni 2021

Kürbis – Ein beerenstarkes Gemüse

Seine vielen Gesichter zeigt der Kürbis nicht nur als Dekoration zu Halloween, sondern auch auf dem Teller. Vor allem der dünnhäutige, orangefarbene Hokkaidokürbis erfreut sich grosser kulinarischer Beliebtheit, da man ihn nicht schälen muss! Die Schale wird mitgegessen und schmeckt genauso zart wie das Fruchtfleisch.

Der Kürbis zählt mit inzwischen etwa 800 Arten zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt.

Neben dem kräftig-süsslichen Hokkaido sind der gerippte Muskatkürbis mit Muskat-Aroma, der birnenförmige Early Butternut mit seinem süsslich-nussigen Geschmack und der schwergewichtige Gelbe Zentner die bekanntesten Mitglieder dieser botanischen Beeren-Familie. Ihr Gewicht reicht von etwa 50 g (Zierkürbisse) bis zu 600 kg (Rekordkürbisse).

Kürbisse als Schutzschild gegen Krankheiten

Aus dem aromatischen Fruchtfleisch der Speisekürbisse lassen sich nicht nur leckere Gerichte wie Suppen, Aufläufe, Chutneys, Kuchen und Marmeladen zubereiten. Ihre Kerne sind zudem eine gesunde Knabberalternative zu Chips und Co. Aus ihrem Öl wird ferner das hochwertige Kürbiskernöl gewonnen.

Ob Fruchtfleisch, Kerne oder Öl, der Kürbis ist reich an vielen Vitalstoffen. Vor allem seine Antioxidantien machen das Gemüse zum aktiven Schutzschild gegen Zivilisationskrankheiten. Studien haben die präventive und lindernde Wirkungskraft von Kürbissen beispielweise für Entzündungs- und Infektionskrankheiten, Krebs, Nierensteine, Hautkrankheiten und Depressionen bestätigt (1). Gute Gründe, um die Kürbis-Saison in vollen Zügen auszukosten!

Kürbis gegen Diabetes

Das kalorienarme Kürbisfleisch (ca. 26 kcal/100 g) schmeckt nicht nur gut, es liefert auch jede Menge sättigende Ballaststoffe, die unsere Verdauung und das Abnehmen unterstützen, Giftstoffe ausleiten und den Blutzuckerspiegel ausgleichen. Für Diabetiker ist das Gemüse deshalb eine äussert nützliche Wahl.

Bereits im Jahr 2007 zeigte eine Studie der East China Normal University , dass Kürbisse zur Erneuerung von geschädigten Bauchspeicheldrüsenzellen anregen. Die beteiligten Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass Kürbisextrakt sowohl Vorstufen von Typ-2-Diabetes als auch einem diagnostizierten Diabetes bei Menschen entgegenwirkt (2).

Ähnliche Ergebnisse erzielte eine japanische Studie von 2009 (3). Ein Forschungsteam der Iwate Universität bestätigte die Effektivität von Kürbiskonzentrat für eine verbesserte Glukosetoleranz und Insulinresistenz. Nicht zuletzt liefert der Kürbis nützliche Enzyme zur Entlastung der Bauchspeicheldrüse bei einer niedrigen glykämischen Last (GL) von gerade einmal 2.

Kürbis gegen schwindende Sehkraft

Das intensive Orange des Hokkaido-Kürbisses, aber auch vieler anderer Kürbissorten zeigt eindeutig, dass Beta-Carotin (4) enthalten ist, ein pflanzlicher Farbstoff mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen.

Beta-Carotin kann im Körper bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt werden (5) und Vitamin A wiederum ist das bekannte Vitamin für die Augen, die Knochen und gesunde Schleimhäute. Gerade die gute Versorgung mit Vitamin A und anderen Pflanzenstoffen (Lutein und Zeaxanthin) erklärt dann auch die Beobachtungen von Forschern der Colorado State University , denen zufolge der Kürbis das Risiko senken kann, eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zu entwickeln (6). Diese Netzhautschädigung führt andernfalls zu einer starken Sehbehinderung bis hin zur Erblindung.

Leckere Rezepte mit Kürbis

Leckere Rezepte aus und mit dem Kürbis finden Sie in unserer Rezepte-Rubrik (siehe voriger Link). Sie schauen lieber Kochvideos auf Youtube? Dann sind Sie herzlich willkommen auf unserem Kochkanal, wo Ihnen unsere Köche Ben und Rahel Schritt für Schritt zeigen, wie köstlich es sich mit dem Kürbis kochen lässt.

Wir empfehlen unser cremiges Hokkaido-Krübis Risotto – unglaublich lecker:

Die Vitalstoffe im Kürbis

Kürbisse enthalten etliche Vitalstoffe in relevanten Mengen, was bedeutet, dass man schon mit 150 g Kürbisgemüse oder einer Suppe aus 150 g Kürbis einen merklichen Teil seines täglichen Vitalstoffbedarfs decken kann.

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Beta-Carotin im Kürbis

Im Kürbis steckt viel Beta-Carotin, ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Carotinoide. Abgesehen davon, dass Beta-Carotin - wie oben erklärt - in das wertvolle Vitamin A umgewandelt werden kann, hat es selbst ebenfalls äusserst gesunde Effekte: So wirkt Beta-Carotin entzündungshemmend (7, 8), es schützt die Haut von innen vor UV-Strahlung (9) und unterstützt die Hautregeneration nach sonnenbedingten Hautschäden (10).

Mit 1.400 µg pro 100 g können 150 g Kürbis den Tagesbedarf an Beta-Carotin, der bei 2.000 µg liegt, locker decken.

Alpha-Carotin ist ein weiteres Carotinoid, das reichlich in Kürbissen enthalten ist. Auch dieser Pflanzenstoff hält viele Vorteile für die Gesundheit bereit, er hemmt das Tumorwachstum (11), verlangsamt den Alterungsprozess (12) und senkt das Risiko für Grauen Star (13). Zusätzlich reduzieren die Carotinoide das Risiko auf Herz-Kreislauferkrankungen und verbessern die Immunfunktion.

In einer Studie an über 15.000 Personen hatte sich sogar ergeben, dass Alpha-Carotin die Lebensdauer erhöhen kann. Wir haben unter dem vorigen Link darüber berichtet.

Vitamin C im Kürbis

Kürbisse enthalten um die 15 mg Vitamin C, was 15 Prozent des offiziell empfohlenen Vitamin-C-Tagesbedarfs entspricht (14). Vitamin C (15) bekämpft freie Radikale, wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral. Das Vitamin regt ausserdem die Produktion von Kollagen an, was sich in einer straffen und gesunden Haut bemerkbar macht. Ausserdem stärkt es den Körper im Kampf gegen den Krebs und unterstützt das Immunsystem.

B-Vitamine im Kürbis

Einige B-Vitamine (B1, B3, B5, B6) sind im Kürbis in relevanten Mengen vorhanden, so dass schon 100 g Kürbis den jeweiligen Bedarf zu 7 bis 11 Prozent decken (14). Diese Vitamine sind für die Nerven wichtig, helfen Ihnen also dabei, besser mit Stress umzugehen, unterstützen den Stoffwechsel, das Immunsystem, die Entgiftung – und sorgen obendrein für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt.

Kalium im Kürbis

Das Fruchtfleisch des Kürbisses ist reich an Kalium (350 mg pro 100 g) (14), ein Mineralstoff, der die Herzgesundheit stärkt und Bluthochdruck entgegenwirkt (16, 17) . Der Tagesbedarf an Kalium beträgt 4.000 mg, so dass eine 150-Gramm-Portion Kürbis bereits mehr als 13 Prozent davon abdeckt.

Kürbiskerne: Kleine Vitalstoffpakete für Prostata und Blase

Kürbiskerne sind vollgepackt mit Vitaminen, Mineralstoffe und Spurenelementen. Dazu liefern Sie hochwertiges Protein und heilsame Stoffe für die Prostata und Blase. Wie genau Kürbiskerne bei gutartiger Prostatavergrösserung helfen können, wie und warum sie gegen Haarausfall wirken, wie sie Parasiten aus dem Darm vertreiben können und warum Sie bei depressiver Verstimmung häufiger Kürbiskerne snacken sollten, erklären wir in unserem ausführlichen Artikel über Kürbiskerne .

Kürbiskernöl gegen genetisch bedingten Haarausfall

Das Kürbiskernöl ist ein wunderbar geschmackvolles Speiseöl, das aufgrund seiner mehrfach ungesättigten Fettsäuren besser nur für Rohkost verwendet werden sollte. Das Fettsäureprofil sieht so aus, dass die Omega-6-Fettsäure (Linolsäure) 50 Prozent einnimmt. Die andere Hälfte besteht in etwa zu zwei Dritteln aus Omega-9-Fettsäuren (der einfach ungesättigten Ölsäure) und zu einem Drittel aus gesättigten Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren sind nur in geringem Mass enthalten, so dass das Omega-6-Omega-3-Verhältnis nicht gut ist und das Kürbiskernöl daher auch nicht täglich in grossen Mengen verzehrt werden sollte - und wenn doch, so gleicht man mit Omega-3-reichen Nahrungsergänzungsmitteln aus oder auch mit Omega-3-reichen Lebensmitteln z. B. Leinsamen oder Leinöl.

Wie und warum das Kürbiskernöl bei genetisch bedingtem Haarausfall helfen kann, lesen Sie im vorigen Link (unter Punkt 2).

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Ramona, Absolventin

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Quellen
  1. Pumpkin may cut injections for diabetes, The Telegraph 2007 (Kürbis könnte Injektionen für Diabetiker reduzieren)
  2. Yadav M et al., Medicinal and biological potential of pumpkin: an updated review, Nutr Res Rev. 2010 Dec;23(2):184-90. (Medizinisches und biologisches Potential von Kürbis: Ein Update)
  3. Nährwertrechner, Kürbis frisch