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24 min

Tomaten: Warum das Fruchtgemüse so gesund ist

Die Tomate ist ein äusserst gesundes Fruchtgemüse – trotz ihrer Zugehörigkeit zur Nachtschattenfamilie. Ihr natürlicher Farbstoff Lycopin gilt als kraftvolles Antioxidans im Kampf gegen Krebs und andere chronische Krankheiten. Lesen Sie alles rund um die Tomate, ihre Eigenschaften, ihren Anbau und ihre Nährwerte im folgenden Artikel.

Aktualisiert: 09 Juni 2024

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Tomaten: Beeren aus Mittelamerika

Ursprünglich stammt die Tomate (Solanum lycopersicum) aus Mittelamerika und wurde von den Maya bereits in der vorchristlichen Zeit genutzt. Die Azteken gaben ihr den Namen Xitomatl, was so viel wie "Nabel des dicken Wassers" bedeutet.

In Folge der Conquista (Eroberung und Erschliessung des mittel- und südamerikanischen Festlandes) wurden die Spanier auf die prachtvollen Beeren aufmerksam. Der Missionar Bernardino de Sahagún beschrieb bereits um 1530, dass die Azteken aus Tomaten, Chilis und Kürbiskernen eine leckere Salsa zauberten. ( 1 )

In Spanien und Italien fühlte sich die Tomate aufgrund des dort vorherrschenden Klimas schnell heimisch und wurde bald mit grosser Freude angebaut. Allerdings nicht zum Genuss, sondern als Zierpflanze. Natürlich konnten sich anfangs nur die Reichen die exotischen Pflanzen leisten und verwendeten sie, um Fenster, Innenhöfe und Festtafeln zu schmücken. ( 3 )

Denn als die Tomate nach Europa kam, wurden anfangs auch die grünen Pflanzenteile und die unreifen Früchte gegessen, was aufgrund des Stoffes Solanin zu Vergiftungen führte. Allerdings wurden lange Zeit auch die reifen Früchte gemieden. Das Problem waren hier jedoch nicht die Tomaten, sondern die Gefässe, in denen sie aufbewahrt wurden. Diese bestanden häufig aus bleihaltigem Hartzinn und das Blei ging in die Früchte über, was so manches Opfer forderte.

Giftig oder nicht?

Aufgrund eines entsprechenden Buches (2) glauben auch heute viele Menschen, dass Gemüse aus der Familie der Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika, Auberginen etc.) giftige Stoffe enthalten und daher schädlich seien.

Da sich in unzähligen Studien eher ergeben hat, dass Menschen, wenn sie viel Gemüse und dabei auch Nachtschattengemüse essen, deutlich gesünder sind, ist davon auszugehen, dass all die anderen Stoffe im Nachtschattengemüse eine mögliche Schadwirkung der geringen Giftstoffmengen kompensieren können.

Dies schliesst natürlich nicht aus, dass es auch Menschen gibt, die eine individuelle Unverträglichkeit gegenüber Nachtschattengewächsen entwickelt haben. Wenn Sie sich nach dem Verzehr von Paprika, Auberginen und Co nicht wohlfühlen, testen Sie einige Wochen lang, wie es Ihnen ohne diese Gemüse geht.

Heilsame Wirkungen

Die ersten Tomatenpflanzen, die nach Spanien gebracht wurden, landeten im Garten des Arztes Nicolàs Monardes Alfaro, der in den Früchten sogleich ein grosses medizinisches Potential erkannte. So wurden sie eingesetzt, um den Körper zu reinigen und um Schwellungen zu lindern. Tomatensaft beispielsweise wurde bei Entzündungen angewandt. Bei Kopfschmerzen, Gicht und Ischias wurden Umschläge aus den Früchten gemacht – und Tomatenöl wurde verwendet, um Brandwunden zu kurieren. Dazu gesellten sich aus heutiger Hinsicht skurrile Anwendungen, etwa um Tollwut und Albträume zu behandeln. ( 4 )

Erst gelb, dann rot

Tomaten galten lange als Aphrodisiakum und kamen beim Liebeszauber zum Einsatz. Auf diesem Glauben beruhte die Sitte französischer Männer, ihren Angebeteten eine Tomatenpflanze zu schenken, weswegen die Früchte als "pomme d'amour" (Liebesapfel) bezeichnet wurden. In Italien nannte man das Fruchtgemüse hingegen "pomodoro", was so viel wie goldener Apfel bedeutet und gleichzeitig daraufhin deutet, dass die Frucht anfänglich gelb war und die rote Farbe erst infolge züchterischer Bemühungen entstand.

Seit wann isst man in Europa Tomaten?

Während die spanischen Köche die Tomate schnell in ihr Herz geschlossen hatten, konnte sie sich in Italien erst im 17. Jh. als Lebensmittel einen Namen machen. Es waren wohl sehr mutige oder aber besonders hungrige Bauern, die herausgefunden haben, dass reife Tomaten nicht giftig sind und zudem wundervoll schmecken. Im Zuge dessen wurden zahlreiche Gerichte wie Pizza oder Nudeln mit Tomatensauce kreiert, die heute nicht nur in Italien zu den ultimativen Leibspeisen zählen.

In Mittel- und Nordeuropa galt das Fruchtgemüse hingegen weitere 100 Jahre als mysteriöse Todesfrucht und in so mancher abgelegenen Gegend konnte sie sich sogar erst im 20. Jahrhundert durchsetzen. Inzwischen wird sie überall auf der ganzen Welt in Form von tausenden unterschiedlichen Tomatensorten angebaut – und so gut wie jeder hat die leckere Frucht mindestens einmal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.

Rezepte

Unser Tipp: Gefüllte Tomaten mit Mandel-Vinaigrette und Kartoffelpuffern. Schauen Sie aber auch gerne auf unserer Website in der Rezepterubrik nach Rezepte mit Tomaten.

Mit Tomaten den Säure-Basen-Haushalt regulieren

Tomaten schmecken süsslich und säuerlich zugleich. Für den sauren Geschmack sind einerseits das Vitamin C, andererseits die enthaltenen Fruchtsäuren wie die Zitronensäure oder auch die Apfelsäure verantwortlich. Reife Tomaten schmecken deshalb süsser, da der Zuckergehalt im Laufe des Reifungsprozesses zunimmt, während sich der Fruchtsäuregehalt verringert. ( 19 )

Anders als oft angenommen wird, zählt das Fruchtgemüse trotz des säuerlichen Geschmacks zu den Basenbildnern, da es reich an basischen Mineralstoffen wie z. B. Kalium, Kupfer und Eisen ist. Die Antioxidantien und der hohe Wassergehalt der Frucht helfen, dass überschüssige Säuren und Giftstoffe besser neutralisiert und ausgeleitet werden können. Tomaten sind also eine sehr gute Wahl, um das Säure-Basen-Gleichgewicht zu regulieren. ( 15 )

Detaillierte Infos über die Vorteile basischer Ernährung finden Sie unter vorigem Link.

Vitamine und Mineralstoffe: Die Tabelle

Die Tomate ist ein Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte, da sie im Verhältnis zu ihrem Energiegehalt (sie hat nur wenige Kalorien) viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthält. Dabei sind auch einige Vitalstoffe in Bezug auf die empfohlene Tagesdosis (NRV) durchaus von Relevanz. Hier finden Sie eine Tabelle mit den Vitaminen und Mineralstoffe.

Sekundäre Pflanzenstoffe in der Tomate

Tomaten sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, z. B. an Carotinoiden. Neben dem Betacarotin enthält das Fruchtgemüse noch weitere Carotinoide, etwa das Lycopin, Alpha-Carotin sowie Cryptoxanthin, die alle drei zur Vitamin-A-Versorgung beitragen. Denn Carotinoide können zu einem gewissen Anteil in Vitamin A umgewandelt werden – dem Vitamin für gesunde Haut, Schleimhäute, Knochen und Augen. ( 6 )

Auch das Carotinoid Lutein findet sich in den leckeren Früchtchen, welches das Risiko für Augenerkrankungen wie den Grauen Star reduziert. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Vitamine, Carotinoide und alle anderen bioaktiven Substanzen gemeinsam ein viel stärkeres antioxidatives Potential aufweisen als einzelne, isolierte Wirkstoffe, so dass ein grosser Tomatensalat – regelmässig gegessen – oft sinnvoller ist als ein einzelnes Carotinoid in Kapselform. ( 17 )

Lycopin: Der rote Pflanzenfarbstoff

Das Carotinoid Lycopin ist ein roter Farbstoff, der Früchten wie der Tomate oder der Wassermelone ihre charakteristische Farbe verleiht. Laut einer Studie portugiesischer Forscher aus dem Jahr 2018 ist Lycopin von allen Carotinoiden das stärkste Antioxidans. Es wirkt Alterungsprozessen entgegen und hilft Krankheiten vorzubeugen, die mit oxidativem Stress in Zusammenhang stehen. ( 33 )

Besser Tomaten essen, als Lycopin einnehmen

Forscher von der Northumbria University haben im Jahr 2017 herausgefunden, dass sowohl Tomaten als auch der Wirkstoff Lycopin das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können. ( 39 ) Da in den roten Früchten neben Lycopin aber viele weitere gesundheitsfördernde Stoffe wie Vitamine, weitere Carotinoide und Flavonoide stecken, die alle gemeinschaftlich zu einem gesünderen Leben beitragen, halten Wissenschaftler die alleinige Einnahme von Lycopin nicht unbedingt für eine gute Idee. ( 16 )

Dies bekräftigt auch eine umfassende US-Studie, wobei untersucht wurde, ob sich das Essen des Gemüses oder eine Lycopin-Supplementation besser zur Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten eignet: Das Gemüse hatte die Nase vorn. ( 40 )

Schutz vor Krebs?

Diverse Studien haben gezeigt, dass das rote Fruchtgemüse zur Krebsprävention beiträgt, woran das Lycopin massgeblich beteiligt ist. Insbesondere ist die Wirkung von Lycopin in puncto Prostatakrebs bekannt. Hier soll das Carotinoid eine vorbeugende Wirkung haben und die gutartige Prostatavergrösserung positiv beeinflussen. ( 18 ) ( 20 ) Details dazu lesen Sie hier unter: Lycopin bei gutartiger Prostatavergrösserung.

Lycopin, wie eine Untersuchung der Ohio State University zeigte. Dies insbesondere deshalb, weil das Lycopin die Haut von innen gegen UV-Strahlung schützen kann. ( 22 ) ( 23 )

Genauso glaubt man, dass Lycopin bzw. Tomaten sehr gut zur Brustkrebsprävention eingesetzt werden können. ( 24 ) ( 25 )

Gut für Haut und Herz-Kreislauf-System

Eine Studie konnte schon im Jahr 2001 zeigen, dass eine Ernährung, die einen hohen Anteil an gekochten Tomaten enthält, vor UV-Strahlung schützt und somit Hautschäden oder sogar Hautkrebs sowie die Auswirkungen des Alterns hemmen kann ( 21 ).

Auch für das Herz-Kreislauf-System lohnt es sich, häufiger Tomaten zu essen. Forscher von der University of Eastern Finland haben mehr als 1.000 Männer im Alter zwischen 46 und 65 Jahren über zwölf Jahre hinweg begleitet. Zu Beginn der Studie wurde bei allen Probanden die Lycopin-Konzentration im Blut bestimmt. Jene Probanden mit dem höchsten Verzehr von Lycopin-haltigen Nahrungsmitteln hatten ein um 55 Prozent niedrigeres Schlaganfallrisiko. ( 38 )

Die Wirkung von Lycopin wird mitunter so erklärt, dass es die Blutgerinnung hemmt, sodass weniger Verklumpungen der Blutkörperchen entstehen. ( 35 ) Eine Studie mit 98 Probanden am Baruch-Padeh Poriya Medical Center in Israel hat zudem gezeigt, dass durch den Genuss von 300 g Tomaten pro Tag der HDL-Cholesterinspiegel um über 15 Prozent erhöht werden konnte. ( 36 )

Gut für die Knochen und Muskeln

Neueste Studien haben im Jahr 2018 gezeigt, dass die Tomate dem Verschleiss der Knochen sowie dem Muskelabbau und somit auch Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Osteoporose entgegenwirken. So haben portugiesische Forscher festgestellt, dass sich Lycopin positiv auf den Knochenstoffwechsel auswirkt. Das Carotinoid unterstützt nämlich den Abbau defekter Knochenzellen sowie den Aufbau neuer Knochenmasse. ( 34 )

Eine dreijährige japanische Studie mit 259 Probanden zwischen 22 und 68 Jahren hat hingegen ergeben, dass Menschen, die regelmässig zur Tomate greifen, sich effektiv vor der mit dem Alter einhergehenden Abnahme der Muskelstärke schützen können. Das Fruchtgemüse gilt also zu Recht als Anti-Aging-Frucht. ( 37 )

Bei Fructoseintoleranz

Mit rund 1.4 g Fructose pro 100 g ist die Tomate zwar vergleichsweise fructosearm, jedoch liegt ihr Glucosegehalt mit 1.1 g unter ihrem Fructosegehalt – dies wirkt sich negativ auf ihre Verträglichkeit aus. Vorteilhaft ist jedoch, dass das Fruchtgemüse sorbitfrei ist. Der Zuckeralkohol Sorbit kann die Symptome einer Fructoseintoleranz zusätzlich verstärken ( 41 ).

Personen mit einer Fructoseintoleranz sollten in der Karenzphase zunächst komplett auf das rote Fruchtgemüse verzichten, da dieses in der Regel nicht gut vertragen wird. In der Dauerernährung nach der Karenzphase ist es mässig verträglich. (Alles zur Fructoseintoleranz, Karenzphase, Dauerernährung etc. lesen Sie im vorigen Link, der zu unserem Hauptartikel über die Fructoseintoleranz führt).

Nach der Karenzphase sollten Sie sich in jedem Fall langsam an das Fruchtgemüse herantasten, um herauszufinden wie es Ihnen bekommt. Beachten Sie, dass verarbeitete Produkte (Mark, Saucen, Saft) höhere Fructosegehalte aufweisen können als die frischen Früchte.

Tomatenmark zum Beispiel ist hochkonzentriert – entsprechend ist sein Fructosegehalt mit rund 6.4 g pro 100 g deutlich höher als der von frischen Tomaten – wobei in Rezepten für Saucen meist allerhöchstens 50 g Gramm Tomatenmark pro Person verwendet werden ( 42 ).

Bei Histaminintoleranz

Tomaten und Produkte daraus gelten als histaminreich und sind deshalb für viele Personen mit einer Histaminintoleranz nicht gut verträglich. In unserem Artikel zur Histaminintoleranz lesen Sie alles über die Unverträglichkeit und auch über naturheilkundliche Massnahmen zur Linderung/Behebung der Histaminintoleranz.

Tomatenprodukte sind meist histaminreicher als die frischen Früchte, da der Histamingehalt bei der Weiterverarbeitung steigt. Das Fruchtgemüse zählt ausserdem zu den Histaminliberatoren, die das körpereigene Histamin freisetzen können, was sich zusätzlich negativ auf die Verträglichkeit auswirkt ( 43 ).

Dennoch berichten manche Personen mit Histaminintoleranz, dass sie das frische Fruchtgemüse im Gegensatz zu verarbeiteten Produkten vertragen. Der Grund dafür ist vermutlich, dass der Histamingehalt je nach Sorte, Reife, Anbaugebiet und Verarbeitungsdauer schwankt.

Histamin ist ein Abbauprodukt, weshalb frisch geerntete Paradeiser (wie die Früchte in manchen Regionen Österreichs gerne genannt werden) aus dem eigenen Garten womöglich besser verträglich sind als Importware, die erst aus Spanien oder Holland eingeführt wird und danach noch im Supermarktregal liegt oder erst noch weiterverarbeitet wird. Auch selbst gekochte Tomatensauce aus eigenen Früchten könnte u. U. erst verträglich sein, dann aber unverträglich werden, wenn man Reste am nächsten Tag nochmals aufwärmt und isst.

Bei Nierenerkrankungen meiden?

Manche Personen mit Nierenerkrankungen berichten davon, dass Ihnen ihr Arzt vom Tomatenverzehr abgeraten hat – auch im Internet ist dies häufig zu lesen. Als Begründung wird z. B. der Kaliumgehalt der Früchte genannt.

Kalium

Bei Nierenerkrankungen können die Nieren den Mineralstoff Kalium nur noch eingeschränkt ausscheiden, weshalb etwa Personen mit weit fortgeschrittener Niereninsuffizienz zu einer kaliumarmen Ernährung (weniger als 2000 mg Kalium pro Tag) geraten wird.

Der Kaliumgehalt einer mittelgrossen Tomate (ca. 100 g) ist mit rund 240 mg nicht besonders hoch. Viele andere Lebensmittel enthalten deutlich mehr Kalium, z. B. Haferflocken, Fisch, Fleisch, Nüsse, Hülsenfrüchte sowie Blatt- und Kohlgemüse.

Verarbeitete Tomatenprodukte sind hingegen kaliumreicher: 100 g Tomatenmark enthält 1150 mg Kalium, so dass eine Sauce daraus 575 mg Kalium pro Person liefern könnte, wenn pro Person 50 g Mark verwendet wird. Werden für die Sauce jedoch zusätzlich noch zwei frische Tomaten verwendet, liegt der Kaliumgehalt der Sauce bei 815 mg pro Portion, was viel ist, da ja jedes andere dazu verzehrte Lebensmittel ebenfalls noch Kalium liefert (42).

Allerdings ist Kalium für eine gute Herz-Kreislauf-Gesundheit sehr wichtig, so dass der Tagesbedarf für gesunde Menschen sogar kürzlich noch auf 4000 mg Kalium erhöht wurde. Kalium ist also bei fortgeschrittenen Nierenerkrankungen nicht deshalb zu meiden, weil der Stoff ungesund wäre, sondern nur, weil die Nieren schon so krank sind, dass sie den gesunden Stoff nicht mehr verarbeiten können.

Auch gilt hier: Statt gesunde Lebensmittel wie frische Tomaten zu meiden, sollten viel eher ungesunde Lebensmittel wie Vollmilchschokolade (435 mg Kalium pro Tafel), Cervelatwurst (323 mg Kalium pro Wurst) und Kartoffelchips (1000 mg Kalium pro 100 g) aus der Ernährung gestrichen werden (44 ) ( 45 ) ( 46 ).

Oxalsäure

Als weitere Begründung, weshalb Personen mit Nierenproblemen das Fruchtgemüse meiden sollten, wird der Oxalsäuregehalt genannt. Oxalsäure kann die Bildung von oxalathaltigen Nierensteinen fördern. Jedoch enthalten frische Tomaten mit 50 mg pro 100 g verglichen mit anderen Lebensmitteln relativ wenig Oxalsäure. Tomatensaft enthält nur 5 mg Oxalsäure pro 100 g.

Oxalsäurereich sind hingegen Spinat (970 mg) und Mangold (650 mg) oder auch Rhabarber (800 mg). Unsere Tabelle mit dem Oxalsäuregehalt von Lebensmitteln finden Sie im vorigen Link (47).

Selbst der Oxalsäuregehalt von Tomatenmark hält sich in Grenzen. Wenn beispielsweise für eine 200-g-Tube rund 1.5 Kilogramm Früchte verarbeitet werden, dann enthielte eine Sauce aus 50 g Tomatenmark rund 190 mg Oxalsäure (wobei man für eine Sauce pro Person auch gut viel weniger Tomatenmark nehmen kann - oft genügt schon 1 EL (= 15 - 20 g).

Personen mit Nierenerkrankungen müssen also nicht auf frische Tomaten verzichten – Sauce und Mark sollten aber bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz oder bei der Neigung zu oxalathaltigen Nierensteinen nicht in übergrossen Mengen gegessen werden. Dies gilt aber bekanntlich für jedes Lebensmittel. In Sachen Nierensteine gibt es überdies noch weitere Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit sich aus Oxalsäure Steine bilden können, z. B. eine zu geringe Wasseraufnahme.

So sieht der konventionelle Anbau aus

Tomaten aus dem beheizten Treibhaus verbrauchen pro Kilo über 9 kg Kohlendioxid. Auch der hohe Wasserverbrauch in ohnehin wasserarmen Herkunftsländern wie Spanien sorgt für massive ökologische Nachteile. Überdies sind die Arbeitsbedingungen in Südeuropa eine Katastrophe – es wird nicht grundlos von moderner Sklaverei gesprochen. Wer also einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz leisten und sich nicht an der Ausbeutung von Erntehelfern beteiligen möchte, setzt auf saisonales Gemüse aus der Region. ( 28 )

Tomatenanbau in der gläsernen Stadt

Die Tomate ist im deutschsprachigen Raum die beliebteste Gemüseart. Laut Statistik isst jeder Deutsche pro Jahr rund 10 kg von der leckeren Frucht. Dazu gesellen sich weitere 10 kg Tomatenprodukte. Da der Anbau im Inland bei weitem nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, werden jährlich über 700.000 Tonnen importiert.

Die Importfrüchte stammen laut Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in erster Linie aus EU-Ländern, vordergründig aus den Niederlanden, Spanien, Belgien und Italien, ferner auch aus Marokko. ( 26 ) Da es den wärmeliebenden Pflanzen im hohen Norden zu kalt ist, werden sie in zwei- bis dreistöckigen klimatisierten Gewächshäusern angebaut – soweit das Auge reicht. Das niederländische Westland wird deshalb schon als "gläserne Stadt" bezeichnet. Für das Heizen der Gewächshäuser werden mittlerweile satte 9 Prozent der niederländischen Energie verbraucht. ( 29 )

Tomaten aus dem Plastikmeer

Dann doch lieber Tomaten aus dem Süden, oder? Diese können ganz natürlich im Freiland unter der warmen Sonne Spaniens reifen. Weit gefehlt. In Südspanien findest sich gar die grösste Anbaufläche unter Folie auf der Welt. 36.000 Hektar sind in der Provinz Almería inzwischen mit Plastik überzogen, weshalb die Region auch "mar del plástico" (Meer aus Plastik) genannt wird.

In diesem Plastikmeer werden jährlich rund 3 Millionen Tonnen Treibhausgemüse – hauptsächlich Tomaten, Paprika und Gurken – produziert. Ein Drittel davon wird nach Deutschland exportiert. Problematisch ist, dass in dieser Wüstenregion aufgrund fehlender Regenfälle ohne eine intensive Bewässerung kaum ein Halm, geschweige denn zahllose Gemüsepflanzen wachsen könnten. ( 31 )

Man greift daher auf das Grundwasser zurück, das sich laut WWF in dem Mass, wie es genutzt wird, gar nicht mehr erholen kann. Die Entnahmen sind dreimal so hoch als das, was durch Regenfälle wieder nachfliesst. ( 32 ) Die spanische Umweltschutzorganisation Ecologistas en Acción gab an, dass bereits ganze 80 Prozent des Nutzwassers auf die Landwirtschaft entfallen.

Die Sklaverei im Tomatenanbau

Überdies arbeiten in diesen Anlagen vordergründig afrikanische Migranten, aber auch Menschen aus Osteuropa unter katastrophalen Bedingungen. Etwa die Hälfte von ihnen hat keine Aufenthaltsgenehmigung und arbeitet ohne Arbeitsvertrag zu Hungerlöhnen – ein Stundenlohn von 2 Euro ist keine Seltenheit. Die Erntehelfer hausen in Plastikhütten, ohne Strom und Wasser, oft stehen ihnen nicht einmal sanitäre Anlagen zur Verfügung. ( 13 ) ( 27 )

Doch Zustände wie diese sind nicht nur in Spanien alltäglich. Ein Grossteil der italienischen Landwirtschaft lebt mittlerweile schon von der Ausbeutung afrikanischer Migranten. Für das Ernten von 350 kg Tomaten bekommen sie zwischen 2 und 3 Euro. Viele Landbesitzer sind Mafiosi und aus Angst vor Vergeltung wird das Unrecht totgeschwiegen. Spätestens jetzt sollte klar sein, warum es Sinn macht, Tomaten am besten nur aus eigenen Landen, in der Saison und in Bio-Qualität (oder aus Eigenanbau) zu essen. ( 30 )

Setzen Sie auf Nachhaltigkeit und beteiligen Sie sich nicht länger an Umweltzerstörung und Ausbeutung. In Bioläden und auf Bauernmärkten finden Sie von Juli bis Oktober köstliche Freilandtomaten und im Winter gibt es genügend andere Gemüsearten, die wunderbar schmecken. ( 12 )

Bio-Qualität ist die bessere Wahl

Tomaten sind oft nur dann lecker und gesund, wenn sie aus biologischer und im Idealfall regionaler Landwirtschaft stammen. Dann nämlich werden sie reif geerntet und sind im Grossen und Ganzen frei von Schadstoffen. Da die vollreifen Früchte nicht lagerfähig sind, werden sie in der Regel zu früh geerntet, was sich negativ auf ihren Vitalstoffgehalt und den Geschmack auswirkt.

Im Handel jedoch werden überdies kaum noch Freilandtomaten angeboten. Fast alle Tomaten wachsen unter Glasdächern oder in Folientunneln. Mit Pestiziden wird dabei nicht gespart, so dass die ökologische Situation in den Anbauregionen meist sehr schlecht ist. Selbst das Grundwasser ist teilweise schon stark belastet. ( 10 )

Analysen vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart aus dem Jahr 2017 sprechen eine klare Sprache: Von 79 Tomaten-Proben enthielten 71 Pestizidrückstände, 53 davon Mehrfachrückstände und bei 8 Proben wurde sogar die zugelassene Höchstmenge überschritten. ( 7 )

Bio-Tomaten und daraus hergestellte Produkte schneiden in Pestizid-Tests fast immer sehr gut ab und enthalten überdies einen höheren Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen ( 5 ) ( 8 ). So hat eine Studie an der Universidade Federal do Ceará gezeigt, dass in den Bio-Früchten im Vergleich zu konventionell angebauten bis zu 57 Prozent mehr Vitamin C stecken und der Polyphenolgehalt fiel um ganze 139 Prozent höher aus. (Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe mit u. a. antioxidativer Wirkung.)

Tomaten können aus China stammen

Die italienische Zollverwaltungsbehörde liess verlauten, dass allein im Jahr 2016 rund 100.000 Tonnen Tomatenmark von China nach Italien importiert wurden. Es handelt sich hierbei um minderwertige Ware, die maximal zu 45 Prozent aus Tomaten besteht. Der Rest setzt sich aus Zusatzstoffen wie Sojabohnen, Stärke, Malzzucker und Farbstoffen zusammen, die nicht auf der Verpackung angegeben werden. ( 11 )

Das Tomatenkonzentrat wird in Bella Italia laut Angaben der Zeitschrift La Repubblica dann nur noch mit italienischen Tomatenabfällen vermischt, mit Wasser verdünnt, mit Salz gewürzt, verpackt und als italienische Ware nach Afrika und Europa exportiert. Ausserdem landet es in zahlreichen weiteren Produkten wie etwa im Ketchup, in der Tomatensauce, im Tomatenmark oder auf der Tiefkühlpizza. ( 9 )

Der Kunde erfährt von all dem rein gar nichts. Denn wenn ein Lebensmittel in Europa verarbeitet wird, entfällt laut Gesetz die Pflicht, die Rohware in puncto Herkunft zu kennzeichnen. In Italien haben Konsumentenschützer und Bauernverbände diesem Etikettenschwindel schon vor Jahren den Kampf angesagt. Bislang liess sich aber nur ein einziger Richter dazu hinreissen, einen entsprechenden Hersteller diesbezüglich zu verurteilen. ( 14 )

Setzen Sie daher besser ausschliesslich auf Bio-Produkte aus der Region! Ausserdem können Sie auf der folgenden Website nachprüfen, ob das von Ihnen erworbene italienische Produkt mit der 100 % Made in Italy Certification ausgestattet ist. Idealerweise stellen Sie sich Ihr eigenes Ketchup selbst her.

Bauen Sie Ihre Tomaten selbst an!

Tomatenpflanzen brauchen viel Sonne, einen windgeschützten Platz und als Starkzehrer nährstoffreichen Boden. Damit die Ernte also reich ausfällt, sind die Pflanzen auf stickstoffreichen organischen Dünger angewiesen (z. B. Mist oder reichhaltigen Kompost). Nach 2 bis 4 Jahren ist ein Fruchtwechsel angesagt. Das heisst, dass zunächst auf Mittelzehrer wie Kohlrabi oder Mangold und dann auf Schwachzehrer wie zum Beispiel Erbsen oder Radieschen umgestellt wird, damit sich der Boden erholen kann.

Wenn Sie einen tollen Standort eruiert haben, können Sie überlegen, ob Sie Jungpflanzen oder Samen kaufen möchten. Auswahl gibt es genug - nämlich aus 7.500 Sorten. Sie unterscheiden sich u. a. durch die Wuchsform, die Ansprüche an den Standort sowie die Farbe, Form und den Geschmack der Früchte. So gibt es z. B. Cherry- und Cocktailtomaten, Fleischtomaten, Wild-, Stab-, Strauch- oder Buschtomaten.

Was bei der Wahl der Sorte zu beachten ist

Wenn Sie Tomaten anbauen möchten, spielt der Geschmack der Früchte und ob diese ertragreich sind natürlich eine grosse Rolle. Doch die Sorten müssen auch zu Ihrem Standort passen – ob im Freiland, Gewächshaus oder in Kübeln:

  1. Bei einem Gewächshaus kann jede Sorte gut angebaut werden, da Regenschutz, relativ konstante Temperaturen und eine lange Ernteperiode gegeben sind.
  2. Für das Freiland eignen sich robuste Sorten mit Resistenzen gegen diverse Krankheiten am besten.
  3. Im Kübel steht den Pflanzen nur ein begrenzter Raum zur Verfügung. Mindestens 15 l sollte das Gefäss schon fassen. Je kleiner der Topf, desto kleiner sollte die Sorte sein. Buschtomaten sind hier ideal, z. B. Balconi Red.
  4. Samenfeste Sorten haben Nachkommen, welche dieselben Eigenschaften haben wie die Stammpflanze. Wenn Sie samenfeste Sorten von regionalem Saatgut wählen, ergeben sich diverse Vorteile. So sind die Pflanzen besser an das Klima angepasst, resistenter gegen Krankheiten und in Folge auch sehr ertragreich.

Die Aussaat und Pflanzung ins Freiland

Ende März kann man die Pflanzen vorziehen, z. B. in einem Mini-Gewächshaus bei Zimmertemperatur oder in einem speziellen Folienhaus im Garten. Wichtig ist jedenfalls ein warmer, windgeschützter Ort, der Regenschutz bietet.

Setzen Sie das Saatgut in nährstoffarme Anzuchterde. Liegen die Temperaturen bei rund 20 Grad Celsius, entwickeln sich nach 8 bis 10 Tagen die ersten Keimlinge. Damit sich die Keimlinge nicht gegenseitig im Wachstum behindern und gut entwickeln, ist es wichtig, sie nach ungefähr 3 Wochen zu pikieren. Der Begriff Pikieren steht für das Vereinzeln der Pflänzchen. Geiztriebe zu schneiden und Stecklinge zu gewinnen ist eine weitere Möglichkeit, um Tomatenpflanzen zu vermehren.

Im Freiland einpflanzen dürfen Sie die Jungpflanzen in unseren Breiten aber erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, da sie sehr kälteempfindlich sind. Die Auspflanzung erfolgt in einem Abstand von mindestens 50 cm, der Reihenabstand sollte 1 m betragen.

Das Ausgeizen nicht vergessen

Nach der Auspflanzung ist es wichtig, das Ausgeizen nicht zu vergessen. Ausgeizen bedeutet, überflüssige Triebe herauszubrechen, damit die Kraft der Pflanze weniger in Blattwerk, dafür verstärkt in die Früchte geleitet wird. Lediglich Busch- und Wildtomaten müssen nicht ausgegeizt werden.

Es werden ausser dem Haupttrieb bis auf maximal 5 alle frischen Triebe entfernt. Kleine Geiztriebe können Sie einfach mit den Fingern abknipsen, indem Sie die Seitentriebe an der Basis, dicht beim Stängel, mit dem Daumen und dem Zeigefinger greifen. Ältere Geiztriebe müssen abgeschnitten werden.

Im Frühsommer herausgebrochene Triebe können Sie als Stecklinge verwenden und so weitere Pflanzen ziehen. Werden die Pflanzen ausgegeizt, entwickeln sie sich besser. Die unteren Früchte bekommen mehr Licht, reifen schneller und Krankheiten breiten sich nicht so rasch aus.

Pilzbefall

Die mit Abstand häufigste Tomatenkrankheit ist die Braunfäule. Der Verursacher ist ein Pilz namens Phytophthora infestans. Er wird von Kartoffelpflanzen auf Freilandtomaten übertragen. Insbesondere bei einer feuchten Witterung breitet sich Phytophthora infestans schnell über die ganze Pflanze aus.

Zu den Symptomen zählen graugrüne bis braunschwarze Flecken, die immer grösser werden und die Stängel, Blätter und Früchte regelrecht überziehen. Auf den befallenen Früchten - die nicht mehr gegessen werden dürfen - manifestieren sich tiefgehende, harte Flecken.

Sie können der Phytophthora infestans vorbeugen, indem Sie darauf achten, dass zwischen den Pflanzen genügend Abstand eingehalten wird. Geben Sie den Pflanzen ein schönes sonniges Plätzchen auf einem überdachten Balkon, ist dies ebenfalls eine vorbeugende Massnahme. Denn sind sie schutzlos dem Regen ausgeliefert, kann sich die Fäule ungehindert ausbreiten.

Trotz Blütenendfäule essbar

Nicht nur Pilzkrankheiten, sondern auch ein Nährstoffmangel kann dafür sorgen, dass Tomaten faulen. So etwa die Blütenendfäule, die durch einen Calciummangel bzw. durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ausgelöst wird. Die Blütenendfäule äussert sich durch braune oder schwarze, immer grösser werdende Punkte am Fruchtansatz. Am häufigsten sind davon Sorten wie Ochsenherzen betroffen, die sehr grosse Früchte ausbilden.

Im Gewächshaus können Sie der Blütenendfäule vorbeugen, indem Sie die Luftfeuchtigkeit niedrig halten. So wird die Transpiration angeregt, die dafür sorgt, dass das Calcium schnell nach oben transportiert wird. Achten Sie ausserdem darauf, dass der Bestand nicht zu dicht ist und auf eine gleichmässige Wasserversorgung.

Sind Früchte von der Blütenendfäule betroffen, sind sie nicht giftig und können noch gegessen werden, nachdem die verfärbten Stellen weggeschnitten wurden. Bei stärkerem Befall wird Pilzen und Bakterien der Eintritt in die Frucht leicht gemacht, weshalb sie entsorgt werden sollte.

Wie Tomaten bestäubt werden

Damit es überhaupt zur Bildung der leckeren Früchte kommen kann, ist eine Bestäubung vonnöten. Tomaten sind meist selbstbefruchtend. Eine Ausnahme stellen Wildtomaten dar, sie brauchen für die Bestäubung grundsätzlich eine zweite Tomatenpflanze. Im Freiland übernehmen der Wind und Insekten wie die Hummel die Bestäubung.

Werden die Pflanzen aber im Gewächshaus gehalten, liegt die Bestäubung in den Händen des Gärtners. Hierbei werden die Pflanzen wiederholt kräftig geschüttelt oder es wird mit einem weichen Pinsel über die Blütenstände gestrichen. Der Zeitpunkt der händischen Bestäubung ist wichtig. So muss sich die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 80 Prozent bewegen. Liegt sie darunter, wird die Keimfähigkeit reduziert, liegt sie darüber, verklumpen die Pollen und können nicht mehr freigesetzt werden. Die Temperatur muss unter 30 Grad Celsius liegen. Allerdings gelangen häufig auch ins Gewächshaus - besonders wenn es Fenster hat - Insekten, die sich an der Bestäubung beteiligen.

Tomaten: Saison und Erntezeit

Einheimische Tomaten aus Mitteleuropa werden etwa Ende Juli geerntet. Es zahlt sich aus, die Früchte ausreifen zu lassen, denn dann sind sie am aromatischsten. Sind die Früchte vollreif, erkennen Sie das u. a. an der sortentypischen Färbung und daran, dass sie ohne Kraftakt gepflückt werden können und die Schale bei leichtem Fingerdruck nachgibt.

Tomaten können zwar auch geerntet werden, bevor sie ausreifen bzw. vollreif sind, doch aufgrund des hohen Gehalts an Solanin sind sie unreif noch nicht essbar. Aber das ist kein Problem, denn die Früchte reifen nach. Wickeln Sie Ihre Tomaten einfach in Zeitungspapier ein oder legen Sie sie in eine Papiertüte. Bei einer Temperatur zwischen 18 bis 20 Grad Celsius reifen sie nach wenigen Tagen nach und können dann verzehrt werden. Wenn Sie reifes Obst wie etwa Äpfel oder Bananen dazu legen, wird der Reifeprozess noch beschleunigt, da das Obst das Reifegas Ethylen absondert.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.