Zentrum der Gesundheit
  • Grauer Star durch Cholesterinsenker (Statine)
5 min

Grauer Star durch Cholesterinsenker (Statine)

Cholesterinsenker können das Risiko für grauen Star signifikant erhöhen, wie wissenschaftliche Studien belegen. Schulmediziner behandeln erhöhte Cholesterinwerte meist mit Statinen. Diese Medikamente haben jedoch zahlreiche Nebenwirkungen: Speiseröhrenkrebs, Leber- und Nierenversagen etwa. Mit am häufigsten lösen sie grauen Star aus, der meist operativ behandelt werden muss und schlimmstenfalls zur Erblindung führen kann. Dabei könnte man die Cholesterinwerte ganz einfach mit wenigen Änderungen im Lebensstil und der Ernährung senken.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 18 Oktober 2025
Hinweis: Alle weiterführenden Artikel finden Sie unterhalb der Kommentare.

Statine gegen zu hohen Cholesterinspiegel

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen einen erhöhten Cholesterinspiegel feststellt, dann erhalten Sie nicht selten ein Rezept für Statine (Cholesterinsenker).

Und da der Cholesterinspiegel sofort wieder steigt, wenn Sie die Medikamente nicht mehr nehmen, schlucken Sie – wie viele andere Menschen ebenfalls – jahrelang Statine, ja manchmal bis zum Lebensende. Statine jedoch haben enorme Nebenwirkungen.

Von Speiseröhrenkrebs über Leber- und Nierenversagen sowie Muskelschwäche und möglicherweise sogar Alzheimer bis hin zu grauem Star ist alles möglich.

Grauer Star durch Statine

Beim grauen Star (auch Katarakt genannt) trübt sich die Linse des Auges. Betroffene sehen immer schwächer und verschwommener. Im fortgeschrittenen Stadium können sie nur noch hell und dunkel wahrnehmen.

Doch kann man den grauen Star ja operieren, indem die Linsen ganz "einfach" gegen neue ausgetauscht werden.

Im erhöhten Katarakt-Risiko sehen Schulmediziner daher keinen Grund, auf die Verschreibung von Statinen zu verzichten.

Dabei wäre es wesentlich gesünder und risikoärmer, die eigentlichen Ursachen für die erhöhten Cholesterinwerte anzugehen, statt die Werte künstlich zu senken. Das jedoch wird in der üblichen schulmedizinischen Praxis nur selten angestrebt. Empfehlungen zu einem veränderten Essverhalten und Lebensstil werden daher leider nicht gegeben, zumindest nicht in ausreichendem Umfang.

1 Jahr Statine genügt für grauen Star

Dr. G. B. John Mancini und sein Team an der University of British Columbia im kanadischen Vancouver untersuchten den möglichen Zusammenhang von Statineinnahme und der Entstehung von grauem Star.

Zu diesem Zweck analysierten sie Patientendaten aus zwei großen Datenbanken aus Kanada und den USA. Insgesamt flossen so die Daten von mehr als 1,3 Millionen Menschen in die Studie ein.

Die Wissenschaftler suchten sich aus den Studienteilnehmern diejenigen heraus, die vor ihrer ersten augenärztlichen Untersuchung über mindestens ein Jahr hinweg Statine eingenommen hatten.

Dann überprüften sie, wie viele von ihnen die Diagnose grauer Star erhalten hatten und gegebenenfalls sogar bereits am Auge operiert werden mussten.

Es stellte sich heraus, dass die Statin-Patienten aus der kanadischen Datenbank ein um 27 Prozent erhöhtes Katarakt-Risiko aufwiesen (1). Bei den Patienten aus der US-amerikanischen Datenbank waren es immerhin noch sieben Prozent.

Studien belegen: Statine sind schädlich

Dies ist längst nicht die erste Studie, die zu einem entsprechend alarmierenden Ergebnis kam.

Auch J. Leuschen und Kollegen vom texanischen Wilford Hall Ambulatory Surgery Center stellten in einer Studie an knapp 14.000 Patienten fest: Wer über mehr als neunzig Tage hinweg Statine einnimmt, weist ein erhöhtes Katarakt-Risiko auf (2).

Die Forscher empfehlen daher, dass Ärzte genau abwägen sollten, ob die Einnahme von Statinen tatsächlich notwendig ist.

Pharmaindustrie macht Ärzten Druck

Das wird jedoch gar nicht so einfach, denn die Pharmaindustrie setzt Ärzte massiv unter Druck, damit diese immer mehr Medikamente verschreiben.

Auch werden diverse Richtwerte immer weiter nach unten korrigiert. Auf diese Weise leiden immer mehr Menschen an einem "erhöhten" Cholesterinspiegel und kommen somit für eine medikamentöse Behandlung in Frage.

Das American College of Cardiology und die American Heart Association empfehlen mittlerweile sogar fast allen Menschen über 65 Jahre Statine einzunehmen – egal ob ihre Cholesterinwerte erhöht sind oder nicht.

Jeder Patient, bei dem die Gefahr besteht, dass er in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt erleidet, kommt ihrer Einschätzung nach für eine präventive Statintherapie in Frage.

Die Begründung: Selbst bei einem Cholesterinspiegel im Normbereich sollen die Cholesterinsenker Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

* Lust auf gesundes und köstliches Essen? Hier finden Sie unsere online Kochschule mit vielen verschiedenen Kochkursen.

Cholesterin natürlich senken

Nichtsdestotrotz ist mit einem tatsächlich zu hohen Cholesterinspiegel natürlich nicht zu spaßen. Da ein solcher jedoch in der Mehrzahl der Fälle die Folge einer ungünstigen Ernährungs- und Lebensweise darstellt, kann er mit einfachen und oft schon kleinen Änderungen des Lebensstils zuverlässig gesenkt werden.

Werden Sie daher zunächst selbst aktiv. Erst wenn Lebensstil-Änderungen nichts bewirken, kann man immer noch zu Medikamenten greifen.

Die zehn wichtigsten Maßnahmen zur natürlichen Senkung des Cholesterinspiegels sind die folgenden:

Weniger Zucker

Meiden Sie Zucker, denn eine zuckerreiche Ernährung erhöht den Cholesterinspiegel. Senken Sie generell Ihren Kohlenhydratverzehr und meiden Sie daher auch Weißmehlprodukte und weißen Reis.

* Hier finden Sie unseren online-Kochkurs für die vegane Low Carb Ernährung - eine hervorragende Ernährung zur Senkung des Cholesterinspiegels!

Wählen Sie statt herkömmlicher Teigwaren Nudeln aus Hülsenfrüchten oder ab und zu auch die Cholesterin senkenden Konjaknudeln. (Nur ab und zu, weil Konjaknudeln keinerlei Nährwert haben, Sie also mit keinen Nähr- oder Vitalstoffen versorgen).

Ballaststoffe sind wichtig

Erhöhen Sie den Ballaststoffanteil Ihrer Ernährung, da Ballaststoffe den Cholesterinspiegel senken. Essen Sie daher – immer dann wenn Sie Teig- oder Backwaren essen möchten – die Vollkornvariente. Integrieren Sie ferner spezielle ballaststoffreiche Produkte wie Flohsamenschalen, Leinsamen, Chiasamen oder Kokosmehl oder auch das sättigende Konjak Pulver in Ihre Ernährung.

Wählen Sie gesunde Fette

Fettarm muss Ihre Ernährung nicht sein. Doch wählen Sie gesunde Fette, denn Omega-3-Fettsäuren haben den Ruf, Cholesterinspiegel senkend zu wirken.

Verwenden Sie daher für die kalte Küche die Omega-3-reichen Öle wie Leinöl und Hanföl, für sanftes Braten (und natürlich auch für Rohkost) ein gutes Olivenöl und für die sehr heiße Küche Kokosöl.

Bauen Sie Ihre Darmflora auf

Nehmen Sie Probiotika ein, denn nützliche Darmbakterien können zu einem gesunden Cholesterinspiegel beitragen. Lesen Sie dazu mehr in unserem Artikel Probiotika senken den Cholesterinspiegel.

Denken Sie an Vitamin D

Überprüfen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel, da ein Vitamin-D-Mangel Ihren Cholesterinspiegel in die Höhe treiben kann und umgekehrt eine gesunde Vitamin-D-Zufuhr Ihren Cholesterinspiegel senkt.

Chlorella entgiftet

Denken Sie über eine Nahrungsergänzung mit Chlorella nach, da Chlorella den Cholesterinspiegel senken kann.

Bevorzugen Sie täglich Beeren

Essen Sie so oft wie möglich Beeren, denn Erdbeeren (5) und auch Heidelbeeren (4) senken Ihren Cholesterinspiegel.

Essen Sie vorwiegend pflanzlich

Ernähren Sie sich pflanzenbasiert - am besten aus frischen, regionalen Bio-Lebensmitteln, da diese Ernährungsform viele Krankheiten vorbeugen kann u. a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Gönnen Sie sich mehr Ruhe

Denken Sie außerdem an weniger Stress und mehr Bewegung! Beides trägt ebenfalls zu einem gesunden Herz-Kreislauf-System bei.

Verzichten Sie auf Alkohol

Trinken Sie keinen Alkohol, da dieser gleich über viele verschiedene Wege Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme erhöht: Alkohol erhöht also nicht nur den Cholesterinspiegel, sondern auch den Blutdruck sowie das Risiko für Diabetes, Übergewicht und die koronare Herzkrankheit (6).

🌟 Bewerten Sie unsere Arbeit 🌟

Auf unserem Portal Zentrum der Gesundheit haben wir mittlerweile mehr als 2700 Artikel zu zahlreichen Themen rund um Gesundheit, Ernährung und Naturheilkunde veröffentlicht. Wenn Sie Zeit und Lust haben, freuen wir uns über Ihre Bewertung unseres Portals bei Trustpilot.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Kürzlich gestellte Fragen

* Auf unseren Internetseiten finden Sie Werbung. Mehr Informationen zu diesen Affiliate-Links erhalten Sie Ende dieser Seite.