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Alpha-Carotin reduziert das Krankheitsrisiko

Forschungsergebnisse zeigen, dass eine obst- und gemüsereiche Ernährung das Risiko zu sterben um 39 Prozent reduzieren kann. Alpha-Carotin soll eine jener Substanzen sein, die zum reduzierten Sterberisiko besonders deutlich beitragen kann.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 15 Mai 2026
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Alpha-Carotin - Was ist der Unterschied zu Beta-Carotin?

Alpha-Carotin (auch α-Carotin geschrieben) ist ein fettlöslicher Pflanzenstoff aus der Familie der Carotinoide. Bekannter ist zwar das Beta-Carotin (β-Carotin), aber auch das Alpha-Carotin hält für die Gesundheit Vorteile bereit.

Der Hauptunterschied der beiden Carotine findet sich in ihrer chemischen Struktur. Und genau diese unterschiedliche chemische Struktur führt auch zur unterschiedlichen biologischen Wirkung im Körper.

Aus Beta-Carotin kann mehr Vitamin A hergestellt werden

Besonders wichtig ist dabei die sogenannte Vitamin-A-Wirksamkeit: β-Carotin kann vom Körper effizienter in Vitamin A umgewandelt werden als α-Carotin. Das bedeutet, aus einem Molekül β-Carotin können theoretisch zwei Moleküle Vitamin A werden.

Aus α-Carotin entsteht dagegen aufgrund seiner abweichenden Struktur nur etwa halb so viel Vitamin A. Deshalb trägt β-Carotin stärker zur Vitamin-A-Versorgung bei als α-Carotin.

Lebensmittel enthalten mehr Beta-Carotin

Darüber hinaus unterscheiden sich beide Stoffe auch hinsichtlich ihres natürlichen Vorkommens. Die beiden Carotine finden sich zwar in vielen orange- und dunkelgrünfarbenen Lebensmitteln, aber β-Carotin kommt darin in deutlich höheren Mengen vor.

Karotten beispielsweise enthalten um die 8000 µg Beta-Carotin und immerhin noch halb so viel α-Carotin. In Kürbis und Löwenzahn hingegen macht die α-Carotin-Menge nur noch 1/6 bis 1/10 der Beta-Carotin-Menge aus.

Das bedeutet jedoch nicht, dass α-Carotin „schlechter“ oder gesundheitlich weniger wertvoll wäre als β-Carotin.

Ist Alpha-Carotin weniger wertvoll als Beta-Carotin?

Beide Stoffe besitzen antioxidative Eigenschaften und tragen auf unterschiedliche Weise zur gesundheitlichen Wirkung carotinoidreicher Lebensmittel bei.

Außerdem wirken Carotinoide im Körper nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit zahlreichen weiteren Pflanzenstoffen.

Während β-Carotin vor allem als besonders wirksame Vorstufe von Vitamin A bekannt ist, wird α-Carotin besonders aufgrund seiner antioxidativen Schutzfunktionen geschätzt.

Wichtig ist, möglichst viele unterschiedliche Carotinoide über eine abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung aufzunehmen. Denn dann kommt man in den Genuss des Zusammenspiels der verschiedenen Pflanzenstoffe, da sie diese in ihren Wirkungen auch ergänzen und verstärken können.

Alpha-Carotin-Spiegel im Blut beeinflusst Lebensdauer

In den Archives of Internal Medicine wird eine Studie an einer Gruppe von mehr als 15.000 Männern und Frauen über einen Zeitraum von fast 18 Jahren beschrieben.

Dabei zeigte die Analyse des Alpha-Carotin-Spiegels im Blut einen direkten Zusammenhang zwischen der Konzentration dieses Nährstoffes im Blut und dem Sterberisiko des betreffenden Menschen (1).

Hoher Alpha-Carotin-Spiegel - weniger Krebs und Herzkrankheiten

Die Forscher fanden dabei heraus, dass die Menschen mit der höchsten α-Carotin-Konzentration ein um 39 Prozent geringeres Sterberisiko hatten als jene Personen mit einem niedrigen Spiegel.

Jene Teilnehmer, welche die größten Mengen Gemüse und Früchte zu sich nahmen, zeigten auch das höchste α-Carotin-Niveau.

Im Gegensatz dazu führte eine Ernährung, die sich vor allem auf industriell verarbeitete Nahrungsmittel stützte, zu keinem nennenswerten Anstieg des Carotin-Spiegels.

Die Untersuchung zeigte außerdem, dass bei hohem α-Carotin-Spiegel das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Krebserkrankungen des Gehirns, der Leber und der Haut niedriger ist.

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Lebensmittel, die den α-Carotin-Spiegel erhöhen

α-Carotin reduziert das Sterbe- und Krankheitsrisiko vermutlich deshalb, weil es sich um einen antioxidativ wirksamen Stoff handelt. Er kann die schädlichen Auswirkungen freier Radikale auf die Zellen und auf die Energie produzierenden Mitochondrien in unseren Zellen neutralisieren.

Um ausreichende Mengen des Carotins aufzunehmen, eignen sich ganz besonders grüne, gelbe und orangerote Gemüsesorten wie z. B. Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, Brokkoli, grüne Bohnen, Erbsen, Spinat und grüne Blattgemüse.

Achten Sie darauf, das entsprechende Gemüse mit etwas Fett zu verzehren (z. B. Olivenöl oder Avocado), da Carotine fettlöslich sind und so besser aufgenommen werden.

Noch entscheidender ist es für die Bioverfügbarkeit von Carotinen, das Gemüse entweder sehr gut zu kauen oder zu pürieren. Zusätzlich ein paar Tropfen Öl - und Sie erzielen die bestmögliche Bioverfügbarkeit (z. B. im Smoothie oder in einer Suppe).

Fazit: Alpha-Carotin ist ein wertvoller Pflanzenstoff

Die vorgestellte Studie zeigt erneut, wie wichtig eine gemüse- und obstreiche Ernährung für die Gesundheit ist.

Nutzen Sie gerne unsere Rezepte-Rubrik, in der wir ausschließlich pflanzenbasiert kochen, was bedeutet, dass die meisten Rezepte ein hohen Gemüseanteil haben und daher auch viel Alpha-Carotin und andere Carotinoide sowie weitere wertvolle Pflanzenstoffe enthalten.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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