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E-Zigaretten-Dampf tötet Zellen der Mundschleimhaut

Fast wöchentlich erscheinen Studien, die zeigen, welche Gesundheitsgefahren von E-Zigaretten ausgehen. So veröffentlichten kanadische Forscher beispielsweise im November 2016 eine Untersuchung, derzufolge E-Zigaretten nicht annähernd so harmlos sind, wie gerne behauptet wird. Die Wissenschaftler der Université Laval zeigten, dass der Dampf von E-Zigaretten Mundschleimhautzellen schädigen kann – und zwar so, dass die Zellen innerhalb kürzester Zeit absterben.

Autor: Jonas Klug
Stand: 15 Mai 2026
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E-Zigaretten schaden der Mundschleimhaut

Mittlerweile kennt man zahlreiche Schadwirkungen von elektronischen Zigaretten. Sie schwächen das Immunsystem, schädigen Lungen und Bronchien und enthalten gefährliche krebserregende Giftstoffe, deren schädliche Auswirkungen noch gar nicht vollständig geklärt sind.

Wer ferner mit nikotinhaltigen Liquids dampft, gelangt in den zweifelhaften Genuss der krankmachenden Nikotineigenschaften. Nikotin heizt die Krebsentstehung an, schützt bestehenden Krebs, wirkt entzündungsfördernd und beschleunigt die Entwicklung von Lungenkrankheiten.

Eine weitere Studie konnte nun nachweisen, dass E-Zigaretten schon im Mund die für die Prävention von Krankheiten so wichtige Mundschleimhaut beeinträchtigt:

Werden die Zellen der Mundschleimhaut dem Dampf von E-Zigaretten ausgesetzt, sterben sie innerhalb weniger Tage (1) (2) – so die Untersuchung der kanadischen Université Laval in Québec. Die Studie wurde im Jahr 2016 in der November-Ausgabe des Journal of Cellular Physiology veröffentlicht.

Mundschleimhautzellen sterben unter Einfluss des Dampfes

Dr. Mahmoud Rouabhia und sein Team von der zahnmedizinischen Fakultät schrieben:

Die Mundschleimhaut ist die erste Verteidigungslinie des Körpers gegen mikrobielle Infektionen. Sie schützt gegen sämtliche potentiell schädlichen Mikroorganismen, die sich im Mund aufhalten oder über die Luft oder die Nahrung dorthin gelangen."

Die Forscher simulierten das, was im Mund geschieht, wenn eine Person elektronische Zigaretten dampft. Zu diesem Zweck platzierten sie Mundschleimhautzellen in eine kleine Kammer, die eine speichelähnliche Flüssigkeit enthielt. Dann wurde der Dampf der Zigaretten in die Kammer gepumpt – und zwar so, als ob eine Person 15 Minuten lang täglich dampfen und dazu pro Minute zwei fünf-Sekunden-lange Züge nehmen würde.

Die nachfolgenden Untersuchungen der Zellen unter dem Mikroskop zeigten, dass der Prozentsatz toter oder sterbender Zellen durch den E-Zigaretten-Dampf drastisch stieg. Bei den Zellkulturen, die keinem Dampf ausgesetzt waren, lag die Sterberate bei gleichmässig etwa 2 Prozent pro Tag. Bei den Zellkulturen, die täglich bedampft wurden stieg die Sterberate auf 18 Prozent am 1. Tag, auf 40 Prozent am 2. Tag und schliesslich auf 53 Prozent am 3. Tag.

Mit jedem einzelnen Tag wird die Schadwirkung des E-Dampfes schlimmer

Viele glauben, der E-Zigaretten-Dampf bestehe nur aus Wasser, was aber ganz und gar nicht der Fall ist", erklärt Dr. Rouabhia. "Zwar enthält der Dampf keine Teerbestandteile wie die üblichen Tabakzigaretten, doch setzt er das Mundgewebe und die Atemwege Stoffen aus, die beim Erhitzen des E-Zigaretten-Liquids aus dem dort enthaltenen pflanzlichen Glycerin, dem Propylenglykol, den Aromen und dem Nikotin entstehen."

Die sich mit jedem Tag steigernde Schadwirkung des Dampfes auf die Mundschleimhautzellen war bislang noch unbekannt, ist aber – gemäss Dr. Rouabhia – besorgniserregend.

Wird die Schutzbarriere im Mund, also die Mundschleimhaut, beschädigt, dann steigert dies das Infektionsrisiko, das Entzündungsrisiko und die Gefahr für Zahnfleischerkrankungen. Langfristig kann der E-Zigaretten-Dampf somit auch das Krebsrisiko erhöhen, was wir in naher Zukunft untersuchen wollen."

Wenn Sie also das Rauchen aufgeben möchten, sollten Sie lieber Nichtraucher werden und Nichtdampfer bleiben. Denn das Dampfen ist keine Alternative, zumindest nicht langfristig. Auf unserer Seite finden Sie Tipps, die helfen, Nichtraucher zu werden: 9 Tipps, um Nichtraucher zu werden

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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