ADHS vorbeugen: Schon in der Schwangerschaft an Vitamin D denken!

Forscher der Universität Turku in Finnland stellten fest: Das Risiko, später an ADHS zu erkranken, war bei Kindern um 34 Prozent höher, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft (im ersten und zweiten Trimester) einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufwiesen.(1)

ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Betroffene Menschen leiden an Konzentrationsstörungen, leichter Ablenkbarkeit, starkem Bewegungsdrang und/oder unkontrolliertem Handeln.

Natürlich wurden in der entsprechenden Studie auch andere mögliche Risikofaktoren berücksichtigt, etwa das Alter der Mutter, der sozioökonomische Status und auch die psychische Situation der Familien. Es scheint also, dass ein Vitamin-D-Mangel während der Schwangerschaft die Entwicklung einer ADHS fördern kann, so Dr. Minna Sucksdorff von der University of Turku.

Übliche Empfehlungen für Vitamin D sind meist zu niedrig

Veröffentlicht wurde die Studie im Dezember 2019 im Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry. Es ist die erste bevölkerungsbezogene Studie, die sich dem Zusammenhang zwischen mütterlichem Vitamin-D-Spiegel in der Schwangerschaft und dem ADHS-Risiko des Kindes widmet.

Teilnehmer waren 1.067 finnische Kinder, die zwischen 1998 und 1999 geboren waren und eine ADHS-Diagnose bekommen hatten, sowie genauso viele gesunde Kinder aus diesem Zeitraum. Inzwischen empfiehlt man in Finnland Schwangeren die Einnahme von täglich 10 µg Vitamin D (= 400 IE). Die Daten wurden noch vor dieser Empfehlung erhoben.

Kinder mit ADHS leiden oft an einem Vitamin-D-Mangel

Dennoch sind Vitamin-D-Mängel in Finnland (und nicht nur dort, sondern weltweit) nach wie vor weit verbreitet, erklärt Professor Andre Sourander, Leiter der Studie. Da ADHS eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern darstelle, werden die Ergebnisse der Studie weitreichende Folgen für künftige Massnahmen zur Prävention der Krankheit haben, ist sich Sourander sicher.(2)

Bereits im Jahr 2014 zeigte sich in einer Untersuchung, dass Kinder mit ADHS meist einen niedrigeren Vitamin-D-Spiegel hatten als gesunde Kinder. Wir haben hier darüber berichtet: ADHS durch Vitamin-D-Mangel

Vitamin D in der Schwangerschaft: Nicht nur zur Prävention von ADHS

Die Optimierung der Vitamin-D-Versorgung sollte also für Schwangere und Kinder gleichermassen empfohlen werden. Noch besser wäre es natürlich, schon vor einer Schwangerschaft den Vitamin-D-Spiegel überprüfen zu lassen und diesen mit den passenden Massnahmen zu regulieren.

Ein gut eingestellter Vitamin-D-Spiegel ist überdies nicht nur zur Prävention von ADHS wichtig. Schon frühere Studien zeigten, dass ein Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft das Risiko für Multiple Sklerose im späteren Leben des Kindes erhöht. Wir haben hier berichtet: Multiple Sklerose durch Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft?

Auch Asthma tritt bei Kindern häufiger auf, wenn ihre Mutter in der Schwangerschaft nicht gut mit Vitamin D versorgt war. Selbst ein Schwangerschaftsdiabetes scheint wahrscheinlicher zu sein, wenn eine suboptimale Vitamin-D-Versorgung vorliegt.

Wie viel Vitamin D ist nötig?

Die oben genannten 400 IE, die Schwangeren in Finnland zur täglichen Nahrungsergänzung empfohlen werden, sind eine sehr geringe Dosis. Liegt ein Vitamin-D-Mangel vor, würde diese Dosis höchstwahrscheinlich nicht ausreichen, um den Mangel zu beheben. Daher werden an vielen Stellen Schwangeren höhere Dosen empfohlen, etwa bis zu 2000 IE pro Tag – je nach Vitamin-D-Status.(3)

Bevor Sie also eine beliebige Vitamin-D-Dosis einnehmen oder eine solche Ihrem Kind geben, lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel (und den Ihres Kindes) beim Arzt bestimmen. Je nach Ergebnis können Sie dann mit Hilfe der Angaben in diesem Artikel die für Sie passende Vitamin-D-Dosis bestimmen und sodann das optimale Vitamin-D-Präparat auswählen: Vitamin D – Die richtige Einnahme

* Hochwertige Vitamin-D-Tropfen zur individueller Dosierung finden Sie hier: Vitamin-D-Tropfen

Die passende Dosis für Ihr Kind besprechen Sie bitte mit Ihrem Kinderarzt. Sollten Sie bereits schwanger sein, besprechen Sie die für Sie ideale Vitamin-D-Dosis mit Ihrem Haus- oder Frauenarzt.

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Quellen

  1. Minna Sucksdorff, Andre Sourander et al., Maternal Vitamin D Levels and the Risk of Offspring Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder, Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 2019
  2. University of Turku, Vitamin D deficiency during pregnancy connected to elevated risk of ADHD, ScienceDaily, 10. Februar 2020
  3. Ströhle A, Hahn A, Vitamin D in der Schwangerschaft – Ein zweischneidiges Schwert, BZfE, Online Spezial 2018