Angststörungen: Kann CBD helfen?

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) (2) zählen Angststörungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Schätzungen zufolge leiden daran weltweit rund 264 Millionen Menschen. Da aber zahlreiche Betroffene beispielsweise aus Scham keinen Arzt aufsuchen, ist die Dunkelziffer noch viel höher.

Bei Angststörungen werden vordergründig Medikamente wie Antidepressiva und Benzodiazepine verschrieben, obgleich die Wirkung oft zu wünschen übrig lässt. Dazu kommt, dass diese zu schweren Nebenwirkungen und Abhängigkeit führen können, sodass die Nachteile oft überwiegen.

Deshalb interessieren sich immer mehr Angstpatienten für alternative Therapien, die wirksam sind, nicht abhängig machen und gut verträglich sind. Dazu zählt auch Cannabidiol (CBD), einer der Hauptwirkstoffe der Cannabispflanze.

Pilotprojekt der Universität Leipzig: CBD bei Angststörungen

Cannabis ( Hanf ) ist eine uralte Heilpflanze, die seit Jahrtausenden für ihre angstlösende Wirkung bekannt ist. Der Wirkstoff CBD hat den grossen Vorteil, dass er keine berauschende Wirkung hat und somit z. B. in Form von CBD-Öl legal gekauft werden kann.

Inzwischen haben etliche Studien (3) gezeigt, dass CBD bei Angststörungen in der Tat hilfreich sein kann. Infolgedessen hat sich eine Gruppe von Studenten in Deutschland dafür entschieden, eine klinische Studie (1) im Themenbereich CBD durchzuführen. Es handelt sich hierbei um eine fakultäts- und universitätsübergreifende Forschungsarbeit und ein Pilotprojekt der Universität Leipzig.

An der randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie nahmen 37 Probanden mit Angststörungen zwischen 23 und 61 Jahren teil, die in zwei Gruppen unterteilt wurden. Gruppe 1 erhielt für 30 Tage jeweils 10 Tropfen CBD-Öl (5-mal täglich 2 Tropfen) mit 15 Prozent CBD-Gehalt (50 Milligramm CBD pro Tag). Gruppe 2 bekam hingegen 2-mal täglich 10 Tropfen Rapsöl (Placebo).

Die Angstwerte konnten mit CBD um 32 Prozent reduziert werden

Vor Studienbeginn lagen die durchschnittlichen Angstwerte der Probanden, die durch Fragebögen ermittelt wurden, bei 4,1 (1 = kein Unwohlsein, 5 = sehr grosses Unwohlsein). Durch die Einnahme von CBD konnten diese Werte bei 17 von 19 Probanden verbessert werden und lagen dann im Schnitt bei 2,8. Die Angstsymptomatik verringerte sich somit um rund 32 Prozent.

Bei einem Probanden blieben die Angstwerte unverändert und bei einem anderen Probanden verschlechterten sie sich innerhalb des Studienzeitraumes. Die Einnahme des Placebopräparats führte hingegen zu keiner signifikanten Verbesserung der Symptomatik.

Nebenwirkungen traten während der Studie nur geringfügig auf. So litt eine Probandin zu Beginn der Einnahme von CBD kurzweilig an einer erhöhten Müdigkeit. Diese legte sich jedoch nach kurzer Zeit vollständig.

Welche Symptome Sie mit CBD verbessern können

Die Studienergebnisse haben eindeutig gezeigt, dass die regelmässige Einnahme von CBD-Öl bei Angststörungen mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer Verbesserung folgender Symptome führt:

  • Erröten
  • Zittern
  • Angst zu erbrechen
  • Starker Harn- oder Stuhldrang

Was Sie zur Dosierung von CBD bei Angststörungen wissen sollten

Bei einem im Juni 2019 veröffentlichten Review (4) wurde anhand von mehr als 1.000 Studien festgestellt, wie viel CBD in klinischen Studien verabreicht wurde, um wirksam zu sein. Die Forscher von der University of Nottingham gaben an, dass die Dosis bei Angstzuständen pro Tag zwischen weniger als 1 und 50 Milligramm CBD pro Kilogramm Körpergewicht lag.

Die in der beschriebenen Forschungsarbeit angewandte Dosierung von 50 Milligramm CBD täglich war im Vergleich dazu nicht besonders hoch. Doch einige Studien haben ergeben, dass bei Angststörungen mit einer geringeren Dosis deutlich bessere Resultate erzielt werden können.

Wir empfehlen Ihnen, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese dann bei Bedarf zu erhöhen. So können Sie die Dosierung individuell Ihren Bedürfnissen anpassen. Im Idealfall sprechen Sie sich mit Ihrem Heilpraktiker oder naturheilkundlich versierten Arzt ab.

Wobei CBD Sie sonst noch unterstützen kann, erfahren Sie in den folgenden Artikeln:

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Quellen

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