Statine gegen zu hohen Cholesterinspiegel

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen einen erhöhten Cholesterinspiegel feststellt, dann erhalten Sie nicht selten ein Rezept für Statine (Cholesterinsenker).

Und da der Cholesterinspiegel sofort wieder steigt, wenn Sie die Medikamente nicht mehr nehmen, schlucken Sie – wie viele andere Menschen ebenfalls – jahrelang Statine, ja manchmal bis zum Lebensende.

Statine jedoch haben enorme Nebenwirkungen.

Von Speiseröhrenkrebs über Leber- und Nierenversagen sowie Muskelschwäche und möglicherweise sogar Alzheimer bis hin zu grauem Star ist alles möglich.

Grauer Star durch Statine

Beim grauen Star (auch Katarakt genannt) trübt sich die Linse des Auges. Betroffene sehen immer schwächer und verschwommener. Im fortgeschrittenen Stadium können sie nur noch hell und dunkel wahrnehmen.

Doch kann man den grauen Star ja operieren, indem die Linsen ganz "einfach" gegen neue ausgetauscht werden.

Im erhöhten Katarakt-Risiko sehen Schulmediziner daher keinen Grund, auf die Verschreibung von Statinen zu verzichten.

Dabei wäre es wesentlich gesünder und risikoärmer, die eigentlichen Ursachen für die erhöhten Cholesterinwerte anzugehen, statt die Werte künstlich zu senken. Das jedoch wird in der üblichen schulmedizinischen Praxis nur selten angestrebt. Empfehlungen zu einem veränderten Essverhalten und Lebensstil werden daher leider nicht gegeben, zumindest nicht in ausreichendem Umfang.

1 Jahr Statine genügt für grauen Star

Dr. G. B. John Mancini und sein Team an der University of British Columbia im kanadischen Vancouver untersuchten den möglichen Zusammenhang von Statineinnahme und der Entstehung von grauem Star.

Zu diesem Zweck analysierten sie Patientendaten aus zwei grossen Datenbanken aus Kanada und den USA. Insgesamt flossen so die Daten von mehr als 1,3 Millionen Menschen in die Studie ein.

Die Wissenschaftler suchten sich aus den Studienteilnehmern diejenigen heraus, die vor ihrer ersten augenärztlichen Untersuchung über mindestens ein Jahr hinweg Statine eingenommen hatten.

Dann überprüften sie, wie viele von ihnen die Diagnose grauer Star erhalten hatten und gegebenenfalls sogar bereits am Auge operiert werden mussten.

Es stellte sich heraus, dass die Statin-Patienten aus der kanadischen Datenbank ein um 27 Prozent erhöhtes Katarakt-Risiko aufwiesen. Bei den Patienten aus der US-amerikanischen Datenbank waren es immerhin noch sieben Prozent.

Studien belegen: Statine sind schädlich

Dies ist längst nicht die erste Studie, die zu einem entsprechend alarmierenden Ergebnis kam.

Auch J. Leuschen und Kollegen vom texanischen Wilford Hall Ambulatory Surgery Center stellten im Jahr 2013 in einer Studie an knapp 14.000 Patienten fest: Wer über mehr als neunzig Tage hinweg Statine einnimmt, weist ein erhöhtes Katarakt-Risiko auf.

Die Forscher empfehlen daher, dass Ärzte genau abwägen sollten, ob die Einnahme von Statinen tatsächlich notwendig ist.

Pharmaindustrie macht Ärzten Druck

Das wird jedoch gar nicht so einfach, denn die Pharmaindustrie setzt Ärzte massiv unter Druck, damit diese immer mehr Medikamente verschreiben.

Auch werden diverse Richtwerte immer weiter nach unten korrigiert. Auf diese Weise leiden immer mehr Menschen an einem "erhöhten" Cholesterinspiegel und kommen somit für eine medikamentöse Behandlung in Frage.

Das American College of Cardiology und die American Heart Association empfehlen mittlerweile sogar fast allen Menschen über 65 Jahre Statine einzunehmen – egal ob ihre Cholesterinwerte erhöht sind oder nicht.

Jeder Patient, bei dem die Gefahr besteht, dass er in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt erleidet, kommt ihrer Einschätzung nach für eine präventive Statintherapie in Frage.

Die Begründung: Selbst bei einem Cholesterinspiegel im Normbereich sollen die Cholesterinsenker Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Cholesterin natürlich senken

Nichtsdestotrotz ist mit einem tatsächlich zu hohen Cholesterinspiegel natürlich nicht zu spassen. Da ein solcher jedoch in der Mehrzahl der Fälle die Folge einer ungünstigen Ernährungs- und Lebensweise darstellt, kann er mit einfachen und oft schon kleinen Änderungen des Lebensstils zuverlässig gesenkt werden.

Man steht also gewiss nicht vor der Entscheidung Herzinfarkt oder grauer Star.

Werden Sie daher selbst aktiv, bevor Sie schädliche Medikamente schlucken!

Die zehn wichtigsten Massnahmen zur natürlichen Senkung des Cholesterinspiegels sind die folgenden:

  1. Meiden Sie Zucker, denn eine zuckerreiche Ernährung erhöht den Cholesterinspiegel. Senken Sie generell Ihren Kohlenhydratverzehr und meiden Sie daher auch Weissmehlprodukte und weissen Reis. Wählen Sie statt herkömmlicher Teigwaren die Cholesterin senkenden Konjak Nudeln.
  2. Erhöhen Sie den Ballaststoffanteil Ihrer Ernährung, da Ballaststoffe den Cholesterinspiegel senken. Essen Sie daher – immer dann wenn Sie Teig- oder Backwaren essen möchten – die Vollkornvariente. Integrieren Sie ferner spezielle ballaststoffreiche Produkte wie Flohsamenschalen, Leinsamen, Chiasamen oder Kokosmehl oder auch das sättigende Konjak Pulver in Ihre Ernährung.
  3. Fettarm muss Ihre Ernährung nicht sein. Doch wählen Sie gesunde Fette, denn Omega-3-Fettsäuren haben den Ruf, Cholesterinspiegel senkend zu wirken. Verwenden Sie daher für die kalte Küche die Omega-3-reichen Öle wie Leinöl und Hanföl (oder nehmen Sie Krillölkapseln) und für die heisse Küche Ghee. Statt fettes Fleisch zu essen, sollten Sie besser auf fetten Fisch umsteigen.
  4. Nehmen Sie Probiotika ein, denn nützliche Darmbakterien können zu einem gesunden Cholesterinspiegel beitragen: Probiotika senken Cholesterinspiegel
  5. Überprüfen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel, da ein Vitamin-D-Mangel Ihren Cholesterinspiegel in die Höhe treiben kann und umgekehrt eine gesunde Vitamin-D-Zufuhr Ihren Cholesterinspiegel senkt.
  6. Denken Sie über eine Nahrungsergänzung mit Chlorella nach, da Chlorella den Cholesterinspiegel senken kann.
  7. Essen Sie so oft wie möglich Beeren, denn Erdbeeren und auch Heidelbeeren senken Ihren Cholesterinspiegel.
  8. Ernähren Sie sich basenüberschüssig aus frischen, regionalen Bio-Lebensmitteln, da diese Ernährungsform viele Krankheiten vorbeugen kann u. a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Welche Lebensmittel sich dazu eignen, erfahren Sie hier: Basische Lebensmittel – Die Tabelle
  9. Denken Sie ausserdem an weniger Stress und mehr Bewegung! Beides trägt ebenfalls zu einem gesunden Herz-Kreislauf-System bei.
  10. Trinken Sie keinen Alkohol, da dieser gleich über viele verschiedene Wege Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme erhöht: Alkohol erhöht also nicht nur den Cholesterinspiegel, sondern auch den Blutdruck sowie das Risiko für Diabetes, Übergewicht und die koronare Arterienkrankheit.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den schädlichen Auswirkungen von Statinen auf den menschlichen Organismus:

In unserem Artikel Sehschwäche behandeln – Ganz natürlich können Sie sich über alternativmedizinische Behandlungsmöglichkeiten unter anderem bei grauem Star informieren.

Quellen

  • Dr. G.B. John Mancini et al., "Statin Use and Risk for Cataract: A Nested Case-Control Study of 2 Populations in Canada and the United States., Canadian Journal of Cardiology, Dezember 2014, ("Statingebrauch und Kataraktrisiko: eine geschachtelte Fall-Kontroll-Studie an zwei Populationen in Kanada und den USA)
  • J. Leuschen et al., "Association of statin use with cataracts: a propensity score-matched analysis., JAMA Ophthalmology, November 2013, ("Zusammenhang von Statingebrauch und Katarakt: eine Propensity-Score-matched Analyse)
  • Dr. Michael D. Miedema et al., "Eligibility for Statin Therapy According to New Cholesterol Guidelines and Prevalent Use of Medication to Lower Lipid Levels in an Older US Cohort., JAMA Internal Medicine, November 2014, ("Eignung von Statintherapie nach neuen Cholesterin-Richtlinien und vorherrschendem Gebrauch von Medikation zur Senkung der Lipidwerte in einer älteren US-Kohorte)
  • Jos M. Alvarez-Suarez, Francesca Giampieri, Sara Tulipani, Tiziana Casoli, Giuseppina Di Stefano, Ana M. Gonzlez-Params, Celestino Santos-Buelga, Franco Busco, Jos L. Quiles, Mario D. Cordero, Stefano Bompadre, Bruno Mezzetti, Maurizio Battino. One-month strawberry-rich anthocyanin supplementation ameliorates cardiovascular risk, oxidative stress markers and platelet activation in humans. The Journal of Nutritional Biochemistry, 2014; 25 (3): 289
  • Sara Tulipani, Tatiana Armeni, Francesca Giampieri, Jos M. Alvarez-Suarez, Ana M. Gonzalez-Params, Celestino Santos-Buelga, Franco Busco, Giovanni Principato, Stefano Bompadre, Jos L. Quiles, Bruno Mezzetti, Maurizio Battino. Strawberry intake increases blood fluid, erythrocyte and mononuclear cell defenses against oxidative challenge. Food Chemistry, 2014; 156: 87
  • S. H. Rantakmi, S. Kurl, J. Sivenius, J. Kauhanen, J. A. Laukkanen. The frequency of alcohol consumption is associated with the stroke mortality. Acta Neurologica Scandinavica, 2014;