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Asiatische Ernährung senkt Diabetes-Risiko

Asiaten, die gesund und munter ihre Heimat verlassen, um in den Westen zu ziehen, werden dort häufig krank. Zu Hause jedoch wären sie gesund geblieben. Zu diesem Ergebnis kam eine wissenschaftliche Studie aus den USA. Die Forscher suchten einen Grund für das erhöhte Diabetes-Risiko bei Asiaten, die in westlichen Ländern leben.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 18 Mai 2026
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Asiatische Ernährung gegen Diabetes-Risiko

In den westlichen Industrienationen isst man hauptsächlich Back- und Teigwaren aus hellen Mehlsorten, Kartoffeln, Fleisch und Wurst sowie reichlich Milchprodukte in allen Variationen. Obst und Gemüse gibt es zwar, aber nicht besonders variantenreich und auch nur als kleine Beilage.

Die traditionelle asiatische Ernährung der ländlichen Bevölkerung Süd- und Ostasiens hingegen sieht ganz anders aus.

Hier kommt insbesondere Reis mit viel Gemüse auf den Tisch. Allein Blattgemüse gibt es hunderte von Varianten inkl. Wildgemüse. Fleisch wird eher wenig verzehrt. Milchprodukte gibt es so gut wie gar keine, genauso wenig Getreideprodukte oder Wurst.

Stattdessen bereichern Fisch, Meeresfrüchte und Sojaprodukte wie Tofu oder Tempeh den Speiseplan.

Im Westen liegt der Fokus also auf Kohlenhydrate, reichlich Proteinen und viel Fett.

In Asien dagegen isst man leicht und die gewählten Lebensmittel sind ballaststoff- und vitalstoffreich.

Kein Wunder geht es Asiaten, die in den Westen zogen, nach einigen Jahren mit der westlichen Ernährungsweise gar nicht mehr gut. Ihr Diabetesrisiko steigt.

Asiatische Ernährung beugt Diabetes vor

Der Krankheit geht meist eine sog. Insulinresistenz voraus – was bedeutet, dass die Zellen nicht mehr gut auf das Hormon Insulin ansprechen.

George L. King und seine Kollegen vom US-amerikanischen Joslin Diabetes Center wollten herausfinden, wie man allein über die Ernährung einer Insulinresistenz vorbeugen könnte.

Zu diesem Zweck führten sie eine wissenschaftliche Studie an 40 gesunden, normal- bis übergewichtigen Erwachsenen im Durchschnittsalter von 34 Jahren durch, die einen oder mehrere Risikofaktoren aufwiesen.

Zunächst erhielten die Studienteilnehmer acht Wochen lang eine traditionelle asiatische Ernährung. Die Speisen – drei Mahlzeiten und ein Snack – wurden von Köchen frisch zubereitet und jeden zweiten Tag an die Testpersonen ausgeliefert.

Hauptenergiequelle waren mit siebzig Prozent Kohlenhydrate (Reis und Gemüse). Eiweiß und Fett machten jeweils nur fünfzehn Prozent der Nahrungsenergie aus.

Mit 15 g pro 1.000 kcal (Kilokalorien) war der Ballaststoffanteil der asiatischen Ernährung sehr hoch.

Während dieser Zeit beobachteten die Wissenschaftler, dass die Insulinresistenz – und damit das Diabetes-Risiko der Teilnehmer – immer weiter zurückging (1).

Auch der LDL-Spiegel, also das "schlechte" Cholesterin, sank und damit wurde auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen geringer.

Gleichzeitig nahmen die übergewichtigen Teilnehmer ab und näherten sich ihrem Idealgewicht.

* Hier finden Sie den Kochkurs asiatisch kochen mit Ben.

Westliche Ernährung macht krank

Nach Ablauf der ersten acht Wochen ernährten sich nur noch sieben Teilnehmer auf traditionelle asiatische Art, um als Kontrollgruppe zu fungieren.

Die anderen Testpersonen stellten ihre Ernährung um und aßen nun, ebenfalls acht Wochen lang, "typisch westlich". Mit nunmehr 34 Prozent war der Nahrungsenergieanteil von Fett wesentlich höher. Der Ballaststoffgehalt lag nur noch bei 6 g pro 1.000 kcal.

Erwartungsgemäß stieg die Insulinresistenz bei diesen Teilnehmern wieder stark an. Und auch gewichtmäßig legten sie wieder zu.

Fazit: Mehr asiatische Ernährung – weniger westliche

Wenn Ihnen die asiatische Ernährung daher zusagt und Sie ein möglicherweise vorhandenes Diabetes- oder Herz-Kreislauf-Risiko minimieren möchten, dann sollten Sie ab sofort asiatisch kochen.

Unsere Rezepte beinhalten sehr viele, gesunde asiatische, sowie auch ayurvedische Rezepte. Hier geht es zum Bereich Rezepte. Suchen Sie Ihr Lieblingsrezept und probieren Sie es aus.

Weitere Informationen dazu, lesen Sie in unserem Artikel Diabetes – ganzheitliche Maßnahmen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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