Wie hilft Curcumin gegen eine Fettleber?
Curcumin ist ein natürlicher, gelber Farbstoff aus der Kurkumawurzel (Curcuma longa). Er soll bei zahlreichen Erkrankungen helfen können – unter anderem wegen seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Darunter sind z. B. Arthrose, Diabetes Typ 2, Alzheimer und Schlaganfall.
In einer Studie überprüften Forscher, ob Curcumin dank dieser Wirkungen auch bei einer Fettleber helfen könnte (1).
Bei einer Fettleber lagert sich Fett in den Leberzellen ein. Häufig geschieht das bei Übergewicht, Insulinresistenz und Diabetes Typ 2. Unbehandelt kann sich aus der Fettleber eine Leberentzündung entwickeln.
Weniger Leberfett und abnehmende Lebersteifigkeit
Rund 230 Probanden mit Übergewicht und Diabetes Typ 2 nahmen im Rahmen der Studie ein Jahr lang entweder zweimal täglich jeweils 750 mg Kurkuma-Wirkstoff (also 1500 mg Curcumin täglich) oder ein Placebo ein.
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Alle Teilnehmer nahmen auch das Blutzucker-Medikament Metformin und hatten vergleichsweise gut eingestellte Blutzuckerwerte. Schon drei Monate vor der Studie begannen sie – nach einer gründlichen Beratung – ihre Ernährung zu optimieren und machten mehr Sport.
Nach der 12-monatigen Einnahme des Pflanzenstoffs war der CAP-Wert signifikant gesunken, während er in der Placebo-Gruppe gestiegen war.
Der CAP-Wert zeigt den Grad der Leberverfettung an und wird mittels FibroScan gemessen, das ist eine spezielle Ultraschallmessung der Leber. Je höher dieser Wert, desto stärker ist die Leber verfettet.
Zusätzlich wurde die Lebersteifigkeit gemessen (ebenfalls per FibroScan). Die Lebersteifigkeit ist ein Maß für die Elastizität des Lebergewebes. Steiferes Gewebe deutet auf Vernarbungen hin (z. B. durch eine Fettleber oder Hepatitis).
In der Kurkuma-Gruppe sank die Lebersteifigkeit signifikant, während sie in der Placebo-Gruppe zunahm.
Entzündungsmarker verbesserten sich
Gemessen wurden zudem u. a. die Entzündungsbotenstoffe Interleukin-1β und TNF-α sowie MDA als Marker für oxidativen Stress. Diese waren nach 12 Monaten in der Kurkuma-Gruppe signifikant niedriger.
Auch der Langzeitblutzucker, der Nüchternblutzucker, die Blutfette, der Bauchumfang und der BMI fielen besser aus:
Der Langzeitblutzucker (HbA1c) lag nach 12 Monaten in der Kurkuma-Gruppe bei 6 Prozent, in der Placebo-Gruppe bei 6,4 Prozent. Der Nüchternblutzucker war um 19 mg/dl niedriger als unter Placebo.
Beim Gesamtcholesterin und bei den Triglyceriden zeigte sich ebenfalls ein Vorteil: Beide Werte lagen nach 12 Monaten in der Kurkuma-Gruppe jeweils um rund 25 mg/dl niedriger als in der Placebo-Gruppe; das LDL-Cholesterin lag um 14 mg/dl niedriger.
Auch der Bauchumfang war in der Kurkuma-Gruppe um 7 cm niedriger als in der Placebo-Gruppe – der BMI (Body-Mass-Index) um 3,8 Punkte.
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Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
Schwere Nebenwirkungen traten in der Studie nicht auf. In der Kurkuma-Gruppe kam es bei 26 Personen zu milden Beschwerden wie Bauchschmerzen und Durchfall – was vermutlich auf die hohe Dosis zurückzuführen ist.
Sie waren jedoch nicht so gravierend, dass die Probanden die Studie abbrachen. Treten Verdauungsbeschwerden auf, hilft oft die Einnahme zu einer Mahlzeit.
Falls Sie Medikamente nehmen, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker halten. Denn Curcumin kann z. B. die Wirkung von Blutverdünnern verstärken – besonders in der doch recht hohen Dosis, die in der Studie eingesetzt wurde.
Fazit: Curcumin bei Fettleber vielversprechend
Curcumin kann somit sehr gut bei Menschen mit Fettleber in die Therapie integriert werden (besonders wenn die Fettleber infolge von Diabetes Typ 2 und Übergewicht entstand).
Eine leberfreundliche Ernährung, viel Bewegung und eine Gewichtsabnahme stellen jedoch stets die wichtigsten Komponenten der Behandlung dar.
Weitere Informationen für Ihre Lebergesundheit finden Sie im Artikel Leberreinigung ist mehr als Entgiftung oder Sie fordern unser PDF (Stichwort «Leberreinigung») an. Darin finden Sie eine Anleitung für eine mehrwöchige Leberreinigung.