Zentrum der Gesundheit
  • Corona gesunde Ernährung
12 August 2022
2 min

Corona: Richtige Ernährung könnte schützen

In einem Leitartikel des British Medical Journal schreibt die Chefredakteurin und Allgemeinmedizinern Fiona Godlee, die Ernährung sei die Ursache jener Erkrankungen, die häufig zu schwerwiegenden Corona-Verläufen führen. Die richtige Ernährung könne daher schützen.

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Schwere Corona-Verläufe häufig bei ungesunder Ernährung

Zu den Risikofaktoren für einen schweren Verlauf von Corona werden neben einem hohen Alter regelmässig auch Diabetes Typ 2, Herzerkrankungen und andere schwere Grundleiden, wie z. B. Krebs aufgezählt. Da viele dieser Erkrankungen insbesondere bei stark übergewichtigen Personen auftreten, gilt eine Adipositas (Fettleibigkeit) als Hauptrisikofaktor für Corona.

Übergewicht und Adipositas jedoch sind sehr gut mit der richtigen Ernährung beeinflussbar; sie entstanden überhaupt erst durch Ernährungsfehler.

Natürlich gelten diese Zusammenhänge nicht nur für Corona, sondern für andere akute Infektionen ebenfalls, wie z. B. für die Grippe (Influenza). Auch hier kommt es hauptsächlich bei Menschen mit Grundleiden (wie chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes Typ 2 oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten etc.), zu schweren Verläufen mit Komplikationen und Todesfällen ( 5 ).

Gesunde Ernährung könnte schützen

Dr. Fiona Godlee, Allgemeinärztin und Chefredakteurin des renommierten medizinischen Fachjournals British Medical Journal schrieb in einem Editorial ( 1 ), die Adipositasrate solle mit der gesunden Ernährung reduziert werden, etwa durch den verstärkten Konsum von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten, während verarbeitete Lebensmittel und Fleisch weitgehend gemieden werden sollten. Auf diese Weise könne man die Auswirkungen des SARS-CoV2-Virus mindern und eine weitere Welle unwahrscheinlicher machen.

Gerade letzteres solle unbedingt vermieden werden, so Godlee, da die Welt schliesslich noch unter den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der ersten Corona-Wellen leide. Dr. Godlee schreibt:

„Die guten Nachrichten sind, dass die Schulmedizin langsam zur Erkenntnis kommt, dass eine Ernährungsumstellung und eine Gewichtsabnahme übergewichtsbedingten Erkrankungen vorbeugen oder diese sogar umkehren können – und so auch das Risiko für Corona reduzieren.“

Diabetes ist umkehrbar

In der zweiten Sonderausgabe des British Medical Journals namens The Science and Politics of Nutrition im Jahr 2020 (die erste Ausgabe erschien bereits 2018) war gar zu lesen, dass selbst Diabetes mit den beiden genannten Massnahmen umkehrbar sein könnte.

Erreicht werden könne dieses Ziel entweder durch eine Reduzierung der Kohlenhydrataufnahme und/oder der Kalorienzufuhr. Sobald die Gewichtsabnahme erfolgt, kann die Medikamenteneinnahme gedrosselt werden, was nun wiederum zu weniger Nebenwirkungen und höherem Wohlbefinden führt.

Gesunde Ernährung bessert auch seelisches Wohlbefinden

Auch das mentale Wohlbefinden werde durch eine gesunde Ernährung gefördert, sagt Joseph Firth von der University of Manchester in seinem Artikel „Food and mood: how do diet and nutrition affect mental wellbeing?“ ( 2 ). Denn eine solche Ernährung könne Entzündungsprozesse lindern und die Darmflora regulieren. Beide Faktoren tragen erheblich nicht nur zur körperlichen, sondern auch zur psychischen Gesundheit bei.

Zwar blieben immer noch Unsicherheiten auf vielen Gebieten der Ernährung zurück, doch stimme man inzwischen in einer Sache überein, fasst Godlee zusammen: Die empfehlenswerte Ernährung bestehe aus Früchten, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn, während rotes Fleisch, raffinierte Kohlenhydrate und stark verarbeitete Lebensmittel gemieden werden sollten.

Da es immer wieder hiess, Corona sei insbesondere in fleischverarbeitenden Betrieben ausgebrochen, könnte dieser Industriezweig auch auf diese Weise die Gesundheit der Menschen bedrohen, so die Meinung von Godlee ( 3 ) ( 4 ). Eine fleischärmere bzw. pflanzenbasierte und somit vegane Ernährung kann somit gleich mehrfach Vorteile mit sich bringen.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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Quellen
  1. (1) Godlee F, Covid-19: What we eat matters all the more now, BMJ 2020; 370 16 July 2020)
  2. (2) Firth Joseph, Gangwisch James E, Borisini Alessandra, Wootton Robyn E, Mayer Emeran A. Food and mood: how do diet and nutrition affect mental wellbeing? BMJ 2020; 369 :m2382
  3. (3) Middleton J, Reintjes R, Lopes H. Meat plants-a new front line in the covid-19 pandemic. BMJ2020;370:m2716.
  4. (4) Tan M, He FJ, MacGregor GA. Obesity and covid-19: the role of the food industry. BMJ2020;369:m2237.
  5. (5) Löscher T, Grippe: Risikofaktoren, Komplikationen & Todesfälle, Internisten im Netz, abgerufen am 6.9.2020