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  • Granatapfelhäfte in einer Hand
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Granatapfelkerne sollen tödlich sein

„Sie kaufte Granatapfelkerne und aß sie. Wochen später war sie tot“, so lautete eine Schlagzeile. Es klingt, als sei es der Granatapfel, der die tödliche Wirkung auf das Opfer hatte. In Wirklichkeit führte eine ganz andere Ursache zum Tod.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 19 April 2026
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Granatapfelkerne sind weder schädlich noch tödlich

Da heutzutage kaum noch jemand Zeit für die Essenszubereitung hat, boomt der Markt mit abgepackten verzehrfertigen Lebensmitteln – ob Salate, Früchte, Kokosnüsse oder Gemüse, alles gibt es gewaschen, geschält und geschnitten fix und fertig im Kühlregal. So auch Granatapfelkerne.

Bei einem solcherart aufwändigen Verarbeitungsprozess kann es nun natürlich passieren – und zwar bei jedem entsprechend aufbereiteten Lebensmittel, nicht nur bei Granatapfelkernen – dass die empfindlichen Lebensmittel mit Bakterien oder Viren kontaminiert werden. Und genau das wurde angeblich einer 64-jährigen Frau in Australien zum Verhängnis, (1) die sich abgepackte Granatapfelkerne gekauft und diese verspeist hatte.

Krankheitserreger gelangten während der Verarbeitung auf die Kerne

Die Granatapfelkerne waren offenbar mit Hepatitis-A-Erregern verseucht, so dass die Frau einige Tage nach dem Verzehr erkrankte und wenige Wochen später verstarb. 24 weitere Personen sollen ebenfalls erkrankt sein, hätten sich aber wieder erholt, wird berichtet.

Es sind also nicht die Granatapfelkerne selbst, die schädlich oder tödlich wären. Problematisch sind lediglich die Erreger, mit denen die betreffenden Granatapfelkerne belastet waren.

Mit Hepatitis-A-Erregern kann man sich über Wasser oder Lebensmittel infizieren, die mit Fäkalien in Berührung kamen. Der Granatapfel bzw. seine Kerne können also nicht von Haus aus mit den Erregern belastet gewesen sein.

Erst bei der Verarbeitung und dem Abpacken der Kerne gelangten im beschriebenen Fall die Viren auf die Fruchtkerne.

Kaufen Sie keine fertig zubereiteten und abgepackten Lebensmittel!

Schon allein diese Vorstellung (Fäkalien auf Lebensmitteln) sollte dazu führen, dass man lieber frische und nur wenig verarbeitete Lebensmittel kauft und diese zu Hause selbst zubereitet – auch den Granatapfel.

Denn so wirklich kompliziert ist das Schälen und Herausnehmen der Kerne auch wieder nicht. Wenn man sich dann noch die herausragenden Wirkungen und Heileigenschaften des Granatapfels ansieht, dann macht man sich gern die Mühe.

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Granatapfelkerne sind äusserst gesund!

Granatapfelkerne sind eine sehr gute und mächtige Antioxidantienquelle. Sie enthalten Anthocyanine und Punicalagin. Diese Antioxidantien lindern oxidativen Stress, schützen die Zellgesundheit, wirken krebshemmend, verhindern einen beschleunigten Alterungsprozess, hemmen Candida-Infektionen, senken den Blutdruck und beugen auf diese Weise entsprechenden Gesundheitsproblemen vor, wie etwa Demenz, Gelenkerkrankungen, Krebs, Herz-Kreislauf-Beschwerden etc.

Auch für die Prostata ist der Granatapfel aussergewöhnlich gut, da er das Lycopin enthält, einen sekundären Pflanzenstoff, den die meisten aus der Tomate kennen. Trinkt man überdies 30 Minuten vor einem Workout etwas Granatapfelsaft, dann verbessert sich der Blutfluss und die Kondition, was zu einer verbesserten Leistung führt.

Nicht jede Schlagzeile glauben!

Lassen Sie sich also von merkwürdigen Schlagzeilen nicht aus der Ruhe bringen. Lesen Sie die jeweiligen Artikel am besten gar nicht erst! Es lohnt sich nicht. Denn selten erfährt man, wie es sich wirklich zugetragen hat (möglicherweise waren es gar nicht die Kerne, die zur Krankheit der Frau geführt hatten, wer weiss das schon). Noch seltener wird erklärt, was man tun kann, um selbst nicht Ähnliches zu erleben.

Ähnlich verwirrende und teilweise auch falsche Artikel haben wir bereits hier richtig gestellt:

Bananen soll man nicht zum Frühstück essen dürfen und Obst und Gemüse sollen krank machen (siehe auf unserer Seite)

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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