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  • Frau isst Falafel in einem Restaurant
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Gesunde Ernährung verbessert psychisches Wohlbefinden

Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse hat nicht nur viele positive Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit. Sie beeinflusst auch maßgeblich das psychische Wohlbefinden. Gute Laune kann man sich also fast schon anessen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 18 Mai 2026
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Psychische Belastung trübt die Stimmung

In Stresssituationen und bei andauernden psychischen Belastungen werden vermehrt freie Radikale produziert. Fehlen jetzt Antioxidantien, die die freien Radikale neutralisieren könnten, steigt der oxidative Stresspegel.

Oxidativer Stress aber ist nicht nur für chronische Entzündungen und somit viele körperliche Symptome zuständig.

Er kann auch psychische Symptome auslösen, wie etwa Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, schlechte Stimmung – die typischen Folgen langfristiger Stresssituationen.

Obst und Gemüse heben die Stimmung

Antioxidantien reduzieren oxidativen Stress. Somit müsste sich eine Ernährung, die reich an antioxidativ wirksamen Lebensmitteln ist, auch positiv auf die Stimmung auswirken.

Immer mehr Studien beschäftigen sich daher mit dem Einfluss der Ernährung auf die Psyche – so auch die Untersuchung von Dr. Tamlin Conner und seinem Team von der Universität Otago in Neuseeland.

Die Forscher haben die Ernährungsgewohnheiten von 171 Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren überprüft. Der bisherige Obst- und Gemüsekonsum aller Probanden war vor Testbeginn gering. Die Testpersonen wurden nun in 3 Gruppen aufgeteilt:

Die erste Gruppe behielt ihre bisherigen Essgewohnheiten bei. Die zweite Gruppe erhielt Verzehrgutscheine für Obst und Gemüse und regelmäßig E-Mails, die sie daran erinnern sollten, Obst und Gemüse zu essen.

Der dritten Gruppe wurde zusätzlich zu ihren üblichen Mahlzeiten zwei Mal täglich eine Auswahl an Obst und Gemüse gereicht, z. B. Karotten, Kiwi, Äpfel und Orangen.

Nach einer Studiendauer von zwei Wochen sind bei den ersten beiden Gruppen keine Änderungen eingetreten. Die dritte Gruppe hingegen konnte nach zwei Wochen bereits positive Veränderungen verzeichnen.

In kürzester Zeit stieg die Motivation an, und Vitalität und Stimmung verbesserten sich. In dieser Gruppe wurde in den beiden Studienwochen tatsächlich auch am meisten Obst und Gemüse verzehrt (1).

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Obst und Gemüse in greifbare Nähe stellen

Es ist offenbar wichtig, dass man sich sein Obst und Gemüse in unmittelbare Reichweite stellt, sodass jederzeit davon gegessen werden kann.

Lediglich Erinnerungen mittels E-Mails reichen leider nicht aus, um tatsächlich mehr davon zu konsumieren. Ja, nicht einmal Verzehrgutscheine, wenn also das Obst und Gemüse kostenlos sind, führen laut der vorliegenden Studie zu einem höheren Obst- und Gemüsekonsum.

Interessant ist jedoch, dass die positiven Effekte auf die Psyche schon nach einer so kurzen Zeit (zwei Wochen) eingetreten sind. Es lohnt sich also nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist, den persönlichen Obst- und Gemüsekonsum deutlich zu steigern. Dr. Conners Studie ist in diesem Bereich auch keinesfalls die einzige.

Bereits im Jahr 2014 untersuchten Forscher der University of Warwick Medical School (Großbritannien) im Rahmen einer Studie ca. 14.000 Testpersonen auf ihren Gemütszustand hin und verglichen diesen mit der jeweils verzehrten Obst- und Gemüsemenge. Es zeigte sich dabei folgendes Fazit:

Je mehr Obst und Gemüse die Probanden aßen, umso besser war insgesamt ihre Stimmung (4) (2).

Antioxidantienreiche Lebensmittel gegen Stress und für gute Stimmung

Wie eingangs erklärt, sind es vermutlich insbesondere die Antioxidantien im Obst und Gemüse, die für die beschriebene Stimmungaufhellung zuständig sind. Zu den bekanntesten Antioxidantien zählen Vitamin C und E, Carotinoide sowie Spurenelemente (z. B. Selen und Zink).

Also heißt es, den Antioxidantienspiegel im Körper heben und dem Stress somit ein Schnippchen schlagen. Besonders antioxidantienreich sind neben Nüssen und Samen die folgenden Früchte und Gemüse:

  1. Beeren (z. B. Erdbeeren, schwarze Johannisbeeren und Heidelbeeren sowie Weintrauben (mit Kernen))
  2. Zitrusfrüchte, besonders Grapefruits und Zitronen
  3. alle Kohlarten (z. B. Brokkoli, Grünkohl und Rosenkohl)
  4. grüne Blattgemüse und Kräuter (z. B. Petersilie, Rosmarin und Basilikum)
  5. Tomaten sowie Knoblauch und Zwiebeln

Unser Youtube-Kochkanal

In unserem Kochkanal finden Sie inzwischen über 1000 Kochfilme, in denen leckere, vegane und gesunde Rezepte gekocht werden.

Obst und Gemüse: am besten in Bio-Qualität!

Achten Sie beim Kauf Ihrer Früchte und Gemüse auf hochwertige Bio-Qualität. Denn Bio-Lebensmittel können bis zu 69 Prozent mehr Antioxidantien enthalten.

Außerdem sind Bio-Produkte mit deutlich weniger Giftstoffen belastet. Lesen Sie dazu unseren Artikel Bio-Lebensmittel – mehr Antioxidantien, weniger Giftstoffe.

Antioxidantien können zur Unterstützung gezielt auch in Form von konzentrierten Extrakten als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, z. B. OPC, Astaxanthin, Sulforaphan und viele mehr.

Adaptogene unterstützen psychisches Wohlbefinden

Neben einer gesunden Ernährung mit viel Obst und Gemüse helfen Ihnen auch die sog. Adaptogene dabei, stressige Phasen besser zu überstehen und sich psychisch wohler zu fühlen.

Adaptogene sind u. a. Heilpflanzen, die negative Stresswirkungen reduzieren können und Sie auf diese Weise stressresistenter machen, z. B. Rhodiola Rosea (Rosenwurz), Sibirischer Ginseng oder auch Ashwagandha.

* Hier finden Sie Rhodiola Rosea.

Geben Sie die Begriffe gern in unser Suchfeld. Sie finden dann weitere Informationen zur Wirkung, Anwendung und Dosierung der Adaptogene.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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