Zentrum der Gesundheit
CBD kann eine Alternative für Antibiotika sein

Ist CBD eine Alternative zu Antibiotika?

Autor: Sybille Müller

Fachärztliche Prüfung: Dr. med. Jochen Handel

Aktualisiert: 15 Juli 2021

CBD aus Cannabis wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und beruhigend. Wissenschaftler zeigten jetzt, dass CBD auch antibiotisch wirkt und daher möglicherweise eine Alternative zu Antibiotika sein könnte.

CBD aus Cannabis wirkt auch antibakteriell

Aus Cannabis ( Hanf ) kann der Wirkstoff CBD (Cannabidiol) extrahiert werden. Im Gegensatz zum berauschenden THC (Tetrahydrocannabinol) verfügt das CBD nicht über psychoaktive Eigenschaften und fällt daher auch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, sondern ist in Form von z. B. CBD-Öl im freien Handel erhältlich.

CBD hat viele positive Eigenschaften. Es hilft bei Entzündungen und Übelkeit und hat überdies einen angstlösenden und antipsychotischen Effekt. Ausserdem haben Studien gezeigt, dass CBD bei Leiden wie Epilepsie (2), Multipler Sklerose (3), Schlafstörungen (4), Depressionen, Schmerzen und Fibromyalgie hilfreich sein kann.

Weitere Informationen zu zwei dieser Themen finden Sie hier:

  1. CBD gegen Depressionen
  2. CBD hilft bei Fibromyalgie

Italienische Forscher von der Università del Piemonte Orientale fanden überdies schon im Jahr 2008 heraus, dass Cannabinoide wie CBD und THC starke antibakterielle Eigenschaften haben.(5)

CBD hilft sogar bei antibiotikaresistenten Bakterien

Eine im Juni 2019 auf der Jahreskonferenz (ASM Microbe) der American Society for Microbiology (Amerikanische Gesellschaft für Mikrobiologie) vorgestellte Studie (1) bestätigte das frühere Ergebnis. Die Forscher von der Queensland University konnten zeigen, dass CBD in der Lage ist, eine Vielzahl von Bakterien wie Staphylococcus aureus und Streptococcus pneumoniae abzutöten. Diese sind für eine Vielzahl von schweren Infektionen verantwortlich.

Ja, CBD wirkte in dieser Studie selbst gegen Bakterien, die gegenüber gängigen Antibiotika hochresistent geworden sind. Im Vergleich zu Vancomycin oder Daptomycin, die bei langfristiger Anwendung zu einer Resistenz führten, verlor CBD im Laborversuch nicht an Wirksamkeit – und das obwohl die beiden Antibiotika mit zu den stärksten gehören, die derzeit auf dem Markt sind und gerade bei resistenten Keimen eingesetzt werden.

CBD kann Biofilme zerstören

Überdies war CBD auch bei der Zerstörung von Biofilmen wirksam, die zu schwer behandelbaren Infektionen führen. Ein Biofilm ist eine Schleimschicht, die von den Bakterien gebildet wird, um sich vor dem Immunsystem des befallenen Menschen zu schützen.

Da es sich um eine der ersten Studien zur antibiotischen Wirkung von CBD handelt, lassen sich leider noch keine konkreten Dosierempfehlungen im Einsatz gegen bakterielle Infektionen geben. Allerdings könnte man bei Infektionen hochdosiertes CBD-Öl in den vom Hersteller empfohlenen Dosen einsetzen und so die ärztliche Therapie unterstützen – natürlich in Absprache mit dem jeweiligen Arzt.


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Ramona, Absolventin

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Quellen

  • (1) Cannabidiol is a powerful new antibiotic, Medical Xpress, Juni 2019
  • (2) Gaston TE et al, Cannabis for the Treatment of Epilepsy: an Update, Curr Neurol Neurosci Rep, September 2018
  • (3) Akgün K et al, Daily Practice Managing Resistant Multiple Sclerosis Spasticity With Delta-9-Tetrahydrocannabinol: Cannabidiol Oromucosal Spray: A Systematic Review of Observational Studies, J Cent Nerv Syst Dis, März 2019
  • (4) Babson KA et al, Cannabis, Cannabinoids, and Sleep: a Review of the Literature, Curr Psychiatry Rep, April 2017
  • (5) Appendino G et al, Antibacterial Cannabinoids from Cannabis sativa: A Structure-Activity Study, Nat. Prod, 2008