Zentrum der Gesundheit
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  • Arteriosklerose durch Vitamin-D-Mangel in der Kindheit
    12 Juni 2022
    1 min

    Arteriosklerose durch Vitamin-D-Mangel in der Kindheit

    Ein Vitalstoffmangel in der Kindheit kann das Arterioskleroserisiko im Erwachsenenalter deutlich erhöhen. Natürlich denkt kein Kind an eine Arterienverkalkung, die es im späteren Leben einmal haben könnte und auch nicht an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Eltern jedoch können vorausschauend agieren und bei ihren Kindern auf jene Vitalstoffe achten, die deren Krankheitsrisiken reduzieren können, wenn die Kleinen irgendwann selbst Grosseltern geworden sind. Lesen Sie, welcher Nährstoff in Sachen Arteriosklerose eine ganz besonders entscheidende Rolle spielt.

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    Arteriosklerose – Welchen Einfluss hat Vitamin D?

    Bei Arteriosklerose lagern sich verschiedene Substanzen an den Innenwänden der Blutgefässe ab, die Blutgefässwände verdicken und der Blutfluss verlangsamt sich.

    Ein Vitamin-D-Mangel in der Kindheit erhöht nun offenbar das Arterioskleroserisiko im späteren Alter um fast 10 Prozent, wie eine wissenschaftliche Studie aus Finnland zeigte.

    Prof. Markus Juonala und sein Team von der Hochschule Turun yliopisto in Turku untersuchten die Daten von mehr als 2.100 Studienteilnehmern auf den Einfluss des Vitamin-D-Spiegels in der Kindheit auf die Arteriosklerosegefahr im Erwachsenenalter.

    Zu Beginn der Studie waren die Testpersonen drei bis achtzehn Jahre alt. Man bestimmte anhand einer Blutanalyse die Vitamin-D-Spiegel.

    Im Alter von dreissig bis fünfundvierzig stellten sich die Studienteilnehmer erneut bei den Wissenschaftlern vor. Mit Hilfe eines Ultraschallgeräts vermass man die Dicke ihrer Blutgefässwände der Halsschlagader.

    Anschliessend verglichen Prof. Juonala und seine Kollegen den Vitamin-D-Spiegel der Testpersonen aus deren Kindheit mit den aktuellen Ultraschallergebnissen.

    Vitamin-D-Mangel in der Kindheit erhöht Arteriosklerose-Risiko im späteren Leben

    "Unsere Ergebnisse zeigten einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel in der Kindheit und einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose im Erwachsenenalter"

    berichtet Prof. Juonala.

    Diejenigen Studienteilnehmer mit den niedrigsten Vitamin-D-Werten in der Kindheit hatten ein Arterioskleroserisiko von etwa 22 Prozent. Bei den anderen Testpersonen lag das Risiko hingegen nur bei 13 Prozent.

    Dieser Zusammenhang sei unabhängig von "konventionellen Risikofaktoren wie den Blutfettwerten, Rauchen, Ernährungsweise, körperlicher Aktivität, Gewicht und dem sozioökonomischen Status", so Prof. Juonala ( 1 ).

    Kurz gesagt: Wer als Kind unter einem Vitamin-D-Mangel litt, hat sein Leben lang ein erhöhtes Arterioskleroserisiko.

    Ein gesunder Lebensstil kann zwar verhindern, dass dieses Risiko weiter steigt. Die negativen Auswirkungen des Vitamin-D-Mangels in der Kindheit kann man im Erwachsenenalter jedoch nicht mehr ausgleichen.

    Umso wichtiger ist es, dass Eltern auf eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung ihres Kindes achten. In Mitteleuropa ist ein Mangel an Vitamin-D weit verbreitet.

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    Quellen
    1. (1) Prof. Markus Juonala et al., "Childhood 25-OH Vitamin D Levels and Carotid Intima-Media Thickness in Adulthood: The Cardiovascular Risk in Young Finns Study.", The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Februar 2015, ("Vitamin-D-Spiegel in der Kindheit und Carotid-Intima-Media-Dicke im Erwachsenenalter: Herz-Kreislauf-Risiko junger Finnen-Studie")