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Wie Sie Ihr Herz bei Brustkrebs-Bestrahlung schützen

In der Regel sieht die schulmedizinische Brustkrebstherapie erst eine Operation und danach eine Strahlentherapie vor. Wird die Brust jedoch bestrahlt, können darunter Herz und Lungen leiden. Bei Frauen, deren linke Brust bestrahlt wird, steigt die Gefahr von Herzschäden ganz besonders. Mit einem Trick können Brustkrebspatientinnen ihr Herz-Kreislauf-Risiko durch die Bestrahlung jedoch verringern.

Stand: 26 Mai 2026
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Strahlentherapie schadet dem Herzen

Mit der Strahlentherapie bei Brustkrebs steigt die Gefahr, dass Patientinnen Herz-Kreislauf-Probleme bekommen. Vor allem eine Bestrahlung der linken Brust erhöht das Risiko signifikant (2). Schwierig ist daher, die Therapie so durchzuführen, dass das behandlungsbedürftige Gewebe zwar genug Strahlung erhält, Organe in der Nähe aber bestmöglich geschützt werden.

Inzwischen bieten immer mehr Behandlungszentren Therapieformen an, mit denen das kardiovaskuläre Risiko möglichst gering gehalten werden kann. Allerdings häufen sich dennoch kritische Äusserungen zu manchen Bestrahlungsmethoden, denn viele Patientinnen klagen nach Abschluss der Therapie über unschöne optische Veränderungen an der Brust.

Lassen sich schulmedizinische Therapien nicht umgehen, dann ist es wichtig, wenigstens Massnahmen zu kennen, die deren Nebenwirkungen so gering wie möglich halten können.

Atemtechnik schützt vor Strahlenschäden

Dr. Harriet Eldredge-Hindy von der Thomas Jefferson University in Philadelphia (USA) und ihr Forscher-Team empfehlen eine recht einfache Methode – nämlich eine spezielle Atemtechnik – um Herzschäden durch eine Strahlentherapie zu senken. Sie führten die bislang grösste wissenschaftliche Studie zur Frage durch, ob gezieltes Luftanhalten während der Behandlung die Gefahr für das Organ verringern kann.

Von 2002 bis 2011 nahmen insgesamt 112 Patientinnen mit Krebserkrankungen der linken Brust an der Studie teil; 86 von ihnen erhielten sowohl Bestrahlungen bei normaler Atmung als auch mit besagter Atemtechnik. Wenn die Patientinnen bei der Bestrahlung die Luft anhalten, verändert sich die Position des Herzens zur Brust. Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis die vorgesehene Strahlungsmenge den Tumor erreicht hat.

Die Strahlenbelastung für das Organ konnte auf diese Weise in der Studie um durchschnittlich über sechzig Prozent reduziert werden (1) und das Risiko für die koronare Herzkrankheit lag nach 8 Jahren bei nur 1,4 Prozent, nach zehn Jahren bei 3,6 Prozent. Ohne Atemtechnik während der Strahlentherapie steigt das Herz-Kreislauf-Risiko von Brustkrebspatientinnen um 7,4 Prozent pro Gray Strahlung, die das Organ trifft. (Die Gesamtstrahlendosis bei Bestrahlung der Brust liegt bei etwa 40 Gray).

Zusätzlich waren neunzig Prozent der Patientinnen, die während der Strahlentherapie diese Atemtechnik anwandten, danach dauerhaft von Brustkrebs befreit. Die Überlebensrate lag bei 96 Prozent, was bedeutet, dass die schonende Bestrahlung mit Atempausen keinerlei Nachteile bietet – im Gegenteil!

Fazit: Atemtechnik macht die Therapie schonender

Die Studienergebnisse zeigen, dass bereits eine vergleichsweise einfache Atemtechnik dazu beitragen kann, die Strahlenbelastung empfindlicher Organe deutlich zu senken. Besonders bei Tumoren der linken Brust kann es daher sinnvoll sein, sich vor Beginn der Behandlung gezielt beim behandelnden Ärzteteam nach dieser Methode zu erkundigen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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