Erektionsstörungen mit Curcumin behandeln?
Schon bei den 40- bis 49-jährigen Männern sind 10 Prozent von Erektionsstörungen betroffen. Mindestens 4 Prozent so stark, dass sie einer Therapie bedürfen. Bei den 60- bis 69-jährigen sind es über 30 Prozent und fast die Hälfte von ihnen benötigt entsprechende Medikamente. Meist werden Tadalafil (Cialis) oder Sildenafil (Viagra) verordnet.
In einer Studie, die im Magazin Andrologia veröffentlicht wurde, zeigte sich (zunächst an Ratten), dass ein Derivat aus Curcumin und auch Curcumin Erektionsstörungen ganz signifikant bessern konnten (1) - und zwar mindestens genauso gut, wenn nicht gar besser als Tadalafil.
Curcumin ist der gelbe Farbstoff aus Kurkuma, der Gelbwurz, einem beliebten Gewürz der asiatischen Küche und wichtiger Bestandteil des Curry-Gewürzes. Zahlreiche Studien bestätigen, dass Curcumin entzündungshemmend, antioxidativ, nerven- und leberschützend sowie entgiftend wirkt. Alle diese Eigenschaften können auch dazu beitragen, die gesunde Erektionsfähigkeit wiederherzustellen.
Medikamente und ihre Nebenwirkungen
Die Mayo Clinic erklärt, dass gelegentliche Erektionsstörungen im Allgemeinen keinen Grund zur Sorge darstellen. Wenn das Problem jedoch dauerhaft bestehen bleibt, solle man es abklären lassen, da auch therapiebedürftige Erkrankungen, wie z. B. Herzkrankheiten, Diabetes, Nervenerkrankungen, Nierenschäden o. ä. dahinterstecken könnten.
Medikamente wie Tadalafil entspannen die Blutgefäßwände und führen so zu einer stärkeren Durchblutung insbesondere des Unterleibs, was in recht kurzer Zeit (15 Minuten) eine Erektion ermöglicht. Im Vergleich zu Sildenafil (Viagra) hält die Tadalafil-Wirkung bis zu 36 Stunden an und damit 9-mal so lang wie Viagra.
Wie üblich in der Schulmedizin ist auch diese Wirkung nicht ohne Preis, sprich Nebenwirkung zu haben. Tadalafil kann Schwindel, Übelkeit, Benommenheit und Kribbeln oder sogar Schmerzen in der Brust, den Armen oder im Nacken verursachen. Bei Viagra sind es u. a. Magen- und Kopfschmerzen, Gesichtsrötung und Erscheinungen im Sichtfeld (farbige Schleier vor den Augen).
Bei beiden Mitteln besteht außerdem die Gefahr einer Dauererektion, die vier Stunden und länger dauern kann, was für Personen mit Bluthochdruck, Leber- und Nierenkrankheiten oder jedwedem Herzproblem alles andere als vorteilhaft ist.
Könnte Curcumin eine Alternative sein?
Nebenwirkungsarme oder gar nebenwirkungsfreie Alternativen wären daher bei Erektionsstörungen äußerst willkommen. Die Forscher der oben erwähnten Studie untersuchten die Wirkungen von Curcumin und einem Curcuminderivat (patentierte Curcuminverbindung für Forschungszwecke, die im Handel nicht erhältlich ist) auf die Erektionsfähigkeit. Denn die Wirkstoffe aus Kurkuma helfen u. a. die Durchblutung zu verbessern, was einer erektilen Dysfunktion entgegenwirken kann.
Beide Stoffe gab man den Ratten entweder allein oder in Kombination mit Tadalafil.
Nach 12 Wochen zeigte sich, dass das Curcuminderivat allein oder in Kombination mit Tadalafil deutlich der alleinigen Tadalafilgabe überlegen war. Die Wirkung war besser und hielt überdies länger als jene von Viagra. Auch für Curcumin wurde eine hohe Wirksamkeit beobachtet. Der Stoff konnte die erektilen Funktionen merklich verbessern.
Da zahlreiche Wirkstoffe aus Kurkuma (nicht nur Curcumin, sondern auch Eugenol, Limonen und Quercetin) auch antidepressive und angstlösende Eigenschaften mit sich bringen, geht man davon aus, dass sie den bei Potenzstörungen oft vorliegenden psychischen Stress lindern können, was ebenfalls zu einer Verbesserung der Erektionsfähigkeit führt.
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Bei Erektionsstörungen Curcumin und Kurkuma testen
Da es sich um eine Tierstudie handelte, lässt sich leider nicht sagen, in welcher Dosis Curcumin auch beim Menschen Erektionsstörungen verbessern oder gar beheben könnte. Was sich aus dieser Untersuchung jedoch ableiten lässt, ist, dass Kurkuma und Curcumin sehr gut in das Therapiekonzept von Erektionsstörungen integriert werden können.
In der Studie hatten die Ratten 10 mg Curcumin pro kg Körpergewicht erhalten. Beim Menschen würde dies 1,62 mg pro kg Körpergewicht entsprechen. Wer also z. B. 80 kg wiegt, müsste knapp 130 mg Curcumin nehmen, am besten nüchtern, damit der Stoff besser wirken kann.
In der Studie war dabei nur von "natural Curcumin" die Rede. Es handelte sich dabei offenbar nicht um eine speziell formulierte Version wie liposomales, mizellares oder Piperin-angereichertes Curcumin, die heutzutage häufig zur Erhöhung der Bioverfügbarkeit eingesetzt werden.
* In diesem Curcumin-Präparat z. B. sind pro Kapsel bereits 250 mg Curcumin enthalten.
Zusätzlich: Mit Kurkuma würzen
Während Curcuminpräparate ausschließlich aus Curcumin bestehen, enthält Kurkuma den gesamten Wirkstoffkomplex der Gelbwurz, so dass am besten beides verwendet werden sollte: Kurkuma in der Küche und Curcumin als Nahrungsergänzung.
Wenn Sie ab sofort mit Kurkuma kochen möchten, hilft Ihnen unser * Kurkuma-Ernährungsplan weiter, mit dem Sie täglich Kurkumamengen zu sich nehmen können, die auch wirklich effektiv sind, denn hie und da eine Prise könnte zu wenig sein.
Da Kurkuma und Curcumin helfen, das Gehirn vor Demenz zu schützen, das Risiko für Diabetes reduzieren und gegen Prostatakrebs wirken, lohnt sich der Einsatz der gelben Wurzel gleich mehrfach. Weitere ganzheitliche Maßnahmen bei Erektionsstörungen finden Sie am Ende dieser Seite: Potenzstörungen natürlich beheben