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  • Fluorid in der Zahnpasta
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Wie wirken Fluoride?

Fluoride können bei Jugendlichen zu einer reduzierten Nieren- und Leberfunktion führen. Fluorverbindungen sind insbesondere in Zahncremes, Mundwässern, Speisesalz und im Mineralwasser enthalten.

Stand: 13 April 2026
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Fluorid im Trinkwasser schadet Nieren und Leber

Forscher der Mount Sinai School of Medicine – einer privaten Hochschule in New York City mit Schwerpunkt Humanmedizin – überprüften, inwiefern sich der Fluoridgehalt des Trinkwassers und der Gehalt im Blut auf die Nieren- und Lebergesundheit von Jugendlichen auswirken können. Die Ergebnisse wurden im August 2019 im Fachjournal Environment International veröffentlicht.

In den USA wird das Trinkwasser von 74 Prozent der öffentlichen Wasserversorger zur Verbesserung der Zahngesundheit (Kariesprophylaxe) fluoridiert. Das Trinkwasser stellt somit für die US-Bevölkerung die Hauptquelle dar. Es wird mit etwa 0,7 mg Fluorverbindungen pro Liter Wasser versetzt.

Gibt es auch in Deutschland Wasser mit Fluorid?

Aber auch in unseren Regionen gibt es fluoridhaltige Mineralwässer. Laut Gesetz muss der Gehalt von Mineralwässern erst ab 1,5 mg pro Liter auf dem Etikett erscheinen, weil nämlich dann das Wasser nicht mehr für Säuglingsnahrung geeignet ist und auch Kinder unter 7 Jahren dieses Wasser nicht regelmäßig trinken sollten.

Bei manchen Mineralwässern wird der Wert auch angegeben, wenn er niedriger liegt. Ist jedoch nichts angegeben, bedeutet dies nicht, dass auch nichts enthalten wäre. Fragen Sie am besten beim Abfüller nach.

Dazu kommen Fluorverbindungen im fluoridierten Speisesalz, in der Zahncreme, im Zahngel oder im Mundwasser (die versehentlich geschluckt werden) sowie in der Landwirtschaft (die sich in Form von Rückständen auf konventionellen Lebensmitteln befinden können).

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Was passiert, wenn man regelmäßig kleine Mengen zu sich nimmt?

Fluorverbindungen können ab bestimmten Dosen akut toxische Auswirkungen haben. In vorliegender Studie jedoch ging es nicht um Überdosen, sondern um eine regelmäßige Aufnahme niedriger Dosen, z. B. über das tägliche Trinken fluoridieren Wassers. Nebenwirkungen werden hierbei von offizieller Seite nahezu ausgeschlossen.

Es zeigte sich nun aber in der Studie, dass Fluorverbindungen bei den untersuchten Jugendlichen zu komplexen Veränderungen der Nieren- und Leberfunktionen beitragen konnten.

Wenn Jugendliche bereits eine eingeschränktere Nieren- oder Leberfunktion hatten, dann scheinen Fluorverbindungen in einem noch höheren Ausmaß aufgenommen und zu einem geringeren Ausmaß ausgeschieden zu werden.

Kinder können nur 45 Prozent wieder ausscheiden

Im Fokus standen die Daten Heranwachsender im Alter zwischen 12 und 19 Jahren, auch wenn Erwachsene natürlich ebenfalls betroffen sind, aber in etwas geringerem Maß.

Denn die Entgiftungsorgane von Kindern und Jugendlichen können lediglich 45 Prozent der aufgenommenen Fluorverbindungen wieder ausleiten, bei Erwachsenen sind es immerhin 60 Prozent.

Der Rest wird im Körper eingelagert, zu einem Teil natürlich in den Knochen und Zähnen, zu einem anderen Teil aber auch in den Organen, wobei die Nieren höhere Mengen einlagern als jedes andere Organ.

Je höher der Gehalt des Wassers, umso schlechter die Leber- und Nierenwerte

Analysiert wurden die Fluoridwerte im Blut von annähernd 2000 Jugendlichen sowie die Werte des Leitungswassers im Zuhause von 1742 Jugendlichen. Obwohl das Leitungswasser meist nur niedrige Werte aufwies (zwischen 0,07 und 1 mg/l), sind verschiedene Mechanismen bekannt, über die auch diese niedrigen Dosen zu einer Nieren- und Leberfehlfunktion beitragen können.

Je höher jedenfalls der Gehalt des Wassers war, umso schlechter waren die Nieren- und Leberwerte der jugendlichen Probanden (1).

Fluoride schaden auch der Schilddrüse

Weitere mögliche Gesundheitsschäden durch eine kontinuierliche Aufnahme sind neben Nieren- und Leberfunktionsstörungen auch Schilddrüsenfunktionsstörungen, Knochen- und Zahnerkrankungen sowie ein gestörter Proteinstoffwechsel.

Details zur schädlichen Wirkung auf die Schilddrüse lesen Sie in unserem Artikel Fluoride schaden der Schilddrüse.

„Obgleich die Vorteile für die Zahngesundheit inzwischen gut belegt sind, kommen immer wieder Bedenken zur Trinkwasser- und Salzfluoridierung auf (2)“, erklärt Studienautorin Ashley J. Malin von der Icahn School of Medicine Mount Sinai.

„Unsere Studie zeigt, dass man bei der Festlegung der passenden Dosierung für die Bevölkerung immer auch die Risiken für die Nieren- und Lebergesundheit berücksichtigen sollte.“

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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