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Hoher Blutdruck bei Alzheimer - Schutz oder Risiko?

Bluthochdruck kann die Arterien und das Herz schädigen. Hoher Blutdruck kann aber auch schädlich fürs Gehirn sein und das Alzheimer-Risiko erhöhen. Gleichzeitig gibt es Studien, die zeigen, dass Bluthochdruck vor Demenz schützen kann und Blutdrucksenker daher nicht in jedem Fall sinnvoll sind. Bei wem lässt hoher Blutdruck nun das Alzheimer-Risiko steigen und bei wem nicht?

Stand: 14 April 2026
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Alzheimer: Kann Bluthochdruck schützen?

Die Alzheimer-Krankheit ist die bekannteste und häufigste Form einer Demenz: Bei etwa 60 Prozent der weltweit rund 24 Millionen Demenzerkrankungen handelt es sich um Alzheimer.

Als mögliche Ursachen gelten chronische Entzündungsprozesse im Gehirn, oxidativer Stress, ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Übergewicht, Schlaganfälle und eigentlich auch Bluthochdruck (1).

Einige Studien aber zeigen, dass manche Menschen mit Bluthochdruck ein geringeres Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken (2). Denn die Risikofaktoren und auch die Schutzfaktoren für Alzheimer können sich im Laufe des Lebens verändern, wie eine Studie aus 2014 bestätigte.

Der Schutzfaktor Bluthochdruck gilt dabei insbesondere für Personen im hohen Alter (3). Mit hohem Alter ist 80 oder sogar 90 plus gemeint.

Bluthochdruck reduziert Alzheimer-Risiko

Auch ein US-Forscherteam um Dr. Maria Corrada von der University of California untersuchte, inwiefern sich Bluthochdruck bei Menschen über 80 auf das Alzheimer-Risiko auswirkt.

Corrada stellte im Laufe ihrer zehnjährigen Studie fest, dass bei Teilnehmern mit Bluthochdruck das Alzheimer-Risiko keineswegs höher war als bei Teilnehmern mit normalem Blutdruck.

Wenn sich der hohe Blutdruck erst nach dem 80. Lebensjahr einstellte, wurde sogar ein um 41 Prozent niedrigeres Demenz-Risiko festgestellt als bei Personen mit normalem Blutdruck.

Die Forscher kamen zum Schluss: Je höher der Blutdruck im Alter, desto seltener Alzheimer (4).

Dr. Corrada geht davon aus, dass ein bestimmtes Blutdruckniveau erforderlich sei, um die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung im älteren Gehirn aufrechtzuerhalten.

Blutdruckmedikamente nicht einfach absetzen

Nichtsdestotrotz warnen Experten davor, nun einfach die Blutdrucksenker abzusetzen - im Glauben, dann vor Alzheimer geschützt zu sein. Dennoch sollten Ärzte sorgfältiger abwägen, bei wem blutdrucksenkende Medikamente hilfreich sein könnten und bei wem sie eher ungünstig wirken könnten.

Denn bei jüngeren Menschen (50 - 80 Jahre) kann ein hoher Blutdruck auch problematisch sein bzw. kann ein niedriger Blutdruck das Demenzrisiko senken. Ideal seien dazu Werte von 120/80 mmHg (9).

Menschen mit niedrigerem Blutdruck (10) hatten sehr viel weniger Gehirnschäden, eine bessere Durchblutung und waren auch viel seltener Opfer einer Demenz, so Dr. Jeff Williamson vom Wake Forest Baptist Medical Center in North Carolina.

„Es ist wichtiger denn je, den Blutdruck unter Kontrolle zu halten”, sagte der Arzt und Professor für Innere Medizin und Epidemiologie bei der Konferenz der Alzheimer's Association in Chicago schon im Jahr 2018.

Niedriger Blutdruck – seltener Demenz

Mehr als 9.300 Personen mit Bluthochdruck nahmen an der Untersuchung teil. Die Hälfte erhielt zwei Medikamente, um ihren Blutdruck auf unter 140 zu senken. Die andere Hälfte erhielt drei Medikamente, um den Blutdruck auf unter 120 zu senken.

Dann aber musste die Studie zwei Jahre früher als geplant gestoppt werden. Denn es zeigte sich, dass der niedrigere Blutdruck Herzprobleme und Todesfälle verhindern konnte, so dass es nicht mehr verantwortbar war, Menschen vorsätzlich mit einem höheren Blutdruck durchs Leben gehen zu lassen.

Die Gehirnleistungen der Teilnehmer wurden jedoch noch zwei weitere Jahre lang überprüft. Dabei beobachtete man, dass das Risiko für leichten geistigen Verfall um 19 Prozent sank, wenn der Blutdruck bei 120 gehalten werden konnte (11).

Fazit: Bluthochdruck abhängig vom Alter behandeln

Es hängt also vom Alter ab, ob man Bluthochdruck zwingend auf einen bestimmten Wert senken muss.

Für Senioren unter 80 scheint Bluthochdruck ein deutlicher Risikofaktor in Sachen Demenz und Alzheimer zu sein. Für Personen über 80 könnte ein Bluthochdruck auch ein Schutzfaktor sein (12).

Blutdruckmedikamente können unerwünschte Nebenwirkungen haben. Zwar heißt es, die Vorteile würden überwiegen, doch wenn sich der Blutdruck auch mit natürlichen Mitteln senken lässt, sollten diese natürlich bevorzugt werden.

Der Vorteil ist hier: Nicht nur der Blutdruck bessert sich, sondern nahezu jeder andere Wert auch, ganz gleich ob Blutzucker, Blutfett, Harnsäure oder was auch immer. Probieren Sie es aus!

Natürliche Mittel gegen Bluthochdruck

Sie finden viele Tipps dazu in unserem Artikel Bluthochdruck auf natürliche Weise senken. Diesen finden Sie ganz unten bei den weiterführenden Artikeln unterhalb der Kommentare.

Die richtige Ernährung nimmt hier einen besonderen Stellenwert ein. Wenn Sie mit der Ernährung Ihren Blutdruck senken möchten, hilft Ihnen unser Ernährungsplan bei Bluthochdruck weiter.

Natürliche Mittel in der Alzheimer-Prävention

Sie möchten mehr über naturheilkundliche Maßnahmen zur Alzheimer-Prävention lesen? Dann finden Sie weiter unten auch unseren Artikel: Alzheimer-Prävention - Tipps zur Vorbeugung.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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