Ingwer zur Unterstützung bei Brustkrebs
Die krebshemmende Wirkung von Ingwer (Zingiber officinale) wird auf Gingerol und Shogaol zurückgeführt - zwei Pflanzenstoffe mit vielfältigen Eigenschaften.
In Bezug auf Krebs hemmen sie die Bildung von Metastasen, verlangsamen das Wachstum, verhindern die Bildung von Blutgefäßen, die den Krebs nähren und fördern das Selbstmordprogramm der Krebszellen - und all das, ohne den gesunden Zellen zu schaden.
Ein regelmäßiger Verzehr der würzigen Knolle gilt daher tatsächlich als Komponente in der natürlichen Prävention und Therapie von Brustkrebs (1).
Aber auch bei andere Krebsformen können die Wurzel und Extrakte daraus eingesetzt werden, etwa bei Hautkrebs sowie gegen Leber-, Darm- und Prostatakrebs, aber auch bei Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Mit anderen pflanzlichen Mitteln kombinieren
Weitere pflanzliche Mittel können den Ingwer in seiner Anti-Krebs-Wirkung noch unterstützen, z. B. Kurkuma, Schwarzkümmel (Nigella sativa) und Cayennepfeffer (Capsicum annum) mit bioaktiven Verbindungen wie Curcumin, Thymochinon, Piperin und Capsaicin.
Lindert Übelkeit bei Chemotherapie
Gleichzeitig ist Ingwer ein bekanntes Mittel gegen Schmerzen (z. B. bei Gelenkbeschwerden) und auch gegen Übelkeit, z. B. gegen Schwangerschafts- oder Reiseübelkeit, aber auch gegen Übelkeit, die als Nebenwirkung bei einer Chemotherapie auftreten kann (2).
Offiziell werden Zubereitungen aus der Knolle nicht als Ersatz, sondern als Add-on zu Standard-Antiemetika empfohlen. Es kommt aber natürlich darauf an, wie stark Sie von Übelkeit betroffen sind und ob u. U. auch die pflanzliche Variante ausreicht.
Ansonsten wird die Knolle bei leichter bis moderater Übelkeit empfohlen oder auch als Verstärkung, wenn Antiemetika (Medikamente gegen Übelkeit) nicht ausreichend wirken.
In einer Studie von 2015 mit 60 Frauen, die wegen Brustkrebs eine Chemotherapie erhielten, nahm die Hälfte zusätzlich zu den üblichen Anti-Emetika 2-mal täglich je 500 mg Ingwerpulver - und zwar an den ersten drei Tagen der Chemotherapie.
Die andere Hälfte der Brustkrebspatientinnen nahm nur die Anti-Emetika.
In der ersten Gruppe, die das Pulver nahm, litten die Frauen deutlich weniger an Erbrechen und Übelkeit (3).
Wann nimmt man den Ingwer ein?
Häufig wird bei Chemotherapien die folgende Vorgehensweise empfohlen: Man nimmt die Knolle zur Bekämpfung der Übelkeit 30-60 Minuten vor der Chemotherapie und dann noch 3-5 Tage lang.
Wann besser nicht einnehmen?
Wenn jedoch Schleimhautulzera vorliegen oder auch Reflux oder eine aktive Magenblutung besteht, dann besser auf die Knolle verzichten. Denn ihre Scharfstoffe können dann zu Beschwerden führen.
Wie am besten einnehmen?
Eine Portion der frischen Knolle sollte bei mindestens 2-4 g liegen. Daraus kocht man Tee oder mixt die Wurzelstückchen in Smoothies oder Shakes oder gibt sie frisch geraspelt über Obstsalate.
Den Tee muss man nicht einmal abseihen. Man kann z. B. auch ein Stück der Knolle mit heißem Wasser mixen und dies komplett als intensiven Shot trinken.
Nimmt man Kapseln, dann gibt es diese einmal mit Pulver aus der getrockneten Wurzel gefüllt oder mit einem Extrakt. Vom Pulver sollte man täglich 1-2 g nehmen - am besten in 2-4 Portionen pro Tag aufgeteilt.
* Hier erhalten Sie ein Bio-Ingwerpulver.
Vom Extrakt (mind. 10–20 mg Gingerole + Shogaole pro Kapsel) nimmt man 2–3-mal täglich eine Kapsel.
* Hier erhalten Sie einen hochdosierten Extrakt in Kapseln.
Fazit: Ingwer – eine starke Knolle bei Brustkrebs
Ingwer kann also sowohl bei der Prävention von Krebs helfen als auch in der Therapie – etwa bei Brustkrebs. Er unterstützt Maßnahmen zur Schwächung des Krebses, kann aber auch die Übelkeit bei Chemotherapien bekämpfen helfen.
Nutzen Sie daher die geschmackvolle Knolle am besten täglich. Viele Rezepte dazu finden Sie in unserer Rubrik "Gesunde Rezepte". Nutzen Sie gerne unsere Suchfunktion.
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