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Knochenbruch bei Osteoporose vorbeugen

Bei Osteoporose kann die Gefahr von Knochenbrüchen reduziert werden – insbesondere jene von Hüftfrakturen. Vonseiten der Schulmedizin wird vordergründig auf Osteoporose-Medikamente gesetzt. Diese können Nebenwirkungen haben und sind in manchen Fällen sogar sinnlos, was eine finnische Studie erneut bestätigt.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 12 Mai 2026
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Knochenbrüche bei Osteoporose

Knochenbrüche sind besonders im Alter gefährlich, hauptsächlich dann, wenn bereits eine Osteoporose vorliegt. In Deutschland ereignen sich pro Jahr etwa 116.000 Hüftfrakturen (Knochenbrüche am oberen Ende des Oberschenkels), in der Schweiz sind es rund 10.000. Die Betroffenen sind in der Regel über 65 Jahre alt.

Knochenbrüche der Hüfte stellen im Alter ein großes Problem dar, da mehr als die Hälfte der Betroffenen anschließend nicht mehr die frühere Beweglichkeit erreicht. Hüftfrakturen sind gar der häufigste Grund für die Einweisung in ein Alters- oder Pflegeheim und rund 30 Prozent der Patienten versterben innerhalb eines Jahres nach dem Bruch.

Um einer fortschreitenden Osteoporose und Knochenbrüchen vorzubeugen, werden häufig Medikamente (z. B. Bisphosphonate) verschrieben, die den weiteren Knochenabbau verhindern oder den Knochenaufbau stärken sollen.

Finnische Forscher von der University of Helsinki sind der Sinnhaftigkeit solcher Therapien auf den Grund gegangen.

Das Hüftbruch-Risiko wird berechnet

Professor Teppo Järvinen und sein Team haben aufgrund ihrer im British Medical Journal veröffentlichten Studie herausgefunden, dass Medikamente gegen Osteoporose zu oft verordnet werden, hohe Kosten verursachen und zu allem Überfluss Hüftfrakturen nicht einmal verhindern können.

Bis Ende der 1980er Jahre wurde Osteoporose meist erst nach einem Knochenbruch diagnostiziert. Seitdem wird mit Hilfe von sogenannten Hüftfraktur-Risiko-Kalkulatoren schon vorab berechnet, ob ein älterer Mensch in den folgenden zehn Jahren eine Osteoporose-bedingte Fraktur erleiden wird oder nicht.

Das Ziel ist dabei, all jene Senioren herauszufiltern, die für besagte medikamentöse Behandlungen infrage kommen.

Derartige Berechnungen haben beispielsweise in den USA ergeben, dass mehr als 70 Prozent aller US-amerikanischen Frauen über 65 und mehr als 90 Prozent der Frauen über 75 zu den idealen Kandidaten zählen, um möglichst langfristig mit Osteoporose-Medikamenten behandelt zu werden.

Das finnische Forscherteam weist nun darauf hin, dass es keine Beweise für den tatsächlichen Nutzen dieser Medikamente gibt und zudem zahlreiche Nebenwirkungen auftreten können. Diese reichen von Brechreiz und Erbrechen bis hin zum Absterben des Kieferknochens (Kiefernekrose).

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Herkömmliche Hüftbruch-Prävention mit Folgen

Professor Järvinen, der die finnische Studie leitete, kritisiert die beschriebenen Verfahren und erläutert, dass Hüftfrakturen weniger mit Osteoporose zusammenhängen, sondern vielmehr auf Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen, Sehschwäche oder Kreislaufschwäche zurückzuführen sind (1).

Oft haben Senioren auch einfach Angst vor Stürzen, weil diese ihnen prognostiziert wurden und sie Sorge haben: Wenn ich stürze und mir etwas breche, werde ich zum Pflegefall.

Was ist die Folge? Betroffene bewegen sich dadurch noch weniger. Dies aber führt nicht nur zum Abbau von Muskulatur, Koordination und Gleichgewicht (was die Sturzgefahr dramatisch erhöht), auch die kognitiven Fähigkeiten lassen nach.

Bewegung reduziert Knochenbrüche bei Osteoporose

Wie aber lässt sich bei bestehender Osteoporose nun das Risiko für Knochenbrüche reduzieren? Und zwar auf gesunde und nebenwirkungsfreie Art? Dafür gibt es viele Möglichkeiten:

Neben einer gesunden Ernährung und einer individuell passenden Nahrungsergänzung ist es insbesondere eine hochwertige Bewegungstherapie, die hilft Knochenbrüchen vorzubeugen.

Bewegungstherapien können die motorischen Fähigkeiten und die Balance merklich verbessern. Besonders hilfreich ist dabei das Tanzen!

Spanische Forscher von der Extremadura University haben sieben Studien analysiert und herausgefunden, dass durch regelmäßiges Tanzen (6) die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes und damit auch das Risiko für Knochenbrüche bei Osteoporose gemindert werden kann. Dabei spielt der Tanzstil gar keine Rolle – wichtig ist, dass es Spaß macht und man sich bewegt!

Sie brauchen auch keinen Partner dazu. Tanzen Sie entweder nach Lust und Laune - und wenn Sie gerne mit Anleitung tanzen, dann probieren Sie Line Dance aus.

Alternativen zur Steigerung der Fitness bei Senioren sind Tai Chi, Qi Gong, Yoga und Gymnastik. Je mehr Bewegung Ihr Leben bereichert, desto effektiver können Sie bei sich Knochenbrüche verhindern.

Wenn Sie sich für eine ganzheitliche Osteoporose-Therapie interessieren, lesen Sie unsere weiterführenden Artikel rund um das Thema Osteoporose. Sie finden alle diese Artikel, wenn Sie weiter nach unten scrollen - unterhalb der Kommentare.

Unser Hauptartikel heißt: Osteoporose-Prävention - Ganzheitliche Maßnahmen

Alle diese Maßnahmen können mit den herkömmlichen Osteoporose-Medikamenten kombiniert werden!

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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