Zentrum der Gesundheit
  • Junge Frau pflücken frisch Bio-Orangen aus dem eigenen Garten sitzen auf einem Tabe mit gepresstem Orangensaft
3 min
Kommentare

Makuladegeneration: Täglich eine Orange schützt

Der tägliche Genuss von Orangen kann das Risiko einer Makuladegeneration reduzieren. Die chronische Augenerkrankung kann je nach Form und Verlauf langfristig zu einer starken Sehverschlechterung führen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 27 Februar 2026
🔍
Sie finden alle im Laufe des Artikels genannten weiterführenden Artikel, wenn Sie die jeweiligen Titel oder auch einzelne Suchbegriffe daraus in unser Suchfeld eingeben.

Orangen reduzieren Risiko für Makuladegeneration

Das Risiko für die Makuladegeneration – eine chronische Augenerkrankung mit abnehmender Sehschärfe – kann mit dem täglichen Verzehr von Orangen reduziert werden. Die Krankheit betrifft in Deutschland etwa 6,5 Prozent der Bevölkerung. Sie tritt meist ab dem 55. Lebensjahr auf.

Über den positiven Einfluss einer gesunden Ernährung auf das Risiko einer Makuladegeneration lesen Sie in unserem Hauptartikel Makuladegeneration: Symptome und Ursachen. Sie finden ihn ganz unten unterhalb der Kommentare.

So hatten Forscher beispielsweise festgestellt, dass Menschen, die sich an die Vorgaben der mediterranen Ernährungsweise hielten (viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Fisch), deutlich seltener an einer Makuladegeneration erkrankten als Personen, die sich „normal“ ernährten (Fleisch, Milchprodukte, Weißmehlprodukte, wenig Obst und Gemüse).

Insbesondere ein hoher Obstverzehr hatte sich dabei als schützend erwiesen - vermutlich aufgrund der darin enthaltenen Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe und ihrer antioxidativen Wirkung. Ein solcher Pflanzenstoff ist beispielsweise das Lutein.

Luteinreiche Lebensmittel sind gut für die Augen

Lutein gehört zu den Carotinoiden und hat sich in Studien als vorteilhaft bei der Makuladegeneration erwiesen. Besonders Spinat, Grünkohl, Basilikum und Petersilie enthalten viel Lutein.

In unserem Artikel Lutein hemmt Entzündungen und schützt die Augen lesen Sie mehr über den Pflanzenstoff.

Auch die Orange enthält Lutein. Allerdings ist ihr Luteingehalt im Vergleich zu z. B. Spinat oder Grünkohl eher gering. Doch enthalten Orangen reichlich Flavonoide - und auch diese Pflanzenstoffe sind gut für die Augen.

Flavonoide in Orangen schützen die Augen

Forscher rund um Professor Bamini Gopinath von der University of Sydney schrieben im Juli 2018 im American Journal of Clinical Nutrition, dass es vermutlich die Flavonoide in der Orange sind, die sich vorteilhaft auf die Augengesundheit auswirken (1).

Flavonoide sind neben den Carotinoiden eine weitere Gruppe an Pflanzenstoffen, die sich in vielen Früchten und Gemüsearten nachweisen lassen.

Zu den orangentypischen Flavonoiden gehört beispielsweise das entzündungshemmende und antioxidativ wirksame Hesperidin, das u. a. für seine positive Wirkung auf die Venengesundheit bekannt ist und in Form eines Nahrungsergänzungsmittels bei Krampfadern und Hämorrhoiden eingesetzt wird.

Im Ergebnis der Studie schreiben die Wissenschaftler:

„Wir stellten fest, dass Menschen, die wenigstens eine Portion Orangen pro Tag zu sich nehmen, ein um 60 Prozent geringeres Risiko haben, eine Makuladegeneration zu entwickeln als Personen, die nie Orangen essen.“

Mit einer Portion sind im Allgemeinen etwa 130 g gemeint.

Einmal wöchentlich Orangen essen, bringt auch schon was!

Selbst der nur einmal wöchentliche Verzehr von Orangen scheint sich positiv auf die Augengesundheit auszuwirken, teilten die Forscher mit. Bisher habe man im Zusammenhang mit der Augengesundheit insbesondere den Einfluss der Vitamine A, C und E untersucht.

Die Wissenschaftler aus Sydney widmeten sich jedoch erstmals den antioxidativen und entzündungshemmenden Flavonoiden. Sie untersuchten dabei die Wirkung verschiedener flavonoidreicher Lebensmittel wie Tee, Äpfel, Rotwein und Orangen.

Ein schützender Effekt im Hinblick auf die Makuladegeneration konnte jedoch nur bei den Orangen beobachtet werden.

Für die Analyse wurden Daten der Blue Mountains Eye Study verwendet, eine der umfangreichsten epidemiologischen Studien der Welt.

* Lust auf gesundes Essen - auch im stressigen Alltag? Schauen Sie gerne in unserer veganen online Kochschule vorbei. Dort gibt es viele Kochkurse zu den unterschiedlichsten Themen.

Orangen und weitere Maßnahmen gegen die Makuladegeneration

Essen Sie also – insbesondere in der Zitrusfruchtsaison (Winter/Frühjahr) – täglich eine Orange oder pressen Sie den Saft daraus. Zahlreiche gesunde, vollwertige und vitalstoffreiche Rezepte mit der Orange – Säfte, Smoothies, Dressings, Kuchen, Kekse, Gemüse, Salate, Dips uvm. – finden Sie in unserer umfangreichen Rezepte-Datenbank.

Geben Sie einfach "Orange" in unser Suchfeld ein.

Gesund essen - pflanzenbasiert genießen

Natürlich ist auch die übrige Ernährung wichtig. Ernähren Sie sich fettarm, vollwertig und pflanzenbasiert. Die wichtigsten Regeln einer gesunden Ernährung finden Sie in unserem Artikel Gesunde Ernährung - Die wichtigsten Regeln.

Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung

Auch Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Nährstoffe bei der Makuladegeneration. In der richtigen Dosierung konnten die antioxidativen und entzündungshemmenden Fettsäuren in einer Studie die trockene Makuladegeneration bessern.

Lesen Sie die Details in unserem Artikel Omega-3-Fettsäuren bei Makuladegeneration.

Nährstoffe für die Augen

Weitere Nährstoffe für eine gute Augengesundheit stellen wir Ihnen in unserem Artikel Nährstoffe für die Augen vor.

Gesunde Darmflora

Ein wichtiger Pfeiler stellt dabei u. a. eine gesunde Darmflora dar. Liegt hier eine Störung vor, kann die Entwicklung der Makuladegeneration beschleunigt werden. Dies ergab eine Studie, die wir im Artikel Ihre Darmflora entscheidet über Ihre Augengesundheit näher beschreiben.

Alle genannten weiterführenden Artikel finden Sie, auf unserer Seite. Nutzen Sie die Suchfunktion.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Transparenz-Hinweis: Um unser Informationsangebot für Sie kostenfrei zu halten, verwenden wir Affiliate-Links (*). Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision - ohne Mehrkosten für Sie. Mehr erfahren

Lesen Sie uns gerne? Legen Sie Zentrum der Gesundheit mit einem Klick als bevorzugte Quelle bei Google fest und erhalten Sie unsere Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen.

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

Wir investieren viel Zeit und Sorgfalt in unsere Artikel. Wenn Ihnen unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kurze Bewertung bei Trustpilot.

★★★★★
Jetzt bewerten