Prostatakrebs – häufig, aber gut behandelbar
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Die Überlebensrate ist hoch, doch viele Patienten leiden noch Jahre nach der Behandlung an Einschränkungen – etwa bei der Sexualfunktion.
Auch Harninkontinenz ist eine Langzeitfolge. Genauso kommen hormonell bedingte Beschwerden wie Hitzewallungen und Erschöpfung vor.
Hier setzt die Ernährung an. Eine pflanzenbasierte Kost wird seit Jahren mit einer besseren Gesundheit, geringerem Krebsrisiko und höherer Lebenserwartung in Verbindung gebracht.
Was Sie zur Vorbeugung tun können, erfahren Sie in unserem Artikel Prävention von Prostatakrebs.
Doch wie wirkt sich eine pflanzenbasierte Ernährung bei Männern aus, die bereits am Krebs erkrankt sind? (1) Amerikanische Forscher gingen dieser Frage in einer Studie von 2024 nach.
Bessere Werte dank pflanzenbasierter Ernährung
Die Forscher nutzten Daten von rund 3500 Männern, bei denen an der Prostata Krebs (ohne Metastasen) diagnostiziert worden war. 48 % der Männer wurden operiert, 35 % bestrahlt.
Die Ernährung wurde regelmässig per Fragebogen erfasst. Dabei schaute man, wie viele pflanzliche Lebensmittel auf dem Speiseplan standen (Gemüse, Obst, Vollkorn, Nüsse und Hülsenfrüchte) und wie oft die Teilnehmer zu tierischen Produkten griffen.
Die Lebensqualität wurde mit einem Index zur Sexualfunktion, Harn- und Darmgesundheit sowie hormonellem und vitalem Befinden gemessen.
Männer, die sich stärker pflanzenbasiert ernährten, berichteten über eine bessere Sexualfunktion (bis zu 11 % höhere Werte) sowie weniger Harnwegsbeschwerden wie häufiges oder erschwertes Wasserlassen (bis zu 14 % besser).
Auch die Harninkontinenz war geringer ausgeprägt. Zudem fühlten sie sich in Bezug auf Vitalität und hormonelles Wohlbefinden fitter – mit bis zu 13 % höheren Werten. Alle Unterschiede waren statistisch signifikant.
Fazit: Mehr Lebensqualität bei Prostatakrebs
Die Ergebnisse legen nahe, dass eine pflanzenbasierte Ernährung die Lebensqualität von Männern mit Prostatakrebs in wichtigen Bereichen verbessern kann.
Wer betroffen ist, kann versuchen, schrittweise mehr Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse in seinen Speiseplan einzubauen und den Anteil tierischer Produkte zu reduzieren.
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