Wie Rote-Bete-Saft bei Schaufensterkrankheit hilft
Rote Bete ist sehr reich an natürlichem Nitrat, was im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt werden kann. Stickstoffmonoxid sorgt dafür, dass sich die Gefäße erweitern, was wiederum den Blutdruck senken und die Durchblutung verbessern kann.
Aus diesem Grund kann Rote-Bete-Saft bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr hilfreich sein.
Eine systematische Übersichtsarbeit vom Juli 2025 hat 5 placebokontrollierte Studien mit insgesamt 64 Probanden analysiert, die alle an der Schaufensterkrankheit litten (1).
Bei der Schaufensterkrankheit werden die Extremitäten (meist die Beine) nicht mehr gut durchblutet. Dadurch kommt es zu Schmerzen beim Gehen, wodurch Betroffene hinken und häufig stehenbleiben müssen, was dann so aussieht, als interessieren sie sich für die Schaufensterauslagen.
In den Studien nahmen die Probanden täglich ca. 260 mg bis 750 mg Nitrat in Form von Rote-Bete-Saft zu sich. Die Einnahmedauer reichte von 1 Tag bis zu 84 Tagen, bei drei Studien betrug sie 14 Tage.
Potenzielle Verbesserungen beim Gehen nach 2 Wochen
Die Ergebnisse der Studien waren nicht einheitlich, was auf die großen Unterschiede in der Dosierung und Einnahmedauer zurückzuführen sein könnte.
Aber selbst in den Studien, in denen die Probanden 14 Tage lang Rote-Bete-Saft mit ca. 400 bis 600 mg Nitrat täglich tranken (entspricht ca. 250 – 400 ml Saft), waren die Ergebnisse nicht eindeutig.
Zwei der drei Studien konnten Verbesserungen beim Gehen feststellen. In einer Studie konnten die Probanden länger und weiter laufen (2), in der anderen konnten sie innerhalb von 6 Minuten eine weitere Strecke zurücklegen (3).
Die dritte Studie konnte hingegen keine Verbesserungen in der Gehzeit feststellen (4).
Der Saft aus roten Rüben könnte also bei manchen PatientInnen mit Schaufensterkrankheit hilfreich sein. Aufgrund limitierter Daten lassen sich nur noch keine konkreten Aussagen zur erforderlichen Einnahmedauer und Dosierung machen.
Wichtig beim Kauf von Rote-Bete-Saft
Ein hochwertiger Rote-Bete-Saft kann ein Direktsaft in Bio-Qualität sein (kein Nektar, ohne Zucker, ohne andere Saftbeimischungen). Allerdings wird hier selten eine Angabe zum Nitratgehalt zu finden sein. In solchen Fällen kann man davon ausgehen, dass dieser deutlich geringer ist als in den Säften, die in den genannten Studien zum Einsatz kamen.
Ideal ist eine Dunkelglasflasche. Wenn Sie aber keinen Saft in Dunkelglasflaschen finden, ist Saft im Verbundkarton besser als Saft in Weißglasflaschen. Denn viele lichtempfindlichen Pflanzenstoffe werden bei Weißglas schnell abgebaut.
Man findet gelegentlich auch milchsauer fermentierten Rote-Bete-Saft. Durch die Fermentierung sinkt der Oxalsäuregehalt, was für Menschen, die zu Nierensteinen neigen, vorteilhaft sein kann. Allerdings sinkt beim Fermentieren auch der Nitratgehalt.
Wenn Sie zum Saft jedoch eine kleine Menge Calcium nehmen (z. B. * 1 Sango Tab), bindet das Calcium die Oxalsäure, so dass diese mit dem Stuhl ausgeschieden werden kann und somit unproblematisch ist.
Rote-Bete-Konzentrate enthalten mehr Nitrat
Bei Konzentraten wird der Nitratgehalt häufig angegeben, z. B. bei sog. Rote-Bete-Shots, die auch im Sport zum Einsatz kommen und die Ausdauer und Leistungsfähigkeit verbessern sollen, z. B. * dieses Konzentrat, das pro Tagesdosis 400 mg Nitrat enthält.
Allerdings liegt hier keine Bio-Qualität vor und die Fläschchen sind aus Kunststoff.
* Dieses fermentierte Konzentrat hat Bio-Qualität und ist in Dunkelglasflaschen abgefüllt. Es liefert pro Tagesdosis (10 ml) 146 mg Nitrat und deutlich weniger Oxalsäure als unkonzentrierter Rote-Rüben-Saft.
Fazit: Rote-Bete-Saft könnte bei Schaufensterkrankheit helfen
Auch wenn die Wirkung von Rote-Bete-Saft bei der Schaufensterkrankheit noch weiter untersucht werden muss, um genaue Dosierungen etc. herauszufinden, ist der Saft doch zweifellos sehr gesund und kann bei der Gefäßerkrankung ins ganzheitliche Therapiekonzept miteinbezogen werden.
In unserem Beitrag Rote-Bete-Saft – Gesund und wirksam erfahren Sie mehr darüber, warum der Saft so wertvoll ist. Sie finden ihn ganz unten bei den weiterführenden Artikeln unterhalb der Kommentare.