Zentrum der Gesundheit
  • Zwei Glas frischer Rote-Bete-Saft und gehackte Rüben auf Holzbrett auf grauem Hintergrund
3 min
1 Kommentare

Rote-Bete-Saft bei Schaufensterkrankheit

Rote-Bete-Saft ist bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr vielversprechend. Klinische Studien untersuchen, ob der Saft auch bei der Schaufensterkrankheit helfen kann. Denn sein Nitratgehalt weitet die Blutgefäße und verbessert die Durchblutung.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 15 Mai 2026
🔍
Sie finden alle im Laufe des Artikels genannten weiterführenden Artikel, wenn Sie die jeweiligen Titel oder auch einzelne Suchbegriffe daraus in unser Suchfeld eingeben.

Wie Rote-Bete-Saft bei Schaufensterkrankheit hilft

Rote Bete ist sehr reich an natürlichem Nitrat, was im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt werden kann. Stickstoffmonoxid sorgt dafür, dass sich die Gefäße erweitern, was wiederum den Blutdruck senken und die Durchblutung verbessern kann.

Aus diesem Grund kann Rote-Bete-Saft bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr hilfreich sein.

Eine systematische Übersichtsarbeit vom Juli 2025 hat 5 placebokontrollierte Studien mit insgesamt 64 Probanden analysiert, die alle an der Schaufensterkrankheit litten (1).

Bei der Schaufensterkrankheit werden die Extremitäten (meist die Beine) nicht mehr gut durchblutet. Dadurch kommt es zu Schmerzen beim Gehen, wodurch Betroffene hinken und häufig stehenbleiben müssen, was dann so aussieht, als interessieren sie sich für die Schaufensterauslagen.

In den Studien nahmen die Probanden täglich ca. 260 mg bis 750 mg Nitrat in Form von Rote-Bete-Saft zu sich. Die Einnahmedauer reichte von 1 Tag bis zu 84 Tagen, bei drei Studien betrug sie 14 Tage.

Potenzielle Verbesserungen beim Gehen nach 2 Wochen

Die Ergebnisse der Studien waren nicht einheitlich, was auf die großen Unterschiede in der Dosierung und Einnahmedauer zurückzuführen sein könnte.

Aber selbst in den Studien, in denen die Probanden 14 Tage lang Rote-Bete-Saft mit ca. 400 bis 600 mg Nitrat täglich tranken (entspricht ca. 250 – 400 ml Saft), waren die Ergebnisse nicht eindeutig.

Zwei der drei Studien konnten Verbesserungen beim Gehen feststellen. In einer Studie konnten die Probanden länger und weiter laufen (2), in der anderen konnten sie innerhalb von 6 Minuten eine weitere Strecke zurücklegen (3).

Die dritte Studie konnte hingegen keine Verbesserungen in der Gehzeit feststellen (4).

Der Saft aus roten Rüben könnte also bei manchen PatientInnen mit Schaufensterkrankheit hilfreich sein. Aufgrund limitierter Daten lassen sich nur noch keine konkreten Aussagen zur erforderlichen Einnahmedauer und Dosierung machen.

Wichtig beim Kauf von Rote-Bete-Saft

Ein hochwertiger Rote-Bete-Saft kann ein Direktsaft in Bio-Qualität sein (kein Nektar, ohne Zucker, ohne andere Saftbeimischungen). Allerdings wird hier selten eine Angabe zum Nitratgehalt zu finden sein. In solchen Fällen kann man davon ausgehen, dass dieser deutlich geringer ist als in den Säften, die in den genannten Studien zum Einsatz kamen.

Ideal ist eine Dunkelglasflasche. Wenn Sie aber keinen Saft in Dunkelglasflaschen finden, ist Saft im Verbundkarton besser als Saft in Weißglasflaschen. Denn viele lichtempfindlichen Pflanzenstoffe werden bei Weißglas schnell abgebaut.

Man findet gelegentlich auch milchsauer fermentierten Rote-Bete-Saft. Durch die Fermentierung sinkt der Oxalsäuregehalt, was für Menschen, die zu Nierensteinen neigen, vorteilhaft sein kann. Allerdings sinkt beim Fermentieren auch der Nitratgehalt.

Wenn Sie zum Saft jedoch eine kleine Menge Calcium nehmen (z. B. * 1 Sango Tab), bindet das Calcium die Oxalsäure, so dass diese mit dem Stuhl ausgeschieden werden kann und somit unproblematisch ist.

Rote-Bete-Konzentrate enthalten mehr Nitrat

Bei Konzentraten wird der Nitratgehalt häufig angegeben, z. B. bei sog. Rote-Bete-Shots, die auch im Sport zum Einsatz kommen und die Ausdauer und Leistungsfähigkeit verbessern sollen, z. B. * dieses Konzentrat, das pro Tagesdosis 400 mg Nitrat enthält.

Allerdings liegt hier keine Bio-Qualität vor und die Fläschchen sind aus Kunststoff.

* Dieses fermentierte Konzentrat hat Bio-Qualität und ist in Dunkelglasflaschen abgefüllt. Es liefert pro Tagesdosis (10 ml) 146 mg Nitrat und deutlich weniger Oxalsäure als unkonzentrierter Rote-Rüben-Saft.

Fazit: Rote-Bete-Saft könnte bei Schaufensterkrankheit helfen

Auch wenn die Wirkung von Rote-Bete-Saft bei der Schaufensterkrankheit noch weiter untersucht werden muss, um genaue Dosierungen etc. herauszufinden, ist der Saft doch zweifellos sehr gesund und kann bei der Gefäßerkrankung ins ganzheitliche Therapiekonzept miteinbezogen werden.

In unserem Beitrag Rote-Bete-Saft – Gesund und wirksam erfahren Sie mehr darüber, warum der Saft so wertvoll ist. Sie finden ihn ganz unten bei den weiterführenden Artikeln unterhalb der Kommentare.

Spende

Ihre Spende hilft uns

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Transparenz-Hinweis: Um unser Informationsangebot für Sie kostenfrei zu halten, verwenden wir Affiliate-Links (*). Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision - ohne Mehrkosten für Sie. Mehr erfahren

Lesen Sie uns gerne? Legen Sie Zentrum der Gesundheit mit einem Klick als bevorzugte Quelle bei Google fest und erhalten Sie unsere Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen.

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

Wir investieren viel Zeit und Sorgfalt in unsere Artikel. Wenn Ihnen unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kurze Bewertung bei Trustpilot.

★★★★★
Jetzt bewerten