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  • Akupunktur gegen Schmerzen
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Akupunktur verbessert Schmerztherapie

Chronische Schmerzen und Depressionen sind zwei Beschwerdebilder, für die es keine zufriedenstellenden Therapien gibt. Kombiniert man jedoch die herkömmlichen schulmedizinischen Therapien mit der Akupunktur, können Schmerzen und Depressionen sehr viel besser gemildert werden als mit Medikamenten allein.

Stand: 18 Mai 2026
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Akupunktur: 29 Studien beweisen die Wirkung

Nicht selten liest man, die Wirkung der chinesischen Heilmethode beruhe grösstenteils auf einem Placeboeffekt, was natürlich zu einer allgemeinen Verunsicherung bei den Patienten führte. Hugh MacPherson jedoch, Professor für Akupunktur, veröffentlichte jetzt eine Untersuchung, die er gemeinsam mit einem Team aus amerikanischen und britischen Wissenschaftlern durchgeführt hatte.

Die Forscher hatten 29 qualitativ hochwertige klinische Studien analysiert, in denen Patienten gleichzeitig mit herkömmlichen Therapien und mit echter Akupunktur oder einer Placebo-Behandlung behandelt wurden.

Die Ergebnisse sind derart überzeugend, dass damit endgültig der Beweis für die gute Wirksamkeit der Therapiemethode gegen Schmerzen erbracht sein sollte. Veröffentlicht wurde die Arbeit im National Institute for Health Research (NIHR) Journals Library.

Chronische Schmerzen gelindert

Bei den meisten der 29 Studien hatte man die schmerzlindernde Wirkung einer alleinigen medikamentösen Therapie (nicht-steroidale Entzündungshemmer und Physiotherapie) mit der kombinierten Therapie aus Medikamenten und Akupunktur verglichen.

Insgesamt nahmen an den Studien 18.000 Personen teil, die meisten litten an chronischen Nacken-, Rücken-, Kopf- oder Knieschmerzen.

Gab man den Patienten nun nicht nur die üblichen Medikamente und physiotherapeutischen Anwendungen, sondern auch die Nadel-Therapie, dann ging die Zahl der Kopfschmerz- und Migräneattacken zurück und die Intensität von Rücken- und Nackenschmerzen liess nach.

Auch Arthroseschmerzen konnten dank der fernöstlichen Heilmethode so gut gemildert werden, dass die Patienten ab sofort nicht mehr so stark auf ihre Medikamente angewiesen waren, da sie jetzt noch eine Alternative hatten, um ihre Beschwerden zu lindern.

Preiswert und ohne Nebenwirkungen

Hervorzuheben ist ausserdem, dass sie Behandlung dabei äusserst kosteneffektiv ist und gleichzeitig keine negativen Nebenwirkungen hat – ganz im Gegensatz zu den üblichen Schmerzmitteln.

Professor MacPherson sagt:

Es gibt immer mehr Ärzte und Therapeuten, die die Therapie anbieten. Ungefähr 4 Millionen Behandlungen werden im Vereinigten Königreich jedes Jahr angewandt. Bis jetzt gab es nur begrenzt wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit."

Auch bei Depressionen eine gute Idee

Die Untersuchungen von MacPherson sollten diese Situation ändern. In einer klinischen Studie mit 755 Patienten konnte beispielsweise die Wirkung bei Depressionen belegt werden. Dazu verglich man das Befinden der Probanden mit der Nadel-Therapie, mit einer Psychotherapie oder mit den üblichen Antidepressiva.

Es zeigte sich, dass sowohl die Psychotherapie als auch die Akupunktur den Schweregrad der Depressionen signifikant reduzierten (1) und diese positive Wirkung auch noch 12 Monate nach der Behandlung anhielt.

Stets erhalten Menschen mit Depressionen Antidepressiva – und das, wo man weiss, dass diese Medikamente nur bei allenfalls der Hälfte der Patienten wirken", so Professor MacPherson. "Mit unserer Studie – der grössten zu diesem Thema – haben wir jetzt eine solide Basis dafür geschaffen, dass die Akupunktur künftig regelmässig eingesetzt wird."

Weniger Schmerzen bei Krebs

In einer Studie, die im Fachmagazin JAMA Oncology veröffentlicht wurde, zeigte sich ausserdem, dass krebsbedingte Schmerzen auf Akupunktur ansprechen können. (Siehe auf unserer Seite)

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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