Gezuckerte Softdrinks machen süchtig
Gezuckerte Limonaden machen dick und lassen das Risiko für Diabetes und auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen. Auch reduzieren sie die Fruchtbarkeit – sowohl bei Männern als auch bei Frauen.
Besonders junge Leute konsumieren die süßen Drinks regelmäßig. Der Softdrinkkonsum unter Jugendlichen ist im Vergleich zu den 1950er Jahren mittlerweile auf das Fünffache gestiegen. Gleichzeitig hat in dieser Altersgruppe die Zahl der Übergewichtigen in den letzten Jahrzehnten am meisten zugenommen.
Außerdem enthalten Softdrinks häufig zwei Zutaten, die im Verdacht stehen, süchtig zu machen: Koffein und Zucker. Lesen Sie dazu unseren Artikel Softdrinks - Warum sie wie Drogen wirken. Dort wird u. a. erklärt, dass die Drinks Bereiche im Gehirn blockieren, die für eine gesunde Stressreaktion zuständig sind.
Schon ganz normale Trinkmengen können zu Entzugserscheinungen führen
Noch gibt es erst wenige Forschungsergebnisse zu diesem Thema, besonders dann, wenn es sich um ganz normale Trinkmengen handelt. Denn dass Softdrinkexzesse schädlich sind, bezweifelt im Grunde niemand.
Wie aber verhält es sich, wenn jemand drei Softdrinks am Tag zu sich nimmt? Und vor allem, was passiert, wenn diese Person plötzlich keine Softdrinks mehr trinken darf?
An einer Studie der University of California nahmen 25 übergewichtige Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren teil. Sie tranken normalerweise mindestens drei gezuckerte Softdrinks pro Tag und wussten nicht, dass es in der Untersuchung auch um ein mögliches Suchtpotential dieser Getränke ging.
Drei Tage lang sollten die jungen Leute nun erst einmal keine gezuckerten Softdrinks mehr zu sich nehmen und in dieser Zeit in ein Tagebuch ihr Befinden eintragen. Statt der Softdrinks sollten sie Wasser oder Milch trinken.
Zuckerentzug führt zu ähnlichen Symptomen wie ein Drogenentzug
Die Probanden berichteten von starken Gelüsten auf Softdrinks, von Kopfschmerzen, wenig Motivation, Unzufriedenheit, nachlassende Konzentrationsfähigkeiten und einem insgesamt geringeren Wohlbefinden (1). Dabei handelt es sich um Symptome, die man genau in dieser Form beobachten kann, wenn jemand seine gewohnte Droge nicht mehr erhält, wie etwa Zigaretten oder Alkohol.
Vielleicht kennen Sie Kopfschmerzen als Koffeinentzugssymptom. Daran dachten auch die Wissenschaftler und wählten daher nur solche Probanden aus, die selten Koffein konsumierten. So konnte man ausschließen, dass die Symptome von einem Koffeinentzug herrührten.
Softdrinks mit Suchtpotential
„Zahlreiche Forschungsarbeiten zeigen, dass gezuckerte Getränke zu vielen chronischen Erkrankungen beitragen können. Unsere Ergebnisse bestätigen nun außerdem, dass diese Getränke auch ein Suchtpotential aufweisen (2).
Dies lässt deren freie Verfügbarkeit noch bedenklicher werden, von der allgegenwärtigen Werbung für diese Drinks einmal ganz abgesehen“, sagte Jennifer Falbe, Assistenzprofessorin am Department of Human Ecology an der University of California Davis und Autorin der Studie.
Man sollte in jedem Fall die weit verbreitete Werbung für die Drinks reduzieren und dafür sorgen, dass es in Schulen und anderen Einrichtungen keine zuckerhaltigen Softdrinks mehr gibt – so die Wissenschaftlerin.
Gesunde Alternativen
Wenn Sie ihre Softdrinks gerne gegen gesunde Drinks eintauschen möchten, dann testen Sie einmal Kokoswasser, Vitaminwasser oder eines unserer zahlreichen Eistee-Rezepte!
Geben Sie die entsprechenden Begriffe, z. B. "Eistee" einfach in unser Suchfeld. Sie gelangen dann zum Rezept. Kokoswasser gibt es im Handel, meist im Verbundkarton.
Vitaminwasser ist Mineralwasser, in das man verschiedene Kräuter und Früchte legt und diese dort ziehen lässt. Lesen Sie dazu unseren Artikel Vitaminwasser - Der urgesunde Sommerdrink.
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