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Vegane Ernährung: Gut für das Herz

Eine vegane oder vegetarische Ernährung mit hohem Gemüse- und Obst-Anteil ist für das Herz offenbar die beste Ernährung. Mehrere Studien zeigen, dass eine pflanzliche Ernährung das Risiko für Herzkrankheiten sehr gut senken kann.

Stand: 17 Mai 2026
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Die beste Ernährung fürs Herz ist vegan oder vegetarisch

Rund um den Globus sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen für 46 Prozent der Todesfälle durch nicht-übertragbare Krankheiten verantwortlich, oder anders ausgedrückt für 17,5 Millionen Tote in jedem einzelnen Jahr.

Im Jahr 2018 war ein Review (eine Übersichtsarbeit) erschienen, derzufolge sich das Risiko für Herzkrankheiten um 40 Prozent reduzieren lässt, wenn man sich vegetarisch oder vegan ernährt (1).

Ebenfalls 2018 schrieben Forscher in einem weiteren Review, dass sich etliche Werte bei Diabetikern verbessern lassen (Nüchternzucker, Langzeitzucker, Cholesterin, Gewicht), wenn diese auf eine pflanzliche Ernährung umsteigen, so dass sich nicht nur der Diabetes an sich, sondern auch das erhöhte Herz-Kreislauf-Risiko von Diabetikern auf diese Weise senken lässt (2) .

Pflanzliche Ernährung kann manche Herzkrankheiten sogar wieder umkehren

In der zuerst genannten Studie berichten die Forscher des Physicians Committee for Responsible Medicine von eindeutigen Hinweisen darauf, dass eine pflanzenbasierte Ernährung einer Arteriosklerose nicht nur vorbeugen kann, sondern eine solche auch umkehren kann. Darüber hinaus senke eine pflanzliche Ernährung den Blutdruck, die Blutfettwerte und ein mögliches Übergewicht – drei wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Pflanzenbasierte Ernährung kann u. U. verstopfte Blutgefässe wieder öffnen

Im Einzelnen sahen die Ergebnisse des Reviews folgendermassen aus. Eine pflanzliche Ernährung reduziert das Sterberisiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 40 Prozent.

Sie reduziert das Risiko einer koronaren Herzkrankheit ebenfalls um 40 Prozent, öffnet vollständig oder teilweise zuvor verstopfte Blutgefässe bei 91 Prozent der untersuchten Patienten, senkt das Risiko für Bluthochdruck um 34 Prozent, senkt den Gesamtcholesterinwert im Vergleich zu nicht-vegetarischen Ernährungsformen um durchschnittlich 29 mg/dL und den LDL-Wert um 23 mg/dL und führt meist zu einer Gewichtsabnahme.

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Pflanzliche Ernährung fürs Herz besser als Medikamente

„Eine pflanzenbasierte Ernährung hat tatsächlich die Kraft, Herzkrankheiten nicht nur vorzubeugen, sondern sie in manchen Fällen auch wieder so u beeinflussen, dass sie sich wieder zurückbilden, was Medikamente im Allgemeinen nicht schaffen“, sagt Dr. Hana Kahleova, Leiterin der klinischen Forschung des Physicians Committee (Ärztekomitee für verantwortungsvolle Medizin, eine gemeinnützige Forschungseinrichtung mit Sitz in Washington DC, die vegane Ernährung, präventive Medizin und Alternativen zur Tierforschung fördert).

Gesunde Lebensweise reduziert Herzinfarktrisiko um bis zu 94 Prozent

Letztendlich ergab sich aus dem Review sogar, dass eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise das Risiko für einen Herzinfarkt um 81 bis 94 Prozent reduzieren kann, während Medikamente eine Risikoschmälerung von nur 20 bis 30 Prozent erreichen.

Die Herzgesundheit werde von einer veganen oder vegetarischen Ernährung deshalb so positiv beeinflusst, da pflanzliche Lebensmittel reich an Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen sind, die entzündungshemmend wirken und oxidativen Stress mindern, z. B. Carotinoide, Anthocyane, Lycopin und viele andere.

„Herzkrankheiten sind weltweit die häufigste Todesursache. Unsere Studie zeigt, dass dies nicht sein müsste”, sagt " Dr. Kahleova.

Weitere Informationen zu den heilsamen Auswirkungen von Bewegung und der richtigen Ernährung (inkl. Ernährungsplan) auf das Herz finden Sie am Ende dieser Seite.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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