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Vitamin D bessert PCOS

PCOS ist eine Hormonstörung, die viele Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter betrifft. PCOS steht für Polyzystisches Ovarialsyndrom. Zu den Symptomen gehören ein schlechtes Hautbild, starke Körperbehaarung, Haarausfall, Übergewicht, Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit. Meist wird mit Hormonen behandelt, ohne auf die möglichen Ursachen Rücksicht zu nehmen. Vitamin-D-Mangel könnte eine dieser Ursachen sein.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 01 Mai 2026
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Vitamin D reguliert Zyklus beim PCOS

Eine Meta-Analyse vom Februar 2023 ergab, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D Frauen mit dem Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) helfen kann (1). Die Vitamin-D-Gabe trug sowohl zur Regulierung des Menstruationszyklus bei als auch zur Regulierung der Eizellenentwicklung.

Beim Polyzystischen Ovarialsyndrom verläuft der Zyklus meist ohne Eisprung, so dass eine Regulierung des Zyklus oft entscheidend ist - z. B. bei unerfülltem Kinderwunsch.

Als Folgeerkrankungen können sich bei betroffenen Frauen außerdem Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Probleme und Diabetes entwickeln. Auch Depressionen sind bei PCOS-Patientinnen häufiger als bei gesunden Frauen.

Die meisten Patientinnen haben Vitamin-D-Mangel

Forschungen ergaben, dass im gesamten Bereich der Geschlechtsorgane (Gebärmutter und Eierstöcke) Vitamin-D-Rezeptoren in großer Zahl vorliegen. Vitamin D scheint daher eine wichtige Rolle für die Fortpflanzungsfähigkeit zu spielen und direkt auf die Fortpflanzungsorgane einzuwirken.

Da man zudem bei 67 bis 85 Prozent aller PCOS-Patientinnen einen ausgeprägten Vitamin-D-Mangel feststellte (unter 20 ng/ml), ist davon auszugehen, dass ein solcher Mangel die Entstehung des Polyzystischen Ovarialsyndroms fördert, seine Symptome verschlimmmert oder eine Besserung vereitelt.

In bisherigen Untersuchungen zur Vitamin-D-Rolle in der Therapie des Polyzystischen Ovarialsyndroms konnte kein einheitliches Ergebnis erzielt werden. Meist waren die Teilnehmerzahlen zu gering oder es wurden unterschiedliche Marker verwendet, so dass ein Vergleich der Ergebnisse nicht möglich war.

Studie zur Wirkung von Vitamin D beim PCOS

Wissenschaftler der chinesischen Huazhong University of Science and Technology, Wuhan brachten nun Licht ins Dunkel, indem sie in einer Meta-Analyse alle 463 derzeit vorliegenden Studien zu diesem Thema untersuchten. Ihre Ergebnisse wurden im Februar 2017 im Fachjournal Complementary Therapies in Clinical Practice veröffentlicht.

Um herauszufinden, ob eine Vitamin-D-Nahrungsergänzung für die Patientinnen sinnvoll ist, wurden aus den genannten Studien nur jene Untersuchungen ausgewählt, die die folgenden Kriterien erfüllten:

Die Studien mussten randomisiert und kontrolliert sein.

Die Teilnehmerinnen mussten eine Diagnose nach den Kriterien einer der folgenden Gesellschaften erhalten haben: der Rotterdam European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE), der American Society of Reproductive Medicine (ASRM) oder der National Institute of Child Health and Human Development (NICHD).

In den Studien musste die Wirkung einer Vitamin-D-Nahrungsergänzung mit der Wirkung von Metformin (das häufig zur Therapie des Polyzystischen Ovarialsyndroms eingesetzt wird) oder mit einer Placebogruppe verglichen werden.

Die Studienteilnehmerinnen hatten keine anderen Erkrankungen.

Von den genannten 463 Studien erfüllten lediglich neun die aufgeführten Kriterien. Sechs dieser Studien verglichen die Wirkungen von Vitamin D mit einem Placebo, die anderen drei mit Metformin.

* Hier finden Sie einen Vitamin-D-Test.

Vitamin D fördert Eizellenreifung und reguliert Zyklus

Die verabreichte Vitamin-D-Dosis variierte stark in den einzelnen Studien, nämlich zwischen 400 und 12.000 IE Vitamin D pro Tag. Es zeigte sich, dass sich mit Hilfe des Vitamin D die Wahrscheinlichkeit einer ordnungsgemäßen Eizellenreifung erhöhte. Selbst wenn Patientinnen bereits Metformin nahmen, konnte die zusätzliche Gabe von Vitamin D den Menstruationszyklus besser regulieren als Metformin allein (2).

In einer Untersuchung aus dem Jahr 2014 hatte sich bereits ergeben, dass ein Vitamin-D-Mangel auch die Ursache der beim Polyzystischen Ovarialsyndrom in manchen Fällen auftretenden Depressionen sein kann. Lesen Sie mehr darüber in unserem Artikel Depressionen beim PCOS.

Beim PCOS: Vitamin-D-Spiegel bestimmen und Vitamin D einnehmen

Zu einer umfassenden PCOS-Diagnose gehört daher in jedem Fall auch eine Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels.

Liegt Ihr augenblicklicher Wert unter 40 ng/ml, ist eine Einnahme von Vitamin D eine gute Idee. Wie viel Sie konkret benötigen, haben wir in verschiedenen Tabellen zusammengefasst (abhängig vom Ist-Wert und vom gewünschten Ziel-Wert).

Bitte schreiben Sie uns eine Mail. Wir senden Ihnen die Tabellen als PDF dann kostenlos zu.

Die Werte der Tabellen beziehen sich immer auf ein Körpergewicht von 75 kg.

Lesen Sie gerne auch unseren Artikel Vitamin D – Die richtige Einnahme. Dort erklären wir, wie Sie das Vitamin einnehmen und mit Vitamin K2 und Magnesium kombinieren und ob die zusätzliche Einnahme von Calcium erforderlich ist.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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