Warum Vitamin D bei Rheuma wichtig ist
Rheumatoide Arthritis (Rheuma) ist eine Autoimmunkrankheit, die sich durch Entzündungen in den Gelenken äußert. Die betroffenen Stellen schwellen an, fühlen sich steif an und schmerzen.
Da Vitamin D bei der Regulation des Immunsystems eine wichtige Rolle spielt, erforschen Wissenschaftler, wie es sich bei Autoimmunkrankheiten wie Rheuma auswirkt.
Alle Informationen rund um die Eigenschaften des Vitamins finden Sie im Hauptartikel Vitamin D – Wirkung und Nebenwirkungen.
Hilft das Sonnenvitamin bei Rheuma?
Iranische Forscher veröffentlichten 2025 eine Übersichtsarbeit rund um die Wirkung von Vitamin D bei rheumatoider Arthritis (1).
Sie analysierten 11 Studien mit rund 1100 Rheuma-Patienten. Davon nahmen etwa 630 das Vitamin ein (meist zusätzlich zu ihrer Standardtherapie), die übrigen Personen stellten die Kontrollgruppen dar und nahmen das Vitamin nicht ein. Teilweise bekamen sie ein Placebo.
Die Einnahmedauer lag in den meisten Studien bei 8 bis 12 Wochen – in einzelnen Studien war sie länger. Am häufigsten nahmen die Teilnehmer Cholecalciferol (D3) ein. Die Dosis lag oft bei 50.000 I.E. pro Woche.
Einnahme verbessert Entzündungswerte
Zunächst maßen die Forscher einen Wert, um die Krankheitsaktivität zu beurteilen. Er setzt sich aus der Anzahl geschwollener und schmerzhafter Gelenke, bestimmten Entzündungswerten und der Selbsteinschätzung der Betroffenen zusammen.
Der Wert sank durch die Einnahme des Vitamins signifikant, was auf einen ruhigeren Krankheitsverlauf hindeutet. Die Forscher maßen zudem zwei Entzündungsmarker [CR1] im Blut, die beide zurückgingen.
Die Autoren schreiben, dass sich in den Werten zwar positive Veränderungen erkennen ließen. Doch zeigten sich noch keine Verbesserungen im subjektiven Befinden der Patienten. Schmerzen und Alltagsfunktionen waren also zunächst noch unverändert.
Die unterschiedlichen Dosierungen und Studiendesigns könnten ein Grund dafür sein. Oder auch die erst kurze Dauer der Einnahme, da sich Auswirkungen erst nach einigen Monaten zeigen können. Zudem ist Vitamin D allein natürlich kein Allheilmittel. Weitere Maßnahmen sind erforderlich, um die Krankheit merklich zu bessern.
Lesen Sie dazu mehr in unserem Artikel Rheuma lindern ohne Nebenwirkungen.
Fazit: Bei Rheuma Status bestimmen lassen
Die Einnahme des Sonnenvitamins lohnt sich besonders für Rheuma-Patienten mit nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel. Am besten lassen Sie daher zunächst Ihren Vitamin-Status bestimmen und besprechen die Einnahme und die optimale Dosierung mit Ihrem Arzt.
Alle wichtigen Informationen rund um die Dosierung finden Sie im Artikel Vitamin D – Die richtige Einnahme.
* Unser Ernährungsplan bei Rheuma und Arthritis kann Ihnen dabei helfen, Ihre Erkrankung über die Ernährung positiv zu beeinflussen. Der Plan zeigt Ihnen, worauf Sie bei Ihrer Krankheit achten müssen, denn viele Lebensmittel können Rheuma verschlimmern.