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Vitamin D - Eine Waffe gegen Prostatakrebs

Vitamin D scheint Krebstumoren in der Prostata zu bekämpfen. Die Forschungsergebnisse einer amerikanischen Studie geben Hoffnung, dass das Sonnenvitamin die Entwicklung von Prostatatumoren verlangsamen oder den Krebs sogar konkret schrumpfen lassen könnte. Bestätigen sich die Untersuchungsergebnisse auch in grösseren Folgestudien, könnten unzählige Operationen und Bestrahlungen in Zukunft vermieden und Millionen von Patienten besser geholfen werden.

Stand: 19 April 2026
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Vitamin-D-Therapie gegen Prostatakrebs

Führende Wissenschaftler der Humanmedizin stellten auf der 249. Jahrestagung der American Chemical Society in Denver, USA ihre neusten Erkenntnisse vor.

Aufsehen erregten vor allem die Ergebnisse einer Studie des Forscherteams um Bruce Hollis, Professor an der Medizinischen Universität von South Carolina in Charleston.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass Männer, die an Prostatakrebs im sogenannten "low grade"-Stadium (niedrig-gradigem Stadium) erkrankt sind, von einer Behandlung mit Vitamin D enorm profitieren können (1).

Prostatatumoren im low grade-Stadium wachsen recht langsam. Der Krebs scheint damit weniger aggressiv zu sein, was bedeutet, dass die Tumoren auch weniger schnell im Körper streuen, also seltener Metastasen bilden.

Patienten mit diesem Befund werden deshalb auch meist recht zurückhaltend therapiert. Man rät zunächst zu einer "aktiven Überwachung". Dabei wird der Krebs so lange beobachtet, bis das Wachstum fortschreitet oder der Patient eine weitergehende Therapie wünscht.

Hollis’ Studie gibt hier einen neuen Denkanstoss: Der therapiebegleitende Einsatz von Vitamin D könnte gerade bei niedrig-gradigem Prostatakrebs eine verbesserte Chance zur Krankheitsbehandlung sein.

* Hier finden Sie unseren Kochkurs für eine gesunde basische Ernährung

Vitamin D verringert Entzündungen

"Vitamin D verringert jene Entzündungen im Gewebe, die als Triggerfaktoren für Krebs gelten", erklärt Prof. Hollis.

An seiner Studie nahmen 37 Männer teil, bei denen Prostatakrebs im "low grade"-Stadium diagnostiziert worden war und die sich einer operativen Prostataentfernung unterziehen wollten.

60 Tage vor dem angesetzten Eingriff erhielten die Männer täglich entweder 4.000 Internationale Einheiten (IE) Vitamin D oder ein inaktives Placebo.

Nach dem Behandlungszeitraum erfolgten bei allen Studienteilnehmern die Prostataentfernung und die genaue Untersuchung des krebstragenden Gewebes.

Die Mediziner stellten fest, dass sich bei vielen Patienten der Vitamin-D-Gruppe, die Prostatatumoren zurückgebildet hatten.

In der Placebo-Gruppe waren die Tumoren unverändert oder hatten sich sogar verschlechtert.

Hollis beschreibt die Wirkweise der Vitamin-D-Behandlung so:

"Vitamin D führt zu starken Veränderungen auf Zell-Ebene und inaktiviert Proteine, die mit der Entstehung von Entzündungen in Zusammenhang gebracht werden. Daraus lässt sich ableiten, dass Vitamin D tatsächlich die Entzündungsprozesse in der Prostata bekämpft."

* Hier finden Sie unseren entzündungshemmenden Ernährungsplan

Wie viel Vitamin D zur Prostata-Krebs-Bekämpfung

Nun bleibt zu klären, in welcher Dosierung Vitamin D seinen besten Wirkungsgrad erzielen kann.

Die in dieser Studie verabreichten 4.000 IE sind eine vergleichsweise kleine Menge, genügten aber offenbar bereits, um den Krebs in vielen Fällen zu verkleinern.

Höhere Dosen sind jedoch durchaus möglich. Denn an einem schönen Sonnentag stellt der menschliche Körper immerhin zwischen 10.000 IE und 20.000 IE selbst her.

Auch kamen unlängst Studien zu der Einschätzung, dass der Tagesbedarf für Vitamin D bei 7.000 IE anzusetzen ist, um Krankheiten zu vermeiden, die mit einem Vitamin-D-Mangel in Zusammenhang stehen.

Alles Wissenswerte rund um die Welt des Vitamin D finden Sie auf unserer Seite: Ihr Vitamin-D-Spiegel.

Ausserdem empfehlen wir Ihnen diesen Text auf unserer Seite zu lesen Lichttherapie bei Prostatakrebs

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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