Weihrauch bremst Entzündungen bei Arthrose
Arthrose zeichnet sich durch einen Gelenkverschleiß aus. Der schützende Knorpel wird immer dünner, das Gelenk reagiert darauf mit Reizung. Es schmerzt, wird steif und dadurch weniger belastbar. Besonders häufig betroffen ist das Knie.
Weihrauch hat bei Gelenkerkrankungen bereits in einigen Studien vielversprechende Wirkungen gezeigt. Es handelt sich dabei um ein Harz, das (in Extraktform) in der traditionellen Pflanzenheilkunde schon seit langem bei entzündlichen Beschwerden eingesetzt wird.
Die entzündungshemmende Wirkung geht auf die enthaltenen Boswelliasäuren zurück. Forscher prüften in einer Studie von 2026, ob ein Extrakt aus dem Harz bei Kniearthrose helfen kann (1).
Standardisierter Gehalt an Boswelliasäuren
150 Erwachsene mit leichter Kniearthrose nahmen für die Studie entweder 90 Tage lang einmal täglich nach dem Essen 500 mg Weihrauch-Extrakt aus Boswellia serrata als Kapsel oder ein Placebo ein.
Das eingenommene Präparat heisst Bosmax® (es ist in Europa nicht erhältlich). Der Extrakt ist auf rund 7 Prozent zweier Boswelliasäuren standardisiert (3-Acetyl-11-Keto-β-Boswelliasäure und 11-Keto-β-Boswelliasäure).
Diese beiden Stoffe werden auch mit AKBA und KBA abgekürzt – es handelt sich um zwei der wichtigsten Säuren unter den Boswelliasäuren, weshalb sie in Studien oft als Qualitätsmerkmal von Extrakten dienen.
Nach 90 Tagen weniger Beschwerden
Nach 90 Tagen hatten die Probanden in der Weihrauch-Gruppe deutlich weniger Gelenkbeschwerden als die Placebo-Gruppe. Die Schmerzen bei Belastung gingen zurück und das Knie fühlte sich weniger steif an.
Ihnen fiel etwa das Aufstehen nach längerem Sitzen, das Treppensteigen oder ein zügiger Spaziergang wieder leichter. Auch sanken zwei Entzündungsmarker im Blut (TNF-α und hs-CRP), während sie in der Placebo-Gruppe anstiegen. Auch die Verträglichkeit des Präparats war gut.
Fazit: Weihrauch kann bei Arthrose helfen
Weihrauch kann bei Arthrose somit eine sinnvolle Ergänzung sein – besonders wenn das Gelenk schmerzt oder es sich häufig steif anfühlt.
Wenn Sie die Therapie ausprobieren möchten, verwenden Sie am besten einen Extrakt mit einem möglichst hohen, standardisierten Gehalt an Boswelliasäuren – idealerweise sollte der Gehalt an AKBA und KBA angegeben sein (bei KBA ist das seltener der Fall als bei AKBA).
* Hier finden Sie ein Präparat das demjenigen in der Studie nahe kommt. Es liefert 400 mg Extrakt und 15 mg AKBA pro Tag und ist auf 85 % Boswelliasäuren standardisiert.
Hinweis: Der Hersteller des in der Studie verwendeten Produkts hat die Studie finanziert.