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Vitamin D direkt auf die Haut auftragen

Vitamin D3 kann in Kapsel- oder Tropfenform, aber auch über die Haut aufgenommen werden. Es kann also auch in Form von Ölen oder Cremes in die Haut massiert werden.

Stand: 11 Mai 2026
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Kann Vitamin D über die Haut aufgenommen werden?

Vitamin D wird häufig als Nahrungsergänzung eingenommen, in Form von Kapseln oder Öl oder wird per Injektion verabreicht. Könnte man Vitamin D3 auch in Form einer Creme auftragen? Kann es überhaupt über die Haut aufgenommen werden?

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das im Körper zahlreiche Aufgaben hat. Liegt ein Mangel vor, kann dieser die Entstehung chronischer Erkrankungen begünstigen – angefangen bei Müdigkeit und Konzentrationsschwäche über Diabetes und Bluthochdruck bis hin zu Autoimmunerkrankungen, Krebs und Osteoporose.

Oft wird Vitamin D nicht gut vertragen

Bekannt ist, dass das Vitamin im Körper (in der Haut) selbst hergestellt werden kann – jedoch nur, wenn man sich oft, ausreichend lange sowie nur leicht bekleidet und kurzfristig auch ohne Sonnenschutzmittel in der Sonne aufhält.

Da es ferner nur in wenigen Lebensmitteln in relevanten Mengen enthalten ist (Fettfische, Innereien), fällt die Ernährung als Quelle bei den meisten Menschen weg. Folglich ist ein Mangel weit verbreitet.

Da sich die genannten Zusammenhänge in den letzten Jahren längst herumgesprochen haben, nehmen sehr viele Menschen Nahrungsergänzungen ein. Wer jedoch bereits an chronischen Erkrankungen leidet, Medikamente einnehmen muss oder an Verdauungsstörungen leidet, kann es oftmals schlecht aufnehmen und schafft es daher trotz Nahrungsergänzung nicht, seinen Vitamin-D-Spiegel auf Vordermann zu bringen.

Andere Menschen vertragen Vitamin-D-Präparate nicht so gut und leiden nach der Einnahme entsprechender Kapseln oder Tropfen an Übelkeit oder anderen Magen-Darm-Problemen. In diesen Fällen wäre es gut, wenn es zur Optimierung des Spiegels noch andere Möglichkeiten gäbe, etwa das Auftragen eines Öls oder einer Creme.

Vitamin D als Creme zum Auftragen

Um herauszufinden, ob das Vitamin äusserlich aufgenommen werden kann, führten Forscher im Jahr 2014 eine Studie mit 48 Teilnehmern durch, die alle einen Vitamin-D-Mangel hatten. Bewerber mit normalen VWerten (mehr als 30 ng/ml) durften nicht teilnehmen.

Die Hälfte der Teilnehmer sollte nun drei Monate lang täglich ein Gramm einer Vitamin-D3-Creme auf Aloe-Vera-Basis auftragen, die andere Hälfte eine Vitamin-D3-freie Creme. Die Vitamin-D3-Creme enthielt pro Gramm 5.000 IE Vitamin D3.

Spiegel steigt auf das Dreifache

Der durchschnittliche Vitamin-D-Spiegel lag vor der Anwendung der Creme bei 12,05 ng/ml, drei Monate später lag er bei durchschnittlich 37,95 ng/ml. In der Kontrollgruppe, die nur das Aloe Vera Gel aufgetragen hatte, war der sowieso schon niedrige Ausgangswert noch etwas weiter gesunken.

Das Vitamin kann laut dieser Studie also sehr gut äusserlich aufgenommen werden und hat auch keinerlei Nebenwirkungen gezeigt, kann daher als sicher bezeichnet werden (1).

An einer weiteren Studie (von 2018) nahmen gar 550 Personen teil. Sie alle hatten einen Mangel, waren jedoch noch frei von Stoffwechselerkrankungen. 350 sollten nun über einen Zeitraum von vier Monaten täglich 1 g einer Vitamin-D3-Creme (5.000 IE Vitamin D3 pro Gramm) auf die Haut auftragen, die übrigen 200 erhielten eine Placebocreme.

In dieser Untersuchung stieg der Spiegel der Vitamin-D3-Creme-Anwender um mehr als das Dreifache von zuvor 11,03 ng/ml auf 37,17 ng/ml (2). Die Kontrollgruppe hatte zuvor einen Wert von 10,36, nach vier Monaten einen Wert von 10,51 ng/ml.

Erhöht Feuchtigkeitsgehalt trockener Haut

Gleichzeitig sorgt – laut einer Studie aus dem Jahr 2012 – das Auftragen des Vitamins für einen höheren Feuchtigkeitsgehalt (3). Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da die Haut eines Menschen mit niedrigem Vitamin-D-Spiegel häufig sehr trocken ist.

Welche Vitamin-D3-Creme kann verwendet werden?

In den USA sind bereits deutlich mehr transdermale Vitamin-D3-Präparate auf dem Markt, also Präparate, die aufgetragen werden. Auch Pflaster gibt es, die hinter das Ohr geklebt werden können und pro Pflaster nicht nur mit Vitamin D3 versorgen sollen, sondern auch noch mit Vitamin K2 und Magnesium (in Form von Magnesiumchlorid, z. B. Vitamin D3 Patch transdermal).

In Europa werden die meisten Vitamin-D-Cremes zur Behandlung von Psoriasis (Schuppenflechte) und Ekzemen (z. B. Neurodermitis) vertrieben, da sich gezeigt hat, dass das Auftragen von Vitamin-D-haltiger Creme die genannten Hauterkrankungen äusserst positiv beeinflussen kann.

Zwar stellt die Haut eine meist sichere Barriere gegen Substanzen von aussen dar, handelt es sich jedoch um fettlösliche Stoffe – wie das Vitamin – dann können diese relativ gut eindringen und die darunterliegenden Blutgefässe erreichen.

Die Aufnahme von Vitamin D3 über die Haut verstärken

Allerdings seien sog. Enhancer als Zusätze in der Creme sinnvoll – so die Forscher obiger Studie. Die Enhancer erleichtern das Eindringen des Vitamins in die Haut. Zu den Enhancern zählen ätherische Öle, Alkohol und auch Glycerin. Doch selbst wenn die Haut zuvor einfach nur gebadet wurde, kann sie hiernach besser die aufgetragenen Stoffe aufnehmen, z. B. in Form eines Vitamin-D3-Öls.

Hier kann man problemlos z. B. Vitamin-D3-Tropfen wählen, die eigentlich zum Einnehmen gedacht sind.

Diese * Vitamin-D3-Tropfen beispielsweise enthalten ein Öl, das vollkommen reizfrei ist, sehr gut in die Haut einzieht und somit auch das Eindringen von Vitamin D in die Haut fördern kann.

Pro Tropfen enthält es 1000 IE Vitamin D3. Wenn Sie so wie in oben vorgestellter Studie vorgehen möchten, dann könnten Sie 5 Tropfen täglich in die Haut des Unterarms einreiben (z. B. nach der Dusche).

Optimal wäre es natürlich, wenn Sie zunächst Ihren aktuellen Vitamin-D-Spiegel optimal einstellen. Denn wenn Sie keinen Mangel haben, müssen Sie natürlich auch kein Vitamin D einsetzen.

Sollte sich ein zu niedriger Wert ergeben (unter 35 - 40 ng/ml), wäre es empfehlenswert, nach etwa drei Monaten der Anwendung den Vitamin-D-Spiegel erneut überprüfen zu lassen, ob die transdermale Anwendung bei Ihnen auch zum erwünschten Erfolg führte.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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