Kinder lieben Gemüse – Mit diesen 3 Tipps

Obst wird von Kindern meist recht gern gegessen. Gemüse aber bleibt oft liegen.

Zwar schmeckt Gemüse natürlich nicht so süss wie Obst, doch ist in vielen Fällen weniger der Geschmack, sondern eher die Prägung durch das Elternhaus der Grund für die geringe Gemüse-Begeisterung bei Kindern.

Wenn Kinder nämlich reichlich Süsses erhalten, gewöhnen sie sich daran. Gibt es Süsses hingegen nur selten, dann mögen viele Kinder Gemüse sehr gern.

Was aber tun, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, sprich wenn es partout kein Gemüse mag?

Tipp 1: Lassen Sie Ihr Kind selbst wählen

Lassen Sie Ihr Kind selbst entscheiden, welches Gemüse es essen möchte.

Ein Forscherteam der spanischen UniversidaddeGranada stellte in einer Studie an 150 Kindern unter sechs Jahren fest, dass die Kleinen bis zu achtzig Prozent mehr Gemüse essen könnten, wenn sie sich die Sorte selbst aussuchen dürfen.

Tipp 2: Servieren Sie Gemüse mit Dip

Wenn Ihr Kind Gemüse pur um keinen Preis essen möchte, könnten Sie es mit einem Dip verfeinern, wie Forscher von der Temple University in Philadelphia/USA herausfanden.

Auch diese Massnahme führte zu einem Gemüse-Mehrverzehr von achtzig Prozent.

152 Vorschulkinder bekamen über sieben Wochen hinweg Brokkoli als Snack. Mit einem Dip verzehrten sie das Gemüse wesentlich lieber und auch in grösseren Mengen.

Ein leckerer rein pflanzlicher und gesunder Dip ist übrigens schnell zubereitet:

Pressen Sie eine Orange aus und geben Sie den Saft in einen kleinen Mixer (Personal Blender), fügen Sie etwas mittelscharfen Senf, weisses Mandelmus, Olivenöl und Apfelessig sowie Kräutersalz hinzu und mixen Sie alles. Fertig ist ein köstliches Dip oder Dressing.

Tipp 3: Schneiden Sie Gemüse in mundgerechte Häppchen

Britische Forscher fanden heraus, dass Kinder fast fünfzig Gramm mehr Obst und Gemüse essen, wenn die Eltern gesunde Snacks mundgerecht zurechtschneiden.

Hier sind der Fantasie übrigens keine Grenzen gesetzt. Manchen Kindern schmecken Paprikasterne beispielsweise wesentlich besser als langweilige Streifen.

Grundsätzlich gilt: Man kann Kinder recht einfach an den Verzehr von Gemüse gewöhnen, wenn man es ihnen regelmässig vorsetzt. Das zumindest erklärt Studienleiterin Jennifer Orlet Fisher. Man dürfe das Kind jedoch nicht drängen oder gar zwingen, etwas zu essen, was es (noch) nicht essen will.

Auf diese Weise fördert man lediglich die Bildung negativer Assoziationen. Schlimmstenfalls kann ein gestörtes Essverhalten entstehen, das bis ins Erwachsenenalter hinein Probleme verursacht.

Packen Sie die Angelegenheit also spielerisch an und gehen Sie mit gutem gemüseliebenden Beispiel voran.

Noch mehr wertvolle Tipps zu diesem Thema finden Sie hier: 10 Tipps, damit Kinder mehr Gemüse essen

Warum Gemüse so wichtig ist, lesen Sie in unserem Artikel Gemüse-Fans leben länger.

Übrigens kann man Gemüse auch zu köstlichen Smoothies verarbeiten: Grüne Smoothies – Die perfekte Mahlzeit

Buchtipp für Kinder

* Für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren ist das sehr schön illustrierte Kinderbuch Die Gemüsekrise von Katja Laußegger sehr motivierend und unterhaltsam. Anhand einer Geschichte über das Mädchen Lena, die Gemüse hasst, lieber Süssigkeiten isst und schliesslich beim Zahnarzt landet, viel Bauchweh hat und immer dicker wird, erfahren Kinder, wie lohnenswert es sein kann, Obst und Gemüse zu essen.

*Dieser Artikel enthält Werbung. Unsere Website enthält Affiliate Links (* Markierung), also Verweise zu Partner Unternehmen, etwa zur Amazon-Website. Wenn ein Leser auf einen Affiliate Link und in der Folge auf ein Produkt unseres Partner-Unternehmens klickt, kann es sein, dass wir eine geringe Provision erhalten. Damit bestreiten wir einen Teil der Kosten, die wir für den Betrieb und die Wartung unserer Website haben, und können die Website für unsere Leser weiterhin kostenfrei halten.

Fernausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Sie interessiert, was in unserem Essen steckt und wollen wissen, wie sich Nähr- und Vitalstoffe auf den Körper auswirken? Sie wünschen sich ein gesundes Leben für sich, Ihre Familie und Mitmenschen? Ernährungsberater sind beliebt – doch oft geht bei der Beratung der ganzheitliche Aspekt vergessen, den es für eine nachhaltige Gesundheit braucht. Lernen Sie bei der Akademie der Naturheilkunde die Zusammenhänge zwischen Lebens- und Ernährungsweise sowie physischem und psychischem Wohlbefinden kennen.

Die Akademie der Naturheilkunde bildet interessierte Menschen wie Sie in rund 16 Monaten zum ganzheitlichen Ernährungsberater aus. Bestellen Sie hier die kostenlose Infobroschüre.

Quellen

  • Paloma Rohlfs Domnguez et al., "Children eat more vegetables when allowed to choose", Juni 2011, ("Kinder essen mehr Gemüse, wenn sie die Wahl haben")
  • Christel Lynch et al., "Fruit and vegetable consumption in a sample of 11-year-old children in ten European countries the PRO GREENS cross-sectional survey.", Public Health Nutrition, Juli 2014, ("Obst- und Gemüsekonsum elfjähriger Kinder in zehn europäischen Ländern die PRO GREEN Querschnittsumfrage")
  • M. S. Christian et al., "Family meals can help children reach their 5 A Day: a cross-sectional survey of children`s dietary intake from London primary schools.", Journal of Epidemiology & Community Health, Dezember 2012, ("Familienmahlzeiten können Kindern helfen, die Fünf-am-Tag-Regel zu befolgen: eine Querschnittsumfrage zur Nahrungsaufnahme von Londoner Grundschülern")
  • Jennifer Orlet Fisher et al., "Bitter sensitive children eat more vegetables with help of dip.", Dezember 2011, ("Bitterkeitsempfindliche Kinder essen mehr Gemüse mit der Hilfe eines Dips")