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  • Frau trinkt koffeinhaltiges Getränk
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Koffein erhöht Fehlgeburten-Risiko

Koffein ist der Muntermacher, ohne den die meisten Menschen am Morgen gar nicht in die Gänge kämen. Bis zu drei Tassen Kaffee täglich gilt in Ordnung – selbst während der Schwangerschaft. Jetzt aber hat sich gezeigt, dass der Konsum von nur zwei koffeinhaltigen Getränken pro Tag bei einer darauffolgenden Schwangerschaft das Fehlgeburtenrisiko erhöhen kann.

Stand: 18 Mai 2026
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Koffein und das Risiko einer Fehlgeburt

Wenn eine schwangere Frau Kaffee, Schwarztee oder Energydrinks zu sich nimmt, dann trinkt das ungeborene Baby mit.

Ja, es bekommt die komplette Koffeindosis ab. Sein kleines Herz schlägt jetzt plötzlich schneller und sein Nervensystem wird aufgeputscht.

Da das Baby noch kein leistungsstarkes Entgiftungssystem besitzt, kann es den Stoff nur sehr langsam abbauen, weshalb sein Spiegel viel länger erhöht bleibt als bei der Mutter.

Die Folge ist, dass das Baby langsamer wächst, dass es kleiner auf die Welt kommt als Babys von koffeinfreien Müttern, dass es zu einer verlängerten Schwangerschaft kommt oder aber dass das Gegenteil eintrifft und das Baby zu früh kommt.

Manchmal so früh, dass es noch gar nicht lebensfähig ist. Dann ist es eine Fehlgeburt.

Erhöht auch schon vor der Empfängnis das Risiko

Bisher hiess es, zwei bis drei Tassen Kaffee oder 200 bis 300 mg Koffein pro Tag seien auch in der Schwangerschaft und Stillzeit vollkommen in Ordnung. In der Stillzeit könne es zwar zu Bauchweh und Unruhe kommen, aber ansonsten sei alles prima.

Was aber geschieht dann wohl mit dem ungeborenen Kind, wenn das geborene schon Beschwerden entwickelt? Man kann es sich lebhaft vorstellen.

Hätten Sie aber gedacht, dass sich der Konsum schon dann negativ auf das Kind auswirkt, wenn das Kind noch gar nicht da ist, der Stoff also vor der Empfängnis getrunken wird?

Erhöhtes Risiko, wenn der Mann den Stoff zu sich nimmt

Forscher der National Institutes of Health and Ohio State University in Columbus haben im März 2016 verkündet, dass eine Frau viel wahrscheinlicher eine Fehlgeburt erleiden wird, wenn sie oder gar ihr Mann mehr als zwei koffeinhaltige Getränke pro Tag in den Wochen vor der Empfängnis trinken.

Während der Schwangerschaft ist es ähnlich: Frauen, die täglich zwei koffeinhaltige Getränke in den ersten sieben Wochen der Schwangerschaft trinken erhöhen ihr Risiko.

"Unsere Erkenntnisse versorgen Paare, die eine Schwangerschaft planen und das Risiko einer Fehlgeburt reduzieren möchten, mit hilfreichen Informationen"

so der Studienautor Dr. Germaine Buck Louis.

501 Paare wurden für die Studie herangezogen und über vier Jahre hinweg beobachtet. 344 Schwangerschaften traten ein. Davon endeten 98 mit einer Fehlgeburt, also 28 Prozent.

Als Ursachen für die Fehlgeburten galt einerseits das Alter der Frau, wenn diese älter als 35 Jahre war, aber eben genauso der Koffeinkonsum.

Interessant ist, dass nicht nur der derjenige der Frau ausschlaggebend war, sondern dass auch der Konsum des Mannes (vor der Empfängnis) den Verlauf der Schwangerschaft beeinflussen konnte – und zwar im selben Mass wie es die Gewohnheiten der Frau tun.

Vitaminpräparate schützen davor

Gleichzeitig entdeckten die Forscher, dass Vitaminpräparate hier offenbar einen schützenden Effekt haben können.

Nahmen die Frauen nämlich vor der Empfängnis und in der frühen Schwangerschaft täglich ein Multivitamin-Präparat, dann reduzierte sich ihr Fehlgeburtenrisiko im Vergleich zu Müttern, die nichts von Nahrungsergänzungen hielten (1).

Veröffentlicht wurde die Studie im Fachjournal Fertility and Sterility.

Besser kein Kaffee vor und während der Schwangerschaft

Schon vor einer geplanten Schwangerschaft sollte also besser auf den Stoff verzichtet werden – sowohl von Seiten der Frau als auch von Seiten des Mannes. Wer ohne Kaffee nicht leben kann, sollte in jedem Fall auf koffeinfreien Kaffee ausweichen.

Statt Schwarztee und Grüntee sind Kräutertees die sinnvollere Alternative, und Softdrinks sollte man am besten vollständig meiden.

Denn auch ganz normale zuckerfreie Softdrinks können offenbar Früh- bzw. Fehlgeburten begünstigen, wie Sie hier lesen können: Frühgeburten durch Softdrinks.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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