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Melatonin kann das Herz-Kreislauf-Risiko senken

Melatonin konnte in einer Übersichtsarbeit mehrere Herz-Kreislauf-Risikofaktoren verbessern: Der obere Blutdruckwert und der Nüchternblutzucker sanken, ebenso das LDL-Cholesterin und Entzündungsmarker.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 26 Mai 2026
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Wie wirkt sich Melatonin auf das Herz-Kreislauf-Risiko aus?

Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das vor allem in der Zirbeldrüse gebildet wird und unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Es wird auch in den Mitochondrien vieler Körperzellen produziert und kommt in kleinen Mengen sogar in Lebensmitteln vor.

In der Forschung gilt das Hormon als starkes Antioxidans. Es kann freie Radikale abfangen und so oxidativen Stress dämpfen. Dies könnte auch fürs Herz relevant sein. Denn oxidativer Stress fördert Bluthochdruck, ungünstige Blutfette sowie Störungen im Zuckerstoffwechsel. All das wiederum erhöht langfristig das Herz-Kreislauf-Risiko.

Forscher prüften in einer Übersichtarbeit von 2026, ob die Einnahme des Stoffes das Herz-Kreislauf-Risiko senken kann (1).

Bessere Ergebnisse bei mehreren Messwerten

Für die Arbeit wurden 63 Studien mit insgesamt rund 3.100 Teilnehmern ausgewertet. Die Probanden waren stark durchmischt: Ein Teil hatte das Metabolische Syndrom, Diabetes Typ 2 oder Bluthochdruck – andere waren gesund oder es handelte sich um Sportler.

In allen Studien nahmen die Probanden entweder Melatonin oder ein Placebo ein. Die Dosis reichte von 0,3 bis 100 mg täglich, und die Studiendauer betrug 2 bis 56 Wochen. Bei mehreren Messwerten zeigten sich signifikante Verbesserungen:

Der systolische Blutdruck (oberer Wert) sank dank des Hormonpräparats im Mittel um 2,34 mmHg stärker als in den Kontrollgruppen, der Nüchternblutzucker sank um 11,63 mg/dl stärker als in den Kontrollgruppen.

Beim Cholesterin gingen – verglichen mit den Kontrollgruppen – das LDL-Cholesterin um 6,28 mg/dl und das Gesamtcholesterin um 6,97 mg/dl zurück, während das HDL-Cholesterin um 2,04 mg/dl anstieg.

Auch die Entzündungsmarker (CRP, Interleukin-6 und TNF-α) sanken in den Melatonin-Gruppen stärker. Gleichzeitig deuteten die Laborwerte auf weniger oxidativen Stress hin (MDA sank, die gesamte antioxidative Kapazität TAC stieg). Ein Leberwert (ALT) war ebenfalls leicht reduziert.

Welche Dosis war am sinnvollsten?

Eine eindeutige „beste“ Dosis konnten die Forscher nicht ableiten. In vielen Studien zeigten sich keine klaren Zusammenhänge im Stil von „höhere Dosis, größere Wirkung“.

Aus kleineren Analysen von Untergruppen lässt sich jedoch einiges herauslesen: Mehrere positive Wirkungen traten bereits bei niedrigen Dosen bis 6 mg pro Tag auf – besonders in Studien bis 12 Wochen.

So sank der systolische Blutdruck in Kurzzeitstudien mit niedriger Dosis vor allem bei Personen mit Fettleibigkeit (Adipositas) und einem Ausgangswert über 130 mmHg.

Auch das LDL-Cholesterin und der Nüchternblutzucker gingen in mehreren Untergruppen bereits bei 6 mg Melatonin pro Tag oder noch weniger zurück.

Bei zwei Entzündungsmarkern zeigten sich die Wirkungen eher bei Dosierungen höher als 6 mg pro Tag (IL-6 und TNF-α).

Fazit: Melatonin könnte Herz-Kreislauf-Risiko senken

Das Hormon könnte somit das Herz-Kreislauf-Risiko günstig beeinflussen – vor allem den Blutdruck, den Nüchternblutzucker sowie Entzündungs- und Stressmarker.

* Hier finden Sie ein Präparat, das sich einfach dosieren lässt. 6 Tropfen entsprechen 1 mg.

Wichtig für das Herz-Kreislauf-System sind natürlich auch regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährungsweise.

Viele ganzheitliche Maßnahmen, die den Spiegel des Hormons auf natürliche Weise erhöhen (ohne das Hormon einnehmen zu müssen), stellen wir in unserem Hauptartikel Melatonin – Wirkung und Nebenwirkungen vor.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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