Krankheit

Gesunde Ernährung schützt vor Raucherhusten

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 21.06.2018
  • 1 Kommentar
Gesunde Ernährung schützt vor Raucherhusten
© Kzenon - Shutterstock.com

Lungenkrankheiten wie COPD (im Volksmund Raucherlunge genannt) sind mittlerweile die dritthäufigste Todesursache weltweit. Die Schulmedizin konzentriert sich bei der Prävention fast ausschliesslich auf die Warnung vor dem Rauchen. Ein Drittel der COPD-Patienten aber hat noch nie geraucht. Wissenschaftler aus Frankreich und den USA fanden nun heraus, dass eine gesunde Ernährung die Lungen so stärken kann, dass COPD keine Chance hat.

COPD – Der Raucherhusten

COPD ist die Abkürzung für den englischen Begriff Chronic Obstructive Pulmonary Disease und steht für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, im Volksmund auch ganz einfach "Raucherlunge" genannt.

Damit sind schwere Lungenkrankheiten wie das Lungenemphysem und die chronisch-obstruktive Bronchitis gemeint.

Diese Krankheiten äussern sich mit chronischem Husten (dem sog. "Raucherhusten"), mit Auswurf und Atemnot. Letzteres zunächst bei Belastung, im Verlauf der Krankheit jedoch immer mehr auch in weniger belastenden Situationen, so dass sich der Betroffene irgendwann kaum noch bewegt bzw. bewegen kann.

Brunnenkresse

Nichtrauchen bessert COPD-Symptome

Bislang galt der Verzicht auf Zigaretten als einzige Möglichkeit, um der Entstehung einer COPD vorzubeugen bzw. sie aufzuhalten. Denn sobald das Rauchen aufgegeben wird, lassen oft schon die Symptome nach und die Menge des täglichen Auswurfs reduziert sich.

Allerdings hat ein Drittel der COPD-Patienten noch nie geraucht und kann daher mit der Empfehlung Rauchverzicht nicht wirklich viel anfangen.

Da die COPD überdies mittlerweile die dritthäufigste Todesursache der Welt darstellt, sind Präventionsmassnahmen oder auch Massnahmen zur Linderung der Symptome dringend erforderlich.

COPD – Die Ursachen

Auf der Suche nach möglichen Ursachen der COPD standen bislang das Rauchen, der häufige Kontakt mit Stäuben oder Chemikalien sowie die Umweltverschmutzung ganz oben auf der Verdächtigenliste. Auch Atemwegsinfekte (virale Lungenentzündungen) im Kindesalter wurden bereits mit einer späteren COPD in Verbindung gebracht.

Die Ernährung jedoch beachtete man in Bezug auf die Lungengesundheit nie besonders.

Natürlich kann eine gesunde Ernährung das Herz-Kreislauf-Risiko oder auch das Krebsrisiko schmälern, so weiss man, doch dem Einfluss einer gesunden Ernährung auf die Lungen hat sich bislang noch niemand ernsthaft gewidmet.

Aus diesem Grund ermittelte ein Team aus französischen und US-amerikanischen Forschern den Einfluss der Ernährungsweise auf die Lungengesundheit.

Gesunde Ernährung schützt vor COPD

Zu diesem Zweck werteten die Wissenschaftler die Daten von mehr als 120.000 Männern und Frauen aus den USA aus, die in der Zeit von 1984 bis 2000 an zwei verschiedenen Gesundheitsstudien teilgenommen hatten.

Im Laufe der Studien erkrankten insgesamt 900 der Testpersonen an COPD.

Als man die Ernährungsgewohnheiten der Studienteilnehmer näher in Augenschein nahm, zeigte sich, dass das COPD-Risiko umso höher stieg, je ungesünder die Ernährung der Betroffenen war – unabhängig davon, ob sie rauchten oder nicht.

Wer sich hingegen nach den folgenden Richtlinien ernährte, konnte sein COPD-Risiko massiv schmälern:

Eine solche Ernährungs- und Lebensweise – so stellten die Wissenschaftler fest – reduzierte das COPD-Risiko um sage und schreibe ein Drittel!

Eine gesunde Ernährung lohnt sich also ganz enorm – und zwar auch zum Schutze der Lungen und Atemwege. Natürlich sollte dennoch das Rauchen ad acta gelegt werden.

Und falls Ihnen dazu noch wertvolle Hinweise fehlen, könnten Sie hier fündig werden, um Ihr Vorhaben auch erfolgreich umzusetzen: 9 Tipps um Nichtraucher zu werden

Hier haben wir einen Drink zur Lungenreinigung veröffentlicht.

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Leserkommentare

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Zuletzt kommentiert

Yas schrieb am 17.05.2015

Liebes ZDG-Team, folgenden Kommentar habe ich zu einer COPD-Diskussion von einem facebook-Freund erhalten. Ich hatte als "Gesundheitstipp" auf eure Seite hingewiesen. Der Inhalt wurde mit folgenden Argumenten als "Bullshit" bezeichnet. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir hierzu ein Feedback geben könntet. Herzlichen Dank im Voraus... Liebe Grüße Yas.!

Wie bereits erwähnt, bin ich Physiotherapeut. Meine Ausbildung geht dezent über das erlernen von Massagen hinaus. Daher bilde ich mir ein, über ein ausreichendes medizinisches Fachwissen zu verfügen, um den Inhalt der von dir geposteten Seite als Bullshit bezeichnen zu können. COPD entspricht dem im Volksmund gebräuchlichen Wort Asthma. Raucherhusten und Raucherlunge hingegen sind weder synonym für COPD zu benutzen, noch sind es richtige Fachbegriffe.

Abgesehen davon beschreiben sie lediglich eine Veränderung der Oberfläche des Lungengewebes aber nicht den Verlust des Atemvolumens. Es ist auch richtig, dass man mit einer ausgewogenen Ernährung den Körper gesundheitlich unterstützen kann, aber exogene Faktoren wie Luftverschmutzung, besonders in Städten, oder Stress, speziell psychischer Natur, werden im Artikel nicht mal erwähnt.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Yas

Kursiv der von Ihnen gepostete Kommentar, darunter jeweils unser Feedback.

COPD entspricht dem im Volksmund gebräuchlichen Wort Asthma.

Es ist durchaus möglich, dass Teile der Bevölkerung zu COPD auch Asthma sagen, doch ist dem Grossteil der Bevölkerung durchaus klar, dass zwischen Asthma und COPD Unterschiede bestehen. Ein Asthma kann medikamentös stark beeinflusst werden, die COPD nur schwer, Asthma kann allergisch bedingt sein, COPD nicht. Asthma tritt in plötzlichen Anfällen auf, COPD entwickelt sich schleichend. Allerdings kann sich aus einem schweren Asthma auch ein Lungenemphysem entwickeln, das wiederum zu den Merkmalen der COPD gehört.

Raucherhusten und Raucherlunge hingegen sind weder synonym für COPD zu benutzen, noch sind es richtige Fachbegriffe.

Im Artikel wird explizit darauf hingewiesen, dass der Begriff Raucherlunge IM VOLKSMUND verwendet wird. Es wurde also nirgendwo behauptet, dass es sich um einen Fachbegriff handle. Allerdings wird der Begriff Raucherlunge sehr wohl synonym zu COPD verwendet – eben im Volksmund.

Der Begriff Raucherhusten steht im Text in Anführungszeichen, was dem Leser zeigt, dass es sich dabei nicht um einen Fachbegriff handelt. Der Begriff wird ferner keineswegs synonym zum Begriff COPD verwendet, sondern steht für eine Beschreibung des COPD-Hauptsymptoms, nämlich dem chronischen Husten – wie im Text leicht verständlich beschrieben wird.

Die Definition der COPD wird im Text mit den folgenden Fachbegriffen angegeben: „Damit sind schwere Lungenkrankheiten wie das Lungenemphysem und die chronisch-obstruktive Bronchitis gemeint.“

Abgesehen davon beschreiben sie lediglich eine Veränderung der Oberfläche des Lungengewebes aber nicht den Verlust des Atemvolumens.

Weder die chronisch-obstruktive Bronchitis noch das Lungenemphysem (und damit weder die COPD noch die im Volksmund als „Raucherlunge“ bezeichnete Krankheit) äussern sich ausschliesslich über Veränderungen der „Oberfläche des Lungengewebes“. Beim Lungenemphysem wird die Wandstruktur der Lungenbläschen zerstört, bei der chronisch-obstruktiven Bronchitis kommt es zur Schwellung, Verdickung oder Atrophie der Bronchialschleimhaut und teilweise Verdickung der Bronchialmuskulatur.

Bei der COPD kommt es ferner nicht zum „Verlust des Atemvolumens“, sondern vielmehr zur Verringerung der Einsekundenkapazität, die im Rahmen der Lungenfunktionsprüfung gemessen wird.

Es ist auch richtig, dass man mit einer ausgewogenen Ernährung den Körper gesundheitlich unterstützen kann, aber exogene Faktoren wie Luftverschmutzung, besonders in Städten, oder Stress, speziell psychischer Natur, werden im Artikel nicht mal erwähnt.

Unter „COPD – Die Ursachen“ kann der Leser dies lesen:

„Auf der Suche nach möglichen Ursachen der COPD standen bislang das Rauchen, der häufige Kontakt mit Stäuben oder Chemikalien sowie die Umweltverschmutzung ganz oben auf der Verdächtigenliste.“

Es ist richtig, dass in der Studie und im Artikel nicht alle möglichen ursächlichen Faktoren einer COPD erwähnt werden. Das ist deshalb so, weil bereits die Überschrift darauf hinweist, dass es sich im Artikel um die Einflüsse der ERNÄHRUNG auf COPD handelt. Der Artikel widmet sich also EINEM Aspekt aus dem grossen Topf der möglichen Ursachen.

Andernfalls hätte die Überschrift „Mögliche Ursachen der COPD“ lauten müssen.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Quellen