Wer Walnüsse mag, ist besser vor Colitis ulcerosa geschützt

Walnüsse bieten aufgrund der Vielzahl ihrer natürlichen Wirkstoffe zahlreiche gesundheitliche Vorteile. In einer Studie(1), die im Sommer 2019 im Fachjournal Nutrients erschien, heisst es, dass die Nüsse sogar vor Colitis ulcerosa schützen könnten, einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, an der allein in Deutschland annähernd 200.000 Menschen leiden.

Warum Walnüsse so gesund sind

Die Forscher der University of Connecticut und der Texas A&M University erklärten, die Pflanzenstoffe in der Walnuss verfügten über entzündungshemmende und auch gefässschützende Eigenschaften. Ausserdem wirkten sie sich derart positiv auf den Darm und die Darmflora aus, dass sie sogar vor Darmkrebs schützen könnten.

Walnüsse wirken geradezu präbiotisch, was bedeutet, dass sie der Darmflora als Nahrung dienen, ihre Zusammensetzung regulieren und deren Diversität erhöhen.

Interessant ist zudem, dass – laut früheren Untersuchungen – Walnüsse keinesfalls zwingend zu einer Gewichtszunahme führen, auch dann nicht, wenn knapp 60 g pro Tag verzehrt werden, was immerhin 350 kcal entspricht. Selbstverständlich sollte man die Walnüsse nicht zusätzlich essen, sondernd statt z. B. ungesunder Snacks.

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Wenn ein Lebensmittel eine so positive Auswirkung auf die Darmflora hat und gleichzeitig entzündungshemmend wirkt, verwundert es nicht, wenn es auch in gewisser Weise vor Colitis ulcerosa, einer entzündlichen Darmerkrankung, schützen kann.

Schnellere Regeneration der Darmschleimhaut mit Walnüssen

Die oben genannte Studie(1) ergab an Mäusen, dass eine Ernährung, die zu 14 Prozent aus Walnüssen bestand (entspricht beim Menschen etwa 20 bis 25 Walnüssen pro Tag), schon nach zwei Wochen zu einer Besserung und schnelleren Regeneration der Colitis-ulcerosa-ähnlichen Darmschleimhautläsionen führte. Bei Mäusen, die keine Walnüsse erhalten hatten, war eine solche positive Entwicklung nicht zu beobachten.

Walnüsse nicht während eines Schubs essen!

Während eines Schubs sollte man selbstverständlich keine Nüsse essen, da diese in einem solchen Zustand viel zu schwer verdaulich wären. Doch spricht alles dafür, dass man die köstlichen Nüsse ausserhalb eines Schubs in die Ernährung integrieren sollte.

Die Wissenschaftler der University of Connecticut jedoch äusserten sich verhalten und gaben an, auch zwischen den Schüben könnten sie Colitis-ulcerosa-Patienten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht dazu raten, viele Walnüsse zu essen. Man wolle stattdessen herausfinden, welcher Stoff in der Walnuss es nun genau sei, der für die darmheilende Wirkung verantwortlich gemacht werden könne.

Wer hat die Studie finanziert?

Es scheint ganz, als wolle man mit derartigen Studien nicht die Vorteile gesunder Lebensmittel belegen, sondern einzelne Stoffe finden, aus denen man sodann rentable Arzneimittel herstellen könnte, wofür auch die Tatsache spricht, dass vorliegende Studie u. a. von der California Walnut Commission finanziert wurde, die wiederum die Interessen der kalifornischen Walnusserzeuger und -händler vertritt. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, neue Absatz- und Exportmärkte für Walnüsse zu erschliessen. Der zweite Financier der Studie war jedoch das American Institute for Cancer Research.

Derzeit wird nun von Ernährungswissenschaftlern die erste klinische Studie zu diesem Thema durchgeführt. Die entsprechenden Probanden essen dabei drei Wochen lang täglich 60 g Walnüsse. Anschliessend wird mit Hilfe einer Darmspiegelung der Zustand der Darmschleimhaut und der Darmflora beurteilt. Wir werden berichten.

Quellen

(1)Masako Nakanishi, Alyssa Matz, Cory Klemashevich, Daniel W. Rosenberg. Dietary Walnut Supplementation Alters Mucosal Metabolite Profiles During DSS-Induced Colonic Ulceration. Nutrients, Mai 2019

University of Connecticut, Walnuts show protection against ulcerative colitis in early study, ScienceDaily, 12. August 2019

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