Zentrum der Gesundheit
Pflanzliche Ernährung wirkt bei Reflux besser als Säureblocker

Pflanzliche Ernährung wirkt bei Reflux besser als Säureblocker

Autor: , Letzte Änderung:

(Zentrum der Gesundheit) – Eine pflanzenbasierte Ernährung zeigte in einer Studie gemeinsam mit Basenwasser dieselben medizinischen Eigenschaften in der Therapie von Reflux wie die üblichen Säureblocker vom Typ der Protonenpumpenhemmer (PPI). Jene Patienten, die ihre Ernährung umstellten, konnten ihre Refluxsymptome genauso lindern wie die Patienten, die PPI nehmen mussten. Ja, es ging den Patienten, die gesund assen, sogar besser als der Patientengruppe, die Medikamente schluckte. Die Gesundesser nahmen zusätzlich ab, konnten ihren Blutdruck reduzieren und ihre Cholesterinwerte senken.

Pflanzliche Ernährung ersetzt Säureblocker

Pflanzliche Ernährungsformen werden immer beliebter – auch bei fortschrittlichen Ärzten und Wissenschaftlern. Im Mai 2016 beispielsweise erschien eine EU-finanzierte Studie, die zeigte, dass eine pflanzenbasierte Ernährung im mediterranen Stil den Alterungsprozess verlangsamen kann und die Entzündungswerte im Blut senkt. Gleichzeitig entdeckte man bei Osteoporose-Patienten, dass deren Knochendichte bei normaler Ernährung schneller abnimmt als bei einer pflanzenbasierten Ernährung.

Im September 2017 veröffentlichte ein New Yorker Ärzte- und Forscherteam eine Studie, in der sie die Wirkung einer pflanzlichen Ernährung auf Refluxerkrankungen überprüften. Bei Reflux ist die schulmedizinische Therapie bislang immer dieselbe:

Es werden Säureblocker vom Typ der Protonenpumpenhemmer (Omeprazol, Pantoprazol o. ä.) verschrieben, auch PPI abgekürzt. Da man sie auch als "Magenschutz" bezeichnet, haben diese Medikamente bei vielen Patienten einen guten Ruf – und auch Ärzte verschreiben die Mittel sehr routiniert.

Gesunde Ernährung ist eine Therapie mit nur positiven Nebenwirkungen

Die Wissenschaftler vom New York Medical College schrieben in JAMA Otolaryngology Head Neck Surgery jedoch, dass man sich genauso gut auch gesund ernähren und Basenwasser trinken könnte, um denselben Effekt zu erzielen, den man andernfalls von Säureblockern erwarten würde. Der Unterschied ist natürlich, dass die Säureblocker enorme Nebenwirkungen haben können, während eine gesunde Ernährung nicht nur das Reflux-Problem löst, sondern meist noch viele andere Problemchen ebenfalls.

Denn eine gesunde Ernährung versorgt mit allem, was der Organismus benötigt und verschont ihn gleichzeitig mit all jenen Stoffen, die in der üblichen Ernährung enthalten sind, den Körper aber belasten würden.

Pflanzliche und vollwertige Ernährung: Die neue Therapie bei Reflux

In genannter Studie verglich man 85 Patienten, die Säureblocker (PPI) nahmen, mit 99 Patienten, die sich stattdessen zu 90 bis 95 Prozent rein pflanzlich und vollwertig ernährten und ein Basenwasser tranken. Die gesund essende Gruppe erlebte dieselbe, wenn nicht gar eine bessere Linderung der Reflux-Symptome als die PPI-Gruppe.

Zwar wurde die Studie an Patienten durchgeführt, die an einem laryngopharyngealen Reflux litten, der sich mit Schluckbeschwerden, Husten, Verschleimung, Stimmproblemen etc. äussert, doch hat dieselbe Vorgehensweise auch bei Patienten Wirkung, die an einem gastroösophagealen Reflux (Hauptsymptom: Sodbrennen) leiden.

"Medikamente können doch nicht die einzige Lösung sein!"

Studienleiter Dr. Craig H. Zalvan, Hals-Nasen-Ohren-Spezialist und u. a. medizinischer Direktor im Northwell Health's Phelps Hospital in New York sagte, er habe einst sehr oft Säureblocker verschrieben. Da er jedoch immer gespürt habe, dass es eine bessere Methode geben müsste, habe er mit der Suche nach Alternativen begonnen.

"Obwohl Säureblocker natürlich bei manchen Patienten sehr effektiv sind, dachte ich mir immer, dass Medikamente doch nicht die einzige Möglichkeit zur Therapie von Reflux sein können. Dann berichteten immer mehr Studien von den Nebenwirkungen der Säureblocker, vom höheren Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt, für Demenz und Nierenschäden, wenn man die Mittel langfristig einnimmt und ich war mir sicherer denn je, Alternativen finden zu müssen", erklärt Dr. Zalvan.

Bald wird Reflux mit Ernährung und ohne Medikamente therapiert werden

"Ich verfolgte zahlreiche Untersuchungen mit pflanzenbasierten Ernährungsformen, die sich bei vielen chronischen Erkrankungen als äusserst hilfreich gezeigt hatten. Also entschied ich, eine Ernährungsform zu entwickeln, die meinen Patienten bei ihrem Reflux helfen kann – und unsere Ergebnisse zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um über kurz oder lang Refluxerkrankungen ohne Medikamente therapieren zu können."

Was isst und trinkt man bei Reflux?

Die von Dr. Zalvan bei Reflux empfohlene Ernährungsform besteht insbesondere aus Früchten, Gemüse, Getreideprodukten und Nüssen. Milchprodukte und andere tierische Produkte (einschl. Rind, Geflügel, Schwein, Fisch und Eier) werden fast vollkommen gemieden.

Natürlich eliminiert man aus seinem Speiseplan auch Kaffee, Schwarztee, Schokolade, Softdrinks, stark gewürzte Speisen, Frittiertes und Fettiges sowie Alkohol. Stattdessen empfiehlt Dr. Zalvan, einfach Wasser – und zwar Basenwasser (mit einem pH-Wert von mindestens 8) – zu trinken.

Nicht nur Reflux bessert sich bei pflanzlicher Ernährung, auch andere Beschwerden werden gelindert

Dr. Zalvans Patienten erlebten mit dieser Vorgehensweise nicht nur eine Erleichterung in Bezug auf ihre Refluxsymptome. Sie verloren bei Übergewicht auch einige Kilos und konnten ausserdem eine Besserung so manch anderer Beschwerden beobachten, an denen sie bislang gelitten hatten, z. B. sank der Blutdruck und Cholesterinwerte konnten reduziert werden.

Dr. Zalvan empfiehlt daher, bei Reflux doch bitte zunächst die Ernährung umzustellen, bevor man zu Medikamenten greift. In schweren Fällen könne man vorübergehend (also wirklich nur kurzfristig) Medikamente einsetzen, bis die Wirkung der neuen Ernährung greife.

Die Nebenwirkungen der Säureblocker sowie Massnahmen, die helfen, von den Säureblockern, die in gewisser Weise süchtig machen, wieder loszukommen, haben wir hier beschrieben: Der Teufelskreis der Säureblocker

Basenwasser kann leicht selbst hergestellt werden. Besorgen Sie sich dazu pH-Messstreifen (Apotheke oder in Online-Shops – mit einem Messbereich in jedem Fall zwischen 7 und 10). Geben Sie dann mit einer Tropfenpipette einen Tropfen eines Basenkonzentrats in ein Glas mit 200 ml Wasser. Messen Sie dann den pH-Wert. Geben Sie ggf. weitere Tropfen hinzu, bis Sie einen pH-Wert von etwa 8 bis 8.5 erreichen. Natürlich können Sie auch eine grössere Wassermenge nehmen, abhängig davon, wie viel Sie trinken möchten.

Einen sehr leichten Einstieg in die pflanzenbasierte gesunde Ernährung bietet Ihnen die vierwöchige Entschlackungskur. Sie ist ideal für Menschen geeignet, die mit möglichst wenig Zeitaufwand die Zubereitung köstlicher und gesunder Mahlzeiten erlernen möchten.

Alle Regeln für eine gesunde pflanzenbasierte Ernährungsweise finden Sie hier: Die 25 Regeln einer gesunden Ernährung

Quellen:

 


Ausbildung zum Ernährungsberater an der Akademie der Naturheilkunde

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal