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Süßstoff und Zucker - Risikofaktor für Demenz

Bisher dachte man, dass insbesondere eine zuckerreiche Ernährung ein Risikofaktor für Demenz und Alzheimer darstellt. Doch auch Süßstoffe sind hier keine Alternative. Denn auch diese gelten als Risikofaktor für geistigen Abbau. Selbst Xylit und Erythrit sind keine Lösung. In einer Studie fand man nur eine einzige Ausnahme bei den Zuckeralternativen, die keinen negativen Einfluss aufs Gehirn hatte.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 19 März 2026
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Demenz-Risiko steigt mit Zucker, aber auch mit Süßstoff

Jährlich werden Millionen Tonnen Zucker verspeist. Der größte Zuckeranteil wird in Form von gezuckerten Getränken wie Sportdrinks oder Limonaden konsumiert. Gerade diese Getränke aber können dem Gehirn schaden.

Süßstoffe (Aspartam, Saccharin, Cyclamat u. a.) sind jedoch keine Lösung, denn auch diese beeinträchtigen die Gehirngesundheit und erhöhen das Risiko für Demenz.

Dr. Matthew Pase von der neurologischen Fakultät der Boston University School of Medicine und Autor der beiden nachfolgend beschriebenen Studien erklärt:

Übermäßiger Zuckerkonsum wird schon sehr lange als (Mit-)Auslöser von Herz-Kreislauf- und auch von Stoffwechselerkrankungen gesehen (3). Dazu gehören beispielsweise Übergewicht, Herzkrankheiten und Diabetes Typ 2.

Zu den langfristigen Auswirkungen des Zuckerkonsums auf das menschliche Gehirn sei hingegen nur wenig bekannt gewesen. Daher führte Pase verschiedene Studien zu diesem Thema durch.

Wie Zucker Alzheimer begünstigt, erklären wir im Artikel Zucker verursacht Alzheimer.

* Hier finden Sie unseren Kochkurs für eine gesunde basische Ernährung

Je mehr Zucker, umso kleiner das Gehirn

Die Forscher nutzten für die Beobachtungsstudie von 2017 u. a. die Ergebnisse kognitiver Tests sowie auch MRI-Scans von rund 4.000 Personen.

Es zeigte sich, dass Menschen, die regelmäßig gezuckerte Getränke trinken, nachweislich ein schlechteres Gedächtnis, ein kleineres Hirnvolumen und einen signifikant kleineren Hippocampus aufweisen (2) – allesamt Risikofaktoren für Alzheimer.

Der Hippocampus ist jener Bereich im Gehirn, der für das Erinnerungsvermögen und für Lernprozesse zuständig ist.

Zur Hochrisiko-Gruppe wurden jene Menschen gezählt, die täglich mehr als zwei gezuckerte Getränke zu sich nehmen (Limonaden, Fruchtsaft und andere Softdrinks) und auch jene, die mehr als drei Limonaden wöchentlich trinken.

Außerdem wurde in der Untersuchung festgestellt, dass der Verzehr von einer Diätlimonade pro Tag (oder mehr) in Zusammenhang mit einem geringeren Hirnvolumen steht.

Süßstoff lässt Demenzrisiko auf das Dreifache steigen

Eine weitere Beobachtungsstudie von 2017 zeigte anhand der Daten von mehr als 4000 Personen über 45 Jahren Ähnliches, nämlich, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall oder eine Demenz zu erleiden, um das Dreifache steigt, wenn man täglich Diätgetränke zu sich nimmt. Getränke mit Süßstoffen stellen daher keine Alternative zu gezuckerten Getränken dar.

Andere mögliche Risikofaktoren, die ebenfalls zu Schlaganfall und Demenz beitragen können, wurden berücksichtigt, wie z. B. das Alter, Rauchen, die Ernährungsweise und anderes.

Auch Xylit und Erythrit problematisch fürs Gehirn

Auch jüngere Studien beschäftigen sich mit dem Thema. In einer Beobachtungsstudie von 2025 etwa wurde bei 12.800 Teilnehmern untersucht, ob der Konsum von Süßstoffen und Zuckeraustauschstoffen die Denk- und Gedächtnisleistung beeinflusst (4).

Besonders bei Teilnehmern unter 60 Jahren war eine höhere Gesamtaufnahme der Zuckerersatzstoffe mit einer schnelleren Abnahme der Denkleistung und des Sprachflusses verbunden.

Zudem zeigte sich, dass Diabetes die Effekte auf das Gehirn beeinflusst: Bei Personen ohne Diabetes waren eher der Sprachfluss und die geistige Gesamtleistung betroffen. Bei Personen mit Diabetes eher das Gedächtnis und die geistige Gesamtleistung.

Zu den untersuchten Süßungsmitteln mit dieser negativen Wirkung zählten Aspartam, Saccharin, Acesulfam-K, Erythrit, Sorbitol und Xylit. Einzige Ausnahme war Tagatose, der noch seltene Zucker. Er zeigte in der Studie keine Verschlechterung der kognitiven Leistung.

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Fazit: Süßstoff, Zuckeraustauschstoffe und Zucker – fürs Gehirn sind alle ungünstig!

Optimal fürs Gehirn wären also völlig ungesüßte Getränke. Und wenn es gar nicht anders geht, könnte man etwas Tagatose verwenden.

Zur Prävention von Demenz und Alzheimer können neben dem Meiden von Süßstoff und Zucker noch viele weitere Maßnahmen eingesetzt werden, etwa ausgewählte Heilpflanzen wie die ayurvedische Gedächtnispflanze Brahmi (Kleines Fettblatt).

Die Pflanze soll die Entwicklung von Demenz und Alzheimer hemmen. Lesen Sie mehr darüber im Artikel Brahmi – Die ayurvedische Gedächtnispflanze.

Weitere Tipps für ein leistungsfähiges Gehirn auch im Alter finden Sie im Artikel Nahrungsergänzungen für Ihr Gehirn.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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