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Obst: Früchte passen trotz Zuckergehalt in eine gesunde Ernährung

Obst: Früchte passen trotz Zuckergehalt in eine gesunde Ernährung

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(Zentrum der Gesundheit) – Früchte enthalten Kohlenhydrate in Form von Zucker. Viele Menschen essen daher lieber keine Früchte. Sie glauben, dass Obst für den Blutzuckerspiegel schlecht sei. Sie fürchten ferner, von Früchten dick zu werden. Oder sie wollen unbedingt low carb essen und meiden daher so gut wie alle Kohlenhydrate. Wir stellen Ihnen Früchte vor, die wenig Zucker enthalten, können Ihnen aber schon jetzt versichern, dass auch Früchte mit höherem Kohlenhydratgehalt sehr gesunde Lebensmittel sind und wunderbar zu einer vollwertigen Ernährung passen, selbst dann, wenn man Diabetiker ist.

Früchte sind gesund, auch wenn sie Zucker enthalten

Bei Früchten besteht oft grosse Verunsicherung. Jahrzehntelang glaubte man, Obst sei sehr gesund – und plötzlich mehren sich die Behauptungen, Früchte seien eben doch nicht so gesund, wie man dachte. Früchte machten dick, heisst es, sie enthielten viel zu viel Zucker, würden aufgrund ihres Fruchtzuckergehalts die Bildung einer Fettleber fördern und vieles mehr.

Natürlich enthalten Früchte Kohlenhydrate in Form von Zucker. Andernfalls würden sie nicht süss schmecken. Denn zuckerarme Früchte, wie Avocados und manche Beeren, schmecken bekanntlich so gut wie gar nicht süss. Es ist jedoch nicht sehr sinnvoll, Früchte aufgrund eines einzigen Nährstoffs in ein und dieselbe Schublade wie Bonbons, Milchschnitte, Gummibärchen oder Softdrinks zu stecken und immer wieder zu behaupten: Zucker ist Zucker. Das nämlich hat sich als Trugschluss erwiesen.

Früchte enthalten Vitalstoffe

Während Früchte neben dem fruchteigenen Zucker auch Vitamine, Antioxidantien, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe liefern, sucht man diese wertvollen Stoffe bei Süssigkeiten meist vergeblich. Gesüsste Fertigprodukte enthalten ferner hochkonzentrierten industriell hergestellten Zucker – entweder in Form von raffiniertem Haushaltszucker oder aber immer häufiger in Form von Glucosesirup oder Glucose-Fructose-Sirup. Nicht selten werden noch weitere Zuckerarten dazugemischt.

Eine ungute Kombination: Zucker und Fett

Die meisten Süssigkeiten, Kuchen und Desserts enthalten ferner nicht nur Zucker, sondern auch Fett. Und genau diese Kombination ist besonders ungünstig für die Gesundheit, wie wir u. a. hier erklärt haben: Fett und Zucker rauben Intelligenz.

Vielleicht sollte man sich hier einmal an der Natur orientieren. Dort gibt es entweder fettreiche Lebensmittel (Nüsse, Avocados) oder es gibt zuckerreiche Lebensmittel (Früchte). Es gibt in der Natur jedoch kein Lebensmittel, das gleichzeitig fett- und zuckerreich wäre.

Diesem Grundsatz folgen auch bestimmte Ernährungsformen – einerseits die Low Carb/High Fat-Ernährung, bei der man reichlich Fett und Proteine isst, aber kaum Kohlenhydrate, andererseits aber auch die High Carb/Low Fat-Ernährung, bei der man gesunde Kohlenhydrate bis zum Abwinken essen kann, dafür aber sehr fettarm lebt. Nicht zuletzt aus diesem Grund erleben Menschen, die bei einer High-Carb-Ernährung kiloweise Früchte verspeisen, keine gesundheitlichen Nachteile. Denn Früchte sind extrem fettarm.

Zuckergehalt in Süssigkeiten, süssen Snacks und Desserts

Auch wird der Zuckergehalt von Früchten gerne überschätzt – siehe Tabelle weiter unten. 100 Gramm der meisten Früchte enthalten weniger als 10 Gramm fruchteigenen Zucker. Herkömmliche Süssigkeiten, Desserts und süsse Snacks liefern deutlich mehr:
 

  • Mit nur 20 g Nutella würde man 12 Gramm Zucker zu sich nehmen (4 Würfelzucker) – und zwar keinen natürlichen Zucker, sondern industriell verarbeiteten Raffinadezucker.
  • Eine Milchschnitte wiegt nur knapp 30 Gramm, enthält aber bereits mehr als 8 Gramm Zucker und damit 2,5-mal so viel wie Früchte.
  • Falls Sie beim Bäcker eine Schneckennudel mit Zuckerguss kaufen, dann besteht diese zu einem Grossteil aus Zucker. Sie enthält fast 60 g davon.
  • Eine halbe Tafel Vollmilchschokolade (50 g) bringt es auf 33 g Zucker.
  • Gummibären bestehen zur Hälfte aus Zucker. Isst man also 50 g, dann liefern diese wenigen Bärchen schon 25 g Zucker, so viel wie 8 Würfelzucker.
  • Ein Becher mit 100 g Götterspeise liefert 20 g Zucker.
  • Selbst probiotische Produkte wie Actimel und Danone Activia, die eigentlich dem Darm dienen sollten, enthalten pro Becher über 10 g Zucker.
  • Typische Frühstückscerealien, wie z. B. Frosties von Kellogg’s bringen Ihnen pro 40 g stolze 17 g Zucker.
  • Und wenn Sie gerne Schweppes mögen, dann bestehen 250 ml der Limonade aus 35 g Zucker, fast 12 Stück Würfelzucker.
     

Obst und Industriezucker – Der Unterschied

Nun könnte man sagen: Wer gerne Obst isst, kommt mit einem Fruchtsalat aus einer Orange, ½ Banane, ein paar Trauben und einem Apfel schnell ebenfalls auf stolze Zucker- bzw. Kohlenhydratmengen. Doch scheint es nichtsdestotrotz einen grossen Unterschied zwischen Früchten und Produkten mit Industriezucker zu geben. Ob es nun der Vitalstoffreichtum ist, die Natürlichkeit der Früchte, ihre Fettarmut oder eine Kombination aus diesen Eigenschaften, lässt sich nicht sagen.

Studien jedenfalls zeigen mit schönster Regelmässigkeit, dass der Verzehr von Industriezucker das Krankheitsrisiko steigen lässt, während dieses Risiko umso weiter zurückgeht, je mehr Früchte man isst.

Je mehr Obst, desto gesünder der Mensch

In einer Studie von 2009 beispielsweise zeigte sich an annähernd 3000 Frauen, dass das Brustkrebsrisiko umso höher war, je mehr gezuckerte Lebensmittel die Frauen assen. Besonders ungünstig wirkten sich hier offenbar gezuckerte Desserts aus.

Im Jahr 2014 zeigte sich in einer weiteren Studie ähnliches, insbesondere für Frauen, die gleichzeitig körperlich nicht aktiv waren. Gleichzeitig beobachtete man, dass ein hoher Früchte- und Gemüseverzehr, das Risiko, einen Brustkrebs zu bekommen, senkte.

Ein Jahr davor konnte man zeigen, dass industriell hergestellte Fructose (Fruchtzucker), mit der Süssigkeiten, Desserts und Getränke gesüsst werden, zur Entstehung einer nichtalkoholischen Fettleber beiträgt, Früchteverzehr jedoch nicht.

Im März 2014 stellten Forscher nach einer Analyse mehrerer Studien fest, dass die Knochendichte umso höher war, je mehr Beeren die Studienteilnehmer gegessen hatten, so dass man davon ausgeht, dass diese Früchte altersbedingtem Knochenschwund vorbeugen könnten.

Im Journal of Alzheimer’s Disease las man 2015, dass für Alzheimerbetroffene das Sterberisiko sinke, wenn sie reichlich Früchte essen.

Im Juni 2015 erschien eine chinesische Studie, in der herausgefunden wurde, dass das Risiko an Colitis ulcerosa zu erkranken, umso geringer ist, je mehr Früchte gegessen werden.

Ebenfalls im Jahr 2015 wird von israelischen Forschern geraten, regelmässig einen Granatapfel-Dattel-Shake zu trinken, der das Herz-Kreislauf-System vor Arteriosklerose schützen könne. Gerade der Granatapfel gilt ferner als blutdrucksenkend und soll das Brustkrebsrisiko senken. Und obwohl von Früchten bei Candida-Infektionen stets abgeraten wird, ist es ausgerechnet der Granatapfel, der candidafeindlich wirkt.

Im Mai 2016 ergab eine Analyse von zahlreichen Studien, dass das Pankreaskrebsrisiko sinkt, wenn reichlich Früchte gegessen werden. Es sinkt noch weiter, wenn viel Gemüse verspeist wird.

Dass Früchte den Blutzuckerspiegel nicht überdurchschnittlich stark beeinflussen und sich in Studien ferner zeigte, dass Menschen ein umso niedrigeres Diabetesrisiko haben, je mehr Früchte sie essen, erklären wir hier: Früchte schützen vor Diabetes

Dort zeigen wir auch, dass Früchte gut für den Darm sind, dass nicht nur der Granatapfel, sondern generell Früchte den Blutdruck regulieren helfen, die Gewichtsabnahme unterstützen und ferner das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.

Wenn Sie sich für die negativen Auswirkungen von Zucker aus industriell verarbeiteten Lebensmittel interessieren, dann geben Sie bitte „Zucker“ in unsere Suchfunktion. Sie finden dann sehr viel weitere Informationen.

Obst ist kalorienarm

Vor einer Gewichtszunahme durch Obst muss man ebenfalls nicht fürchten. Nicht nur, weil Früchte den Blutzuckerspiegel nicht über Gebühr stressen, sondern auch weil sie extrem wasserreich und kalorienarm sind.

Früchte liefern pro 100 g meist nur zwischen 30 und 60 kcal, während Süssigkeiten, wie z. B. die Milchschnitte pro 100 g über 400 kcal einbringt und damit schon fast ein Viertel des Tagesenergiebedarfs decken würde. Auch hier zeigt sich, dass ein Vergleich von Früchten und Süssigkeiten – obwohl beide Zucker enthalten – nicht möglich ist.

Die Tabelle: Zuckergehalt und Kohlenhydratgehalt von Obst/Früchten

Ein Überblick über den Zuckergehalt einiger Früchte erlaubt die folgende Tabelle. Natürlich muss man immer berücksichtigen, dass sich der Zuckergehalt je nach Reifegrad, Herkunftsregion und Sorte unterscheiden kann, so dass die angegebenen Werte nur eine grobe Orientierung bieten können. Grundsätzlich sind Früchte umso zuckerreicher, je reifer sie sind.
 

  • Gelb: zuckerarme Früchte
  • Grün: Früchte mit Kohlenhydratgehalt zwischen 6 und 10 g
  • Blau: Früchte mit Kohlenhydratgehalt über 10 g
     

Der Gesamtkohlenhydratgehalt umfasst insbesondere die Saccharose (Zweifachzucker) sowie die beiden Einfachzucker Fructose und Glucose, die Stärke sowie Zuckeralkohole (Sorbit). Die Angaben sind in g/100 g.

Frucht Kohlenhydrate gesamt (inkl. Sorbit, ohne Ballaststoffe) Saccharose Fructose Glucose   Ballaststoffe Stärke
Ananas 13,12 8,28 2,59 2,26 1,4 0  
Apfel 11,43 2,55 5,74 2,04 2,0 0,59  
Aprikose 8,54 5,12 0,86 1,73 1,54 0  
Avocado 1,0 0,06 0,1 0,4 6,7 0,1  
Banane 21,39 11,02 3,64 3,79 2,0 2,95  
Birne 12,4 1,81 6,75 1,67 2,8 0  
Brombeere 2,7 0,07 1,35 1,28 6,6 0  
Clementine 9,0 5,78 1,69 1,53 2,0 0  
Erdbeere 5,5 0,98 2,28 2,16 2,0 0  
Himbeere 4,8 0,96 2,04 1,77 6,7 0  
Mandarine 10,1 7,1 1,30 1,70 1,7 0  
Grapefruit 8,95 3,54 2,53 2,87 0,58 0  
Heidelbeeren 7,4 0,29 4,07 3,00 4,9 0  
Kiwi 10,77 1,35 4,41 4,71 3,9 0,3  
Mango 12,8 9,16 2,73 0,64 1,7 0,27  
Nektarine 12,4 8,7 1,79 1,79 2,2 0  
Orange 9,19 3,79 2,87 2,53 2,2 0  
Papaya 7,1 3,05 0,34 1,03 1,9 0  
Pfirsich 8,9 5,73 1,24 1,04 2,3 0  
Pflaume 10,2 3,39 2,02 3,38 1,7 0  
Sauerkirschen 9,88 0,42 4,77 5,77 1,1 0  
Wassermelone 8,29 2,35 2,90 2,90 0,22 0  
Trauben 15,6 0,44 7,63 7,33 0,8 0  
Zitrone 8,08 1,05 3,45 3,58 1,3 0  
Limette 1,9 0,3 0,80 0,80 1,0 0  

Zuckerarme Früchte im Überblick

Will man nun – warum auch immer – in seiner Ernährung die Kohlenhydrataufnahme über Früchte reduzieren, kann man zu den folgenden Früchten greifen:

1. Erdbeeren

Erdbeeren sind – wie die meisten anderen Beeren – eher zuckerarm. Sie enthalten nur 5,5 g Kohlenhydrate pro 100 g Früchte. Gleichzeitig sind sie mit über 60 mg Vitamin C (Zitronen 50 mg) eine sehr gute und köstliche Vitamin-C-Quelle. Kaufen Sie Erdbeeren am besten in Bio-Qualität und achten Sie auf regionale Herkunft. Denn abgesehen von möglichen Pestizidbelastungen schmecken importierte Erdbeeren schon allein aufgrund der langen Transportwege nicht mehr aromatisch.

2. Brombeeren, Himbeeren und Blaubeeren

Brombeeren enthalten – ganz ähnlich wie Himbeeren – nur etwa 3 g Zucker pro 100 g, liefern gleichzeitig zwischen 3 und über 6 g Ballaststoffe und weisen einen für Früchte interessanten Proteingehalt von 1,2 g pro 100 g auf.

Blaubeeren (Heidelbeeren) hingegen enthalten die doppelte Zuckermenge. Ihr aussergewöhnlicher Antioxidantienreichtum macht dies jedoch wieder wett. Zu den blaubeertypischen Antioxidantien wurden schon viele Studien durchgeführt, die erstaunliche Auswirkungen zeigten, z. B. wie gut Blaubeeren den Cholesterinspiegel und damit das Arterioskleroserisiko senken können. Selbst die Gefahr von Alzheimer kann mit Hilfe von Blaubeeren reduziert werden. Und auch die psychische Gesundheit wird von den leckeren Beeren äusserst positiv beeinflusst, was man von Süssigkeiten keinesfalls behaupten kann – im Gegenteil.

Dass eine zuckerreiche Ernährung beispielsweise Alzheimer begünstigt, zeigte sich hier: Zucker macht Alzheimer. Und hier, dass sie den Cholesterinspiegel erhöht: Zucker erhöht den Cholesterinspiegel, wobei stets Zucker in industriell verarbeiteten Produkten gemeint ist, also grundsätzlich NICHT Zucker in Früchten.

3. Pfirsiche und Aprikosen

Mit 8,9 g Zucker pro 100 g sind auch Pfirsiche noch Mitglied der zuckerarmen Früchtegruppe. Ähnlich verhält es sich mit Aprikosen, die nur 8,5 g Zucker enthalten. Die Eigenschaften und heilsamen Wirkungen des Pfirsichs haben wir hier zusammengestellt: Pfirsich – Köstlich und heilsam

Die Aprikose ist eine sehr gute Betacarotinquelle und wirkt sich daher äusserst positiv auf die Augengesundheit und die Schleimhäute aus. Gleichzeitig ist sie in getrockneter Form mit 4,4 g Eisen pro 100 g eine hervorragende Eisenquelle.

4. Zitronen und Limetten

Natürlich isst man Zitronen und Limetten nicht wie einen leckeren Snack aus der Hand. Dennoch gehören sie zu den Früchten und zwar zu den zuckerarmen. Nicht mehr als 2 g Zucker sind in Limetten enthalten, während Zitronen deutlich mehr Zucker liefern, den man jedoch aufgrund der Säure nicht wirklich wahrnehmen kann.

Beide Fruchtarten sind eine beliebte Vitamin-C-Quelle, die man in Form von Zitronenwasser, in selbst gemachten Desserts oder im Salatdressing zu sich nehmen kann. Gibt  man den frisch gepressten Saft in kohlensäurehaltiges Wasser und süsst den Drink ein wenig mit Xylit, dann kann man sich mit dem Ergebnis sehr gut die herkömmlichen Softdrinks abgewöhnen.

5. Avocados

Der Star der zuckerarmen Früchte ist natürlich die Avocado mit höchstens 1 g Zucker. Daher schmeckt sie auch alles andere als süss. Sie kann somit wunderbar in herzhaften Rezepturen verwendet werden, wie z. B. in Kaltsuppen, Dips, Dressings und Brotaufstrichen. Avocados sind aufgrund ihres Fettgehalts von durchschnittlich 15 Prozent gut sättigend. Das Avocadoöl besteht ähnlich wie das Olivenöl aus vorwiegend einfach ungesättigten Fettsäuren und gilt daher als äusserst gut verträglich.

Gleichzeitig ist die Avocado eine sehr gute Vitamin-E-Quelle, da schon 100 g Avocado-Fruchtfleisch mit 2 mg Vitamin E ein Sechstel des Vitamin-E-Bedarfs decken, der bei 12 mg liegt. Da die Avocado über 500 mg Kalium enthält, ist auch gleich der Kaliumbedarf zu einem Viertel gedeckt. Auch ist die Avocado eines der wenigen pflanzlichen Lebensmittel, die offensichtlich Vitamin D liefern – und zwar 3 µg (120 IE) pro 100 g.

Oft wird behauptet, der Anbau und Transport von Avocados sei alles andere als umweltverträglich. Die Früchte würden sehr viel Wasser benötigen, über weite Strecken transportiert und letztendlich in Plastikverpackungen im Laden liegen. Hier sollte man bedenken, dass es sich bei anderen Südfrüchten, wie z. B. Bananen nicht viel anders verhält. Will man diese Art der Obsterzeugung nicht unterstützen, sollte man auf ausschliesslich regionale Lebensmittel zurückgreifen.

Kaffee und Schokolade gibt es dann natürlich auch nicht mehr – von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln ganz zu schweigen, denn gerade die Tierprodukteindustrie ist einer der umweltverachtendsten Industriezweige unserer Zeit. Betrachtet man den ökologischen Fussabdruck eines Kilogramms Rindfleisch, schaut die Avocado daneben schon fast wie eine Engelsgestalt aus.

6. Papayas

Papayas gehören zu den Melonengewächsen und enthalten nur etwa 7 g Kohlenhydrate. Sie liefern ausserdem stolze 80 mg Vitamin C pro 100 g sowie relativ viel Betacarotin. Zusätzlich findet man in Papayas Mineralstoffmengen, die für Früchte ungewöhnlich hoch sind, z. B. 30 mg Calcium und 40 mg Magnesium. Zum Vergleich: Ein Apfel enthält nur 7 mg Calcium und 6 mg Magnesium.

Essen Sie ausserdem immer auch ein paar Papayakerne, denn diese versorgen Sie mit vielen gesundheitlich wertvollen Eigenschaften, wie wir hier beschrieben haben: Die Heilkraft der Papayakerne

7. Clementinen, Mandarinen und Orangen

Diese drei Zitrusfrüchte enthalten zwischen 9 und 10 g Zucker. Wenn Ihnen Zitronen für Ihr Salatdressing zu sauer sind, dann nehmen Sie Mandarinen oder Orangen dafür. Auch diese liefern reichlich Vitamin C und Fruchtsäuren. Beides hilft dabei, Mineralien und Spurenelemente besser aufnehmen zu können.

In Orangen und Mandarinen steckt ferner das Carotinoid Beta-Cryptoxanthin. Es soll die Lunge vor Lungenkrebs schützen können, was wir hier beschrieben haben: Pflanzenstoff schützt vor Lungenkrebs

8. Mangos und Trauben

Natürlich gehören Mangos und Trauben nicht zu den zuckerarmen Früchten. Um Ihnen jedoch zu zeigen, wie gesund selbst zuckerreiche Früchte sind, erwähnen wir die beiden hier stellvertretend für alle Früchte mit höherem Zuckergehalt.

Die Mango beispielsweise ist ein hervorragender Betacarotin-Lieferant und unterstützt ferner das Abnehmen. Trauben wiederum sind bekanntlich DIE Quelle für Resveratrol, jenen Stoff, der vor Darmkrebs bewahrt und die Nervengesundheit schützt. Ja, selbst Rosinen – getrocknete Trauben – die ja noch süsser sind als frische Trauben, sind aufgrund ihres Zuckerreichtums keine Gefahr für den Blutzuckerspiegel, wie wir hier unter Punkt 9 beschrieben haben: Blutzucker natürlich senken

Obstsäfte – Auf Quantität und Qualität kommt’s an

Obst- oder Fruchtsäfte können sehr empfehlenswert sein, z. B. wenn man davon ein kleines Glas von vielleicht 150 ml pro Tag trinkt (sehr langsam) und der Saft frisch gepresst ist. Betrachten Sie einen solchen Obstsaft als eine hochwertige kleine Zwischenmahlzeit, als Bestandteil des Frühstücks, als Vorspeise, aber nicht als Durstlöscher.

Natürlich gibt es auch Bio-Direktsäfte im Handel. Doch sind diese Säfte pasteurisiert, andernfalls würden sie zu gären beginnen. Zusätzlich sind die meisten Säfte in Weissglasflaschen verpackt, so dass der Saft während der Lagerung ständig mit Licht in Kontakt gerät. Beides – Pasteurisierung und Oxidation durch Licht – wirkt sich mindernd auf den Vitalstoffgehalt aus.

Auch in kleinen Mengen nicht empfehlenswert, sind Säfte aus dem konventionellen Handel, die zumeist aus Konzentraten hergestellt sind. Diese sind nicht selten auch noch gezuckert oder mit Süssstoffen versehen.

Früchte passen gut in eine gesunde, vollwertige Ernährung

Es lohnt sich also nicht, auf den Genuss all der köstlichen Früchte dieser Welt zu verzichten. Man würde dadurch nichts gewinnen. Eine gesunde und vollwertige Ernährung besteht somit auch aus Früchten.

Ganz nach Verträglichkeit, Energiebedarf und persönlicher Vorliebe kann man die Menge dabei variieren. Zwischen 200 und 500 Gramm pro Tag ist alles möglich. Zu grösseren Mengen an Früchten würden wir nicht raten, da man dann automatisch weniger Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte etc. verzehren würde. Diese Lebensmittel aber weisen eine höhere Nährstoffdichte als Früchte auf. Ihre Verzehrmenge darf daher nicht unter einem erhöhten Obstkonsum leiden.

Wie eine gesunde Ernährung aussieht, haben wir hier beschrieben: 25 Regeln einer gesunden Ernährung

Wenn Sie sich vegan ernähren möchten, so finden Sie die entsprechenden Informationen zu einer veganen und gleichzeitig gesunden Ernährung hier: Vegane Ernährung – Die Regeln

Wenn Sie sich vegan und dennoch low carb ernähren möchten, schauen Sie bitte hier: Die vegane low carb Ernährung

Quellen:

  • Seymour T, Eight low-sugar fruits, Medical News Today, 18. November 2017, (Quelle als PDF)
  • Schaefer A, 13 low-carb fruits and vegetables, Medical News Today, 25. Juli 2017, (Quelle als PDF)
  • Bradshaw PT et al., Consumption of sweet foods and breast cancer risk: a case-control study of women on Long Island, New York, April 2009, Cancer Causes Control, (Quelle als PDF)
  • Kruk J, Association between vegetable, fruit and carbohydrate intake and breast cancer risk in relation to physical activity, Asian Pac J Cancer Prev, 2014, (Quelle als PDF)
  • Hubert PA et al., Dietary Polyphenols, Berries, and Age-Related Bone Loss: A Review Based on Human, Animal, and Cell Studies. Antioxidants, März 2014, (Quelle als PDF)
  • Petta S et al., Industrial, not fruit fructose intake is associated with the severity of liver fibrosis in genotype 1 chronic hepatitis C patients. J Hepatol, Dezember 2013, (Quelle als PDF)
  • Wu QJ et al., Consumption of fruit and vegetables reduces risk of pancreatic cancer: evidence from epidemiological studies. Mai 2016, Eur J Cancer Prev, (Quelle als PDF)
  • Li F et al. Consumption of vegetables and fruit and the risk of inflammatory bowel disease: a meta-analysis. Eur J Gastroenterol Hepatol, Juni 2015, (Quelle als PDF)
  • Williams PT, Lower risk of Alzheimer's disease mortality with exercise, statin, and fruit intake. J Alzheimers Dis, 2015, (Quelle als PDF)

Ausbildung zum Ernährungsberater an der Akademie der Naturheilkunde


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