Makrobiotik


Als Gründer der Makrobiotik gilt der Japaner Georges Ohsawa. Diese Ernährungs- und Lebensweise basiert auf taotischen Lehren und asiatischen Traditionen.

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Makrobiotik als Krebs-Prävention

letzte Aktualisierung am 20.06.2014  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

(Zentrum der Gesundheit) - Das Wort Makrobiotik hat seinen Ursprung im Griechischen und bedeutet langes Leben. Die makrobiotische Ernährung kombiniert die Einfachheit beim Essen und die Vermeidung von Giften in Lebensmitteln mit den Prinzipien des Zen-Buddhismus.

Makrobiotik

Nährstoffreiche Lebensmittel zur Krebs-Prävention

Weil die makrobiotische Ernährung nährstoffreichen, vollwertigen Lebensmitteln eine hohe Bedeutung beimisst, ist sie als präventive Massnahme zur Erhaltung, oder zur Wiedererlangung einer guten Gesundheit grundsätzlich sehr interessant. Auch in der Krebs-Prävention zeigt die makrobiotische Ernährung gute Resultate.

Was ist eine makrobiotische Ernährung?

Die makrobiotische Ernährung ist fettarm und ballaststoffreich, und hat ihren Schwerpunkt auf vollwertigem Getreide und Gemüse. Anhänger der makrobiotischen Ernährungsweise meiden Fleisch, tierische Fette wie beispielsweise Butter oder Schmalz, Milchprodukte, Eier, künstliche Süssungsmittel und chemische Zusatzstoffe. Ihre Ernährung besteht aus Vollkorn-Getreide (Naturreis, Hirse, Buchweizen, Weizen, Mais, Roggen) Gemüse, Bohnen, Algen (Nori, Kombu, Hiziki) und kleineren Mengen an Früchten, Samen, Nüssen und Weissfisch.

Vorzugsweise sind diese Nahrungsmittel biologisch, regional angebaut und vollwertig oder nur sehr geringfügig weiterverarbeitet. Gemüsesorten wie Avocados, Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Paprika, Spargel und Rüben werden gemieden.

Lebensmittel müssen gemäss der makrobiotischen Ernährungsweise mit Utensilien aus Materialien wie Holz, Glas, Emaille oder rostfreiem Stahl zubereitet werden. Das Kochen mit Mikrowellen wird genauso gemieden, wie die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.


Die Anfänge der Makrobiotik

Die makrobiotische Ernährung wurde in den 1960ern durch George Ohsawas Buch Auch Sie sind Sanpaku in Amerika eingeführt, das von William Duffy ins Englische übersetzt wurde. Einige kennen George mäglicherweise als Sakurazawa Nyoiti. Der Begriff „Sanpaku“ bedeutet „drei-Weisses-Augen“, und bezeichnet die weisse Fläche im Auge, die man an drei Seiten der bunten Iris sehen kann. Ein Mensch mit Sanpaku hat wenig Energie und Vitalität, und seine Ernährung ist nicht im Gleichgewicht. 

Das Gleichgewicht steht in Zusammenhang mit der chinesischen Philosophie des Yin und Yang. Alle Nahrungsmittel sind als Yin, Yang, oder neutral, oder ausgewogen kategorisiert. In den 1960ern war eine Ernährung nicht ungewöhnlich, die nur aus braunem Reis und der vorgeschriebenen fermentierten Sojasosse bestand. Diese wurde über eine oder zwei Wochen durchgeführt, um einen Zustand schlechter Gesundheit zu durchbrechen oder einfach als eine reinigende Fastenkur.

Aber Makrobiotik besteht aus viel mehr als nur aus braunem Reis, obwohl dieser ein wichtiger Pfeiler ist. Die Ernährung besteht zum Grossteil auf Getreide und Hülsenfrüchten, sowie gewissem Gemüse und Seegemüse (Seegras), sehr wenig Obst und keinerlei Fleisch. Manche Experten für Makrobiotik erlauben jedoch ein wenig Fisch. Eine Ernährung, die reich an Getreide ist, steht jedoch im Widerspruch zur Überzeugung von einigen hoch angesehenen alternativen Heilpraktikern und Autoren, die glauben, dass Getreide Entzündungen verursacht. Trotzdem hat die Makrobiotik mit ihrem Fokus auf biologischem Vollkorn-Getreide eine lange Erfolgsgeschichte in Bezug auf die Gesundheit.

Ein gewisser Anteil von rohem Gemüse ist in Ordnung, doch der Grossteil der makrobiotischen Nahrung wird vorzugsweise durch leichtes Kochen, einfaches Dämpfen oder kurzes Braten zubereitet. Obwohl dies in den makrobiotischen Kreisen von einigen kritisiert wird, werden in der Makrobiotik Nahrungsergänzungsmittel normalerweise gemieden.

Nach dem anfänglichen Einfluss der Makrobiotik in den USA schwand das Interesse der gesundheitsbewussten Bevölkerung daran bald wieder.  Zum einen konnte man zu dieser Zeit noch nicht wirklich verstehen, dass ernsthafte Krankheiten nur allein durch die Ernährung geheilt werden können. Zum anderen wurde die Makrobiotik als reine Methode, um gesünder zu werden und gesund zu bleiben, von den meisten als zu streng und zu strikt angesehen. Ihre Geschmacksknospen wurden nicht befriedigt und die Ernährungsweise bereitete zu viele Schwierigkeiten.

Ein charakteristisches Merkmal der Makrobiotik ist langsames Kauen – dies sollte bei jedem Essen getan werden. Es unterstützt die Verdauung und ausserdem bemerkt man bewusster, wann man genügend gegessen hat.

Makrobiotik heute

Die Makrobiotik blieb über die letzten Jahrzehnte vor allem durch die Bemühungen von Michio und Gabriel Kushi und deren Bücher erhalten, sowie deren Einsatz bei der Errichtung von Traniningszentren für makrobiotische Prinzipien, Auswahl von Nahrungsmitteln und Zubereitung von Mahlzeiten. Viele von denen, die die makrobiotische Ernährung als ihre Lebensweise übernommen haben, taten dies, nachdem sie an lebensgefährlichen Krankheiten wie Krebs oder schwächenden chronischen Krankheiten wie Diabetes Typ 2, chronischer Müdigkeit oder Fibromyalgie erkrankt waren.

Sie wurden wie von Zauberhand zur Makrobiotik geführt, hielten sich strikt an die Ernährungsweise, und wurden schnell und schmerzlos wieder gesund.

Makrobiotik und Krebsprävention

Die Forschung beschäftigt sich mit dem Nutzen einer makrobiotischen Ernährung in der Krebs-Prävention. Weil Soja-Produkten in dieser Ernährungsform eine grosse Bedeutung beigemessen wird, ist die makrobiotische Kost reich an Phytoöstrogenen. Phytoöstrogene sind pflanzliche Östrogene, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben, darunter vor allem die potentielle Reduktion von Brust- und Prostatakrebs.

Eine Studie, die von der Zeitschrift Cancer Journal veröffentlicht wurde, verglich Frauen, die sich makrobiotisch ernährten mit Frauen, die typisch amerikanische Nahrung zu sich nahmen. Dabei wurde festgestellt, dass diejenigen, die sich makrobiotisch ernährten, einen geringeren Estradiol gehalt im Blut aufwiesen.
Forschungen haben eine Verbindung zwischen einem hohen Estradiolspiegel im Blut und Brustkrebs aufgezeigt.

Makrobiotik erfordert eine strenge Sorgfalt

Wegen ihrem stark einschränkenden Charakter muss die makrobiotische Ernährung mit strenger Sorgfalt befolgt werden, damit sichergestellt ist, dass der Bedarf an Nährstoffen auch gedeckt wird. Ist dies der Fall, kann die makrobiotische Ernährung das Krebsrisiko effektiv senken.

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Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

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bizau6874
geschrieben am: donnerstag, 16. mai 2013, 21:06
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Hallo! Warum werden in der Makrobiotik die Gemüsesorten Avocados, Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Paprika, Spargel und Rüben gemieden?




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Bizau,
diese Lebensmittel werden grösstenteils als stark yin-lastig eingestuft, so dass sie nur mit stark yang-lastigen Lebensmitteln ausgeglichen werden könnten. Stark yang-lastige Lebensmittel sind jedoch in grossen Mengen nicht ideal, so dass man die Extreme daher besser reduziert. Bei Krankheit sollte man sie - in der Makrobiotik - ganz meiden. Ist man gesund, können sie problemlos dann und wann verzehrt werden.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

bike
geschrieben am: samstag, 16. oktober 2010, 14:08
eMail-Adresse hinterlegt
Wollt Ihr die Wahrheit über SOJA wissen, dann liest einfach weiter;
Das Soja sooo gesund ist (siehe Makrobiatik) und vor Krebs schützt, dass hatte ich bis heute auch gelaubt. Leute das Ammenmärchen muss MANN/FRAU sich mal reinziehen. Ich bin geschockt, als ich folgende Seiten duchgelesen habe. Und ich hoffe Ihr seid es auch!
Auf der Seite von Josef-Stocker unter "soja"
und auf der Seite "Weston A. Price Foundation"unter Soy Altert. Viel Spass

Zentrum der Gesundheit:

Hallo Bike,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir kennen die von Ihnen genannten Seiten und Ausführungen über Soja und sind dabei, einen entsprechend kritischen Artikel über die umstrittenen Auswirkungen der Sojabohne zu verfassen. Die negativen Folgen von Sojaverzehr dürften allerdings insbesondere beim heute oft zu beobachtenden übermäßigen Konsum von Sojamilch, unfermentierten Tofuprodukten, Sojasahne etc. eintreten. In der makrobiotischen Ernährungsweise hingegen werden Sojaprodukte zwar regelmäßig, jedoch erstens in eher kleinen Mengen und zweitens in hauptsächlich fermentierter Form eingesetzt (Miso, Tempeh, Sojasoßen), so dass sich hier die durchaus auch vorhandenen positiven Wirkungen der Sojabohne durchsetzen können. Selbst wenn die Sojabohne als durchweg negativ zu beurteilen wäre, dann könnte der hohe Gemüseteil, die Verwendung von Algen und ganz besonders das Fehlen von industriell hergestellter Nahrung in der Makrobiotik die möglichen negativen Auswirkungen von Soja kompensieren.
Viele Grüße
Ihr ZDG-Team

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