Makuladegeneration schränkt die Sehfähigkeit ein
Bei einer Makuladegeneration verlieren Patienten Schritt für Schritt die Fähigkeit, etwas zu sehen, das sich in der Mitte ihres Sichtfeldes befindet. Das periphere Sehen hingegen ist von der Makuladegeneration nicht betroffen. Man schaut als Betroffener also beispielsweise eine Person an, sieht deren Frisur, aber nicht deren Gesicht.
Eine Makuladegeneration bedeutet folglich eine massive Einschränkung des Sehvermögens und damit auch der Lebensqualität. Betroffene können beispielsweise auch nur noch mit großen Problemen lesen.
Viele von ihnen gelten von gesetzlicher Seite her als blind, auch wenn sie noch über einen kleinen Rest Sehfähigkeit verfügen. Die Makuladegeneration ist die häufigste Ursache für das Erblinden bei Menschen, die älter als fünfzig Jahre sind. Aktuell gibt es noch keine anerkannten Behandlungsmethoden. Das bedeutet, Betroffene müssen sich damit abfinden, dass sie Schritt für Schritt ihre Sehfähigkeit einbüßen werden.
Makuladegeneration durch chronische Entzündungen
Griechische und US-amerikanische Forscher können Patienten mit trockener Makuladegeneration jedoch Hoffnungen machen. Die Ergebnisse einer Studie legen nahe, dass eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren eine trockene Makuladegeneration verbessern kann (1).
Diese positive Wirkung führen Dr. Tassos Georgiou und seine Kollegen auf die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften dieser Fettsäuren zurück.
Die Ursachen für eine Makuladegeneration sind noch nicht genau erforscht. Man vermutet jedoch, dass Schäden durch freie Radikale und chronische Entzündungen im Körper eine Rolle spielen oder zumindest das Risiko erhöhen.
Dauerhaft erhöhte Entzündungswerte und bestimmte Gene, die mit Entzündungsreaktionen im Organismus zusammenhängen, erhöhen die Gefahr einer Makuladegeneration um ein Vielfaches.
Hier setzt vermutlich die Wirkung der Omega-3-Fettsäuren an.
Omega-3-Fettsäuren lindern Makuladegeneration
Fünfundzwanzig Patienten im Alter von fünfzig bis fünfundachtzig Jahren erhielten über sechs Monate hinweg eine Nahrungsergänzung mit täglich fünf Gramm Omega-3-Fettsäuren (3,4 Gramm Eicosapentaensäure (EPA) und 1,6 Gramm Docosahexaensäure (DHA))
Menge und Verhältnis der Fettsäuren zu einander sind wichtig, denn in einigen bisherigen Studien zu diesem Thema waren den Teilnehmern Omega-3-Fettsäuren in einem anderen Verhältnis verabreicht worden – ohne Erfolg.
In der Studie von Dr. Georgiou und seinem Team hingegen konnte die Nahrungsergänzung eine enorme Verbesserung der Sehfähigkeit bewirken.
Omega-3-Fettsäuren verbessern Sehfähigkeit
Alle sechs Wochen mussten die Studienteilnehmer zum Sehtest. Dabei mussten sie Buchstabenreihen erkennen. In einer Reihe standen fünf Buchstaben und mit jeder Reihe wurde es schwieriger, diese zu erkennen.
Nach Ablauf der sechs Monate konnten die Testpersonen mindestens eine Reihe mehr erkennen. In den meisten Fällen waren es jedoch zwei oder sogar drei Reihen.
In keinem einzigen Fall ließ sich keine Verbesserung beobachten.
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Makuladegeneration mit Omega-3 verbessern
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das richtige Verhältnis von Eicosapentaensäure zu Docosahexaensäure den Ausschlag gegeben hat.
Sie sind der Überzeugung, dass eine Nahrungsergänzung mit der richtigen Dosis an Omega-3-Fettsäuren höchstwahrscheinlich eine effektive Behandlungsmethode bei trockener Makuladegeneration ist.
Weitere Studien, um genauere Erkenntnisse über die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf Makuladegeneration zu gewinnen, sind bereits in Planung.
Welches Präparat ist geeignet?
In der Studie kam eine sehr hohe Omega-3-Dosierung zum Einsatz, noch dazu mit einem besonderen EPA-DHA-Verhältnis von 2:1. Algenöle enthalten zumeist mehr DHA als EPA. Daher müsste man hier auf ein Fischöl-Präparat zurückgreifen, wenn man den Effekt aus der Studie reproduzieren wollten.
Allerdings wurde in der vorgestellten Studie kein normales Omega-3-Präparat verwendet, sondern ein spezielles Konzentrat. Es heißt in der Studienbeschreibung: "Die Omega-3-Konzentrate bestanden aus gereinigten Ethylestern und enthielten pro Gramm der flüssigen Formulierung 400 mg EPA und 200 mg DHA. In den Pilotstudien wurden 10 ml der flüssigen Formulierung verwendet, was etwa 3,4 g EPA und 1,6 g DHA pro Tag entsprach. Die Dosis wurde auf zwei tägliche Gaben von je 5 ml aufgeteilt."
Von Norsan gibt es ein * Omega-3-Präparat mit ähnlichem Verhältnis.
Nur müsste man davon die dreifache Tagesdosis nehmen, um in etwa die Dosis zu erreichen, wie sie in genannter Studie zum Einsatz kam.
Dies müssten Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt absprechen - besonders wenn noch andere Erkrankungen vorliegen.
Makuladegeneration: Omega 3 und was noch?
Allerdings sind Omega-3-Fettsäuren natürlich nicht die einzige naturheilkundliche Maßnahme, die bei einer sich anbahnenden Makuladegeneration zum Einsatz kommen sollte.
Im Gegenteil. Die Makuladegeneration erfordert viele Maßnahmen und Wirkstoffe, um sich vorbeugen, lindern oder zumindest stoppen zu lassen.
Lesen Sie dazu unseren Hauptartikel über die Makuladegeneration. Er heißt Makuladegeneration: Symptome und Ursachen. Sie finden ihn über unsere Suchfunktion.