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  • Frau nimmt Mundwasser, was Triclosan enthält
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Triclosan - Schützen Sie Ihre Darmflora

Triclosan ist ein antimikrobiell wirksames Konservierungs- und Desinfektionsmittel. Es ist in vielen Haushalts- und Körperpflegeprodukten enthalten, z. B. in Seifen, Zahncremes und Waschmitteln. Studien zeigen jetzt, dass Triclosan die nützlichen Bakterien der Darmflora in Sekundenschnelle zerstört. Das aber kann zum Problem werden. Denn Darmflorastörungen stehen in enger Verbindung mit Diabetes, Herzkrankheiten, Arthritis und anderen chronischen Erkrankungen.

Stand: 14 Mai 2026
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Triclosan – allgegenwärtige Chemikalie schadet der Darmflora

Triclosan ist ein Stoff, der die Darmflora schädigen kann (1) – wie eine Studie der Oregon State University vom Mai 2016 ergab.

Die Chemikalie wurde zunächst in den 1970er Jahren ausschließlich als Putz- und Desinfektionsmittel in Krankenhäusern verwendet. Heute ist sie eine der weltweit am häufigsten eingesetzten antimikrobiellen Wirkstoffe und findet sich u. a. in den folgenden Produkten:

  1. Shampoos
  2. Deos
  3. Zahnpasta
  4. Mundwasser
  5. Putzmittel
  6. Desinfektionsmittel in Kliniken
  7. Küchenutensilien (z. B. antimikrobielle Schneidebretter)
  8. Spielzeug
  9. Bettwäsche
  10. Socken
  11. Sportkleidung
  12. Müllbeutel
  13. Und vieles mehr

Produkte, die mit Triclosan behandelt sind, werden meist mit bestimmten Eigenschaften beworben, z. B. mit "allergikergeeignet". Einschlägige Marken lauten Amicor, Sanitized oder Bactonix.

Die Chemikalie kann sehr schnell über die Haut aufgenommen werden, gelangt auf diese Weise daher auch schnell in den Blutkreislauf und kann jetzt im Körper zu Schäden auf vielen Ebenen führen:

Gesundheitsschäden durch Triclosan

Triclosan gilt als endokriner Disruptor, kann also das Hormonsystem irritieren und zu Hormonstörungen führen. Der Stoff gilt überdies als Beschleuniger des Tumorwachstums bei Leberkrebs und kann entzündliche Prozesse fördern.

Er kann auch die Muskeln schwächen – und da das Herz ein Muskel ist, zu einer verringerten Leistungsfähigkeit des Herzens führen.

Die Chemikalie wirkt gegen Bakterien zudem ähnlich wie wichtige Antibiotika (z. B. Doxycyclin) und kann daher aufgrund seiner Allgegenwärtigkeit bei Bakterien zur Resistenzbildung gegen diese Antibiotika führen.

Die Bildung von Supererregern, die sich durch kein Medikament mehr bekämpfen lassen, ist die Folge.

In der Studie der Oregon State University, die im Online-Magazin PLOS ONE veröffentlicht wurde, zeigten Wissenschaftler, dass Triclosan der Darmflora schwer zusetzen und auf diese Weise zu vielen chronischen Krankheiten beitragen oder diese – falls bereits eine Krankheit besteht – verstärken kann.

Schädlich für die Darmflora

Dr. Thomas Sharpton, Assistenzprofessor für Mikrobiologie und Autor der vorliegenden Studie stellte mit seinem Team fest, dass Triclosan das Darmmikrobiom sehr schnell verändern kann. Die Chemikalie ändert sowohl die Zahl der einzelnen Darmbakterienarten als auch die quantitative Zusammensetzung des Mikrobioms.

"Die Angst vor Krankheitserregern führte in der Vergangenheit dazu, dass immer mehr antimikrobiell wirksame Produkte verwendet wurden", sagt Dr. Sharpton, "inzwischen aber wächst das Bewusstsein um die Wichtigkeit einer gesunden Darmflora für das Wohlbefinden des Menschen. Daher gilt natürlich auch jeder Faktor, der dem Mikrobiom im Darm schädigt, als potentielle Krankheitsursache, die man am besten meidet."

Manche Darmbakterien reagieren empfindlicher auf Triclosan als andere. Enterobakterien beispielsweise sind anfälliger, Pseudomonas-Bakterien hingegen sind widerstandsfähiger gegen die Chemikalie, was die Veränderungen der Darmflora erklärt.

Manche Bakterien werden vollständig vernichtet, andere nur dezimiert und wieder andere werden kaum geschädigt und können sich sodann umso mehr vermehren. Das natürliche Gleichgewicht des Darmmikrobioms ist jetzt verloren, und die Basis für Krankheiten aller Art ist geschaffen.

Antibakterielle Mittel nur sparsam einsetzen

"Natürlich gibt es Situationen, in denen man antibakterielle Mittel benötigt”, erklärt Studienleiter Christopher Gaulke, Mikrobiologie-Forscher am OSU College of Science. "Wir haben jedoch längst den Beweis dafür, dass die Darmflora den Stoffwechsel beeinflusst, das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem und auch das Nervensystem, so dass wir antibakterielle Mittel nur sehr sorgfältig und gezielt einsetzen sollten."

Das Darmmikrobiom steuert die Vitalfunktionen des Menschen, beugt der Ansiedlung von Krankheitserregern vor, stimuliert die Leistungsfähigkeit des Immunsystems und produziert wertvolle Mikronährstoffe. Darmflorastörungen stehen somit in engem Zusammenhang mit Krankheiten aller Art – worauf die Forscher der Studie immer wieder hinweisen.

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Schädlicher als viele andere Chemikalien

Menschen sind tagtäglich einer ganzen Reihe von Chemikalien, Metallen, Konservierungsmitteln und Mikroorganismen ausgesetzt. Manche davon sind gut und nützlich, andere aber schädlich. Die vorliegende Studie kann dabei helfen, das eine besser vom anderen unterscheiden zu können.

Triclosan wurde dabei als besonders schädlich eingestuft, nicht zuletzt, da es so häufig in Gebrauch ist. Im Vergleich zu manch anderen bedenklichen Stoffen kann es sehr leicht über die Haut absorbiert und auch schnell über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Daher findet man auch so oft Rückstände im Urin, dem Stuhl und in der Muttermilch.

Triclosan besser meiden – der Gesundheit und der Darmflora zuliebe

Da man die Chemikalie relativ einfach meiden kann, lässt sich das Gesundheitsrisiko schon einmal zu einem sehr großen Teil ausschließen, wenn man weiß, worauf man achten muss.

Lesen Sie die Zutatenliste vor dem Kauf der oben genannten Produkte oder achten Sie auf spezielle Produktauslobungen wie zum Beispiel antibakteriell oder allergikergeeignet o. ä.

Falls Sie feststellen, Triclosan schon länger über bestimmte Körperpflegeprodukte, Kosmetika oder Textilien zu sich zu nehmen und überdies an chronischen Gesundheitsbeschwerden leiden, dann könnten Sie für Ihr Darmmikrobiom kurweise ein hochwertiges Probiotikum einnehmen.

Lesen Sie dazu unseren Artikel Darmflora aufbauen - Anleitung und Tipps.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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