Spargel bringt in Stimmung


Spargel ist ein echter Partylöwe: Er macht potent und jagt Katersymptome auf und davon.

Spargel - Der Alleskönner

Veröffentlichung am 20.04.2011 um 12:57 Uhr / Aktualisierung am 16.04.2012 um 16:37 Uhr  Drucken Sie diese Seite

Spargel gilt als Lebensmittel der Wahl, wenn man Verstopfung, Gallen- und Leberleiden, Diabetes und natürlich Problemen mit der Blase zu Leibe rücken will. Wussten Sie aber auch, dass Spargel unbedingt dann auf den Teller muss, wenn Sie Ihren Partner in Stimmung bringen möchten? Da kommt die Spargel-Saison gerade recht.

Spargel

Spargel - Wild oder kultiviert?

Die Familie der Spargelgewächse zählt viele Mitglieder, essbar sind davon nur wenige. Der wilde Spargel (Asparagus racemosus) beispielsweise wächst in der kargen mediterranen Bergwelt und kann oft den ganzen Winter über bis zum späten Frühjahr in der freien Natur gesammelt werden. Sein Geschmack ist kräftig, würzig und vitalisierend.

Der bei uns bekannte Spargel dagegen (Asparagus officinalis) ist ein sorgfältig und aufwändig kultiviertes Gemüse, das frühestens im März den Weg auf Märkte und in Lebensmittelläden findet. Aufgrund seiner arbeitsintensiven Kultur gehört der Spargel nicht gerade zu den preisgünstigsten Gemüsearten. Seine zahlreichen gesundheitlichen Vorteile jedoch machen den Preis wieder mehr als wett.

Spargel - Keine Chance für Nierensteine

Das köstlich zarte Gemüse liefert Ballaststoffe, Folate (die natürliche und aktive Form der Folsäure), Kalium, ein äußerst günstiges Calcium-Magnesium-Verhältnis, B-Vitamine und ein umfangreiches Sortiment an bioaktiven Pflanzenstoffen.

Insbesondere der hohe Kaliumgehalt gleichzeitig mit einem niedrigen Natriumvorkommen machen aus dem Spargel ein reinigendes und harntreibendes Lebensmittel, so dass er exzellent für Menschen mit Problemen beim Wasserlassen geeignet ist. Spargel ist in diesem Zusammenhang im Gespräch, konkret Nierensteine verhindern oder bestehende Nierensteine auflösen zu können. Seine harntreibenden Eigenschaften kommen besonders dann zur Geltung, wenn der Spargel in Form von Saft bzw. seine Kochbrühe getrunken wird.

Spargel - Ideal für Schwangere und Stillende

Schwangere Frauen können vom Spargel aufgrund seines Folatreichtums profitieren. Ein ausgewogener Folatspiegel senkt das Risiko von bestimmten Geburtsfehlern. Außerdem ist er dazu in der Lage, die Milchproduktion bei stillenden Müttern anzuregen.

Spargel - Kalorienarm und blutzuckerfreundlich

Kalorien sucht man im Spargel nahezu vergeblich. Sehr viel mehr als beispielsweise in Kopfsalat sind nicht in ihm enthalten. Abgesehen davon ist sein glykämischer Index äußerst niedrig, was bedeutet, dass er den Blutzuckerspiegel kaum beeindruckt. Diabetiker, Menschen mit Candida, Entschlackungskurende oder Abnehmbegeisterte können bei Spargel folglich zuschlagen bis zum Abwinken.

Spargel entgiftet

Spargel ist außerdem eines jener Gemüse, die zu einer Erhöhung des körpereigenen Glutathionspiegels führen. Glutathion ist ein Antioxidans, das sich erbarmungslos über Krebszellen hermacht und auch bei der Alzheimer Krankheit für positive Effekte sorgen soll.

Glutathion unterstützt außerdem die Leber bei Entgiftungsaktivitäten, so dass Heilprozesse schneller vonstattengehen und auch Unpässlichkeiten wie der Kater am Sonntagmorgen rascher in Vergessenheit geraten.

Spargel gegen Katerstimmung

Eine neue Studie am Institute of Medical Science and Jeju National University in Südkorea zeigt, dass bestimmte Aminosäuren und Mineralstoffe im Spargel Katersymptome mildern, da sie die Leberzellen gegen die Gifteinwirkung des Alkohols schützen.

Spargel aktiviert das Liebesleben

Schon allein die Form des Spargels könnte so manchen einschlägigen Phantasien Nahrung liefern. Daher vermutete man lange Zeit, man habe dem Spargel allein aufgrund seiner phallusähnlichen Optik aphrodisierende Eigenschaften angedichtet.

Doch auch die traditionelle indische Medizin ist der Meinung, Spargel könne neben einer allgemeinen Steigerung der Vitalität besonders in Liebesdingen aufmunternd wirken. So würde das stangenförmige Gemüse die Durchblutung des Urogenitaltraktes erhöhen.

Vermutlich ist es jedoch insbesondere der hohe Vitamin-E-Gehalt im Spargel, der dessen anfeuernde Wirkung erklärt. Vitamin E aktiviert nämlich direkt die Produktion und Ausschüttung von Sexualhormonen. Menschen mit chronischem Erschöpfungssyndrom profitieren wahrscheinlich genau aus diesem Grund von üppigen Spargelmahlzeiten.

Möchten Sie die aphrodisierende Wirkung des Spargels noch erhöhen? Dann kombinieren Sie ihn mit weiteren potenz- und libidosteigernden Lebensmitteln wie Basilikum, Mandeln und Avocados, z. B. Spargel mit Basilikum-Mandelsauce und als Beilage Avocado gefüllt mit einem Salat aus frischer Gartenkresse.

Spargel gegen Krebs

Während man auch in China glaubt, dass Spargel Leidenschaft und Liebe wachsen lasse, so dass die größten und dicksten Stangen nur für beste Freunde und engste Familienmitglieder reserviert werden, konzentriert sich die Spargelforschung im Westen ganz auf die tumorhemmenden Eigenschaften des köstlichen Gemüses.

Eine Studie an der Rutgers University in New Jersey zeigte, dass die im Spargel vorhandenen Saponine das Wachstum menschlicher Leukämiezellen eindämmen könnten.

Spargel für gesunde Blutgefäße

Das im Spargel vorhandene Inulin nährt darüber hinaus im Verdauungssystem die freundlichen Darmbakterien und sorgt so für eine gesunde harmonische Darmflora.

Weitere bioaktive Pflanzenstoffe, die sich im Spargel finden lassen, sind neben Inulin auch Carotin, Lutein, Zeaxanthin, Rutin, Quercetin und die erwähnten Saponine. Gerade diese sekundären Pflanzenstoffe sind es, die uns Menschen vor vielerlei gesundheitlichen Problemen wie Herzkrankheiten und Krebs bewahren können. Ganz besonders die Flavonoide Rutin und Quercetin schützen Blutgefäße und können so auch vorbeugend gegen Krampfadern eingesetzt werden.

Die antifungalen und antiviralen Eigenschaften mancher dieser Pflanzenstoffe helfen bei Pilz- und Virusinfektionen. Kein Wunder, dass in Indien Spargel bis heute zur Fiebersenkung eingesetzt wird.

Spargel - frisch und nur leicht gedämpft

Kaufen Sie Spargel am besten direkt beim Erzeuger, da das Gemüse nie später als ein bis zwei Tage nach der Ernte zubereitet werden sollte. Nur dann kann es seine Wirkung voll entfalten. Spargel wird nur dann geschält, wenn seine Haut dick und hart ist. Es gibt jedoch auch Sorten mit zarter Haut, die nicht geschält werden müssen.

Spargel kann roh oder leicht gedämpft, warm oder kalt, püriert als Suppe oder in Stangenform in einer unendlichen Vielzahl der verschiedensten Zubereitungsmethoden serviert werden. Er sollte jedoch niemals zu lange gekocht werden. Leichtes Dämpfen für 3 bis 8 Minuten (je nach Dicke der Stangen) genügt bereits.

Bio-Spargel schont die Umwelt

Biologische Anbaumethoden unterscheiden sich auch in der Spargel-Kultur enorm von den herkömmlichen. Ein Bio-Spargelanbauer setzt beispielsweise keine Unkrautvernichtungsmittel ein. Stattdessen rückt er unerwünschtem Bewuchs mit der Hacke zu Leibe.

Pilze werden in der konventionellen Landwirtschaft mit Fungiziden bekämpft. Bio-Landwirte beugen Pilzbefall vor, indem sie den Abstand zwischen den einzelnen Spargelreihen deutlich erweitern und nehmen dadurch einen geringeren Flächenertrag in Kauf.

Tauchen Schädlinge auf, so werden diese mit umweltverträglichen Produkten z. B. auf Niembasis dezimiert. Die Bodenfruchtbarkeit wird selbstverständlich nicht mit Kunstdünger, sondern mit organischem Material erhöht.

Machen Sie den Geschmackstest! Lassen Sie sich Bio-Spargel und konventionellen Spargel servieren und testen Sie blind (ohne zu wissen, welcher Spargel bio und welcher konventionell erwirtschaftet wurde). Wir finden, Bio schmeckt besser.

Gesunde Spargelrezepte finden Sie hier.

Quellen

Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3



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(1)

Claudia Kohse
geschrieben am: Freitag, 22. Juli 2011, 12:51
eMail-Adresse hinterlegt
habe eine Unverträglichkeit gegenüber Spargel und gekeimte Hülsenfrüchte festgestellt, die Symptome sind identisch wie bei einer Glutamatvergiftung, Kopfschmerzen, starke Müdigkeit, Kurzatmigkeit, etc habe schon im Internet recherchiert und entdeckt dass Glutamin genau wie Aspargin im Körper als Neurotransmitter vorhanden sind, gibt es da weitere wissenschaftliche Erkenntnisse, ist Ihnen so etwas bekannt? Wäre sehr dankbar über weitere Infos

Zentrum der Gesundheit:

Liebe Frau Kohse,
vielen Dank für Ihre Mail.
Falls die Ursache Ihrer Symptome tatsächlich die Asparaginsäure ist, so könnte bei Ihnen eine Überempfindlichkeit vorliegen, wie sie insbesondere beim Verzehr von hohen Dosen Aspartam beobachtet werden kann. Wissenschaftliche Erkenntnisse dazu sind äußerst rar. Interessant wäre, ob Ihre Unverträglichkeit auch nach einer gründlichen Entsäuerung bzw. Darmreinigung in Kombination mit einer basenüberschüssigen Ernährung bestehen bleibt, oder ob lediglich eine allgemeine Disharmonie vorherrscht, die sich in der beschriebene Weise äußert und mit Hilfe einer Entgiftung wieder zum Verschwinden gebracht werden kann.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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