Vitamin B12


Vitamin B12 soll in pflanzlichen Lebensmitteln gänzlich fehlen. Veganer stellen sich daher oft die Frage, wie sie sich am besten mit Vitamin B12 versorgen sollten.


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letzte Aktualisierung am 13.05.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Vitamin B12 Mangel

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(Zentrum der Gesundheit) – Ein Vitamin B12 Mangel lohnt sich nicht. Er macht müde, schwach und depressiv. Und er kann zu irreversiblen Schäden am Nervensystem führen. Besonders Menschen mit Magen-Darm-Beschwerden, aber auch vegan lebende Menschen können betroffen sein. Da Vitamin B12 bevorzugt in tierischen Lebensmitteln enthalten ist, stellt sich die Frage, wie eine vegane Ernährung mit ausreichend Vitamin B12 versorgen kann. Oft wird behauptet, im Darm werde das Vitamin B12 gebildet. Auch sollen manche pflanzlichen Lebensmittel Vitamin B12 enthalten. Wir klären die Angelegenheit auf.

Chlorella Algen für perfekte Vitamin B12 Versorgung © concept w - Fotolia.com

Vitamin B12 Mangel: Betroffen sind Veganer und Nichtveganer

Ein Vitamin B12 Mangel ist ganz und gar nicht empfehlenswert. Vitamin B12 ist ein äusserst wichtiges Vitamin. Es ist an der Blutbildung beteiligt, schützt das Herz-Kreislauf-System und ist für das Nervensystem unverzichtbar. Eine umfassende Versorgung mit Vitamin B12 ist daher unabdingbar!

Im Gegensatz zu all den anderen Vitaminen des B-Komplexes findet sich das Vitamin B12 fast ausschliesslich in tierischen Lebensmitteln. Daher gelten Veganer als prädestiniert für einen Vitamin B12 Mangel.

Veganer aber sagen, eher die Allesesser seien für einen Vitamin B12 Mangel anfällig. Denn ihre ungesunde Nahrung führe zu Schäden an Magen und Darm, was dann einen Vitamin B12 Mangel sehr wahrscheinlich werden lasse.

Richtig ist, dass sowohl Veganer als auch Allesesser einen Vitamin B12 Mangel erleiden können.

Bei Allesessern liegt in einem solchen Fall meist eine Magen-Darm-Erkrankung vor, während bei den Veganern einfach der Rohstoff fehlt, weil sie nicht wissen, wie sie sich am besten mit dem Vitamin versorgen können oder weil sie womöglich glauben, dass ein Vitamin B12 Mangel lediglich ein Mythos darstelle, den man daher auch gar nicht beachten müsse.

Das aber kann ein folgenschwerer Irrtum sein, denn die Schäden, die durch einen Vitamin B12 Mangel eintreten, können sich durchaus auch als irreversibel erweisen.

Vitamin B12 Mangel bei Magenproblemen

Das Vitamin B12 benötigt in der Tat noch viel mehr einen gesunden Magen-Darm-Trakt als andere Vitamine und Mineralien.

In den Belegzellen der Magenschleimhaut wird nämlich der sog. Intrinsic Factor produziert – ein Transporterprotein, an das sich das Vitamin B12 aus der Nahrung heften kann, um dann im Dünndarm resorbiert werden zu können.

Bei einem angeschlagenen Magen jedoch kommt es zunächst zu einem Intrinsic-Factor-Mangel und infolgedessen auch zu einem B12-Mangel. Einen angeschlagenen Magen aber haben sehr viele Menschen, und zwar eher Allesesser als Veganer.

Dabei muss es nicht einmal eine schwerwiegende Magenerkrankung sein, wie z. B. eine Gastritis Typ A, die ebenfalls zu einem Vitamin B12 Mangel führen kann. Es genügt bereits Sodbrennen.

Denn wie viele Menschen nehmen aufgrund von Sodbrennen Säureblocker (Protonenpumpenhemmer) ein? Und genau diese Medikamente fördern die Entstehung eines B12-Mangels.

Sie hemmen nämlich nicht nur die Bildung der Magensäure, was in diesem Fall erwünscht ist, sondern auch die Bildung des Intrinsic Factors, was nicht erwünscht ist und zu den schädlichen Nebenwirkungen der Säureblocker zählt.

Weitere Medikamente, die einer Resorption des Vitamin B12 im Wege stehen, können Gichtmedikamente und Blutgerinnungshemmer sein.

Ein Vitamin B12 Mangel ist folglich keineswegs ein Problem, das nur vegan lebende Menschen betreffen würde. Es ist ein Vitaminmangel, der im Grunde jeden treffen kann, genauso wie Vitamin-D-Mangel oder Magnesiummangel.

Nichtsdestotrotz sind Veganer sehr wohl AUCH eine Zielgruppe eines Vitamin B12 Mangels – ganz einfach deshalb, weil eine hundertprozentig vegane Ernährung nicht die natürliche Ernährung des Menschen ist. Zwar wird genau das oft behauptet.

Doch ist es schlicht falsch, wie jeder erkennen wird, der sich ein wenig in die Thematik eindenkt.

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Vegane Ernährung ist keine natürliche Ernährung

Selbst vegan lebende Wildtiere leben in Wirklichkeit nicht vegan. Sie nehmen mit ihrer pflanzlichen Nahrung (Gräser, Blätter, Wurzeln, Früchte) immer auch Insekten, kleine Larven, Maden, winzige Schnecken und eine Unmenge an Mikroorganismen auf.

Gerade letztere sind die Hauptproduzenten des Vitamin B12.

Falls unsere Vorfahren also versucht haben sollten, vegan zu leben, dann gelang es ihnen nicht, weil sie automatisch immer auch all die genannten Kleinstlebewesen zu sich nahmen.

Ausserdem ist davon auszugehen, dass unsere Vorfahren (ob es nun auch Jäger waren oder nicht) mit Sicherheit tierische Nahrung wie Vogeleier und essbare Insekten, sicher auch leicht fangbare Reptilien gesammelt und verspeist haben.

Der vegan lebende Neuzeitmensch ist also das einzige Lebewesen, dem es aufgrund seiner modernen und daher so hygienischen Lebensweise gelingt, sich zu hundert Prozent vegan zu ernähren. Aus diesem Grunde ist der konsequente Veganer nicht in allen, aber in vielen Fällen nicht gut mit Vitamin B12 versorgt.

Das bedeutet nicht, dass die vegane Ernährung schlecht oder ungesund wäre. Im Gegenteil, sie ist unserer Ansicht nach die gesündeste Ernährungsweise überhaupt.

Denn während man bei der herkömmlichen Ernährungsform beispielsweise einen Magnesiummangel, Folsäuremangel, Chlorophyllmangel und Antioxidantienmangel befürchten muss, ist es bei der veganen Ernährung eben ein B12-Mangel, der auftreten kann, WENN man nicht umfassend informiert ist.

Langjährige Veganer ohne Vitamin B12 Mangel

Gelegentlich werden auf Veganer-Seiten Beispiele von langjährigen Veganern angeführt, ja sogar von Menschen, die seit ihrer Geburt vegan leben, die nie B12-Präparate einnahmen und dennoch – nach zwei oder drei Jahrzehnten – keinen Vitamin B12 Mangel entwickelt haben.

Da wird man stutzig, denn nach so langer Zeit müsste man eigentlich unbedingt Vitamin B12 Mangel-Symptome zeigen. Meist aber handelt es sich um Menschen, die einen ganz besonderen Lebensstil praktizieren:

Die Betreffenden seien beispielsweise nie geimpft worden, wird erklärt, hatten noch nie Medikamente genommen, noch nie Fastfood gegessen, tranken nie Alkohol, besuchten nie eine Disco, taten also nichts, was in irgendeiner Weise das gesunde Gleichgewicht ihres Körpers hätte stören können.

Stattdessen nahmen sie ausschliesslich Rohkost zu sich und lebten zu einem Teil von reichlich Wildpflanzen – natürlich ungewaschen und daher Vitamin-B12-reich. Oft nehmen sie überdies Mikroalgen und Algen zu sich, von denen manche Arten Vitamin B12 enthalten können.

Es ist daher möglich, dass man bei diesem ganz speziellen Ernährungs- und Lebensstil gut mit Vitamin B12 versorgt ist.

Doch wer lebt so? Die meisten vegan lebenden Menschen tun es nicht. Und so können auch Ausnahmefälle, wie die beschriebenen, nicht als Beispiele oder gar Beweise dafür herangezogen werden, dass B12 kein Problem bei rein pflanzlicher Ernährung darstellt.

Gemüse und Getreide nehmen Vitamin B12 aus dem Boden auf

Nun gibt es die Untersuchungsergebnisse von A. Mozafar der ETH Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule) aus den 1990er Jahren, die zeigen, dass Pflanzen offenbar über ihre Wurzeln Vitamin B12 aus dem Boden aufnehmen können, aber nur, wenn sie mit Kuhdung gedüngt wurden, der sehr Vitamin-B12-reich ist.

Sowohl Gerste als auch Spinat (nicht aber Sojabohnen) enthielten im Anschluss mehr Vitamin B12 als dieselben Pflanzen aus Kunstdüngung. Würde man 200 Gramm dieser Gerste essen, wäre man bereits mit 1,8 Mikrogramm Vitamin B12 versorgt.

Beim Spinat stellte man gar die doppelte Menge Vitamin B12 fest, allerdings in der Trockenmasse – und vom Spinatpulver nimmt man bekanntlich nicht sehr viel zu sich. In 10 Gramm waren zwar immerhin knapp 0,2 Mikrogramm Vitamin B12 enthalten, doch ist dieser Wert immer noch weit davon entfernt, den Tagesbedarf decken zu können.

Im organisch gedüngten frischen Spinat betrug der Wert 0,14 µg pro 100 g. Man müsste davon also ebenfalls sehr viel essen, um wenigstens einen Teil des B12-Bedarfs mit Spinat decken zu können.

Auch hat sich gezeigt, dass sich das B12 offenbar nicht in jeder Pflanze anreichert, da die Sojabohne kein B12 enthielt – ob mit oder ohne Kuhdung gewachsen. Man könnte also nicht sichergehen, dass jedes organisch gedüngte Gemüse und Getreide auch wirklich B12 enthält.

Und täglich 200 Gramm Gerste und 1 Kilogramm frischen Spinat zu essen, ist auch nicht gerade des Rätsels Lösung.

Japanische Wissenschaftler schrieben dann aber im Jahr 2014 auch noch, dass die meisten auf Dung basierenden organischen Düngemittel beträchtliche Mengen (um die 98 Prozent) an inaktivem Vitamin B12 enthielten, so dass vermutlich das B12 aus dem naturgedüngten Gemüse und Getreide nicht verwertet werden könne.

Vielleicht aber wird im Organismus bereits ausreichend Vitamin B12 gebildet, so dass man das Vitamin gar nicht essen müsste?

Körpereigene Bildung von Vitamin B12

Häufig wird berichtet, dass Vitamin B12 im Darm von den dort ansässigen Darmbakterien gebildet wird (natürlich nur, wenn man eine gesunde Darmflora habe). Diese Vitamin-B12-Bildung findet jedoch grösstenteils im Dickdarm statt.

Resorbiert wird das Vitamin B12 aber schon vorher, nämlich im Dünndarm. Also kann das selbst produzierte B12 nicht aufgenommen werden – gesunde Darmflora hin oder her. Es wird stattdessen mit dem Stuhl ausgeschieden.

Bei manchen Pflanzen fressenden Wildtieren ist das ebenfalls so, z. B. bei den Kaninchen, aber auch bei manchen Affen. Daher nehmen diese Tiere immer wieder ihren eigenen Kot auf, was für die meisten Menschen vermutlich nicht in Frage kommen wird.

Lediglich eine doch recht betagte Studie von 1980 meint, dass – zumindest bei Teilen der südindischen Bevölkerung – auch im Dünndarm Bakterienstämme siedeln, die verwertbares B12 bilden (Pseudomona und Klebsiella).

Damit die Bakterien Vitamin B12 bilden können, muss der Organismus jedoch zusätzlich gut mit Kobalt versorgt sein, einem wichtigen Bestandteil des Vitamin B12. Kobalt ist ein Spurenelement, das in relevanten Mengen in Kakao, Sonnenblumenkernen, Nüssen und Rotbuschtee enthalten ist.

Leider weiss der Einzelne aber nicht, wie es um seine Darmflora und deren B12-Bildefähigkeit bestellt ist. Niemand weiss ferner, ob er Pseudomona und Klebsiella im Dünndarm beherbergt oder nicht und wenn ja, ob diese auch ausreichende Mengen Vitamin B12 bilden, um den Bedarf zu decken.

Langfristig kann hier nur eine B12-Messung im Urin und Blut weiterhelfen. Ist diese auch bei langjähriger veganer Ernährung und ohne Nahrungsergänzung in Ordnung, dann kann man getrost davon ausgehen, dass man alles richtig macht.

Nun wird immer mal wieder erklärt, dass aktives B12 nicht nur von der Darmflora, sondern von der Bakterienflora im gesamten Verdauungstrakt gebildet wird, also auch von der natürlichen Mund- und Rachenflora.

Dieses Vitamin B12 könnte dann natürlich im Dünndarm auch aufgenommen werden. Doch dürfe man – um die Vitamin-B12-Bildung im Mund-Rachenraum nicht zu gefährden – niemals Zahncreme verwenden.

Für manche Menschen mag das praktikabel sein, für die meisten aber eher nicht. Genauso ist auch hier nicht bekannt, ob die im Mund-Rachenraum gebildetete Vitamin-B12-Menge den Bedarf decken kann.

Vitamin B12 – Der Bedarf

Vitamin B12 wird nur in winzigen Mengen gebraucht. Erwachsene benötigen nach offiziellen Quellen 3 bis 4 µg, andere Quellen sprechen von bis zu 7 µg. Kinder benötigen mindestens die folgenden Mengen:

0 -  6 Monate:  0,4 µg
7 - 12 Monate: 0,7 µg
1 -  3 Jahre: 0,9 µg
4 -  6 Jahre: 1,2 µg
7 -  9 Jahre: 1,8 µg

Ab 10 Jahre wie Erwachsene

So winzig diese Mengen auch klingen mögen, sie sind wirklich sehr wichtig!

In der Leber und der Muskulatur eines Erwachsenen sind um die 4000 µg gespeichert. Diese Vorräte werden bei einer Vitamin-B12-armen Ernährung zuerst geplündert. Daher können sich die Symptome eines Vitamin B12 Mangels auch erst nach drei oder mehr Jahren bemerkbar machen.

Vitamin B12 Mangel – Die Symptome

Zu den Symptomen eines Vitamin B12 Mangels gehören beispielsweise

Weitere Symptome eines Vitamin B12 Mangels ergeben sich aus den Aufgaben und Funktionen des Vitamin B12, die bei einem Mangel ja nicht mehr erfüllt werden können:

Vitamin B12 – Aufgaben und Funktionen

  • Vitamin B12 ist an der Zellteilung und dem Zellwachstum beteiligt sowie an der Bildung der DNA (Erbsubstanz). Kinder mit Vitamin B12 Mangel leiden daher an ernsthaften Entwicklungsstörungen.

  • Zusätzlich ist Vitamin B12 sehr wichtig für das Nervensystem, da es bei der Bildung und Regeneration der Nervenfaserhüllen mithilft. Neurologische, aber auch neuropsychiatrische Störungen gehören daher zu den Symptomen bei Vitamin B12 Mangel.

    Diese können sich bis hin zu Depressionen und Demenz ausweiten. Kein Wunder stellte man ausserdem in einer im Januar 2016 veröffentlichten Studie fest, dass Menschen mit Autismus und auch Menschen mit Schizophrenie äusserst niedrige Vitamin-B12-Spiegel aufweisen.

    Die neuropsychiatrischen Störungen können auftreten, noch bevor die weiter unten beschriebene Anämie in Erscheinung tritt. Auch ist zu bedenken, dass manche neurologischen Störungen irreversibel sind, sich also nach der Vitamin-B12-Einnahme nicht wieder zurückbilden können.

  • Vitamin B12 baut gemeinsam mit Vitamin B6 und der Folsäure das toxische Homocystein – das naturgemäss im Rahmen des Proteinstoffwechsels entsteht – zu einem ungiftigen Stoff ab.

    Bei Vitamin B12 Mangel kann das Vitamin B12 das Homocystein nicht abbauen. Der Homocysteinspiegel im Blut steigt jetzt und stellt dort eine ernsthafte Gefahr für die Blutgefässe dar.

    Homocystein nämlich schädigt die Blutgefässwände, so dass es dort zu Reparaturprozessen kommen muss, die wiederum zu arteriosklerotischen Ablagerungen führen können. Daher gelten hohe Homocysteinwerte als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

  • Und da das Vitamin B12 auch an der Blutbildung beteiligt ist, kommt es bei Vitamin B12 Mangel zu einer besonderen Form der Anämie. Es handelt sich um die sog. Perniziöse Anämie.
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Vitamin B12 Mangel – Die Diagnose

Um die Symptome und Folgen eines Vitamin B12 Mangels kann man den eigenen Vitamin-B12-Status überprüfen lassen. Die einfachste Methode ist der Vitamin-B12-Urintest, den man im Internet bestellen und zu Hause selbst durchführen kann.

Bei diesem Test wird der Gehalt an Methylmalonsäure im Urin gemessen, der bei einem Vitamin B12 Mangel erhöht ist (im Urin und auch im Blut).

Viele Ärzte bestimmen den Vitamin-B12-Spiegel noch heute im Blutserum, was aber nicht sinnvoll ist, da dort auch das inaktive B12 mitgemessen wird, das vom Körper sowieso nicht genutzt werden kann.

Es kann also sein, dass der Blutserumwert noch vollkommen in Ordnung ist, in Wirklichkeit aber schon ein Vitamin B12 Mangel vorliegt. Erst wenn der B12-Spiegel schon sehr dramatisch gefallen ist, würde man es am B12-Wert im Blut feststellen können.

Da es jedoch auch Menschen gibt (besonders bei den über 70-jährigen), die erhöhte Methylmalonsäurewerte aufweisen, ohne einen B12-Mangel zu haben, sollte man sicherheitshalber noch einen weiteren Test durchführen (wenn der Methylmalonsäure-Test erhöht war).

Dabei handelt es sich um die Bestimmung des sog. Holo-Transcobalamins (Holo-TC) im Blut. In diesem Test wird nur das aktive Vitamin B12 gemessen. Ist der Holo-TC-Wert zu niedrig, spricht dies dafür, dass die körpereigenen Vitamin-B12-Speicher bereits leer sind.

Im Blut kann überdies zur Absicherung der Homocysteinwert bestimmt werden (siehe auch oben unter Vitamin B12 – Aufgaben und Funktionen). Ist er erhöht, könnte ein Vitamin B12 Mangel im Spiel sein.

Vitamin B12 Mangel vermeiden

Steht nun fest, dass ein Vitamin B12 Mangel vorhanden ist oder – was besser ist – man möchte als vegan lebender Mensch einem Vitamin B12 Mangel zuvorkommen, dann stellt sich natürlich die Frage, welche veganen Lebensmittel das Vitamin B12 nun in relevanten Mengen enthalten und wie man sich am allerbesten mit ausreichend Vitamin B12 versorgen kann.

In unserem Artikel vegane Vitamin-B12-Quellen finden Sie alle weiteren Informationen dazu.

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isa ensar
geschrieben am: samstag, 02. april, 00:26
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Hallo, ich habe mir Vitamin b12 als Nahrungsergänzung besorgt und wollte fragen ob in den Inhaltsstoffen bedenkliche Stoffe vielleicht drin sind von denen Sie vielleicht abraten würden Sodass ich es wegwerfen möchte und nicht nochmal kaufe (falls es schädlich ist) wenn es nicht schädlich ist möchte ich es 3-4 Monate benutzen.

Zutaten pro 100gr: 180 mg Methylcobalamin; Füllstoff: Xylit, modifizierte Cellulose; Säurungsmittel: Zitronensäure, natürliches Erbeeraroma; Trennmittel: pflanzl. Magnesiumstearat. Schöne Grüsse aus München und danke für die vielen sinnvollen Informationen die man nicht überall findet.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo isa ensar
Die zwei nicht so guten Inhaltsstoffe sind das Aroma und die Zitronensäure. Bei den winzigen täglichen Verzehrmengen dürfte es jedoch nichts ausmachen. Wenn Sie ein Vitamin-B12-Präparat ohne diese Stoffe möchten, greifen Sie einfach beim nächsten Mal zu Kapseln.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

leonie
geschrieben am: montag, 01. juni 2015, 10:28
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Hallo nochmal, "Hohes C" hat mich folgendermaßen per Mail informiert: " Bei dem Vitamin B12 handelt es sich um Cobalamin, das im Körper zu Methylcobalamin umgewandelt wird". (1ng pro 100ml) Reicht das dann? Vielen Dank für Ihre zuverlässige Mühe!




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Leonie
Sind Sie sicher, dass es ng heisst und nicht Mikrogramm? Wären es Nanogramm (ng), wäre die Dosis viel zu gering. Der Bedarf an B12 liegt zwischen 1 bis 1,5 Mikrogramm (kl. Kinder) und 3 bis 4 Mikrogramm Erwachsene - wobei manche Quellen auch von einem Bedarf bis zu 10 Mikrogramm sprechen bzw. der Bedarf je nach Belastung steigen kann.

Die Bezeichnung „Cobalamin“ sagt nichts über die Qualität oder Form des Vitamin B12 aus, da Cobalamine eine Gruppe von Verbindungen darstellen, zu denen u. a. auch das Vitamin B12 in seinen unterschiedlichsten Formen zählt.

Ein Hersteller angereicherter Lebensmittel sollte also konkret die verwendete B12-Form benennen können. Vermutlich wird die synthetische B12-Form, das Cyanocobalamin, verwendet.

Andere Formen sind z. B. Methylcobalamin (das biologisch aktive B12), Adenosylcobalamin (ebenfalls aktiv) oder Hydroxycobalamin.

Da Cyanocobalamin vom Körper in aufwändigen drei Schritten in das aktive Methylcobalamin umgewandelt werden muss, ist die direkte Einnahme von Methylcobalamin sicherer. Auch weiss man, dass Methylcobalamin den zellulären B12-Spiegel besser zu erhöhen vermag als Cyanocobalamin.

In der Lebensmittelindustrie wird jedoch meist auf das synthetische Cyanocobalamin zurückgegriffen. Doch erkundigen Sie sich sicherheitshalber noch einmal beim Hersteller.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

leonie
geschrieben am: vorgestern, 12:50
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Vielen Dank für die schnelle Antwort. Das Thema beschäftigt uns wirklich sehr. Wir können ohne Probleme täglich 0,2 l Multivitaminsaft trinken, aber angenommen im Saft würde sich die "inaktive" Form befinden, würde das Ganze nichts bringen, richtig? Wozu enthalten Säfte usw. dann Vitamine, die dem Körper doch nichts bringen? Bei den Tropfen liest man: 2 mal täglich mehrere Tropfen 30 minuten vor dem Essen. Könnte man das in den Saft tröpfeln oder auf ein Brot oder geht dann die Wirksamkeit verloren? Würde der Gebrauch einer Zahnpasta den Bedarf komplett abdecken? Vielen Dank nochmal!




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Leonie
Bitte erkundigen Sie sich einfach beim Safthersteller nach der verwendeten B12-Form, um sicher zu gehen. B12-haltige Zahncreme nützt nicht übermässig viel, da das enthaltene B12 nur während der Putzzeit in die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann. Diese Menge ist gering, da Sie die Zahncreme ja nicht schlucken. Aber ja, Sie können z. B. B12-Kapseln öffnen und in Getränke geben oder Tabletten zerstossen etc. Auch könnten Sie zunächst den Vitamin-B12-Spiegel bestimmen lassen (Urin) und dann entscheiden, welche Dosis und welches Produkt erforderlich wäre.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

leonie
geschrieben am: mittwoch, 27. mai 2015, 21:05
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Hallo, wir gehören auch zu den Menschen, die sich nicht ganz trauen, die Ernährung komplett auf vegan umzustellen, da wir einen B12 -Mangel befürchten. Wir haben jetzt viel über Kapseln Tropfen etc. gelesen , halten diese Supplementierung für unsere Kinder (7 und 12 Jahren) nicht für praktikabel. Sie sind insgesamt für Medikamente nicht zugänglich. Insgesamt sind wir recht verwirrt, was "aktives" und "inaktives" B12 angeht, zu viel, zu wenig, verschiedene Arten.... In Ihrem Artikel schreiben Sie, dass der B12 Mangel gar nicht von der veganen Ernährung verursacht wird, trotzdem empfehlen Sie aber Nahrungsergänzungsmittel. Warum? Wir wollen auch nicht täglich rohe Algen verzehren. Zur Zeit trinken wir fast täglich den Multivitaminsaft von Hohes C, das angeblich 1ng pro 100ml Vitamin B12 (40% des Tagesbedarfs eine Erwachsenen) enthält. Wäre das ausreichend? Ist das enthaltene Vitamin auch das "aktive" Vitamin B12 und auch die "richtige" Art? Vielleicht haben Sie auch einen besseren Vorschlag? Vielen Dank für Ihre Mühe!




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Leonie
B12 ist nur in sehr kleinen Mengen erforderlich, die in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einfach in Getränke oder Mahlzeiten gegeben werden können. Es ist also nicht nötig, dass Kinder isolierte Tabletten schlucken oder Tropfen nehmen müssen.

Derzeit ist nicht sicher, ob mit rein veganer Ernährung der B12-Bedarf gedeckt werden kann, weshalb wir hier zur Supplementierung raten würden. Im Artikel haben wir geschrieben, dass die B12-Versorgung u. U. mit den beschriebenen Massnahmen gesichert werden kann. Da diese Massnahmen aber nicht alle Menschen umsetzen können/wollen, ist eine Supplementierung sinnvoller und sicherer, zumal sie so einfach durchgeführt werden kann.

Die Problematik "aktiv" und "inaktiv" besteht lediglich im Bereich der Lebensmittel. B12 als Nahrungsergänzungsmittel sollte in jedem Falle aus aktivem B12 bestehen. Ideal ist hier Methylcobalamin, das vom Körper sofort verwertet werden kann.
Da wir nicht wissen, welche B12-Form in Ihrem Saft enthalten ist und auch nicht, wie viel Sie davon trinken, können wir Ihre diesbezügliche Frage nicht beantworten.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Hans
geschrieben am: sonntag, 13. juli 2014, 00:34
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Hallo zusammen. Danke für den Artikel, doch ist es sehr verwirrend, dass über das Vorkommen von Vit. B12 von verschiedenen Stellen sehr verschiedene Aussagen kommen. z.b. auf dieser Seite (**) ist zu lesen, dass Algen überhaupt kein verwertbares Vit. B12 erzeugen und Aussagen dass Algen verwertbares Vit. B12 erhalten falsch sind - widersprüchlich zu ihrem Artikel in dem Nori-Algen oder Chlorella als Quellen angegeben werden. Ich würde da um Aufklärung bitten. Vielen Dank und beste Grüße




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Hans
Unser Vitamin-B12-Artikel erfährt demnächst ein Remake :-) Das Wichtigste zusammengefasst finden Sie jedoch in unserem Fazit, so dass man aus Sicherheitsgründen und bei wirklich rein veganer Ernährung problemlos mit Vitamin B12 in Tropfen- oder Tablettenform ergänzen kann und sich somit keine Gedanken mehr machen muss, da die Voraussetzungen, um als Veganer gut mit B12 versorgt zu sein, sehr schwierig zu schaffen sind.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Anonym
geschrieben am: mittwoch, 09. juli 2014, 10:33
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Guten Morgen Können Sie mir helfen? Ich bin meine ideale Ernährung am suchen. Ich lebe vegetarisch/vegan, habe Vitamin D3 und B12 Mangel. Meine Kondition ist in schlechten Zustand und Energie fehlt mir auch oft. Haben Sie mir einen Tipp, ich mich zukünftig gesund und so ernähren kann, dass ich genug Energie habe und immer gut gesättigt bin? Vielen lieben Dank für Ihre Antwort Freundlicher Gruss




Zentrum der Gesundheit:

Vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme.

Wirklich hilfreiche und sinnvolle Tipps zur Optimierung der Ernährung kann Ihnen nur ein ganzheitlicher Ernährungs- und Gesundheitsberater nach einer ausführlichen Anamnese geben. Mit nur zwei oder drei Hinweisen zu Ihrer Person und Lebensweise ist dies leider nicht möglich.

Auch können fehlende Energie und mangelnde Kondition ja auch andere Ursachen als die Ernährung haben, so dass diese in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden sollten.
Falls dies schon geschehen ist und keine Befunde vorliegen, dann raten wir Ihnen in jedem Fall zu einer Behebung der bekannten Mängel.

Sowohl Vitamin B12 als auch Vitamin D3 können relativ einfach mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden. Gerade jetzt im Sommer, können Sie ferner durch gezielte Sonnenbäder Ihren Vitamin-D-Spiegel auf Vordermann bringen.

Bei wirklich ausgeprägten Mängeln müssen evtl. die ersten Dosen in Form von Injektionen erfolgen. Dazu berät Sie aber sicher gerne Ihr Arzt.

Da ein Vitamin-B12-Mangel auch auf ein Problem des Verdauungssystems hinweisen kann, wäre es vielleicht nicht schlecht, diesem etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen, z. B. mit einer Darmsanierung bzw. dem Aufbau der Darmflora.

Anschliessend können die Nährstoffe aus der täglichen Nahrung wieder besser resorbiert und verwertet werden.

Gleichzeitig raten wir zu einer basenüberschüssigen Ernährung, die vegetarisch, vegan oder auch "normal" praktiziert werden kann. Eine genaue Beschreibung dieser Ernährungsform finden Sie hier.

Rezepte zur basenüberschüssigen Ernährung finden Sie in unserer Rezepte-Datenbank: Rezepte für eine basenüberschüssige Ernährung
Alles Gute und liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

paula
geschrieben am: donnerstag, 26. juni 2014, 11:12
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Hallo! können zur Vitamin-B12-Supplementierung bei unserem 1-jährigem Sohn(wir ernähren uns vegan) Vitamin-B12-Kapseln geöffnet und der Inhalt seiner Nahrung beigemischt werden, um ihm das Schlucken dieser Kapseln zu ersparen?




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Paula
Für kleine Kinder empfehlen wir Vitamin-B12-Tropfen, wie z. B. Methylcobalamin-Tropfen. Diese können für Kinder sehr leicht dosiert und auch gut eingenommen werden.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

TheOneAndOldi
geschrieben am: montag, 04. november 2013, 13:38
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Liebes ZdG-Team, vielen Dank für die Fülle an Informationen, die Sie zur Verfügung stellen. Auch wenn ich diese teils widersprüchlich finde, bin ich doch sehr dankbar für all die Anregungen, die ich seit einigen Wochen so gut wie möglich umzusetzen versuche. Zum Thema B12: Auf der Seite gesundheitlicheaufklaerung.de heißt es zu den Inhaltsstoffen von Gerstengras: "B-Vitamine: Gerstengras enthält 30 mal mehr von allen B-Vitaminen als Milch. Darunter enthalten auch das seltene Vitamin B12 und die Vitamine B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin) und B6 (Pyridoxin)."

Können Sie dies bestätigen bzw. denken Sie, dass einem Vitamn B12-Mangel mit Hilfe von Gerstengras (auch in Pulverform?) vorgebeugt werden kann? Ich finde die Aussage etwas verwirrend, da Gerstengras nun wahrlich kein tierisches Produkt und demzufolge in der Lage sein sollte, Vitamin B12 zu enthalten. Oder kann das allein durch Mikroorganismen/Bakterien begründet werden? Wenn ja, kann man bei Gerstengraspulver von einem ähnlichen(gleichen) Effekt ausgehen?
Vielen Dank und freundliche Grüße Christian




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Christian
Vielen Dank für Ihren Kommentar.

Wenn Sie Widersprüchliches auf unseren Seiten finden sollten, so weisen Sie uns bitte darauf hin. Bei mehreren Tausend Artikeln und verschiedenen Autoren können sich Aussagen in den Details unterscheiden, die Grundaussage wird jedoch immer dieselbe sein :-) Auch können neue Erkenntnisse in aktuellen Artikeln erscheinen, während ältere Artikel noch nicht entsprechend aktualisiert sind, was wir jedoch kontinuierlich tun. Dennoch kann es an manchen Stellen zu Überschneidungen kommen.

Gerstengras ist keine adäquate Vitamin-B12-Quelle. Das Vitamin B12 müsste über Verunreinigungen (Erde) oder über die natürliche Anhaftung von Bakterien am Gras in das Pulver gelangen. Diese Mengen wären jedoch sehr gering und für die Deckung des täglichen B12-Bedarfes sicher nicht ausreichend.

Auch ist nicht klar, ob es sich um verwertbares B12 oder Analoga handelt. So lange aber nicht einmal dieser Punkt geklärt ist, ist es unsinnig auf Gerstengras als potentielle B12-Quelle hinzuweisen.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Bärbel
geschrieben am: sonntag, 03. november 2013, 08:26
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Mit dem täglichen Verzehr von 0,3 l Kanne Brottrunk decken sie 126 % der empf. Tagesdosis an Vitamin B12. Dies steht auf der Flasche drauf. Ich denke das ist das einfachste und ist auch sehr gesund. Gruß Bärbel




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Bärbel
Bitte erkundigen Sie sich beim Hersteller des Brottrunks, ob das enthaltene Vitamin B12 in Form von unverwertbaren Analoga oder in Form des für den Menschen verfügbaren B12 vorliegt. Sie werden feststellen, dass der Hersteller die Frage nicht beantworten kann. Es wäre also sehr leichtsinnig, sich auf Brottrunk als alleinige B12-Quelle zu verlassen.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Anonym
geschrieben am: montag, 29. juli 2013, 16:24
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Hallo, mir ist soeben ein schwerwiegender Fehler in einem Ihrer Artikel aufgefallen. Darin schreiben sie, dass unter anderem eine regelmäßige Aufnahme von Sauerkraut vor einem Vitamin B12 Mangel schützt. Eine gefährliche und weit verbreitete Annahme. Zwar ist Vitamin B12 in Sauerkraut vorhanden, allerdings Analoga welches wir nicht verwerten können. Aber nicht nur das wir es nicht verwerten können, es blockiert gleichzeitig die Aufnahme von für uns verwertbarem Vitamin B12. Ein Veganer der in Folge der Sorge an einem Vitamin B12 Mangel zu erleiden viel Sauerkraut isst, wird früher oder später einen Vitamin B12 Mangel hervorrufen. Aufgrund der nicht zu unterschätzenden Gefahr dessen, wäre ich ihnen sehr verbunden, wenn der/die Artikel entsprechend verbessert werden würden.




Zentrum der Gesundheit:

Vielen Dank für Ihre Bemerkung.
Das Thema Vitamin B12 ist in Wissenschaftskreisen noch nicht annähernd erschöpfend geklärt. So weisen wir im Artikel auch auf eine mögliche B12-Bildung der Flora der Schleimhäute im oberen Verdauungssystem hin. Des Weiteren gibt es Hinweise darauf, dass auch die Darmflora im Dünndarm B12 produziert.

Die Analoga-Angelegenheit ist ebenfalls nicht eindeutig geklärt, da nachweislich eben nicht jeder Veganer früher oder später an einem B12-Mangel leidet. Vitamin B12 ist zweifelsohne sehr wichtig, doch betrifft ein möglicher Mangel Veganer sicher nicht häufiger als all die Millionen Nicht-Veganer, die täglich PPI oder andere Medikamente erhalten, die eine B12-Resorption verhindern.

Abgesehen davon, dass wir einen neuen B12-Artikel in Arbeit haben, der das Thema ausführlich behandeln wird, schreiben wir NICHT, dass Sauerkraut vor B12-Mangel schützt. Wir erwähnen Sauerkraut als eine von mehreren B12-Quellen. Wir schreiben, dass "bei einer rein veganen Ernährung ein ausgewogener Vitamin-B12-Spiegel möglich zu sein scheint, wenn Resorptionsstörungen ausgeschlossen werden können, wenn eine gute Darmgesundheit vorliegt und wenn folgende Lebensmittel regelmäßig auf dem Speiseplan stehen: Nori-Algen, Chlorella-Algen, Wildpflanzen und ungewaschenes Bio-Obst, Sauerkraut bzw. andere milchsauer fermentierte Gemüse."
Von einem alleinigen Sauerkraut-Verzehr als sichere B12-Quelle ist jedoch nirgends die Rede.

Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Anne G.
geschrieben am: dienstag, 30. april 2013, 18:13
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Sie beziehen sich bezüglich des Vitamin B 12 in Algen auf die finnische Studie. Wenn ich diese nun richtig verstanden habe, dann ist sie für mich aber keinesfalls ein Beleg dafür, dass der Konsum von Algen ausreichend Vitamin B 12 liefern kann. Die Werte von den Veganern, auch wenn sie Algen zu sich nahmen, sind immer noch recht niedrig. Und wie sich die Werte über die Zeit hinweg entwickeln, darüber steht in ihrer Quelle, dass bei 6 von 9 Veganern die Werte sich langsam, aber kontinuierlich verschlechtert hatten. Leider wird hier jedoch nicht erwähnt wie viele Veganer davon diese waren, die die Algen konsumierten. Und was zuletzt aber am Besorgnis erregendsten für mich ist (ich ernähre mich selbst vegan und verlasse mich derzeit auf Chlorella): Pseudovitamine von B 12 können die Bluttestergebnisse verfälschen! Den normalen Serumtest am allermeisten, aber sogar auch den Holotranscobalamintest. Um die Verfälschung von B 12 Analoga auszuschließen soll nur noch der Methylmalonsäuretest aussagekräftig sein. Und dieser wurde in der Studie ja leider nicht verwendet.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Anne,
vielen Dank für Ihre Mail.

Die Bioverfügbarkeit von B12 in Mikroalgen ist in der Tat noch nicht geklärt und Wissenschaftler machen immer wieder darauf aufmerksam, dass hier weiterer Forschungsbedarf besteht.

Die Nori-Alge soll jedoch deutlich sicherer verfügbares B12 liefern als Mikroalgen (http://ebm.rsmjournals.com/content/232/10/1266.full, unter "Edible algae").

In unserem Artikel weisen wir jedoch explizit darauf hin, dass die genannte Studie mit Menschen durchgeführt wurde, die sich roh ernähren, deren Ernährungsweise und Gesundheitszustand also nicht mit anderen Menschen verglichen werden kann und vegan lebende Menschen - nach einer Bestimmung ihrer B12-Werte - daher besser auf eine Supplementation mit Vitamin-B12-Tropfen oder anderen Präparaten ausweichen mögen.

Auch würden wir vegan lebenden Menschen keinesfalls empfehlen, sich allein auf die Chlorella-Alge zu verlassen. Selbst wenn die Alge verfügbares B12 liefern würde, so könnte die enthaltene Menge kaum den Bedarf decken, sondern würde vielmehr die Vitamin-B12-Versorgung lediglich unterstützen.

Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Tanja
geschrieben am: freitag, 11. januar 2013, 17:57
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Hallo l, habe gelesen ,dass in Sandorn auch B12 sein soll.Mag sein,dass die Menge gering ist,ich weiss es nicht. Wissen sie mehr darüber? Danke und gruss




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Tanja,
bitte nutzen Sie auch unsere Suchfunktion, wo Sie oft schon die Antwort auf viele Fragen finden können :-)
Die Frage in Bezug auf Sanddorn und dessen möglichem Vitamin-B12-Gehalt haben wir z. B. hier schon beantwortet: Sanddorn - Vitamin B12

Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Birgitt
geschrieben am: donnerstag, 20. dezember 2012, 14:17
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Sie weisen am Ende Ihres B12-Artikel zwar auf Ihr copyright hin, haben sich aber doch aus dem B12-Artikel von Prof. Probst bedient, was ich auch in Ordnung finde, denn diese Informationen und ERFAHRUNGEN, die wir seit 20 Jahren sammeln, müssen verbreitet werden. Herzliche Grüße Birgitt




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Birgitt,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihren Hinweis auf Ihren interessanten Artikel. Dieser war uns jedoch bis zu diesem Augenblick neu, diente also nicht als Quelle für unseren Text. Die Quellen unseres Artikels finden Sie am Ende des Textes. Eine weitere wichtige Quelle (die finnische Studie) wird im Text selbst erwähnt (im Absatz über unserem Fazit). Selbstverständlich flossen ausserdem weithin bekannte Infos bzw. Vermutungen in den Text mit ein, wie z. B. dass ungewaschene Pflanzen und Früchte u. U. Vitamin B12 liefern können. Uns scheint eher, dass unsere beiden Artikel eine gemeinsame Quelle haben, nämlich Frau Dr. Vivian V. Vitriano und deren Artikel.
Wir versichern Ihnen, dass wir in jedem Falle - sollten wir Informationen aus Ihrem Artikel in der Zukunft nutzen wollen - vorab um Ihre Zustimmung bitten werden und Ihre Website dann selbstverständlich auch als Quelle angeben.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Bonnie2000
geschrieben am: dienstag, 16. oktober 2012, 15:51
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Mich würde interessieren, wo man die genannten Algen frisch kaufen kann. Prinzipiell überzeugt mich die vegane Ernährung aus unterschiedlichen Gründen. Dennoch macht es mich stutzig, dass man möglicherweise einen Vit-B12 Mangel riskiert. DAs würde doch darauf hindeuten, dass diese Ernährungsform nicht wirklich artgerecht für den Menschen ist, sonst wäre er doch umfassend versorgt.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Bonnie,
eine hundertprozentig vegane Ernährung ist auch nicht die artgerechte Ernährung des Menschen, ja sie ist es nicht einmal für rein pflanzenfressende Tiere. In der Natur ist eine rein vegane Ernährung nicht möglich. Immer isst man mit Früchten, Wurzeln, Blättern etc. auch Maden, Würmer, kleine Käfer und reichlich Mikroorganismen mit. Nur der moderne Mensch kann sich entscheiden, tatsächlich vegan zu leben. Die meisten kultivierten Früchte und Gemüse sind frei von Parasiten und Gemüse und Salate werden ausgiebig gewaschen und/oder gekocht. Infolgedessen sind auch Mangelerscheinungen möglich. Dabei darf jedoch nie vergessen werden, dass - wie bereits mehrheitlich erwähnt - sehr viele nicht vegan lebenden Menschen ebenfalls von einem Vitamin-B-12-Mangel bedroht sind.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Leo
geschrieben am: donnerstag, 03. mai 2012, 14:23
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Danke für die Antwort; sie hat meine Frage aber nicht wirklich beantwortet. Ich hatte mir gedacht, dass z.B. möglicherweise angenommen wurde, die Analoga würden gar nicht erst ins Blut gelangen. Ich habe der Studie entnehmen können, dass Radioassay/Radioimmunoassay-Kits verwendet wurden, um das B12 zu messen, von welchen ich wiederum gelesen habe, dass sie nur echtes B12 anzeigen. Mein Verdacht hat sich also nicht bestätigt. Diese Gedankengänge teile ich, auch wenn ich skeptisch bin, dass der gemäßigte Verzehr von Algen/Wildkräutern/Ungewaschenem eine Absicherung in Hinsicht auf B12 darstellt. Ich meinte lediglich, dass der Satz eine verallgemeinernde Feststellung ist, die aber nicht auf jeden \'bewusst lebenden\' (was bedeutet das?) Veganer zutrifft. Bei dem veganen Lebensstil an sich geht es ja nicht um die eigene Gesundheit, sondern um Tierausnutzung (Gesundheitsbewusstsein ist natürlich parallel möglich) also sollte zumindest \'sich bewusst ernährend\' statt \'bewusst lebend\' geschrieben werden; aber auch nicht jede_r Veganer_in mit Gesundheitsbewusstsein isst Wildkräuter, Algen und ungewaschenes Obst (z.B. ich mach das nur ganz selten, fällt mir auf; es kommt natürlich darauf an, was man unter Gesundheitsbewusstsein versteht), also ist es allenfalls empfehlenswert, aber als Feststellung lässt es sich nicht sagen.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Leo,
Sie konnten mit Hilfe der angegebenen Studie Ihre Frage selbst beantworten - und genau das war unsere Absicht :-)
Skepsis ist in jedem Falle angebracht und eine 100prozentige "Absicherung" in Bezug auf Vitamin B12 wird es nicht geben - weder bei Veganern noch bei Nicht-Veganern. Doch lassen sich mit den zur Verfügung stehenden Informationen sehr nützliche Vorkehrungen treffen.

Wir schrieben bewusst "bewusst LEBENDER" Veganer, weil es hier u. a. um den Zustand der Darmflora geht und dieser nicht nur von der Ernährung abhängt, sondern von anderen Faktoren ebenfalls. Selbstverständlich kann es für den Begriff unterschiedliche Definitionen geben. Die unsere schliesst dabei die Beachtung des Tierleids keinesfalls aus. In Wirklichkeit gehen wir sogar davon aus, dass die Hauptmotivation der meisten Veganer der ethische Gesichtspunkt ist und dass erst in zweiter Linie der Aspekt der Gesundheit dazukommen kann.

In unserem Artikel geht es jedoch konkret um die Deckung des Vitamin-B12-Bedarfes, so dass es dann tatsächlich merkwürdig geklungen hätte, wenn wir unserer Auflistung "gesunde Darmflora, Wildpflanzen, ungewaschene Früchte" auch noch "will Tierleid vermeiden" hinzugefügt hätten.

Fassen wir zusammen: Die meisten Veganer leben und ernähren sich bereits sehr bewusst, sollten aber in Bezug auf das Vitamin B12 - wenn sie keine Supplementation wünschen - noch ein bisschen bewusster leben/sich ernähren :-)
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Leo
geschrieben am: mittwoch, 02. mai 2012, 22:59
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Liebes ZDG-Team, vielen Dank für diesen Artikel. Einen Zweifel hab ich jedoch: Die zitierte Studie ist anscheinend von 1995. War damals schon bekannt, dass B12-Analoga ebenfalls ins Blut gelangen und bei manchen Bestimmungsmethoden nicht von echtem B12 unterschieden werden? Ich habe mal gelesen, dass die \"B12 Bestimmungsmethode mit Hilfe des Bakteriums Ochromones malhensis die verlässlichsten Werte liefere, während andere Methoden, wie z.B. die Bestimmungsmethode nach Herbert, inaktive B12 Analoga und aktives Vitamin B12 nicht unterscheide\" Quelle: www.vegan.at/warumvegan/gesundheit/vitamin_b12.html und gerade Algen und fermentierte Produkte - die in dem Artikel empfohlen wurden - enthalten solche Analoga... Oder ist der Artikel auf vegan.at veraltet bzw. auf älterem Stand als die Studie? Außerdem finde ich folgenden Satz merkwürdig: \"Ein bewusst lebender Veganer verfügt über eine gesunde Darmflora, genießt Wildpflanzen und Früchte auch einmal ungewaschen und liebt Meeresgemüse.\" das trifft ja nicht mal alles auf mich Bioveganer zu (z.B. Meeresgemüse mag ich zwar tatsächlich, ist mir aber zu teuer)




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Leo,
vielen Dank für Ihre Mail.
 
Hier finden Sie die Originalstudie, auf die wir uns im Artikel beziehen: Studie Vitamin B12

Wir schrieben ferner in unserem Artikel folgenden Absatz: "Die Wissenschaftler betonten, dass man der Meinung war, dass es sich bei dem in den Algen vorkommenden Vitamin B12 um sog. Analoga handle, also um eine inaktive und daher eher unnütze Form des Vitamin B12. Nichtsdestotrotz zeigte das Resultat der Studie, dass die Analoga offenbar sehr wohl einen Nutzen hatten." Man wusste also schon damals von Analoga und wunderte sich über das Studienergebnis, weil es den Erwartungen bzw. dem Stand der Wissenschaft nicht entsprach. Auch heute noch können wir davon ausgehen - worauf auch Anfragen an renommierte Ernährungswissenschaftler bzw. deren Antworten schliessen lassen - dass die Details rund um die richtige Vitamin-B12-Versorgung noch nicht geklärt sind.
 
Jener Satz, der Ihnen merkwürdig vorkommt, fasst lediglich die Ergebnisse einiger logischer Gedankengänge zusammen:
Der Mensch ist von Natur aus kein Veganer. Selbst wenn manche unserer urzeitlichen Vorfahren ausschliesslich pflanzliche Nahrung zu sich nahmen, assen sie zwar unbeabsichtigt, aber automatisch auch tierische Nahrung bzw. Mikroorganismen, da in urzeitlichen Früchten immer auch Maden, in Wurzeln Würmer, in essbaren Blüten kleine Käfer/Fliegen etc. vorhanden waren. Es wurden kleine Mengen mikroorganismenreiche Erde aufgenommen und nichts wurde gewaschen. Es gab keinen Vitamin-B12-Mangel. Folglich liegt die Gefahr eines Vitamin-B12-Mangels bei Veganern heutzutage in unserer makellosen Nahrung und unseren hygienischen Lebensumständen verborgen. Daher der Tipp mit den Wildpflanzen und dem ungewaschenen Obst (Bio natürlich).
 
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Kinschea
geschrieben am: mittwoch, 26. oktober 2011, 19:02
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Ein wirklich fragwürdiger Artikel, der allen Anschein nach das Vegane leben ohne das Vit. B12 um jeden Preis zu rechtfertigen wagt. Vitamin B12 ist überwiegend tierischen Produkten enthalten. Nur Spuren davon werden vom Körper selbst gebildet oder können über rein vegane Ernährung aufgenommen werden.

Dies reicht aber nicht, um unseren Bedarf zu decken!! Allerdings sind wir in der Lage dieses Vitamin, in der Lebe,r bis zu 10 Jahre zu spreichern. Ich arbeite im Ernährungsbereich und sehe mich vielerlei Meinungen gegenüber. Veganes Leben ist demnach auf Zeit möglich. Aber hier zu vertreten, dass es ohne größere Vit.B12 Aufnahme aus tierischen Produkten fürs gesamte Leben ausreicht, empfinde ich als bedenklich...




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Kinschea,
vielen Dank für Ihre Mail.
 
Vermutlich handelt es sich hier um ein Missverständnis Ihrerseits. Im Text wird ein veganes Leben ohne Vitamin B12 keinesfalls "gerechtfertigt", schon gar nicht um jeden Preis.
 
Erstens bestätigen wir im Absatz "Auch der Mensch ist ein "tierisches Produkt"", dass Vitamin B12 ausschliesslich in tierischen Produkten vorhanden ist (wobei allerdings auch Mikroorganismen zu den "tierischen Produkten" zählen).
 
Zweitens wagen wir es zu bezweifeln, dass Sie in der Lage sind, die Menge des durch eine bestimmte vegane Lebensweise über Mikroorganismen aufgenommene Vitamin-B12-Menge als unzureichend beurteilen zu können, da nicht einmal renommierte Ernährungswissenschaftler das können und dabei gerne zugeben, dass die Vitamin-B12-Thematik noch lange nicht erschöpfend erforscht ist - wie Nachfragen unsererseits bestätigten.
 
Drittens zeigen lebhaftige Beispiele, dass ein veganes Leben ohne Vitamin-B12-Mangel sehr wohl möglich ist - und zwar auch wenn die betreffenden Menschen sehr viel länger als 10 Jahre vegan leben.
 
Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass dies - unseren Erfahrungen nach und der genannten Studie entsprechend - dann möglich ist, wenn die vegane Ernährungsweise die genannten Lebensmittel einschließt - und genau das wurde im Text erklärt.
 
Um künftig weitere Missverständnisse definitiv auszuschließen, werden wir unseren Artikel so aktualisieren, dass JEDEM klar wird, dass ein veganes Leben ohne die genannten Lebensmittel zu einem Vitamin-B12-Mangel führen kann und wir in diesem Falle zu einem Vitamin-B12-Nahrungsergänzungsmittel raten.
 
Letztendlich möchten wir betonen, dass Vitamin-B12-Mangel keine "Veganer-Krankheit" ist, wie oft vermittelt wird, sondern dass ein Vitamin-B12-Mangel insbesondere bei den folgenden Personengruppen auftritt:
 

Bei Patienten mit ungeklärten neuropsychiatrischen Symptomen
Bei Patienten mit (chronischen) Magen-Darm-Problemen
Bei Patienten mit chronischen Autoimmunerkrankungen (z. B. Hashimoto)
Sowie ganz besonders bei älteren Personen, da diese zu einer insgesamt in Qualität und Quantität mangelhaften Ernährungsweise neigen, oft an Resorptionsstörungen leiden und nicht zuletzt deren hoher Medikamenteneinsatz eine Vitamin-B12-Resorption hemmen kann.  
 
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
 

Miriam
geschrieben am: montag, 24. oktober 2011, 13:16
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Ihre Seite finde ich sehr gut, vieles leuchtet mir auch ein. Ich war Vegetarier seit über 20 Jahren und lebe jetzt (aufgrund Ihrer Seite, Arthrose-Ernährung usw.) seit 3 Wochen vegan. Sorge macht mir aber auch das B12. Nicht alles was Sie über B12 schreiben kann ich aber so richtig glauben. Ich habe darüber auch andere Aussagen vorliegen. (Wer hat nun recht?) Das mit dem ungewaschenen Obst ist ja wohl ein Witz!

Erstens hat nicht jeder eigenes Obst und Gemüse im Garten! Selbst wenn ich im Bioladen einkaufe, wasche ich Obst und Gemüse,(unvorstellbar dies nicht zu tun, da mehrere Studien ja schon bewiesen haben, welche krankmachenden Keime auf demselben nachgewisen wurden - auch nur durch Berührung anderer Menschen!) Außerdem könnte mir niemand garantieren, dass sich an diesen noch irgendwelche "tierischen" Reste oder Bakterien, die meinem Körper genug B12 liefern, befinden.

Zweitens wäre die "evtl." Menge dann auch so gering, dass das sicher nicht den B12 Bedarf decken würde. Da müsste man ja pfundweise ungewaschenes (in der Hoffnung es "hängt genug B12 dran" ;-) ) Obst und Gemüse essen. Das ist unmöglich. Auch haben "Stadtmenschen" weniger Möglichkeiten an "Wildkräuter" zu kommen. Ich selbst habe diese leider auch nicht, und bin auch sehr skeptisch dem gegenüber. Wenn, dann nur Kräuter aus dem eigenen Garten (diese Möglichkeit haben aber die wenigsten) Nun frage ich mich natürlich schon, wo ich mein B12 herkriegen soll?

Vielen Dank für Ihre Mühe, die sie sich beim Beantworten aller Fragen geben.
Liebe Grüße Miriam




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Miriam,
vielen Dank für Ihre Mail.
 
Bitte lesen Sie im Anschluss an den betreffenden Artikel die Kommentare/Anfragen unserer anderen Leser und unsere Antworten dazu. Diese werden sicherlich auch Ihre Fragen bereits größtenteils beantworten. Zum Thema Vitamin B12 interessiert Sie möglicherweise auch dieser Beitrag: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-b12-faq.html
 
Vitamin B12 ist darüber hinaus lediglich im Mikrogramm-Bereich nötig. Dennoch schadet es nicht, Obst und Gemüse "pfundweise" zu essen - im Gegenteil :-).
 
Liebe Miriam, auch bei diesem Thema gelingt es Ihnen vorzüglich, Gründe zu finden, warum dies oder jenes "unmöglich" ist. Abgesehen davon, dass Sie Wildpflanzen gegenüber "skeptisch" sind und diese Möglichkeit daher für Sie sowieso nicht in Frage käme, gäbe es auch für Stadtmenschen durchaus Gelegenheiten, sich mit Wildpflanzen zu versorgen. So soll es tatsächlich Menschen geben, die ab und zu einen Ausflug ins Grüne unternehmen oder auch Menschen, die auf dem Balkon, ja sogar auf der Fensterbank Kräuter anpflanzen. Darüber hinaus gibt es inzwischen auch mehrere Kräutergärtnereien, die über Online-Shops frisch geerntete Wildpflanzen versenden.
 
Letztendlich bleiben aber für solche Menschen, die alle Vorschläge offenbar ablehnen, also weder Wildpflanzen noch Algen noch fermentierte Lebensmittel essen mögen und darüber hinaus "nicht alles, was wir über Vitamin B12 schreiben, glauben", nur noch zwei Möglichkeiten übrig: Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen oder tierische Produkte zu essen.
 
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Peter Müller
geschrieben am: freitag, 12. august 2011, 11:35
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Erstmal ein riesiges Kompliment für ihre Berichte und ihre Seite. Ich bin selber Akademiker und muss sagen, dass ihre Artikel die kompetentesten Artikel im Internet sind!!!!!

Bei der finnischen Studie mit den Algen würde mich interessieren, welchen B12 Wert die ermittelt haben. Es soll ja da eine inaktive und aktive Form geben, die sich mit Analoga sogar hemmen können, sagen manche. Es sollte also dieser aktive Wert hoch sein, nicht der Inaktive im Blut messbare. Daher gibt es dafür wohl auch spezielle differenzierende Bluttests. Ärzte die sich damit nicht auskennen machen nicht diesen B12 differenzierenden Bluttest mit diesen aktiven und inaktiven Werten. Da gibt es wohl ein neuartiges Bluttestverfahren, was das differenzieren kann. Also mich würde einfach interessiren ob die bei den Algenessern wirklich den hohen B12 Wert bei dieser aktiven Form im Blut nachweisen konnten.

Prinzipiell wollte ich aber noch sagen, dass es Millionen von Vitaminen, Mikronährstoffen gibt die noch zu 90% alle unbekannt sind. Erst in den nächsten hunderten Jahren werden wir die anderen vielen unbekannten VZXY13 und VITB15 und VIT2426 kennenlernen. Es ist die Frage ob diese Unbekannten uns nicht jetzt schon bedrohen, weil die medizinischen Tests diese nicht kennen und nicht messen können. Und wer weiss, vielleicht haben da Fleischesser extreme Mangelerscheinungen :) Oder vielleicht beeinflussen sich die Unbekannten auch derart komplex für den blöden Menschen nicht erfassbar derart, dass er die wahre Ursache, etwa eine mögliche Wechselwirkung einfach nicht kapiert. Und wir reden quasi am Thema vorbei und die Ursache für die Symptome des B12 Mangels vielleicht die Symptome von was ganz anderem sind. Wer weiss das schon? Niemand, also einfach auf die innere Stimme hören. Doch wenn die innere Stimme immer sagt, Schokolade, Cola und Pommes vielleicht doch nicht immer auf die innere Stimme hören ha ha ha

Zentrum der Gesundheit:

Lieber Peter,
vielen Dank für Ihre freundliche Mail :-)

Wir stimmen Ihnen in Bezug auf die "Unbekannten" im Bereich der Vitalstoffe uneingeschränkt zu. Gerade aus der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe findet man ständig neue Substanzen und begreift erst jetzt so langsam, wie komplex deren Zusammenwirken mit anderen Vitalstoffen ist.

Sie finden den Abstract der betreffenden Studie hier oder die ganze Studie als PDF hier. Welcher Bluttest zur Anwendung kam geht daraus jedoch nicht eindeutig hervor. Wenn Sie möchten, könnten Sie sich jedoch mit dem entsprechenden Institut in Verbindung setzen, um Näheres in Erfahrung zu bringen. Wir haben ebenfalls - aufgrund Ihrer Anregung - eine Anfrage laufen.

Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Kathleen
geschrieben am: samstag, 30. juli 2011, 14:58
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Hallo liebes Team,

ich bin eigentlich begeistert von eurer website aber muss leider auch kritik üben auf hinsicht auf vitamien B12. Zurzeit bin ich in ausbildung zur homöopathie und beschäftige mich mit ernährung. in meinem lehrbuch steht das vitamien B12 nur durch tierische produkte aufgenommen werden kann also eigelb, fisch, milch und fleisch und das im darm produzierte B12 ungenutzt ausgeschieden wird. weil es bereits im magen an den intrinsic factor gebunden werden muss damit es im dünndarm resorbiert werden kann. Zwar benötigt der körper nur eringe mengen aber diese sind unverzichtbar.
Und dann noch zum thema ungewaschenes wildes obst und gemüse. durch wild lebende tiere wird uriniert und im urin befinden sich veschiedene gefährilche bandwürmer daher würde ich dringenst davon abraten dieses ungewaschen zu genießen....
liebe grüße Kathleen

Zentrum der Gesundheit:

Liebe Kathleen,
vielen Dank für Ihre Mail.

Vitamin B12 wird ausschließlich von tierischen Organismen gebildet - egal, ob es sich dabei um Rinder, Hühner, Bakterien oder Menschen handelt. Folglich enthalten auch mit Hilfe von Bakterien fermentierte Lebensmittel Vitamin B12, die uns, sollten wir selbst nicht dazu in der Lage sein, mit dem lebenswichtigen Vitamin versorgen können. Die Situation rund um Vitamin B12 und dessen Bildung ist der Wissenschaft übrigens nach wie vor ein rechtes Mysterium, da man beispielsweise noch immer nicht weiß, wieso es vegan lebende Völker gibt, die keinerlei Anzeichen von Vitamin-B12-Mangel zeigen - und das, obwohl sie schon seit Generationen so leben.

Da ferner in der Blase unseren Informationen zufolge äußerst selten Würmer residieren, können diese auch kaum mit dem Urin ausgeschieden werden. Bedenken Sie ferner, dass die Anzahl der urinierenden Wildtiere in unseren Regionen außerdem viel zu begrenzt ist, um davon auszugehen, dass deren Urin oder Fäkalien in gesundheitsschädlichen Mengen vom Menschen aufgenommen werden könnte, wenn er sich Kräuter zum Verzehr pflückt. Auch setzen Tiere weder Urin noch Kot in schwindelerregenden Höhen auf Obstbäumen oder Obststräuchern ab.

Abgesehen davon beträgt die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen aufgrund des Fuchsbandwurmes 13 bis 23 (lt. Robert-Koch-Institut). Im Fachblatt "Münchner Medizinische Wochenschrift" (2007, Nr. 29–30, S. 18) war zu lesen, dass es keinerlei Belege dafür gäbe, sich beim Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren (lt. Infektionsmediziner Peter Kern vom Uniklinikum Ulm). Als Hauptinfektionsquelle der wenigen jährlichen Fälle gelten bislang enge Kontakte zu Haus - bzw. Nutztieren.

Viele Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Fernando
geschrieben am: sonntag, 10. juli 2011, 20:16
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Hallo,

ich habe mir den Bericht durchgelesen bin jedoch mit einigen Punkten nicht Ihrer Meinung:

1. Vitamin-B12-Mangel entstehe daher nicht aufgrund veganer Ernährung, sondern meist als Folgeerscheinung ernsthafter Stoffwechselstörungen oder chronischer Magen-Darm-Erkrankungen

Also das "entsteht daher NICHT aufgrund veganer Ernährung" ist schlicht und ergreifend falsch. Wichtig ist in diesem Zusammenhang eher die entsprechende Ernährung, wie z.B. mit den Algen. Rein pflanzlich ohne zu wissen wo B12 drin steckt und wo nicht wird man seinen B12 Pegel sehr wahrscheinlich nicht im gesunden Rahmen halten können.

2. Normwerte sind nicht unbedingt „gesunde Werte“

Da muss ich ebenfalls widersprechen, es ist natürlich klar das die Normwerte dem Durchschnitt der Bevölkerung entsprechen. (Wie sonst sollte man wohl eine Richt skala aufbauen frage ich?!)
Dennoch sollten sie sich auch mal mit den Symptomen eines B12-Mangels auseinandersetzen, die es sehr in sich haben. Hier mal einen Link für Interessierte:

www.symptome.ch/vbboard/krankheitsbilder-allgemein/58138-vitamin-b12-aufnahme-stoffwechselstoerungen-symptome.html

Was mir in diesem *ich beruhige mal meine lieben Veganer - Freunde Bericht* sauer aufgestoßen ist, ist die Frechheit das auf die Gefahren eines B12 Mangels absolut nicht eingegangen wird, im Gegenteil es sogar verharmlost wird !!

Punkt A:
Zum einen durch das runtermachen einer ärztlichen Prognose, welcher *GOTT SEI DANK !!* den Verdacht eines B12 - Mangels in Erwägung zieht. (Die meisten Veganer die NICHT auf eine Vitamin B12 haltige Ernährung achten werden nun mal Opfer einer Mangelerscheinung von B12.

Punkt B:
Ihr nennt die HARMLOSEN SYMPTOME EINER B12-MANGELERSCHEINUNG, ist euch das überhaupt klar?!

Ich dachte hier geht es um das *ZENTRUM DER GESUNDHEIT*, aber das was Ihr hier aufzeiht ist unprofessionell.
Nennt mal BITTE auch die GROSSEN SYMPTOME EINES B12 - MANGELS und nicht nur die harmlosen, darum würde ich um Ergämzung bitten !!

Wenn wir schon dabei sind, wo ist ein Hinweis für vegan lebende Mütter die ihre Babys auch gleich vegan ernähren wollen?! Wollt Ihr das mit den Kindern das gleiche passiert wie in diesem Beispielfall?!

www.rohkostwiki.de/wiki/Vitamin_B12-Mangel_bei_S%C3%A4uglingen_durch_vegane_Rohkost_der_Mutter

Das war jetzt nur eine kleine Auswahl an fehlenden / verharmlosenden / falschen Punkten in eurem Bereicht, ich weiss ich kritisiere hart, dementsprechend könnt Ihr natürlich auch antworten.

Ich will nur eines, richtige Aufklärung und Ergänzung !!!


Zentrum der Gesundheit:

Hallo Fernando,
vielen Dank für Ihre Mail.

Im ersten von Ihnen bemängelten Punkt beziehen Sie sich auf ein Zitat von jener Ärztin (Dr. Vetrano), auf Grundlage von deren Aussagen der Artikel entstand.

Ein Vitamin-B12-Mangel muss tatsächlich nicht aufgrund von veganer Ernährung entstehen. Denn erstens leiden nicht alle Veganer weltweit an Vitamin-B12-Mangel und zweitens gibt es - wie im Text ausführlich dargelegt - deutlich mehr Menschen mit Vitamin-B12-Mangel, die alles andere als vegan leben. Während es z. B. in den USA 1 Prozent Veganer gibt, sollen (lt. Buch "Could it be B12" von Pacholok und Stuart) 40 Prozent der dortigen Bevölkerung über einen gefährlich niedrigen Vitamin-B12-Spiegel verfügen, wovon sie in den meisten Fällen keine Ahnung haben.

Zu Punkt 2: "Normwerte" sind so "zuverlässig", dass sie immer wieder einmal angepasst und verändert werden "müssen".

Der betreffende Text hat weder Verharmlosung noch Panikmache zum Ziel, sondern weist - im Gegensatz zu den üblichen Texten zu diesem Thema - ganz klar Wege auf, wie ein Vitamin-B12-Mangel auf natürliche Weise verhindert werden kann.

Zu Punkt A: Siehe oben.

Zu Punkt B: Zum Thema "Vegane Ernährung für Kinder" finden Sie hier nähere Infos:

Vegane Ernährung für Kinder

Sie weisen auf den Fall eines veganen Kindes hin, das unter Vitamin-B12-Mangel litt und daraufhin unter Entwicklungsstörungen litt. Dieser Bericht ist etwas missverständlich verfasst. Man könnte glauben, ROHKOST sei die Ursache des Vitamin-B12-Mangels. Vitamin-B12-Mangel kommt jedoch - wie bereits erwähnt - bevorzugt bei KOCHKOST vor. Abgesehen davon muss eine Rohkosternährung keinesfalls immer vegan sein. Hier müsste ausführlich dargelegt werden, wie die Ernährung der Mutter aussah und wie es um Ihre Darmgesundheit bestellt war.

Das fast Schockierendste an diesem Bericht sind die Zustände und Kenntnisse der behandelnden Mediziner und deren Folgen für die Gesundheit des Kindes (Krämpfe, tagelange Bewusstlosigkeit). Interessant ist, dass angeblich nur ein Makrobiotiker letztendlich helfen konnte. Gerade in der Makrobiotik werden - wenn überhaupt - äußerst wenig tierische Produkte verzehrt.

Ein ausführlicher Artikel zum Thema "Vitamin B12" ist in Arbeit :-)

Viele Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Stefan
geschrieben am: montag, 06. juni 2011, 20:55
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Ich zitiere mal die Wikipedia:

siehe Wikipedia "Vitamin B12"

"Auch beim Menschen kommen Mikroorganismen im Darm vor, die Vitamin B12 produzieren, allerdings kann der Mensch damit seinen B12-Bedarf nur unzureichend decken. Dies liegt daran, dass beim Menschen B12 vor allem im Dickdarm produziert wird, die Absorption jedoch nur im Ileum (kurz davor) erfolgen kann. Dadurch wird das im Dickdarm gebildete B12 ausgeschieden."

Zudem bezweifle ich stark, dass die wenigen Bakterien, wenn sie überhaupt die Magensäure überstehen, dann noch für eine ausreichende Synthese für B12 reichen. Und laut der finnischen Studie, heißt es, dass die Meeresfrüchteveganer zwar einen doppelt so hohen B12-Spiegel haben, wie normale Veganer, das heißt aber nicht im Umkehrschluss, dass dieser dann ausreichend ist. Ich hab mir die Studie dazu nicht angesehen und möchte ihren Text auch nicht widerlegen, aber es kristallisiert sich die Meinung heraus, dass eine rein pflanzliche Ernährung nicht im Zusammenhand steht mit dem oft vorkommenden B12-Mangel, was aber im Widerspruch zur Medizingeschichte steht. Ich möchte diesbezüglich einfach nur zum selbstständigen Nachdenken anregen, da meiner Meinung nach zu diesem Sachgebiet auch zu wenig aussagekräftige Studien existieren.

MfG

Antwort:

Hallo Stefan,
vielen Dank für Ihren Kommentar.

Es ist absolut richtig, dass der Forschungsbedarf rund um die Vitamin-B12-Versorgung sehr hoch ist und die bisher vorliegenden Informationen und Daten sicher nicht ausreichen, um beispielsweise das Phänomen zu erklären, warum es vegan lebende Volksstämme gibt, die auch nach vielen Generationen noch keine diesbezüglichen Mangelerscheinungen zeigen. Hier gibt es nur Vermutungen (Vitamin-B12-bildende Mikroorganismen im Wasser oder in der Nahrung aufgrund "mangelhafter" Hygiene).

Der von Ihnen zitierte Vitamin-B12-Text aus Wikipedia scheint nicht auf dem aktuellsten Stand zu sein und sich ausserdem gelegentlich zu widersprechen. Kurz vor Ihrem Zitat steht nämlich z. B. dies:

"Lebewesen, die Vitamin B12 benötigen, decken ihren Bedarf durch Fressen verunreinigter Nahrung, auf der solche Mikroorganismen vorkommen, oder durch Pflanzen, die durch Düngung mit tierischen Exkrementen das Vitamin aufgenommen haben."

Das würde einerseits bedeuten, dass die Mikroorganismen auf Nahrung offenbar sehr wohl die Magensäure überstehen können und andererseits, dass Pflanzen scheinbar nun doch plötzlich Vitamin B 12 enthalten können und sogar den Bedarf von "Lebewesen, die Vitamin B12 benötigen, decken" können.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Entdeckung, dass beispielsweise Sanddorn - obwohl definitiv pflanzlichen Ursprungs - durchaus Vitamin B 12 in seiner aktiven Form enthält und dazu noch in Mengen, wie man sie bislang nur von der guten alten Leber kannte. Mehr Infos dazu hier: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-b12-faq.html.

Das wiederum spricht deutlich dafür, dass wir einfach noch ganz in den Anfängen der Vitamin-B12-Forschung stecken und die übliche "Ah-ein-Veganer-der-hat-sicher-Vitamin-B12-Mangel"-Panikmache schon fast als Methode betrachtet werden kann, von einer Ernährungsweise abzuhalten, die - auch wenn es die Möglichkeit eines Vitamin-B12-Mangels dabei geben sollte, was wir ernsthaft bezweifeln - ausserordentlich viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.

Wie im Haupttext ausserdem erwähnt, ist Vitamin-B12-Mangel KEINE Veganer-Krankheit, sondern trifft genauso Menschen, die tierische Produkte essen, vor allem, wenn diese eine - z. B. durch Medikamente - gestörte Magen-Darmflora haben.

Was die finnische Studie betrifft, so wurde der Vitamin-B12-Status der Teilnehmer im Blutserum gemessen und betrug bei den Meeresalgen verzehrenden Veganern durchschnittlich 299,45 pg/ml. Ab 250 pg/mol gelten die Werte als normal und ausreichend.

Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Ralf
geschrieben am: mittwoch, 13. april 2011, 22:00
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Ich ernähre mich jetzt seit einigen wochen vegan. Ich fühle mich körperlich gut und kann noch keine von ihnen erwähnten anzeichen eines b12 mangels feststellen. Ich weiß aber nicht
ob meine darm-flora noch so gesund Ist, dass sie das b12 " selbst herstellt", habe mich schließlich jahrelang viel von tierischen produkten und ungesunden süßigkeiten ernährt. Wie kann ich jetzt einem b12 -mangel am besten vorbeugen, würden sie eine darm-reinigung auch empfehlen wenn man noch keine besonderen körperlichen beschwerden hat?

MfG
Ralf

PS: Aufgrund aufschlussreicher Texte ihrer Website habe ich bereits einiges in meiner Ernährung geändert. Sie leisten gute Arbeit!

Zentrum der Gesundheit:

Hallo Ralf,
vielen Dank für Ihre freundliche Mail :-)
Eine unkomplizierte Darmsanierung ist im Grunde wie eine regelmäßig durchzuführende und vor allem vorbeugende Hygienemaßnahme zu verstehen, die das Darm- und Körpermilieu in vielerlei Hinsicht verbessert - nicht nur in Bezug auf die Vitamin-B12-Versorgung (Infos zu einigen der zahlreichen Vorteilen einer Darmreinigung finden Sie hier:

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/darmreinigung-sanft.html

Vor allem, wenn Sie viele Jahre lang eine ungünstige Ernährung praktizierten, kann eine sanfte Darmreinigung Altlasten entfernen und dadurch viele wichtige Funktionen des Organismus verbessern - BEVOR es dann irgendwann einmal zu Symptomen kommen könnte.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
graubartnr
geschrieben am: montag, 31. august 2009, 13:30
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Fallobst ungewaschen essen!

Äpfel, Pflaumen, Kirschen die zu Boden fallen können durchaus ohne gewaschen zu werden gegessen werden.

Dabei gehen Mikroorganismen an die Frucht!

Ein einfacher Tip :)

Gute Gesundheit Ohne Pharma !!
Eugenia
geschrieben am: montag, 17. august 2009, 15:02
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Während mir andere Artikel Ihrer Seite gut weiterhalfen, komme ich mit diesem Artikel nicht so gut zurecht. Zwar werden die Folgen des Mangels von B12 deutlich gemacht, doch mir ist nicht klar geworden, wie einem Mangel gesund entgegenzuwirken ist. Nur Milch trinken kann es nicht sein.
Nachvollziehbar ist: "Grundsätzlich wird empfohlen Vitamine über die Nahrung und nicht als Supplemente aufzunehmen." Welche Nahrungsmittel das sind kann man ja selber herausfinden. Nur die Sache mit der "Supplementierung" verwirrt mich. Einerseits kann sie die B12 Zufuhr blockieren oder den Mangel gar erhöhen, andererseits sei sie "häufig notwendig und auch sinnvoll". Bedeutet das, dass man die Ergänzungsmittel dann nicht anwenden sollte, wenn man einen Mangel hat, sondern nur zur Unterstützung während der geregelten Direktzufuhr über natürliche B12Produkte zusätzlich einnehmen sollte - da diese eben meist nicht mehr das bieten, was sie einst von Natur aus in sich hatten?

Zentrum der Gesundheit:

Vielen Dank für Ihre Anregung. Wir werden den Artikel in Kürze vervollständigen.
Raposa
geschrieben am: montag, 10. august 2009, 13:16
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Hallo Anette, ich empfehle, sich immer aus vielen Quellen über Ernährung zu informieren. Zu jeder Richtung findet man "Experten" und "Studien". Für Interesse an veganer Ernährung empfehle ich www.vegan.de. Dort gibt es einen zusammengefaßten Thread über B12. Eine natürliche Zufuhr von B12 ist immer noch Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten einfach mal nicht waschen.
Annette
geschrieben am: dienstag, 04. august 2009, 20:34
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"So stellt eine vegane oder vegetarische Ernährung eine echte Gefahr für heranwachsende Kinder dar"

Hhhmm....das kann ich mir nur schwer vorstellen, man hört doch immer, wie schädlich Fleisch ist. Ich finde den Artikel seltsam.

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Vitamin B12 - Urintest


 

Vitamin B12 Kapseln - 500µg - Hydroxo- & Methylcobalamin


 

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Vegane Ernährung für Kinder

(Zentrum der Gesundheit) - Eine vegane Ernährung hat viele Vorteile. Oft haben Eltern jedoch Zweifel an der Ausgewogenheit einer veganen Kinderernährung. Diese Zweifel sind unbegründet, denn Kinder können mit kaum einer anderen Ernährungsweise so vollständig mit allen Nähr- und Vitalstoffen versorgt werden und gleichzeitig ethisch korrekt aufwachsen.

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Vitamin B12 - Lebensmittel für Veganer

(Zentrum der Gesundheit) – Vitamin B12 ist jenes B-Vitamin, das nur in tierischen Lebensmitteln enthalten sein soll. Daher ist das Vitamin B12 für Veganer ein wichtiges Thema, und oft heisst es: Wer vegan lebt, muss mit einem Vitamin-B12-Mangel rechnen. Gleichzeitig sagen viele Veganer, dass auch pflanzliche Lebensmittel wie Algen, Wildpflanzen, Sanddorn, Sauerkraut, Beinwell und viele mehr Vitamin B12 enthalten würden. Nein, ruft die Gegenpartei, genau dort seien nur die sog. Analoga enthalten, also Vitamin-B12-Formen, die der Körper gar nicht verwerten könne. Wir haben überprüft, ob es vegane Vitamin-B12-Quellen gibt.

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Vitamin-B-Mangel macht Kinder dick

(Zentrum der Gesundheit) – Übergewichtige Kinder könnten mitunter deshalb übergewichtig sein, weil sie einen Vitamin-B-Mangel haben. Behebt man den Mangel, fällt das Abnehmen deutlich leichter. Sind Kinder überdies rundum gut mit B-Vitaminen versorgt, dann besteht für sie ein geringeres Risiko, übergewichtig zu werden. Die B-Vitamine sollen gar einen so grossen Einfluss auf das Körpergewicht haben, dass Forscher eine Nahrungsergänzung mit B-Vitaminen konkret zur Prävention von Adipositas empfehlen. Um welche B-Vitamine es sich handelt, erfahren Sie hier.

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Arteriosklerose vorbeugen

(Zentrum der Gesundheit) – Arteriosklerose wird oft auch als Arterienverkalkung oder Arterienverhärtung bezeichnet und zählt heute zu den häufigsten Todesursachen! Doch kann man einer Arteriosklerose sehr gut vorbeugen. Menschen mit Bewegungsmangel oder erhöhten Blutfettwerten (Cholesterinwerten), Diabetiker und Raucher haben ein besonders hohes Arteriosklerose-Risiko. Sport und Nichtrauchen schützen daher vor Arteriosklerose. Doch können auch Lebensmittel und manche Nährstoffe einer Arteriosklerose wirksam vorbeugen.

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Soja schützt vor Bisphenol A

(Zentrum der Gesundheit) – Der Weichmacher Bisphenol A (BPA) kann das Hormonsystem aus dem Gleichgewicht bringen und stellt daher ein immenses Gesundheitsrisiko dar. Soja ist hier in manchen Fällen äusserst hilfreich. Denn eine sojareiche Ernährung kann – laut einer Studie – Frauen vor den negativen Auswirkungen von BPA schützen, was sich besonders dann bemerkbar macht, wenn diese Frauen eine Fruchtbarkeitsbehandlung durchführen, um schwanger zu werden. BPA mindert die Chancen auf eine Schwangerschaft. Soja erhöht sie – trotz BPA.

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(Zentrum der Gesundheit) – Vitamin B12 wird in nur winzigen Mengen benötigt, ist aber dennoch ein äusserst wichtiges Vitamin. Es schützt das gesamte Nervensystem, hilft bei der Regeneration von Nervenzellen und sorgt daher für gute Konzentrationsfähigkeit und ein gesundes Gehirn bis ins hohe Alter. Umgekehrt kann ein Vitamin-B12-Mangel zu einer eingeschränkten geistigen Leistungsfähigkeit führen, ja sogar zu einer Schrumpfung des Gehirns und zu Demenz. Überprüfen Sie daher Ihren Vitamin-B12-Spiegel rechtzeitig und sorgen Sie bei einem Mangel für eine bessere Versorgung mit Vitamin B12.

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