Zentrum der Gesundheit
  • Alzheimer Prävention
15 Juni 2022
8 min

Alzheimer-Prävention: Tipps zur Vorbeugung

Bei Alzheimer kommt es zu einer zunehmenden Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit. Studien belegen, dass es viele Faktoren sind, die zur Entstehung von Alzheimer führen können - darunter auch Faktoren, die man selbst im Alltag gut beeinflussen kann. Wir stellen naturheilkundliche Tipps zur Vorbeugung von Alzheimer vor.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner

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Massnahmen, die Alzheimer vorbeugen

Die Hauptursachen von Alzheimer werden unter anderem in einer ungesunden Ernährungs- und Lebensweise gesehen. Hier spielt insbesondere der Verzehr von Transfetten, synthetischen Lebensmittel-Zusatzstoffen ( Farbstoffen, Konservierungsstoffen, Glutamat etc.), Zucker und anderen minderwertigen Zutaten, die sich allesamt in heutigen Fertigprodukten finden, eine grosse Rolle.

Konventionell erzeugte Nahrungsmittel können ferner mit Toxinen belastet sein (Pestizide, Herbizide, Fungizide).

Aber auch andere Giftbelastungen ( Aluminium im Trinkwasser, Zahngifte wie Quecksilber und Palladium, Impfstoffe mit Quecksilber, Formaldehyd und Aluminiumverbindungen etc.) sowie das Fehlen von körperlicher und geistiger Aktivität und ein im Allgemeinen stressiger Lebensstil können zur Entstehung der Alzheimererkrankung beitragen.

Forschungsergebnisse zeigen nämlich, dass ein hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und Fettleibigkeit die Gefahr, gesunde Gehirnfunktionen zu verlieren und an Alzheimer zu erkranken, um das Vielfache erhöhen können.

Studien belegen ausserdem, dass Personen, die regelmässig moderaten Sport treiben – es genügen bereits 3 bis 5 Stunden in der Woche – deutlich weniger anfällig für Alzheimer sind als Sportmuffel.

Da Stress Hormone produziert, die das Gehirn schädigen können, ist es wichtig, dem Stress mit entspannenden Massnahmen effektiv zu begegnen.

Die üblichen Tipps zur Alzheimer-Prävention kennen Sie jedoch sicher längst. Dazu gehört beispielsweise, dass Sie Ihre Gehirnfunktionen in Schwung halten (Sprache lernen, Gedächtnistraining etc.), dass Sie sich regelmässig bewegen, sich nicht stressen lassen, Ihr Normalgewicht halten und auf einen gesunden Cholesterinspiegel sowie einen ausgeglichenen Blutdruck achten sollten.

Nachfolgend haben wir jedoch jene Tipps zur Alzheimer-Prävention für Sie zusammengestellt, die Sie möglicherweise noch nicht kennen und die daher Ihre geistige Fitness ganz besonders gut stabilisieren und schützen werden. Erfahren Sie, was Sie selbst tun können, um bis ins hohe Alter hinein gesund und geistig aktiv zu bleiben.

1. Achten Sie auf sauberes Trinkwasser

Da Menschen, die in Gebieten leben, in denen das Trinkwasser mehr als 250 Mikrogramm Aluminium pro Liter enthält, mit nahezu 10 Mal höherer Wahrscheinlichkeit an Alzheimer erkranken, als Menschen, deren Trinkwasser keinen so hohen Aluminiumgehalt aufweist, gehört zu einer sinnvollen Alzheimer-Prophylaxe auch die Wahl eines hochwertigen, möglichst aluminiumfreien Trinkwassers.

Man weiss ferner, dass Aluminium im Trinkwasser umso negativer wirkt, je niedriger der pH-Wert des Wassers ist (wenn es also sauer ist) und je ärmer es an Mineralien ist (Calcium, Magnesium und Silizium).

Das ideale Trinkwasser sollte also leicht basisch, harmonisch mineralisiert und gleichzeitig frei von Aluminium sein.

Um sich mit einem solchen Trinkwasser zu versorgen, eignen sich Wasserfilter, die Ihr Leitungswasser nicht nur von Aluminium befreien, sondern auch von Schwermetallen, Giftstoffen, Pestizidrückständen etc. und darüber hinaus den Nitratgehalt reduzieren sowie Chlor entfernen.

Hochwertige Trinkwasserfilter machen Ihr Wasser ferner leicht basisch und mineralisieren es sanft. Dazu bedarf es keiner teuren Umkehr-Osmose-Anlage und auch keines Wasserionisierers. Hochwertige Wasserfilter, die Ihnen ein gesundes Trinkwasser liefern, müssen in vielen Fällen nicht einmal an die Wasserleitung angeschlossen werden, sind leicht aufzubauen und – nicht zuletzt – für nahezu jeden erschwinglich.

2. Calcium und Magnesium

Die richtige Calcium- und Magnesium-Versorgung schützt u. a. vor den negativen Auswirkungen von Aluminium. Achten Sie jedoch nicht nur auf den Calciumgehalt eines Lebensmittels oder Nahrungsergänzungsmittels, sondern insbesondere auch darauf, ob das jeweilige Lebensmittel auch gesund ist.

Zur optimalen Calciumversorgung eignen sich Chiasamen, Sesam, Mohn, Haselnüsse, Mandeln, Amaranth, Hafer, Trockenfeigen, Trockenaprikosen, Brokkoli, Spinat, Salate, Kohlgemüse, Wildgemüse (z. B. Brennnesseln) etc.

Zur optimalen Magnesiumversorgung eignen sich viele der calciumreichen Lebensmittel ebenfalls, da diese gleichzeitig oft auch sehr magnesiumreich sind. Die Spitzenreiter unter den Magnesiumlieferanten sind jedoch die folgenden: Bei den Getreiden bzw. Pseudogetreiden sind es Amaranth (308 mg/100 g) und Quinoa (276 mg). Bei den Früchten sind es Trockenbananen (110 mg), Kaktusfeigen (85 mg) und Trockenfeigen (70 mg). Bei den Gemüsen sind es Portulak (150 mg), Brennnessel und Mangold (je ca. 80 mg) sowie Hülsenfrüchte. Und bei den Nüssen/Saaten sind es Sonnenblumenkerne (420 mg), Kürbiskerne (400 mg) und Sesam (347 mg).

Will man sich mit beiden Mineralstoffen (und vielen anderen Spurenelementen) in bioverfügbarer Qualität über ein ganzheitliches Nahrungsergänzungsmittel versorgen, so bietet sich hier die Sango Meeres Koralle an, die Calcium und Magnesium im idealen Verhältnis von 2 zu 1 enthält.

3. Sorgen Sie für ausreichend Silizium

Auch Silizium (bzw. Kieselsäure) schützt vor den negativen Auswirkungen von Aluminium. Laut Karl Hecht in „Siliziummineralien und Gesundheit: Klinoptilolith-Zeolith “ kann Silizium sogar dabei helfen, eine Aluminiumbelastung des Körpers abzubauen.

Hervorragende Siliziumquellen sind Hirse, Braunhirse, Hafer und Bentonit. Letzteres hilft gleichzeitig, die Darmgesundheit zu bewahren und ist Ihrem Körper der ideale Partner für die alltägliche Entgiftungsarbeit.

Lesen Sie auch: Organisches Silizium - Die effektivste Art, einen Siliziummangel auszugleichen

4. Aluminiumfrei leben

Verwenden Sie ausschliesslich aluminium- und parabenfreie Deodorantien und decken Sie sich mit Körperpflegeprodukten und Kosmetika sicherheitshalber im Naturkosmetikhandel ein.

Fertigprodukte in aluminiumhaltigen Verpackungen und Getränke in Dosen sollten Sie besser meiden – nicht nur wegen des Aluminiums, sondern auch, weil die meisten Produkte dieser Art nicht zu einer gesunden Ernährung gehören. Ihr Verarbeitungsgrad ist hoch und ihr Anteil an synthetischen oder gentechnisch gewonnen Lebensmittelzusatzstoffen ebenfalls.

Kochgeschirr besteht heute kaum noch aus reinem Aluminium. Wenn Aluminium enthalten ist, so es es meist ein Aluminiumkern, der von Edelstahl ummantelt ist. So kann sich Aluminium auch nicht mehr lösen. Selbst Campinggeschirr, das lange Zeit aufgrund seines leichten Gewichts noch aus Aluminium war, besteht inzwischen aus anderen Materialien (z. B. Silikon). Wenn es aus Aluminium besteht, wird häufig harteloxiertes bzw. hartanodisiertes Aluminium verwendet, bei dem sich kaum Aluminium lösen kann - allenfalls wenn man salz-, zucker- oder säurereiche Speisen damit zubereitet und diese auch noch längere Zeit im Aluminiumbehälter aufbewahrt. Beim schnellen Aufwärmen von Speisen oder beim Abkochen von Wasser besteht jedoch beim genannten hartanodisierten Aluminium kein nennenswertes Risiko mehr. Da wird in den Speisen selbst mehr Aluminium enthalten sein, als sich beim Kochen aus diesem Material lösen kann.

5. Antioxidantien sind wichtig

Die Alzheimer-Krankheit wird mit starkem oxidativem Stress in Verbindung gebracht, was zwei Dinge bedeutet: Erstens verfügt der Organismus über zu geringe Mengen körpereigener Antioxidantien (z. B. Glutathion und Superoxiddismutase) und zweitens treffen zusätzlich von aussen – über die Ernährung – viel zu wenige Antioxidantien im Körper ein.

Aluminium erhöht nun interessanterweise nicht nur den schädlichen oxidativen Stress im Körper (und im Gehirn), sondern schwächt gleichzeitig fatalerweise die körpereigenen Antioxidantien Glutathion und Superoxiddismutase. Aluminium zerstört also einerseits und sorgt andererseits dafür, dass sich der Körper gegen diese Zerstörungsprozesse nicht mehr wehren kann.

Daher sind dringend Gegenmassnahmen in Form von hochwirksamen Antioxidantien nötig. In mehreren Studien zeigte man inzwischen, dass sich Alzheimer umso besser vorbeugen bzw. sogar in seinem Fortschreiten verzögern lässt, wenn der Betroffene gut mit Antioxidantien versorgt ist.

Die körpereigenen Antioxidantien Superoxiddismutase (SOD) und Glutathion können über Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Glutathion gibt es als Einzelstoff, die Superoxiddismutase hingegen wird in Form von Gerstengrassaft eingenommen, da das Gerstengras zu jenen Pflanzen mit dem höchsten SOD-Gehalt gehört.

Weitere Antioxidantien können einerseits über eine vitalstoffreiche und antioxidantienreiche Ernährung zugeführt werden, sollten aber im Zweifel auch über hochwertige Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, z. B. Astaxanthin, OPC, Vitamin C etc.

6. Curcumin zur Alzheimer-Prävention

Mehrere Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass Kurkuma (auch Curcuma ) bzw. der Wirkstoff in Kurkuma namens Curcumin in der Lage ist, nicht nur die Ablagerungen im Gehirn von Alzheimerpatienten aufzubrechen, sondern auch bereits beschädigte Nervenzellfortsätze wieder zu reparieren ( 1 ).

Wenn Sie Curcumin als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchten, achten Sie darauf, dass ein gewisser Anteil an Piperin (Pflanzenstoff aus schwarzem Pfeffer) enthalten ist. Piperin erhöht die Bioverfügbarkeit des Curcumins um ein Vielfaches.

7. Kokosöl gegen Alzheimer

Die besonderen Fettsäuren im Kokosöl können das Gehirn mit Energie versorgen. Dies gelingt sogar dann, wenn das Gehirn bereits von Alzheimer betroffen ist. Auf diese Weise soll Kokosöl die Symptome von Alzheimer reduzieren können. Kokosöl ist ein ideales Fett zum Braten, Backen und Frittieren. Aus Kokosöl gibt es jedoch auch schmackhafte Brotaufstriche. Darüber hinaus können Sie künftig verstärkt Rezepte mit Kokosmilch in Ihren Speiseplan einbauen, da auch die Kokosmilch reich an Kokosöl ist.

8. Omega-3-Fettsäuren gegen Alzheimer

Mit der Alzheimer-Krankheit gehen immer auch Entzündungsprozesse im Gehirn einher. Omega-3 -Fettsäuren sind dafür bekannt, Entzündungen zu hemmen.

Verwenden Sie daher für Rohkostgerichte Omega-3-Fettsäuren-reiche Öle wie z. B. das Hanföl sowie das Leinöl (Bio-Qualität) und integrieren Sie Omega-3-Fettsäurenreiche Lebensmittel in Ihren Alltag, wie z. B. Chiasamen, Hanfsamen und Leinsamen.

Ein leicht einzunehmendes, sehr bekömmliches und höchst bioverfügbares Omega-3-Fettsäurenreiches Nahrungsergänzungsmittel stellt darüber hinaus das Krillöl dar, welches praktischerweise auch eine hochantioxidative Wirkung bietet.

Lesen Sie hier mehr darüber: Omega-3-Fettsäuren schützen vor Alzheimer

9. Extra natives Olivenöl

In den Mittelmeerländern ist Alzheimer nicht annähernd so weit verbreitet wie in anderen Regionen der Welt. Im extra nativen Olivenöl fand man daraufhin einen Stoff, der Alzheimer vorbeugen kann. Lesen Sie hier mehr über die vorbeugenden Wirkungen des Olivenöls: Olivenöl schützt vor Alzheimer

10. Jungbrunnen Spermidin

Spermidin ist ein Stoff, der in manchen Lebensmitteln enthalten ist, aber auch vom Körper selbst hergestellt werden kann. Spermidin aktiviert die Selbstreinigungsprozesse der Zelle ( Autophagie ) - eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit bis ins hohe Alter. Studien zeigten ausserdem, dass Spermidin (gerade wegen der aktivierten Autophagie) Ablagerungen im Gehirn verhindern kann und auf diese Weise auch vor Alzheimer zu schützen scheint. Spermidin ist für ältere Menschen umso wichtiger, da mit dem Älterwerden der körpereigene Spermidinspiegel sinkt. Alles über Spermidin, in welchen Lebensmitteln es enthalten ist und wie man es einnehmen kann, lesen Sie im ersten Link dieses Abschnitts.

11. Gedächtniskraut Brahmi

Die Einnahme von Brahmi ist ebenfalls eine vielversprechende Möglichkeit, um Alzheimer vorzubeugen. Brahmi ist eine Pflanze, die im Ayurveda seit Jahrtausenden zur Stärkung des Gedächtnisses zum Einsatz kommt. Hierfür wird die Pflanze entweder roh gegessen oder in Form von Kapseln oder Pulver über mehrere Monate eingenommen.

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Quellen
  1. (1) Garcia-Alloza M. et al., "Curcumin labels amyloid pathology in vivo, disrupts existing plaques, and partially restores distorted neurites in an Alzheimer mouse model" J Neurochem. 2007 Aug;102(4):1095-104. (Curcumin zerstört vorhandene Ablagerungen und stellt beschädigte Nervenzellfortsätze teilweise wieder her im Alzheimer-Mausmodell)