Zink senkt Sterberisiko bei Infekten

Eine Nahrungsergänzung mit Zink kann dafür sorgen, dass Durchfälle und Infekte der unteren Atemwege bei Kindern seltener tödlich verlaufen. Gleichzeitig kann sie schon im Vorfeld vor Durchfallerkrankungen schützen, diese also gar nicht erst zum Zuge kommen lassen.

In tropischen Entwicklungsländern konnte eine Zinkergänzung der Nahrung sogar das Sterberisiko bei Malariaerkrankungen reduzieren.

Das stellte ein internationales Forscherteam bei der Meta-Analyse von achtzig wissenschaftlichen Studien fest. Insgesamt flossen die Daten von mehr als 200.000 Kindern im Alter von sechs Monaten bis zwölf Jahren ein.

Zink stärkt somit das Immunsystem und verhindert auf diese Weise Infektionen.

Ausserdem beugt es Wachstumsstörungen vor, da das Spurenelement das Wachstum anregt.

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Zinkmangel kann tödlich enden

Vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern leiden viele Kinder und Jugendliche unter einem Zinkmangel.

Evelyn S. Chan von der University of Oxford und ihre Fachkollegen, die ebenfalls an der Studie mitwirkten, betonen, dass dies der Grund für die häufigen Durchfall-, Malaria- und Atemwegserkrankungen bei Kindern in diesen Ländern ist.

Der Zinkmangel sei eine der Ursachen dafür, dass ein grosser Teil dieser Infektionen tödlich verläuft.

Auch Wachstumsstörungen kann ein Mangel an Zink hervorrufen. Um dieses Problem zu bekämpfen, halten die Forscher eine kalorienreichere Ernährung jedoch für sinnvoller als eine zinkhaltige Nahrungsergänzung allein.

In den westlichen Industrienationen sind ebenfalls immer mehr Menschen von einem Zinkmangel betroffen. Wegen der besseren medizinischen Versorgung sind die Folgen hier nicht so dramatisch wie in der Dritten Welt.

Dennoch sollten sich auch mitteleuropäische Eltern die Studienergebnisse zu Herzen nehmen.

So decken Sie den täglichen Zinkbedarf Ihres Kindes

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass Säuglinge täglich fünf Milligramm Zink aufnehmen sollten, Kinder vor dem Eintritt in die Pubertät zehn Milligramm.

Die meisten Nahrungsmittel, die viel Zink enthalten, sind tierischen Ursprungs und werden von Kindern selten verzehrt.

Etliche pflanzliche Lebensmittel wiederum, die Zink enthalten, sind gleichzeitig reich an Stoffen, die die Zinkaufnahme hemmen.

Bei einer zinkarmen Ernährung und einer hohen Infektanfälligkeit lohnt es sich daher, neben dem Vitamin-D-Spiegel auch einmal den Zinkstatus überprüfen zu lassen und ggf. zu einer entsprechenden Nahrungsergänzung zu greifen.

Dabei ist auf die richtige Dosierung zu achten, die Sie am besten mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker besprechen.

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Quellen

  • Evelyn S. Chan et al., "Zinc supplementation for preventing mortality, morbidity, and growth failure in children aged 6 months to 12 years of age", The Cochrane Library, Mai 2014, ("Zink-Supplementierung zur Prävention von Sterblichkeit, Erkrankungen und Wachstumsstörungen bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis zwölf Jahren")