Wildkräuter
Wildkräuter eignen sich nicht nur für die Hausapotheke, sondern bereichern außerdem unseren Speisezettel mit jenen bioaktiven Pflanzenstoffen, die in der heute üblichen Ernährungsweise fehlen.
Veröffentlichung am
28.06.2011 um
09:13 Uhr / Aktualisierung am
24.04.2012 um
16:35 Uhr
Der Begriff Wildkräuter bezeichnet Pflanzen, die nicht vom Menschen kultiviert werden, die nie im Mittelpunkt eines züchterischen Geschehens standen und daher noch das gesamte Spektrum der Vitalstoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe (auch bioaktive Pflanzenstoffe genannt) einer ursprünglichen und kraftvollen Wildpflanze enthalten.
Wildkräuter können einjährig sein, treiben aber größtenteils nach einer winterlichen Ruhephase jedes Frühjahr erneut aus der Wurzel aus, blühen, entwickeln Samen und ziehen sich schließlich wieder ins Erdreich zurück. Manche Wildkräuter sind allerdings auch im Winter unter der Schneedecke noch da, halten sich dort tapfer oder wachsen in milden Regionen sogar in der kalten Jahreszeit noch weiter, z. B. die Vogelmiere.
Wildkräuter zeichnen sich dadurch aus, dass sie hervorragend ohne die Pflege des Menschen gedeihen, was bei Kulturpflanzen eher selten der Fall ist. Wildkräuter sind extreme Überlebenskünstler. Oft trotzen sie langen Dürreperioden genauso wie schlechten Bodenverhältnissen. Von Insekten oder Pilzen werden sie so gut wie nie befallen, weshalb Wildkräuter - sollten Sie sie in Ihrem Garten ansiedeln wollen - keine Abwehrmaßnahmen in Form von chemischen Spritzmitteln erforderlich machen.
Nicht einmal Kunstdünger wissen die wilden Kräuter zu schätzen. Im Gegenteil: Synthetische Düngemittel fördern ein schnelles Wachstum und eine übermäßige Wassereinlagerung, so dass damit automatisch die Nährstoffdichte der betreffenden Pflanze sinkt. Wildkräuter sind also robust, widerstandsfähig, vor Gesundheit strotzend und äußerst lebensfroh. Alle diese beneidenswerten Eigenschaften übertragen sie jenem, der sie isst.
Wildkräuter erfreuen mit einem ungewöhnlich hohen Mineralstoff- und Vitalstoffgehalt. Zwar wurden bisher erst von wenigen Wildkräutern die entsprechenden Werte bestimmt, doch die vorhandenen zeigen: Wildkräuter lassen das Kulturgemüse weit hinter sich. Nehmen wir zum Beispiel den Kopfsalat. Sein Kaliumgehalt liegt bei 224 mg pro 100 Gramm Salat. Ferner enthält er 37 mg Calcium, 11 mg Magnesium und 1,1 mg Eisen (wobei diese Werte natürlich auch je nach Bodenart und Anbaumethode variieren können). Schon allein das Gänseblümchen weist annähernd den dreifachen Kaliumgehalt auf. Außerdem stecken in ihm fünfmal mehr Calcium, dreimal mehr Magnesium und etwa die zweieinhalbfache Eisenmenge - und dabei liegt das Gänseblümchen in Bezug auf den Vitalstoffreichtum bei den Wildkräutern noch eher im breiten Mittelfeld. Der weiße Gänsefuß, das Franzosenkraut und die Brennnessel hingegen zeigen (siehe Tabelle unten), was im Bereich der Mineralstoffe in der Welt der Wildkräuter möglich ist.
| Jeweils in mg/100g | Kalium | Calcium | Magnesium | Eisen |
| Kopfsalat | 224 | 37 | 11 | 1,1 |
| Grünkohl | 490 | 212 | 31 | 1,9 |
| Gänseblümchen | 600 | 190 | 33 | 2,7 |
| Gänsefuß | 920 | 310 | 93 | 3 |
| Franzosenkraut | 390 | 410 | 56 | 14 |
| Brennnessel | 410 | 630 | 71 | 7,8 |
Der Kopfsalat ist natürlich ein extremes Beispiel und - wenn aus konventioneller Gewächshausaufzucht - besonders vitalstoffarm. Doch auch die vitalstoffreichsten Kulturgemüse wie z. B. Brokkoli, Rosenkohl oder Grünkohl können es mit den Wildkräutern nicht aufnehmen. Deren Vitamin-C-Gehalt ist zwar unter den Kulturgemüsen absoluter Spitzenreiter (105 mg Grünkohl und 114 mg Brokkoli und Rosenkohl), im Vergleich zu den Vitamin-C-Reichtümern der Wildkräuter jedoch sind diese Werte unterstes Niveau. Die Brennnessel liefert 333 mg Vitamin C, der Wiesenknopf 360 mg und das Gänse-Fingerkraut 402 mg. Beim Vitamin A sieht es ähnlich aus und auch in Sachen Proteine sind die Wildkräuter dem Kulturgemüse weit überlegen.
| Vitamin C in mg/100g | |
| Grünkohl | 105 |
| Broccoli und Rosenkohl | 114 |
| Brennnessel | 333 |
| Wiesenknopf | 360 |
| Gänse-Fingerkraut | 402 |
Während der durchschnittliche Reineiweißgehalt pro 100 Gramm Gemüse bei den Kulturgemüsen 1,3 Gramm beträgt, wobei Grünkohl mit 3 Gramm die Liste anführt, gefolgt von Feldsalat, Lauch und Salaten, enthalten Wildkräuter durchschnittlich die 3,5fache Proteinmenge. Unter den Spitzenreitern ist hier die Malve, das besonders ungeliebte, aber äußerst wohlschmeckende Unkraut namens Giersch, der Gänsefuß und die Winterkresse (siehe Tabelle unten).
| Eiweiß in g/100g | |
| Grünkohl | 3 |
| Feldsalat | 1,8 |
| Lauch | 1 |
| Salate | 0,5 - 0,6 |
| Malve | 7,2 |
| Giersch | 6,7 |
| Gänsefuß | 4,3 |
| Winterkresse | 4 |
Wildkräuter schmecken außerdem meist deutlich aromatischer und würziger als Kultursalate. Das liegt daran, dass sie neben einem sehr viel höheren Vitalstoff- und Mineralstoffgehalt auch sehr viel mehr bioaktive Pflanzenstoffe enthalten. Gerade diese bioaktiven Pflanzenstoffe sind es, denen sich in letzter Zeit immer häufiger die Wissenschaft widmet. Oft stellt sich dann heraus, dass diese Pflanzensubstanzen viele Krankheiten heilen bzw. vorbeugen können.
Bitterstoffe beispielsweise fördern die Magen- und Gallensaftsekretion, stoppen Fäulnis- und Gärprozesse im Verdauungssystem, pflegen daher die gesunde Darmflora und beugen Pilzinfektionen vor. Sie helfen bei der Fettverdauung und unterstützen nicht zuletzt ganz besonders die Funktionen unseres großartigen Entgiftungsorgans, der Leber. Bitterstoffe finden sich reichlich im Löwenzahn, in der Schafgarbe, im Gänseblümchen, in der Wegwarte und in vielen anderen Wildkräutern mehr. Bitterstoffe gibt es auch als Fertigpräparate z. B. in Form von sog. Kräuterbitter (z. B. Bitterstern®) oder einem hochwertigen Löwenzahnwurzelextrakt.
Flavonoide sind eine weitere Gruppe höchst wirksamer Pflanzenstoffe. Flavonoide sind auch in manchem Kulturgemüse und Kulturobst enthalten. Allerdings befinden sie sich meist in den äußeren Blättern der Kohlgemüse oder in den Schalen von Früchten. Beides wird bei der herkömmlichen Zubereitung von Speisen gerne entfernt und weggeworfen, so dass der Durchschnittsmensch kaum in deren Genuss kommt. Enorm hohe Flavonoid-Konzentrationen sind dagegen in Wildkräutern enthalten. Es gibt viele Tausende Flavonoidarten. Die meisten fungieren als äußerst leistungsfähige Antioxidantien, schützen unsere Zellen vor den Angriffen freier Radikale und beugen daher wirkungsvoll Krebserkrankungen vor. Manche Flavonoide schützen gegen Grippeviren, andere wirken antibakteriell und verhindern oder heilen Infektionen (z. B. Procyanidine helfen bei Harnwegsinfekten) und wieder andere bewahren vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und harmonisieren den Blutcholesterinspiegel. Flavonoide sind in wechselnden Mengen in nahezu allen Wildkräutern enthalten wie z. B. im wilden Stiefmütterchen, im Frauenmantel, in der wilden Malve, im Wegerich etc.
Gerbstoffe sind ebenfalls in vielen Wildkräuterarten vorhanden. Sie hemmen Entzündungen, neutralisieren Gifte und vertreiben Bakterien und Viren. Da sie auch zusammenziehend wirken, werden sie in der Pflanzenheilkunde beispielsweise bei Durchfällen oder Hauterkrankungen eingesetzt. In dauerhaft hohen Dosen sind Gerbstoffe weniger empfehlenswert, doch das macht nichts. Wildkräuter nämlich, die gesundheitsbedenkliche Mengen an Gerbstoffen enthalten, schmecken derart widerwärtig, dass kein Mensch sie freiwillig essen würde. Gerbstoffe in gesundheitsförderlichen Dosen sind z. B. im Wiesen-Storchschnabel enthalten, im Gundermann, im Scharbockskraut, im Blutweiderich und in vielen weiteren Wildkräutern mehr.
Weitere heilkräftige und präventiv wirksame Pflanzenstoffe in Wildkräutern sind die folgenden:
Die genannten bioaktiven Pflanzenstoffe sind natürlich aus einem bestimmten Grund in den Pflanzen enthalten. Viele - so glaubt man - dienen der Pflanze als "Fraßschutz". Die Pflanze produziere also Bitter- oder Gerbstoffe, um pflanzenfressende Tiere davon abzuhalten, sie zu fressen. Das trifft insbesondere auf Insekten und Pilze zu, eher weniger auf Säugetiere. Manche Menschen - jene, die glauben, die Natur sei furchtbar böse und für die Menschheit ziemlich gefährlich - meinen jedoch, dass die bioaktiven Pflanzenstoffe genau wie für Krabbeltiere auch für die Krone der Schöpfung sehr ungesund, ja regelrecht gesundheitsschädlich seien. Sie preisen die Verdienste der Pflanzenzucht, durch die unsere Kulturgemüse entstanden sind, denen ein Großteil der "bösen" sekundären Pflanzenstoffe weg gezüchtet wurde.
Da sich pflanzenfressende Tiere kein bisschen von dem angeblichen "Fraßschutz" der Pflanzen beeindrucken lassen, munter die ihnen von der Natur zur Verfügung gestellte Nahrung vertilgen und Wildkräuter außerdem über Jahrmillionen zur natürlichen Nahrung des Menschen gehörte, ist die These "sekundäre Pflanzenstoffe sind gefährlich" kaum ernst zu nehmen. Viel eher liegt der Sinn der Pflanzenstoffe darin, dass die Tiere (und auch die Menschen) möglichst vielseitig speisen, also nicht zu viel von einer einzigen Pflanze, sondern viele verschiedene Pflanzen in einer Mahlzeit. Dabei kommen Mensch und Tier dann in den Genuss sehr vieler verschiedener Pflanzenstoffe, so dass ihre Gesundheit optimal von deren überragendem Wert profitieren kann.
Aus dem Tierreich weiß man außerdem, dass Tiere bei Unwohlsein oder Wurmbefall auch sog. Gift- bzw. Heilpflanzen zu sich nehmen. Das bedeutet, dass uns die Natur für jede Situation einen reich gedeckten Tisch bereit hält und es weitaus gefährlicher ist, KEINE Wildkräuter in die tägliche Ernährung einzubauen. Je mehr Menschen jedoch die Mär von den "gefährlichen Pflanzenstoffen" glauben, um so besser natürlich für jene, die gerne Wildkräuter sammeln, da sich der Ansturm in Wald und Flur somit angenehm in Grenzen hält.
Inzwischen kann man Wildkräuter auch bei Spezialversendern bestellen und sich per Post ins Haus liefern lassen. Doch lässt sich die Frische und damit die Wirksamkeit von selbst gesammelten oder womöglich selbst angebauten Wildkräutern nicht übertreffen. Nur dann können Sie außerdem sicher sein, dass es sich um Pflanzen handelt, die frei von Spritzmittelrückständen, von Tierkot und von Düngemitteln sind. Ein weiterer Vorteil des "Wildcraftings" (wie sich die Begeisterung für das Wildkräutersammeln in den USA nennt) ist, dass Sie nur auf diese Weise lernen werden, essbare von ungenießbaren Wildkräutern zu unterscheiden.
Diese Wildkräuter-Kenntnisse können Ihnen auch in echten Notzeiten äußerst nützlich sein. Dabei muss es noch lange nicht zu einer Hungersnot kommen, schon ein mehrtägiger Streik der LKW-Fahrer reich vollkommen aus, um die Supermärkte im Nu leer zu fegen. Während andere früher oder später in Panik ausbrechen und die letzten Reserven ihrer Nachbarn plündern, können Sie gemütlich im Park wandeln und sich dort nach Essbarem umsehen. Ähnlich unbezahlbar sind Kenntnisse im Bereich der Heilpflanzen.
Wer sich selbst wirksame Medizin aus der Natur besorgen und diese zubereiten kann, lebt deutlich unabhängiger als jener, der bei jedem Gesundheitsproblem - und wenn es noch so gering scheint - auf Arzt, Apotheker und die Pharmaindustrie angewiesen ist. Statten Sie sich und Ihre Familie also mit Wildkräuterwissen und am besten auch mit Wildkräutervorräten aus.
Wildkräuter lernen Sie am besten auf Kräuterwanderungen kennen, die ein Kräuterkundiger oder eine Kräuterkundige anführt. Auch mit Hilfe von Bestimmungsbüchern kann man im Nu selbst zum Kräuterkundigen werden (z. B. "Essbare Wildpflanzen" von Fleischhauer, Guthmann und Spiegelberger). Falls Sie mit der Identifikation mancher Pflanzen dennoch Probleme haben sollten, können Sie diese fotografieren und mit Hilfe der Fotos Experten in einschlägigen Internetforen um Rat bitten.
Die beste Zeit für das Sammeln von Wildkräutern ist der frühe Vormittag, nachdem der Tau getrocknet ist oder bei trockenem Wetter auch abends. Da Sie konventionell bewirtschaftete Ackerflächen, gedüngte Wiesen, Weideflächen mit Vieh, beliebte Hunde-Gassiwege, Parks, in denen Pestizide und/oder Herbizide gespritzt werden und verkehrreiche Gegenden meiden sollten, ist es in manchen Regionen nicht unbedingt leicht, optimale "Jagdgründe" zu finden. Es lohnt sich also - wann immer möglich - abgelegenere Wald- und Wiesenlandschaften aufzusuchen oder tatsächlich an einen eigenen Garten zu denken. Manch einer hat vielleicht einen Nachbar, der allwöchentlich wutentbrannt seinen Garten von "Unkraut" befreit. In den meisten Fällen handelt es sich bei Unkraut um wunderbare Wildkräuter, so dass der Akt des Jätens (mit nachfolgendem Vernichten der Wildkräuter) als höchst paradox gewertet werden kann, da vitalstoffarmen Kulturpflanzen zuliebe die hochkarätigen Wildkräuter eliminiert werden, während die Menschheit an Vitalstoffmangel darbt und zur Behebung desselben teure Vitaminpillen schlucken muss. Warum also nicht wenigstens die gejäteten Wildkräuter nutzen und verspeisen? Bitten Sie also Ihren Nachbarn darum, Ihnen seine Ausbeute zu überlassen. Dann müssen Sie Ihre wertvollen Wildkräuter nicht einmal selbst ernten. Viele Wildkräuter lassen sich überdies auch völlig unproblematisch in Töpfen auf der Fensterbank oder in Balkonkästen ziehen.
Wenn Sie Ihr Sammelgut nicht sofort verarbeiten können, legen Sie die Pflanzen in verschlossenen Plastiktüten in den Kühlschrank. Für Pesto, Salate und andere Frischpflanzengerichte sollten die Wildkräuter jedoch möglichst unmittelbar nach dem Sammeln gegessen bzw. verarbeitet werden.
Wenn Sie Wildkräuter für Tee oder Gewürzmischungen trocknen möchten, dann tun Sie das am besten an einem luftigen, schattigen Ort. Die getrockneten Wildkräuter dürfen keinesfalls dunkel werden (was sie oft tun, wenn man sie in der Sonne trocknet), sondern sollten erkennbar grün bleiben. Am besten lassen sich Wildkräuter trocknen, wenn Sie sie zu mehreren Bündeln gebunden kopfüber an einem überdachten Fenstergitter, an einem Wäscheständer oder auf Ihrem Dachboden aufhängen. Sicherheitshalber versehen Sie die Wildkräuter mit kleinen Schildchen auf die Sie den Namen der Pflanze und den Sammeltag vermerken.
Trocknen Sie die Kräuter so lange, bis sie knistern und leicht zerfallen, wenn Sie sie berühren. Wenn Sie Ihre Kräuter in Gefäße abfüllen, bevor sie ganz trocken sind, können sie schimmlig werden, was unbedingt vermieden werden muss. Wildkräuter mit Schimmelbefall - und wenn dieser auch nur gering ist - müssen unverzüglich vollständig entsorgt werden. Sobald die Wildkräuter trocken sind, bewahren Sie sie in verschließbaren beschrifteten Gläsern oder hängenden Stoffsäckchen an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf.
Neben den erwähnten Verwendungsmöglichkeiten wie Salate, Suppen, Pesto, grünen Smoothies, Gewürzmischungen und Tee, können Wildkräuter auch zu spinatähnlichem Gemüse gedünstet oder für Füllungen, für Kräuterbutter, für Kräuterfrischkäse und zum Bereichern von Eierspeisen verwendet werden. Manche Blütenknospen (z. B. Löwenzahn) können außerdem wie Kapern eingelegt werden.
Pflanzenheilkundliche Bücher zeigen die unendlichen Möglichkeiten für den Einsatz von Wildkräutern als Medizin. Wildkräuter können zu Pulver, Tees, Kaltwasserauszügen, Frischpflanzenpresssäften, Sirup, Salben, Kräuterwein, Kräuterölen und Tinkturen verarbeitet werden. Tinkturen sind alkoholische Kräuterauszüge, die sehr leicht herzustellen sind und außerdem oft jahrelang haltbar sind, sich also auch für die Vorratshaltung oder für einzigartige und nützliche Geschenke sehr gut eignen.
Wie Sie aus heilkräftigen Wildkräutern wirkungsvolle Tinkturen wie z. B. Baldriantinktur, Ringelblumentinktur, Kamillentinktur, Johanniskrauttinktur oder spezielle Mischungen wie eine Herztinktur bereiten können, erfahren Sie im Text: Tinkturen selbst gemacht
"Essbare Wildpflanzen" von G. Fleischhauer, J. Guthmann, R. Spiegelberger
Tabellen: AID Infodienst
Natural News
(Zentrum der Gesundheit) - Go Green! Essen Sie „grün“, trinken Sie „grün” und leben Sie „grün“! Go Green! Das ist das Motto einer neuen Generation von Menschen, die mit der grünen Partei nicht unbedingt etwas zu tun hat, stattdessen aber voller Freude und Begeisterung im Einklang mit der Natur lebt. Wer „grün“ lebt, hat erkannt, welche Power und Vitalität in grünen Lebensmitteln steckt. Grüne Lebensmittel sind jene sog. Superfoods, mit deren Lebenskraft und Energie es kein anderes Nahrungsmittel aufnehmen kann. Worauf warten Sie noch? Go Green!
(Zentrum der Gesundheit) - Warum Chlorophyll und damit grüne Pflanzen Krebs heilen können. Neueste Forschungen des Linus-Pauling-Insituts der Oregon State University lassen vermuten, dass natürliche Substanzen wie etwa der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll oder Selen aus Knoblauch und der Paranuss im Kampf gegen Krebserkrankungen eine möglicherweise viel bedeutendere Rolle spielen könnten, als man bislang angenommen hatte.
Traditionelle Anwendungsgebiete gibt es für die Brennnessel viele. Wissenschaftlich erwiesen ist jedoch, dass die Brennnessel Arthrose, Arthritis, Prostatabeschwerden und Blasenprobleme lindern sowie entzündliche Darmerkrankungen positiv beeinflussen kann. Die Samen der Brennnessel lassen sich als Vitalitätstonikum und gegen Haarausfall einsetzen, und in Form der sog. Brennnesseljauche ersetzt die Pflanze Kunstdünger und Pestizide. Die Brennnessel eignet sich ausserdem hervorragend als Lebensmittel – nicht nur aufgrund ihrer Fülle an Vitalstoffen, sondern auch wegen ihres fantastischen Geschmackes.
Kamillentee kennt jeder. Von einem Kamillen-Smoothie jedoch hat noch kaum jemand etwas gehört. Er ist ein wunderbarer Begleiter für stressige Zeiten, entspannt und beruhigt die Nerven.
Kuzu ist eine wilde Weinart aus dem asiatischen Raum. In der traditionellen japanischen Medizin wird Kuzu von je her als Heilpflanzen bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen eingesetzt.
Unter Phytotherapie versteht man die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen durch Pflanzen, Pflanzenteile und deren Zubereitungen (Pulver, Tee, Extrakt, Tinktur).
( Von Dr. med. Matthias Rath) - Offenbar bedurfte es des Selbstversuches eines Heidelberger Universitäts-Professors, der sich selbst mit grünem Tee heilte, um die Bedeutung der darin enthaltenen hochwirksamen Naturstoffe im Kampf gegen Krebs und anderen Krankheiten zum Durchbruch zu verhelfen.
(Zentrum der Gesundheit) - Eine neue Studie, die im European Journal of Cardiovascular Prevention and Rehabilitation veröffentlicht wurde, hat weitere Beweise für die günstigen Auswirkungen von grünem Tee in Bezug auf die Risikofaktoren, die zu Herzinfarkt führen können, angeführt.
(Zentrum der Gesundheit) - Während die meisten Gärtner Löwenzahn als lästiges Unkraut betrachten, haben andere Menschen erkannt, was der Löwenzahn in Wirklichkeit ist: Ein Wunderkraut, das nicht nur bei Krankheit heilt, sondern als regelmäßig verzehrtes Lebensmittel unsere Gesundheit bewahrt und schützt. Löwenzahn regelt die Verdauung, pflegt Leber und Galle, hilft bei Rheuma, löst Nierensteine auf, lässt Pickel und chronische Hautleiden verschwinden und kann als Allround-Stärkungsmittel bei jedweder Problematik eingesetzt werden.
Rund 10.000 Menschen sterben pro Woche an Krebs. Nach Angaben der US-Regierung hat sich diese Todesrate in den letzten 10 Jahren nicht verändert. Chemo- und Strahlentherapie können nur ca. 10 Prozent der behandelten Patienten das Leben retten. Die Ärzte haben also nicht viel in der Hand. In diesem Beitrag werde ich erklären, wie Löwenzahnwurzel verarbeitet wird und wie viel man davon einnehmen muss.
Die meisten frei lebenden Tiere zehren seit jeher zum Ende der Winterzeit von ihren letzten Kräften. Ähnlich erging es bis ins vorletzte Jahrhundert hinein auch uns Menschen. Nach Monaten karger Nahrung suchten Mensch und Tier nach Pflanzen, die in der Lage waren, den entstandenen Energiemangel auszugleichen. Und genau diese Pflanzen lässt Mutter Natur im Frühling in einer Vielfalt erblühen.
(Zentrum der Gesundheit) - Manche Kräuter, Pflanzen und Wildgemüse eignen sich vorzüglich zur Bereicherung des täglichen Speiseplans. Wenn wir bewusst solche wählen, die einerseits gut schmecken, einfach zuzubereiten sind und darüber hinaus eine entgiftende und entschlackende Wirkung haben, dann profitieren wir davon weit mehr, als von einer kurzfristig durchgeführten Entgiftungs- oder Fastenkur.
Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.
Wir werden den Mai nutzen, um unsere Kommentarfunktion weiter zu verbessern.
Sehr geehrte Damen und Herren, jetzt beginnt ja die Zeit zum Sammeln der Wildkräuter, Bärlauch etc. Nachdem ich die Wildkräuter in Smoothies frisch mixe und auch Bärlauch zu Pesto frisch verarbeite möchte ich anfragen, wie gefährlich der Fuchsbandwurm bzw. die Eier des Fuchsbandwurmes z.B. auf Bärlauch, bzw. das Infektionsrisiko aus Ihrer Sicht ist. Siehe nachstehendes aus dem Internet.
Infektionsrisiko Fuchsbandwurm
Als weiteres Risiko generell beim Sammeln im Wald gilt der Fuchsbandwurm, ein Parasit, dessen Eier über den Kot von Füchsen ausgeschieden werden. Gelangen sie durch den Mund in den menschlichen Darm, können sie sich dort zu Larven entwickeln. Diese wandern über die Blutbahn in die Leber oder in andere Organe und bleiben oft lange unerkannt, können aber später zum Tod führen. In Deutschland ist der Fuchsbandwurm vor allem im Süden verbreitet. So gefürchtet der Parasit ist, panische Angst im Wald ist fehl am Platz. Denn grundsätzlich könnte man sich auch an jeder Pflanze aus dem Garten infizieren, denn Mäuse, Hunde und Katzen sind ebenfalls Wirte des Parasiten
Bitte um kurze Antwort. Besten Dank !
Mit freundlichen Grüßen
Zentrum der Gesundheit:
Vielen Dank für Ihre Mail.
Das Risiko einer manifesten Infektion mit Fuchsbandwurmeiern besteht natürlich, doch ist es sehr gering. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen aufgrund des Fuchsbandwurmes beträgt 13 bis 23 (lt. Robert-Koch-Institut). Im Fachblatt "Münchner Medizinische Wochenschrift" (2007, Nr. 29–30, S. 18) war zu lesen, dass es keinerlei Belege dafür gäbe, sich beim Verzehr von Wildpflanzen/-beeren mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren (lt. Infektionsmediziner Peter Kern vom Uniklinikum Ulm). Als Hauptinfektionsquelle der wenigen jährlichen Fälle gelten bislang enge Kontakte zu Haus - bzw. Nutztieren.
Bedenken Sie ausserdem, dass (im Sommer) auch Gemüse und Salate auf dem freien Feld wachsen und hier meist ebenfalls Füchse Zugang hätten. Bestünde hier wirklich eine Gefahr, befänden sich die Zahlen der Betroffenen bereits in schwindelerregenden Höhen. Um mögliche Kontaminationen zu vermeiden, ist das Pflücken von ausschliesslich optisch sauberen Kräutern ratsam. Füchse wählen zum Koten (im Urin befinden sich keine Wurmeier) gerne Plätze in exponierten Lagen, also eher Baumstümpfe oder Wegränder, aber weniger die freie Wiese. Die von uns vorgeschlagenen Gemüsereiniger können die ohnehin geringe Gefahr noch weiter reduzieren:
Pestitzide entfernen
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Guten Tag allerseits, ich habe gerade entdeckt, dass hinter unserem Haus Kapuzinerkresse wächst. Schmeckt super im Salat. Gehören die auch zu Wildkräutern oder sind die im Nährgehalt nicht so überzeugend? Ich danke schon mal recht herzlich für eine Antwort. Alles Liebe, Maria
Zentrum der Gesundheit:
Liebe Maria,
vielen Dank für Ihre Email. Sicherlich werden Sie Ihre Frage über eine Suche im Internet beantwortet bekommen.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Danke
Zentrum der Gesundheit:
Hallo Herr Seim,
vielen Dank für Ihre Mail.
Hier finden Sie ab S. 7 verschiedene Tabellen mit österreichischen Kräuterinitiativen, von denen Ihnen sicher die eine oder andere Adresse weiter helfen kann. Auch Volkshochschulen oder Nationalparks bieten oft Kräuterwanderungen an. Darüber hinaus könnten Sie sich in den einschlägigen Foren (z. B. Rohkostforen) informieren.
Viele Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit