Naturheilverfahren Überblick

Eigenbluttherapie

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 04.09.2017
  • 0 Kommentare
Eigenbluttherapie
© Photographee.eu - Shutterstock.com

Bei der Eigenbluttherapie wird aus einer Vene Blut entnommen. Anschliessend wird es unverändert oder mit homöopathischen oder pflanzlichen Mitteln angereichert beim selben Menschen in einen Muskel injiziert. Die Eigenbluttherapie gehört zu den Reiz- und Regulationstherapien, was bedeutet, dass das injizierte Blut einen Reiz setzt, der sodann die Selbstregulation des Körpers anfacht. Auf diese Weise sollen Heilprozesse aktiviert, das Immunsystem gestärkt und Krankheiten wie z. B. Allergien, Rheuma oder Hauterkrankungen bekämpft werden können.

Die Eigenbluttherapie aktiviert das Immunsystem

Der Berliner Chirurg Professor August Bier (1861 bis 1949) gilt in den westlichen Ländern als Begründer der Eigenbluttherapie. Im fernen Osten jedoch wurden Behandlungen mit Blut schon seit Jahrtausenden eingesetzt. Professor Bier entdeckte Anfang des 20. Jahrhunderts, dass Knochenbrüche schneller heilten, wenn er das Blut des Betroffenen an die Bruchstelle spritzte. Daraus schloss er, dass die Eigenbluttherapie das Immunsystem stärkte und die Selbstregulation des Körpers aktivieren kann.

DieSelbstregulation des Organismus kann bei der Eigenbluttherapie jedoch nur aktiviert werden, wenn der Körper den Reiz des Eigenblutes noch wahrnehmen kann, was bei einem zu geschwächten oder stark blockierten Organismus nicht mehr der Fall ist.

Ziel der Eigenblutbehandlung ist es, die allgemeine Abwehrkraft des Körpers zu steigern und die Gesundheit zu stabilisieren. Aus diesem Grund stellt sie eine sinnvolle Therapie bei hoher Anfälligkeit gegen Erkältungserkrankungen dar.

Die Eigenbluttherapie hat jedoch auch positive Auswirkungen auf andere Krankheitsbilder, die eng mit unserem Immunsystem in Verbindung stehen. Besonders zu nennen sind hier allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen und Hauterkrankungen.

Simple Clean - die Darmreinigung

Eigenbluttherapie – Blut enthält alle Informationen der Vergangenheit

Bei der klassischen Eigenbluttherapie wird Blut aus der Vene entnommen und anschließend unverändert in kleinen Mengen in den Muskel injiziert. Das Blut enthält u. a. Informationen über durchlebte und abgeschlossene Krankheiten in Form von Antikörpern bzw. Gedächtniszellen.

Durch die Rückinjektion des Blutes ins Gewebe wird durch eine in Folge auftretende Abwehrreaktion diese Information dem Organismus wieder zugänglich gemacht. Durch den kurzen Aufenthalt außerhalb des Körpers erfahren bestimmte Stoffe im Blut eine geringfügige Veränderung – so die Theorie. Die Immunabwehr deutet diese als Fremdsubstanzen und aktiviert das Abwehrsystem. Gelegentlich wird vor der Rückinjektion ein homöopathisches oder pflanzliches Medikament beigemischt.

Wann ist eine Eigenbluttherapie sinnvoll?

Oft wird die Eigenbluttherapie unterstützend zu anderen Therapien angewendet, wenn das Immunsystem und die Körperregulation unspezifisch aktiviert und normalisiert werden sollen. Bei folgenden Beschwerden ist die Eigenbluttherapie sinnvoll:

  • Akute und chronische Infektionen
  • Degenerative Prozesse (z. B. rheumatische Erkrankungen)
  • Blutbildstörungen
  • Immunstimulation und Rekonvaleszenz
  • Allergien
  • Hauterkrankungen, vor allem Ekzeme
  • Durchblutungsstörungen

Nebenwirkungen:

  • Überempfindlichkeit und Symptomverschlechterungen bei empfindlichen Personen
  • Fieberreaktionen
  • Bakterielle Entzündungen bei unsachgemäßen Desinfektionen

Bei folgenden Anzeichen sollte keine Eigenbluttherapie angewendet werden:

  • Schwere, auszehrende Zustände
  • Aktive tuberkulöse Prozesse
  • Bestehende Entzündungen der Venen
  • Gerinnungsstörungen und Behandlungen mit gerinnungshemmenden Mitteln

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Wir würden uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen!

Mehr zu diesem Artikel

Schlagwörter

Teilen Sie diesen Artikel

Leserkommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar

Um einen Kommentar abzugeben müssen Sie angemeldet sein.

Anmelden Registrieren