Gesundheit

Studie: Vitamin D verlängert Leben von Krebspatienten

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 07.06.2019
Studie: Vitamin D verlängert Leben von Krebspatienten
© gettyimages.ch/vadimguzhva

Ärzte der Michigan State University fanden heraus, dass Vitamin D die Lebensspanne von Krebspatienten verlängern kann, wenn es mindestens drei Jahre lang eingenommen wird.

Inhaltsverzeichnis

Krebspatienten leben länger mit Vitamin D

Ende Mai 2019 erschien im Fachmagazin Journal of Clinical Oncology eine Studie(1), in der sich ein weiterer Vorteil einer kontinuierlichen Vitamin-D-Einnahme zeigte: Krebspatienten ging es mit dem Vitamin deutlich besser, so dass sie länger lebten als Patienten, die kein Vitamin D nahmen.

Vitamin D wird auch Sonnenvitamin genannt, weil es im Körper unter Einfluss von Sonnenlicht gebildet werden kann. Da Lebensmittel kaum Vitamin D liefern und viele Menschen nicht regelmässig Sonne tanken (und wenn doch, so nur mit Sonnencreme, die zu einer Hemmung der Vitamin-D-Bildung führt), ist ein Vitamin-D-Mangel weit verbreitet.

Vitamin D hat mehr Wirkungen und Vorteile als gedacht

Lange Zeit glaubte man, Vitamin D sei insbesondere für die Knochen wichtig, da es im Darm die Resorption von Calcium fördert und auch den Einbau von Calcium in die Knochen unterstützt. Im Laufe der letzten Jahre zeigten Wissenschaftler jedoch, wie zahlreich die Aufgaben und Funktionen dieses Vitamins im Körper sind.

So schützt das Vitamin beispielsweise vor Diabetes, erhöht die Fruchtbarkeit, steigert bei Männern den Testosteronspiegel, lindert chronisch entzündliche Darmerkrankungen, reduziert chronische Schmerzen und Neurodermitis, bessert Autismus-Symptome und vieles mehr. Ein Vitamin-D-Mangel kann daher weitreichende Folgen haben.

Die Studie der Michigan-State-Forscher bestätigt ebenfalls, dass Vitamin D weitaus mehr Vorteile hat als „nur“ die Optimierung der Knochengesundheit

Vitamin D reduziert Sterberisiko bei Krebs

“Vitamin D reduzierte ganz signifikant das Sterberisiko bei Krebspatienten, auch wenn es unseren Daten zufolge leider nicht dazu in der Lage war, den Krebs zu verhindern”, sagte Tarek Haykal, Autor der Studie und Arzt für Innere Medizin an der Michigan State University und am Hurley Medical Center in Flint, Michigan.

Haykals Team analysierte Daten von mehr als 79.000 Patienten aus verschiedenen Studien, die alle eine dreijährige randomisierte Einnahme von Vitamin D im Vergleich zu einer Placebo-Einnahme zum Thema hatten. Es zeigte sich ein so deutlicher Unterschied zwischen der Lebenszeit bei den Vitamin-D- und den Placebo-Patienten, dass Haykal auf die Wichtigkeit der Vitamin-D-Einnahme gerade bei Krebspatienten hinweist, zumal das Vitamin wenn überhaupt so nur minimale Nebenwirkungen habe.

Vitamin D sollte bei Krebs mindestens drei Jahre lang eingenommen werden

Allerdings wies Haykal darauf hin, dass nicht geklärt sei, wie hoch der erforderliche Vitamin-D-Spiegel im Blut sein müsse oder wie viel man vom Vitamin einnehmen müsse. Das einzige, was man zum jetzigen Zeitpunkt sagen könne, so Haykal, sei dass eine Vitamin-D-Einnahme mindestens drei Jahre beibehalten werden sollte, um eine Wirkung zu zeigen.

Natürlich sollten Sie die Vitamin-D-Einnahme mit Ihrem Arzt besprechen. Wie Sie einen Vitamin-D-Mangel abklären lassen können und wie Sie die für Sie individuell richtige Vitamin-D-Dosis herausfinden können, erklären wir hier: Vitamin D – Die richtige Einnahme

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Teilen Sie diesen Artikel

Quellen